Ich muss wildblume zustimmen. Ich habe meine Kinder nie verheimlicht bei Bewerbungen und natürlich wurde ich in einigen Bewerbungsgesprächen gefragt, wie ich das mit der Kinderbetreuung geregelt habe. Da wurde dann allerdings aus der Oma, die im Notfall mal einspringen kann, die Oma, die immer Gewehr bei Fuß steht, um ihre Enkel zu betreuen
Und ich habe als AE, die Kinder waren 3 und 6, eine einjährige Vollzeit-Weiterbildung gemacht, das hat den allermeisten AG deutlich gezeigt, dass ich Kinder und Beruf unter einen Hut kriege.
Ein Hinderungsgrund, mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen oder mich einzustellen, waren die Kinder nie.
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15.02.2010, 11:10
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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15.02.2010, 13:59Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Meine Meinung zu den letzten 3 Postings:
Welche Erfahrungen sind nun "repräsentativ"?
Jede Userin berichtet von ihren eigenen, persönlichen Erfahrungen.
Dazu kommt sicher noch, ob die jeweilige Arbeit suchende Mutter zum Zeitpunkt der Stellensuche bereits auf Hartz-IV war (oder ist).
Fakt ist, dass sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt in letzter Zeit sehr verschärft haben.
Und dass sich auf die meisten Stellen eine Menge Leute bewerben - da kann der AG natürlich ordentlich "sieben".
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15.02.2010, 18:01Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Aus dem gesellschaftlichen Konsens, dass das der Staat Existenzminimum sichern muss und dass jemand der arbeitet mehr haben muss, als jemand der nicht arbeitet drängt sich für mich eine logische Konsequent auf: Das bedingungslose Grundeinkommen für alle. Jeder zusätzlich verdiente Euro erhöt das Einkommen, muss allerdings versteuert werden. Das Steuersystem müsste so geändert werden, dass unterm Strich jeder etwa das gleiche Einkommen hätte wie heute, nur besteht es eben aus dem bedingungslosen, steuerfreien, existenzsichernden Grundeinkommen und dem individuellen Zuverdienst. Die Gängelei der Argen wären überflüssig, ebenso wie die Argen selbst.
Dieses existenzsichernde Grundeinkommen ist finanzierbar. Bereits jetzt verfügt jeder über dieses Grundeinkommen. Nur werden die Harz-IV-Bezieher gegängelt und einige Geringverdiener, die sich die Aufstockung nicht holen, fallen durchs Netz. Wer einen Job hat, erhält das Grundeinkommen derzeit über den Grundfreibetrag.
Mindestlöhne helfen uns da auch nicht weiter, weil Teilzeitarbeiter mit geringen Einkommen (viele Alleinerziehende) auch bei hohen Löhnen nicht aufs Existenzminimum kommen.
Für die großen Parteien ist das bedingungslose Grundeinkommen schlimmer als der Beelzebub, weil das Menschenbild der Politiker von der Vorstellung geprägt ist, dass dann keiner mehr arbeiten würde. Dabei ist die derzeitige Praxis, dass vom Zuverdienst der Harz-IV-Empfänger kaum etwas behalten werden kann, der größte Hemmschuh bei der Rückkehr in die Arbeitswelt.
Prado
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- Grund
- Wäre der Beitrag sachlich verfasst , würde er wohl bleiben können.
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15.02.2010, 21:07
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
schade, dass Beiträge, die prados "gesellschaftlichem Konsens" entgegenstehen, kommentarlos gelöscht werden - ich habe ihn noch gelesen
Eins, zwei, drei im Sauseschritt
eilt die Zeit - wir eilen mit.
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15.02.2010, 21:11
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
... aber die Hütten der Reichen sollen brennen und die Mittelschicht soll untergehen... das ist sachlich, lieber Moderator????
ein Armutszeugnis...Eins, zwei, drei im Sauseschritt
eilt die Zeit - wir eilen mit.
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15.02.2010, 23:13Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ich glaube, das BGE ist der falsche Weg. Sobald berechenbar ist (Zahl Bürger x Betrag X pro Nase pro Monat), wieviel kontinuierlich zu holen ist, weckt das Begehrlichkeiten der Wirtschaft, Finanz- und Versicherungsbrangschen. Die wollen den Schotter nämlich haben. Außerdem gibt das eine recht arge Inflation.
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16.02.2010, 10:53
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Doch klar ! Und wurde immer wieder nett zur Kasse gebeten. Meine Kids brauchten beide Zahnspangen, für die eine musste ich € 760,-- berappen und für die 2. gab's Rabatt, da waren's nur € 600,-- und das trägt keine Krankenkasse. Ja und dann wäre ich gern Hartz VL - wer nix hat was er dazuzahlen kann - für den bezahlt die Solidargemeinschaft! Jetrzt stehen die Klassenreisen an - und ich Dummerle bin doch tatsächlich schon mein ganzes Leben am werkeln und zahle, zahle, zahle. Da muss ich schon recht lange für stricken und mir Gedanken machen: können wir uns das leisten? Das steht bei HartzVllern nun mal außer Frage - da wird gezahlt!
Ach ja, ein Bekannter von mir hat sich seine Zähne mal komplett auf Soldarkosten richten lassen - der ist fein raus, bin bei meinem Kostenvoranschlag hinten über gekippt - muss ich wohl mit warten, bis mein Plan greift...
Empfindet ihr das nicht als ungerecht ? Ach ja, wenn's bei mir soweit ist mit Rente (is ja nun erst mit 67) also noch schlappe 20 Jahre, wird's eh die Einheitsrente geben und dann bin ich wieder am A""" gekniffen. Von dem was ich eingezahlt habe, könnte ich in Saus und Braus leben, wenn da nicht dieses vermaledeite System wäre: ich MUSS einzahlen - ob ich WILL oder nicht.
Und wir als Mittelschicht - ich glaub so ein paar gibt es noch - sind immer gekniffen, weil wir zu"zahlen" müssen und unter größeren Schwierigkeiten auch können. Die Genugverdiener kratzt es nicht, naja und die, die nicht zu"zahlen" können, tja, meine Güte - die Soldiargemeinschaft zahlt das schon...
Viele Grüße
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16.02.2010, 10:59
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Hach! Das würde ich auch zu gern tun! Aber no chance - jedenfalls nicht hier in D! Da ist man im System gefangen - aber es wandern auch immer mehr aus, obwohl ich da nicht die Lust zu hätte.
Ja und hätte ich die Möglichkeit, dann würde ich all mein Geld gern "schwarz" behalten und für meine Rücklagen selbst sorgen. Denn die Abzocke bei Krankenkassen und Rentenversicherungen sollte man nicht mehr "Versicherung" nennen, sondern dass was sie ist:ABZOCKE! Da würde ich weit besser mit fahren als mit den Zwangseinzahlungen...
Viele Grüße
Baufrau
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16.02.2010, 11:37Inaktiver User
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Zumindest verstehe ich sehr genau, was du meinst.
Eine Frage: wie stellst du dir die Alternative vor?
Bitte konkret !
Was z.B. sollte in einem besseren Deutschland mit deinem Kostenvoranschlag bezüglich der Zahlspangen passieren, und was mit den Karieslöchern des Hartz-IV-Kindes? Wer soll deine Zahnspangen zahlen, wer die notwendigsten Zahnarztkosten der Hartz-IV-Empfänger?
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16.02.2010, 12:25
AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?
Ja, doch, Gedanken hab ich mir schon gemacht…ok, ich fang mal an:
Krankenkassen: Jeder hat einzuzahlen und damit meine ich :JEDER, Priester, Politiker, Selbständige, Beamte. Wer mehr versichert haben möchte, als die gesetzlichen einem zugestehen, dem steht es ja frei, sich zusätzlich zu versichern. Aber mit jeder, meine ich auch die Hausfrauen, die nebenher so mitlaufen. Da muss dann eben der verdienende Partner berappen. Kinder sind ausschließlich frei (also keine Kopfpauschale). Das erst einmal so als Ansatz….aber siehe oben gilt ja im Prinzip auch für die Rentenkassen nicht wahr ? Ohne grosses Rumgerechne sollte man da vielleicht eine Auszahlung ab ca. 60 Jahren haben in Höhe des jetzigen HartzIV Bereiches – dafür dann aber auch nur höchstens 1% vom Bruttolohn einzahlen (dann hat man endlich die finanziellen Mittel um privat vorsorgen zu können, wenn die Beiträge gekürzt werden).
Bei den Krankenkassen sollten die Vorsorgeuntersuchungen grundsätzlich mit versichert sein (wisst ihr was eine Mammographie kostet – gibt’s ja erst ab dem 50. Lebensjahr „umsonst“ – hab ich mir geschenkt, sind lock € 120,--).
Aber irgendwie ist das ganze System „erkrankt“ – wozu brauchen wir diese ganzen Apotheken mit ihren erhöhten Preisen. Warum kostet mich z.B. das Aspirin in Spanien nur die Hälfte ?
Oder aber, es wird wirklich ausgerechnet was man bis dahin eingezahlt hat und zahlt dies (wie eine anständige Versicherung) dann auch monatlich an den Einzahler zurück. Auch dabei dürfte das Rentenalter nicht willkürlich mal eben nach oben angepasst werden (wie ja geschehen).
Und ja – ich empfinde es als ungerecht, dass HartzIV Kinder alle Förderungen dieser Welt erhalten sollen und ich als „Mittelschichtler“ oder „Geringverdiener“ für alles berappen müssen, Klassenfahrt, Zahnkosten, Nachhilfe, Erstausstattung für die Schule etc….
Und nein, diese Kinder sollen auf keinen Fall leer ausgehen – aber es kann nicht angehen, dass ich jetzt seit 1 Jahr für die Klassenfahrt meiner Grossen spare und auf den Elternabenden werden dann gern so Klassenreisen vorgeschlagen, wie mal eben nach Rom, oder eine Skireise. Nach expliziten Nachfragen meinerseits, kam denn tatsächlich von einigen Eltern die Antwort: ähem, ja – wir müssen es ja nicht bezahlen, das regelt die Arbeitsagentur für uns…da kann ich das als so gar nicht gerecht empfinden! Zwei Kinder können mangels Masse nicht mit – da liegen die Eltern mit ihrem Verdienst grad drüber, dass es nix und nader gibt!
Hach - stimmt, die Konfa-Fahrt, die jetzt ansteht. Gut ist nicht so teuer – aber da auch auf dem Elternabend, Originalton unser Pastor: HartzIV Empfänger bitte danach noch bleiben, die bekommen den Antrag zur „Kostenübernahme“ gleich mit…das find ich auch nicht schön!
Also alles noch unausgegoren – aber so wie’s jetzt ist kann und sollte es nicht bleiben…
Bis nachher
Baufrau



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