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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das ist schön für deine Nichte, wo arbeitet die denn? Ich kann bloss erzählen, wie es in Berlin ist. Klar kannst du gut Geld verdienen mit kellnern, auf 400 € Basis und der Rest schwarz nebenbei. Aber genau das wollte mein Sohn eben nicht mehr. Nicht mehr als Ungelernter und nicht mehr schwarz arbeiten. Deshalb hat er Fachabitur gemacht und eine zweite Ausbildung bei einem Bio-Grosshändler angefangen. Wenn er sich nicht zu doof anstellt und keine Bouletten klaut, wird er auch übernommen. In Österreich war er, für eine Saison. Aber es muss nicht jeder im Ausland arbeiten. Die sind auch nicht glücklich über die Invasion der Piefkes dort.
    Meine Nichte arbeitet in Köln und in einem nicht so besonderen Restaurant.

    Ich lebe in Berlin. Kann natürlich sein, dass dein Sohn in Ostberlin diese Erfahrung gemacht hat? Andererseits suchen die doch in Berlin wie verrückt qualifiziertes Personal, gerade in den teuren Hotels und Restaurants.

    Wenn ihr diese Erfahrung in Mecklenburg oder so gemacht hätte, könnte ich das ja verstehen, aber in Berlin leider nicht.

    Habe gerade mal in der aktuellen Ausgabe der Morgenpost gegoggelt. Da stehen einige Anzeigen mit Vollzeitstellen speziell nach Restaurant FACH-Kräften darin und von teuren und guten Restaurants in unserer Stadt.

    Wenn er bei dem Bio-Grosshändler letztendlich zukünftig mehr verdient, als in seinem ersten erlernten Beruf, dann ist das ja gut. Ich wünsche euch von Herzen gutes Gelingen und viel Erfolg.

    Wildblume
    Geändert von Wildblume2008 (25.10.2009 um 14:15 Uhr)

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das kannst du knicken, hier ist ein bestimmter Betrag für die Kaltmiete festgelegt, der sich wahrscheinlich an einer einzigen billigen Wohnung in ganz Niedersachsen bemisst. Und die ist belegt bis 2025 und danach gibts Wartelisten. Alles was über dem Betrag liegt, zahlt der ALG II Empfänger von seinem Regelsatz, der eigentlich fürs Essen und Trinken sein sollte.
    In Niedersachsen kenne ich mich nicht aus. die ARGEN, mit denen ich zusammen arbeite, handhaben das anders. Sie schauen nach, wie teuer eine angemessene Wohnung laut Mietspiegel ist und bezahlen den betrag. Ist die Wohnung größer oder teurer, zahlen dies die Hilfebedürftigen aus eigener Tasche drauf. Zudem sind im Regelsatz auch Kosten für Kultur und andere Dinge enthalten. Solange das Geld noch für Genussmittel reicht, ist es nicht zu wenig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Berechnung des Warenkorbes
    Ich schaue nicht in die Statistik, ich schaue in die Geschöfte und vergleiche diese Preise. Immerhin traue ich keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe (Grundsatz der Wissenschaftler).


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich wohne in Niedersachsen, für mich gibt das HVV Sozialticket nicht. Und wenn, würde es sich nicht lohnen, weil ich ja nur einmal die Woche fahren würde. Das Hamburger Sozialticket gilt ausserdem nur für den Grossbereich Hamburg, also nicht bis hierher.
    Ich lebe weder in Niedersachsen noch in Hamburg. Eine Stadt in meinem Arbeitsgebiet stellt gar kostenlos Autos zur Verfügung, wenn der Hilfebedürftige den Arbietsort nicht per ÖPNV erreichen kann.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Angebot der tafeln gut, meine Schwester nimmt die in Berlin oft in Anspruch. Es ist ja nicht schlecht, aber gesund ist was anderes. Ausserdem stelle ich nicht die Tafeln in Abrede, die sind sicher gut gemeint, nur hier gibts leider keine.
    Hier in der Region spenden die Einzelhandelsunternehmen sehr gute Waren für die Tafeln, auch Privatpersonen und Kirchen sind sehr engagiert. Zur zeit wird eine Aktion vorbereitet, damit Hilfebedürftige Weihnachtsbäckerei bekommen können - Privat organisiert. Also vielleicht weniger meckern und mehr aktiv werden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Okay, hast gewonnen, der Regelsatz beträgt für Verheiratete mittlerweile 323;- € sagenhafte 12 € mehr, davon kann man schon ganze Wohnungen mieten.
    Ich will gar nicht gewinnen, mir geht es um reine Fakten. Wie bereits gesagt, die Wohnungen der Hilfeempfänger werden nicht von der Grundleistung bezahlt. Diese wird erst dann in Anspruch genommen, wenn die Wohnung nicht den Richtlinien entspricht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Hartz IV Empfänger, gottseidank nicht. Ich bin zum Arbeiten durch ganz Deutschland und halb Europa gereist, nachdem ich meine Stelle in Berlin verloren hatte. Das will nicht jeder und das kann auch nicht jeder. Auf Montage kann niemand arbeiten, der zu hause noch betreuungspflichtige Kinder hat. Und bis zum 28. 01. 2010 erhält mein Sohn noch Kindergeld, weil er Grundwehrdienst abgeleistet hat. danach muss ich wohl noch mit mehr Kohle rüberrücken. A bekommt er nicht, weil es schon die zweite Ausbildung ist. Nach der ersten hat er keine Stelle gefunden. Kein Gastwirt stellt einen gelernten Restaurantfachmann ein, wenn er tausende 400,-€ Kräfte oder Studenten haben kann.
    Gerade in Berlin werden Fachkräfte in der Gastronomie gesucht. Zudem: warum geht dein Sohn dann icht in eine Region, in der Gastronomen gesucht werden? Er könnte sich auch weiterqualifizieren und dann im Regierungsviertel tätig werden. Gerade in der Gastronomie ist es wichtig, Sprachen zu beherrschen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    guckst du hierzum Beispiel, das kommt um 14 Uhr und wird sogar vormittags und nachts wiederholt. Perfekt für Schichtarbeiter.
    oder dass hier. kommt sogar sonntags.
    Oder das.
    Das ist besonders krass,da geht mir regelmässig das Messer in der Tasche auf.
    Und erzähl mir nicht, dass da ein einziger Fall von echt ist.

    Zur Not, wenn du kein Fernsehen guckst, kannst du ja immer noch die Bild aufschlagen.
    Die Bildzeitung sprach zuerst mit den Toten, das kennst du doch, oder? Wie gesagt, ich schaue mir an, was ich jeden tag erlebe, da brauche ich keine Fernsehsendungen oder die Bildzeitung.

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Arrogant?
    Zynisch? Wie kann man diese Aussagen von Yanina auffassen?


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Meiner Meinung nach bekommen HartzIV-Empfänger viel zu viel Unterstützung.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Dort (Anm. Tafeln) gehen meist diejenigen hin, die am lautesten Schreien, weil sie zu wenig Geld haben. Allerdings ist genug Geld für Genussmittel vorhanden.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für mein Klientel ist es die Regel. Schau doch einmal genau hin und beobachte. Sehr viele junge frauen kaufen ihren Kindern trockene Brötchen, die die Kleinen dann im Kinderwagen sitzend kauen, während Mama zigerrettenrauchend einen Kaffee genießt.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ist die Wohnung größer oder teurer, zahlen dies die Hilfebedürftigen aus eigener Tasche drauf. Zudem sind im Regelsatz auch Kosten für Kultur und andere Dinge enthalten. Solange das Geld noch für Genussmittel reicht, ist es nicht zu wenig.


    Das sind nur einige Zitate von Dir, die ich arrogant finde. Immerhin in dem Zusammenhang, daß es hier darum geht, ob der Regelsatz für Kinder zu niedrig ist.

    Zitat Zitat von Yanina
    Ich fühle mich von dir angegriffen und vollkommen missverstanden.

    Aber:
    Zitat Zitat von Yanina
    Ich habe das Gefühl, dass du wie ein waidwundes Tier um dich schlägst und versuchst, deine Wut und deinen Frust an mir auszulassen

    Zitat Zitat von Yanina
    Besser wäre es, wenn du deine negative Grundhaltung änderst, dann wird auch für dich das Leben leichter.
    Du greifst mich nicht an?

    Ich hab bestimmt keine "negative Grundhaltung", wie kommst Du darauf? Diese sehe ich statt dessen ständig bei Dir:

    Wie gesagt, ich schaue mir an, was ich jeden tag erlebe, da brauche ich keine Fernsehsendungen oder die Bildzeitung
    Dies hast du ja schon vielfach beschrieben, wie schlimm Deine täglichen Erlebnisse und Beobachtungen sind. Erlebst Du nie etwas Positives? Menschen, die gut klarkommen? Es liest sich so.

    Aber laß uns trotzdem das Kriegsbeil begraben. Es bringt ja nichts. Ich bin übrigens nicht die einzige, die Deine Postings u.a. als "überheblich" bezeichnet haben. Ich hatte Deine Schreibart als borniert und arrogant bezeichnet, "überheblich" trifft es aber auch sehr gut.

    Da Du mir ja auch so einen guten Rate erteilt hast, möchte ich mich dem anschließen, den Dir Deine Mutter gegeben hat:

    Eines hat meine Mutter uns Kinder gelehrt: verurteile niemals deine Mitmenschen, denn du weißt nicht, warum sie so sind und so handeln.
    Gerade das habe ich bei Dir bislang vermißt. Du wartest ständig mit negativen Beispielen von Hartz-4-Empfängern auf. Schön war ja der lange Bericht über die Mutter mit ihrem älteren und dem kleineren Kind, das nicht gut sprechen konnte, die Mutter Esprit trug, das Kind kein Babygläschen bekam. Hast Du die Weisheit Deiner Mutter da mal angewandt?
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

  4. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    weisste was yanina? du hast Recht und ich hab meine Ruhe. Mit dir kann man einfach nicht diskutieren. Ich hab meine Sicht der Dinge und du deine.

    Ich sehe meine Schwester, die sich nach einer Krebserkrankung abmüht, wieder ins Leben zu finden und der nur Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, meinen Bruder, der trotz dessen, dass beide Partner arbeiten(meine Schwägerin sogar im ÖD) mit seinen drei Kindern Hartz IV beziehen muss und meinen Sohn, dem ich einfach glaube, dass er sich bemüht.

    Und du unterstellst nur, dass alle Hartz IV Empfänger grundsätzlich selbst schuld an ihrer Lage sind, an ihrer Situation nichts ändern wollen und das Geld des Steuerzahlers nur verprassen.

    Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag und viel Spass bei der Selbstbeweihräucherung.

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    eve, Du sagst es! Die Fälle, die Yanina beschrieben hat, kenne ich nur aus dem Fernsehen, obwohl ich im Moment auch beruflich sehr viel mit Hartz-4-Empfängern zu tun habe.

    Ich erinner noch mal an diesen Link.

    Ich hätte mal ein Beispiel der anderen Art: Eine Frau über 50. Trennung, lange vorher schon psychisch angeschlagen, man kann auch sagen krank. Sie bekommt ein paar hundert Euro Unterhalt von ihrem Mann. Aus Angst vor dem Job-Center, dem Amtsarzt, den Folgen, beantragt sie kein H4, obwohl es ihr eindeutig zustehen würde.

    Noch eins: Mutter eines 11jährigen, der aufgrund der Trennung verhaltensauffällig ist. Sie hat einen 400 Euro-Job bei einem Discounter. Der Vater kann nur wenig für den Sohn zahlen. Sie steht vor der Entscheidung, den Job auszubauen, dafür müßte sie aber den schwierigen Sohn zu Unzeiten sich selbst überlassen (Abends bis 22.30, Samstags).

    Und noch eins: Eine Freundin, krebskrank, nicht mehr operabel, zwei Söhne, 11 und 16. Der Vater mit Migrationshintergrund, im Heimatland Polizist - hier keine Chance - also kein Unterhalt. Sie arbeitet trotz allem in einem Getränkemarkt, weil kein anderer sie einstellt, Bewerbungen genug sind geschrieben worden.

    Diese Beispiele sind sowas von weit entfernt von der Realität, die Yanina ja angeblich bei ihren Rundgängen durch die Stadt und ihre Arbeit ständig erlebt. Nämlich die, die sich - wie im Fernsehen - ein gemütliches, ausgeglichenes und zufriedenes Leben vor dem Plasma-Fernseher machen. Angeblich sollen laut Yanina dies ja sogar Statistiken der Job-Center bestätigen
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Meine letzte Antwort an euch beide:
    @ .gerrimee.

    Es gibt nur ganz wenige USer, die das Geliche aus meinen Worten lesen wie du. Ich nirgendwo geschrieben, dass alle so oder so sind, ich habe Beispiele genannt.

    Lies daraus, was du lesen willst und antworte einfach nicht mehr auf meine Postings.

    @ eve_

    die postiiven Ergebnisse meiner Arbeit sind es, die mir die Bestätigung geben, dass ich einen sehr guten Job mache. Auch wenn du das nciht lesen magst, ich rede nicht, ich handel. Überlies einfach meine Postings und lass mich mit deinen persönlichen Angriffen in Ruhe.

  7. gesperrt

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von .gerrimee. Beitrag anzeigen
    eve, Du sagst es! Die Fälle, die Yanina beschrieben hat, kenne ich nur aus dem Fernsehen, obwohl ich im Moment auch beruflich sehr viel mit Hartz-4-Empfängern zu tun habe.

    Ich erinner noch mal an diesen Link.

    Ich hätte mal ein Beispiel der anderen Art: Eine Frau über 50. Trennung, lange vorher schon psychisch angeschlagen, man kann auch sagen krank. Sie bekommt ein paar hundert Euro Unterhalt von ihrem Mann. Aus Angst vor dem Job-Center, dem Amtsarzt, den Folgen, beantragt sie kein H4, obwohl es ihr eindeutig zustehen würde.

    Noch eins: Mutter eines 11jährigen, der aufgrund der Trennung verhaltensauffällig ist. Sie hat einen 400 Euro-Job bei einem Discounter. Der Vater kann nur wenig für den Sohn zahlen. Sie steht vor der Entscheidung, den Job auszubauen, dafür müßte sie aber den schwierigen Sohn zu Unzeiten sich selbst überlassen (Abends bis 22.30, Samstags).

    Und noch eins: Eine Freundin, krebskrank, nicht mehr operabel, zwei Söhne, 11 und 16. Der Vater mit Migrationshintergrund, im Heimatland Polizist - hier keine Chance - also kein Unterhalt. Sie arbeitet trotz allem in einem Getränkemarkt, weil kein anderer sie einstellt, Bewerbungen genug sind geschrieben worden.

    Diese Beispiele sind sowas von weit entfernt von der Realität, die Yanina ja angeblich bei ihren Rundgängen durch die Stadt und ihre Arbeit ständig erlebt. Nämlich die, die sich - wie im Fernsehen - ein gemütliches, ausgeglichenes und zufriedenes Leben vor dem Plasma-Fernseher machen. Angeblich sollen laut Yanina dies ja sogar Statistiken der Job-Center bestätigen
    Ja, das sind wirklich schlimme Fälle, die du da beschreibst, aber ich habe persönlich solche Fälle nicht kennengelernt. Von daher kann ich nur von den Menschen schreiben, die ich durch meine langjährige Arbeit mit Harzt IV Klientel kennengelernt habe. Ich vermute mal, dass es Yanina so ähnlich geht.

    Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist, dass sich hier jemand angegriffen fühlt, nur weil der Andere andere Erfahrungen gemacht hat. Sofort wird abgewertet und teilweise auf einem Niveau geschrieben, was nicht geht.

    Und wenn du hier von der Frau schreibst, die 50 zig ist, und Hartz IV nicht beantragt aus Angst oder warum auch immer, dann ist das für mich so eine Frau bzw. Mensch, die zu meinem Klientel passt und aus psychischen Gründen, nicht genug hat bzw. vielleicht auch schon immer nicht hatte, dass sie in jeder Hinsicht fit für den 1. Arbeitsmarkt ist.

    Und warum die eine krebskranke Frau, wo nichts mehr zu opererieren gibt, sehr traurig für mich, noch arbeiten geht, verstehe ich nicht. Aber meistens haben solche Menschen, die an Krebs erkrankt sind, also chronisch krank sind, auch noch eine psychisch vorbelastete Vorgeschichte. Ich kenne es aus Berlin, dass für solche Fälle gewisse Werkstätten gibt, wo chronisch Kranke oder Menschen mit einer gewissen Einschränkung einen Arbeitsplatz finden. Vielleicht gibt es da in der Stadt, wo die besagte Frau arbeitet, auch?

    Ich glaube, dass wir von diesen extremen Beispielen nicht komplett verallgemeinernd ausgehen können.

    Ich speziell meine die Menschen, die gesund sind, die keine große Belastungen zu tragen hatten und die durch aus arbeiten gehen könnten.

    Sicherlich wird im Fernsehen, wenn Geschichten über solche Menschen geschrieben wird, oft übertrieben. Aber ein Körnchen Wahrheit ist meistens dran. Ich denke nur an unsere Einrichtung im tiefsten Brandenburg, wo die Kinder von Hartz IV Klientel, deren Eltern seid der Wende nur noch Sozialhilfe bzw. Hartz IV kennen, bessere Handys etc. haben als ich . Dafür bekommen die aber von den Eltern wenig zu essen. Warum? Ihr Essen holen sie sich bei der Tafel oder bei div. Suppenküchen und Angeboten für Kinder. Das ist traurig, das macht auch ein bißel wütend, weil letztendlich und langfristig den Kindern durch solche Angebote nicht geholfen wird. Sie lernen nur, dass der Staat schon genug macht, dass sie satt werden und trotzdem einen gewissen Konsum haben.

    Es gibt hier in Berlin, wo es sehr viele Angebote für Hilfebdürftige gibt, Bedürftige, die ganz genau wissen, wo sie von MO-So, essen, dusche etc. können. In der Weihnachtszeit wird es ganz pfiffig. Da stecken die soviel Energie rein, um rauszubekommen, welche kirchliche Einrichtung oder staatliche Einrichtung, wann und welche Weihnachtsfeier ausrichtet. Es wird speziell nach Geschenken und Essenangebot gefragt. Also, manche sind totatl clever am Telefon und können sich auch hervorragend ausdrücken.

    Aber ich weiss auch, dass es Gegenden gibt, wo die Angebote für Hilfebedürftige nicht gut sind.

    Also, lasst und nicht übereinander herfallen. Ich finde es interessant, auch von Erfahrungen anderer zu lesen, damit ich von meinem sicherlich auch einseitig durch meine beruflichen Erfahrungen geprägte Ansichten, etwas weg komme.


    Um zurück auf das Ursprungsthema zu kommen, halte ich den Regelsatz für Kinder viel zu niedrig. Aber ich habe Zweifel, ob das Geld bei einer Erhöhung wirklich durch die Eltern an das Kind weitergeleitet wird. Mag in Einzelfällen so sein, aber in der Regel glaube ich das nicht. Diese Gedanken beruhen auf meine Erfahrungen im privaten Umfeld wie Schule und früher Kita und Hort.


    Wildblume
    Geändert von Wildblume2008 (26.10.2009 um 10:49 Uhr)

  8. Moderation

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Meine Güte, akzeptiert doch bitte einfach, dass jeder unterschiedliche Erfahrungen macht und gemacht hat.

    Es hat keiner der hier Beteiligten geschrieben, dass alle H4E so oder so sind und es hat auch keiner bestritten, dass es solche und solche gibt.

    Kommt doch einfach mal zum Ausgangsthema zurück.

    Und ich finde es auch spannend hier verschiedene Geschichten zu lesen und auch ich kenne einige H4E und da sind die unterschiedlichsten drunter und bei meiner letzten Stellenanzeige hatte ich auch einige H4E, die maximal 165,- Euro offiziell und den Rest doch bitte schwarz verdienen wollten, weil ja sonst alles angerechnet würde .... ich hatte aber auch welche darunter, die vorallem arbeiten und wieder eigenes Geld verdienen wollten.

    Es gibt alles und wie man im Rheinland sagt, jeder Jeck ist anders, aber jeder ist ein Jeck.

    Ich finde jedenfalls dieses sich ständig irgendwie angegriffen fühlen und verteidigen sehr mühsam zu lesen.

    Liebe Grüße

    promethea

  9. gesperrt

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von .gerrimee. Beitrag anzeigen
    Ich hätte mal ein Beispiel der anderen Art: Eine Frau über 50. Trennung, lange vorher schon psychisch angeschlagen, man kann auch sagen krank. Sie bekommt ein paar hundert Euro Unterhalt von ihrem Mann. Aus Angst vor dem Job-Center, dem Amtsarzt, den Folgen, beantragt sie kein H4, obwohl es ihr eindeutig zustehen würde.
    Ja, und wer ist nun "schuld" daran ?

    Deutschland ?

    Warum gehen nicht ihre Freundinnen auf sie zu, sprechen mit ihr und verhelfen ihr zu H4 ?


    Noch eins: Mutter eines 11jährigen, der aufgrund der Trennung verhaltensauffällig ist. Sie hat einen 400 Euro-Job bei einem Discounter. Der Vater kann nur wenig für den Sohn zahlen. Sie steht vor der Entscheidung, den Job auszubauen, dafür müßte sie aber den schwierigen Sohn zu Unzeiten sich selbst überlassen (Abends bis 22.30, Samstags).
    Ja, was schlägst du vor ?
    Die Väter werden anscheinend nicht in die Verantwortung genommen.


    Und noch eins: Eine Freundin, krebskrank, nicht mehr operabel, zwei Söhne, 11 und 16. Der Vater mit Migrationshintergrund, im Heimatland Polizist - hier keine Chance - also kein Unterhalt. Sie arbeitet trotz allem in einem Getränkemarkt, weil kein anderer sie einstellt, Bewerbungen genug sind geschrieben worden.
    Warum arbeitet der Vater nicht im Getränkemarkt, um den zwei Söhnen zu helfen ?

    Was schlägst du denn vor ?

    Deutschland zahlt der Mutter jedenfalls einiges an Unterstützung/Kindergeld. Das Ursprungsland des Vaters zahlt "natürlich" nichts.

    Diese Beispiele sind sowas von weit entfernt von der Realität, die Yanina ja angeblich bei ihren Rundgängen durch die Stadt und ihre Arbeit ständig erlebt. Nämlich die, die sich - wie im Fernsehen - ein gemütliches, ausgeglichenes und zufriedenes Leben vor dem Plasma-Fernseher machen. Angeblich sollen laut Yanina dies ja sogar Statistiken der Job-Center bestätigen
    Es gibt solche und solche.

    Zeige mir einen Staat auf dieser Welt, der mehr für sozial Bedürftige tut als Deutschand.
    Geändert von schnarchstop (26.10.2009 um 14:18 Uhr)

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    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Promethea71
    Ich finde jedenfalls dieses sich ständig irgendwie angegriffen fühlen und verteidigen sehr mühsam zu lesen.
    Ich höre jetzt auf, versprochen! Ich habe nur teilweise etwas rot gesehen bei einigen Aussagen.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Kommt doch einfach mal zum Ausgangsthema zurück.

    Da bin ich ja. Deshalb ist mir gleich eine der ersten Aussagen von Yanina so sauer aufgestoßen.

    Meiner Meinung nach bekommen HartzIV-Empfänger viel zu viel Unterstützung.


    und schon kam ich aus der Nummer und dem Streit irgendwie nicht mehr raus. (genauso wie jetzt im Moment aus dieser Schrägschrift nicht )

    So. Jetzt Strich drunter.

    Etwas anderes:

    Habt Ihr mitbekommen, daß demnächst Wohnungs- und Betriebskosten nur noch pauschaliert erstattet werden? Was soll das heißen? Weiß dazu jemand etwas?





    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

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