Antworten
Seite 105 von 109 ErsteErste ... 55595103104105106107 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.041 bis 1.050 von 1090
  1. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deswegen bin ich eben für Ganztagsschulen, aus Gründen der Chancengleichheit, womit wir wieder beim Thema wären.
    Hallo Steinbirne,
    Ganztagsschule ja, aber nicht in der jetztigen Form.
    Für mich macht eine Ganztagsschule erst Sinn, wenn auch gewährleistet ist, dass auch Schüler mit Lernschwierigkeiten gefördert werden.
    In der weiterführenden Schule meiner Kinder gibt es an 2 Tagen Ganztagsschule, die sieht so aus, dass der Unterricht eben teilweise am Nachmittag stattfindet, keine Hausaufgabenbetreuung, die müßen dann im Anschluß zu Hause erledigt werden und das macht für mich keinen Sinn, denn es stresst die Kinder nur und sie haben noch weniger Zeit für Freunde und Sport.
    ideih

  2. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Anerkennung der Legasthenie ist z. B. in Deutschland schon von Bundesland zu Bundesland verschieden. Wohnt man in Hessen hat man bessere Karten, denn die Legasthenie wird bei der Notengebung berücksichtigt, hier in NRW nicht.
    ideih
    Da bin ich voll bei dir, dass Legasthenie berücksichtigt werden sollte und wenn du dein Kind deswegen unterstützt hast, bist du noch lange keine Glucke.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der weiterführenden Schule meiner Kinder gibt es an 2 Tagen Ganztagsschule, die sieht so aus, dass der Unterricht eben teilweise am Nachmittag stattfindet, keine Hausaufgabenbetreuung, die müßen dann im Anschluß zu Hause erledigt werden und das macht für mich keinen Sinn, denn es stresst die Kinder nur und sie haben noch weniger Zeit für Freunde und Sport.
    ideih
    In der Schule meines Sohnes ist es so, dass ab der 11. Klasse jeder Tag außer Freitag ganztags ist und dann keine Hausaufgaben mehr anfallen.
    So hat es ein Freund meines Sohnes jedenfalls gesagt (meinSohn ist erst in der 9. Klasse).
    Das finde ich OK, wenn es denn so ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Marylin, vielen Dank für den äußerst informativen Beitrag #1034.

    Dann wäre für mich eigentlich die logische Konsequenz, den Kinderfreibetrag abzuschaffen.

    [Und ich überlege mir dann darüberhinaus, ob nicht diejenigen, bei denen der Kinderfreibetrag greift, auch kein Kindergeld erhalten sollten.

    Grübel...]

  4. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tja, da hattest du halt das Glück, dass deine Tochter die Schule besuchte, als noch nicht diese Bildungshysterie ausgebrochen ist.
    Eine befreundete Grundschullehrerin sagte mir damals, dass diese Hysterie erst seit ein paar Jahren begonnen hat, vorher war das nicht so.

    Steinbirne, doch, das kenne ich auch, als meine Tochter 5 war, wurden manche Kinder schon auf die vorzeitige Einschulung vorbereitet. Das war 1995


    Mich hat es schon gekratzt. Denn 80% der Kinder in der Klasse meines Sohnes konnten schon von Beginn der 1.Klasse an lesen (nur als Beispiel).
    Das setzt einen dann schon irgendwie in Zugzwang, weißt du.
    Denn die Kinder werden schon am Anfang vom Lehrer in Leistungsstufen eingeteilt.

    Als mein Sohn mich so mit 5 Jahren fragte, ob ich ihm lesen beibringe, sagte ich, dass ich das nicht möchte, weil er sich dann nur in der Schule langweilt und dann den Unterricht stört.

    Warum denn das, meine Tochter wollte mit 5 Buchstaben schreiben und hat darüber von allein das Lesen gelernt. Sie hat dann im KiGa den anderen vorgelesen und es hat ihr nicht geschadet, warum hätte ich ihr das nicht gönnen sollen.



    Was hast du gegen Ganztagsschulen? Was ist dagegen einzuwenden, wenn Kinder bis Nachmittags mit ihren Altersgenossen zusammen sein können?

    Gar nichts habe ich dagegen, ich bin nur dafür, dass man frei wählen kann, ob man das Angebot nutzt



    Ja, klar, unbestritten.



    Übertriebenes Kümmern kann sich auch negativ auswirken.
    Ich wollte jedenfalls nie ein Kind, das meint, nur Einser (im absoluten Schlechtfall Zweier) haben zu müssen. Da gibt es Kinder, die bei einem Dreier in Tränen ausbrechen.

    Erzwungenes Lernen bring eh nix, im Gymnasium kommt es darauf an, dass Kinder selbstständig arbeiten

    Außerdem werden da auch irgendwie anderen Kindern Chancen genommen, die evtl.mehr drauf hätten als ein gepowertes Kind.

    Ich bin dafür, dass Kinder gefördert werden, aber eben nicht zwangsweise alle.


    Deswegen bin ich eben für Ganztagsschulen, aus Gründen der Chancengleichheit, womit wir wieder beim Thema wären.
    Was mich stört ist, wenn sich dann alle nach den langsamen Kindern richten, da bleiben dann möglicherweise die Begabten auf der Strecke, wenn die dann zumachen, weil sie sich langweilen

  5. User Info Menu

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [Und ich überlege mir dann darüberhinaus, ob nicht diejenigen, bei denen der Kinderfreibetrag greift, auch kein Kindergeld erhalten sollten.

    Grübel...]
    Das ist ja quasi schon so. Das bereits ausbezahlte Kindergeld wird ja auf die zu erstattende Steuer angerechnet.

    Beispiel:
    Bei Familie A ergibt sich bei einem Kind eine Steuererstattung durch den Kinderfreibetrag in Höhe von EUR 2.300. Familie A hat in dem Jahr aber schon Kindergeld in Höhe von EUR 2.208 bezogen (12x184). Sie bekommt dann noch eine Steuererstattung von EUR 92.

    Familie B hat eine rechnerische Erstattung von EUR 1.800. Das erhaltene Kindergeld beträgt ebenfalls EUR 2.208. Familie B muss dann den die Steuerlast übersteigenden Betrag in Höhe von EUR 408 nicht nachzahlen. Das ist dann im Grunde genommen der Sozialleistungsanteil des Kindergeldes für Familie B.

    Den Kinderfreibetrag wirst du nicht abschaffen können, da es eine Vorgabe des BVerFG ist, das Existenzminimum steuerlich freizustellen. Würde dies nicht im laufenden Abzugsverfahren bei der Lohnsteuer berücksichtigt (dafür ist der Freibetrag), würde sich dies bei der Veranlagung bei der Einkommensteuererklärung entsprechend auswirken, weil das dann steuermindernd geltend gemacht wird.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

  6. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich stört ist, wenn sich dann alle nach den langsamen Kindern richten, da bleiben dann möglicherweise die Begabten auf der Strecke, wenn die dann zumachen, weil sie sich langweilen
    Was mich stört ist, dass Kinder, die bei der Einschulung nicht auf Grund von privater Förderung die Nase vorn haben, als langsam bezeichnet werden.

    Deshalb bin ich für Vorschule für alle.

    Für alle(!) - Vorschule und Ganztagsschule - deshalb, weil Differenzierung nicht gelingen kann.
    Dafür müsste man Spezialisten einstellen, die das Umfeld der Kinder prüfen und das kommt dann wirklich zu teuer.

  7. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was mich stört ist, dass Kinder, die bei der Einschulung nicht auf Grund von privater Förderung die Nase vorn haben, als langsam bezeichnet werden.

    Deshalb bin ich für Vorschule für alle.

    Für alle(!) - Vorschule und Ganztagsschule - deshalb, weil Differenzierung nicht gelingen kann.
    Dafür müsste man Spezialisten einstellen, die das Umfeld der Kinder prüfen und das kommt dann wirklich zu teuer.
    Steinbirne, es gibt auch Kinder, die ohne Förderung die Nase vorn haben. Ich hab es sehr genossen, dass ich sieben Jahre ohne Zwänge mit meinem Kind hatte. Und mein Kind hat es auch genossen, bilde ich mir ein. Was sie bis Schulbeginn gelernt hat, hat sie von allein gelernt.
    Und ich bin gegen diese frühe Vereinnahme von Kindern, die Schullaufbahn und das Arbeitsleben sind lang genug.
    Ich bin für qualifizierte Betreuung in Kindergärten und frühzeitige Förderung von Kindern die Förderung benötigen.
    Das heißt für mich Aufwertung des Erzieherberufes, aber nicht frühzeitige Gleichschaltung aller Kinder.
    Und meiner Meinung nach ist es auch billiger, Kinder gezielt zu fördern, statt da mit der Gießkanne ran zu gehen.

  8. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Baufrau Beitrag anzeigen
    Hilfe! Das ist es ja:ich will in keine Soidargemeinschaft gedrängt werden Ich steck da drin ob ich will oder nicht-abrt ICH WILL NICHT!WIE KOMM ICH DA RAUS!
    Sie könnten ja versuchen, total individuell unterzutauchen. Vielleicht nimmt Sie ein Schwarzarbeitgeber auf und bezahlt Sie sogar oder bietet Kost und Logis gegen Arbeitskraft. Wird dann halt etwas schwierig, wenn Sie krank werden oder alt - inwiefern solche Dinge vermeidbar sind, überlasse ich Ihrer Urteilsfähigkeit.

    --------

    Ein Dokument unter Anderem zum Thema Der "Mythos" von den arbeits los en Sozialschmarotzern. Mythos in Hochkommata, weil die Meinungen dazu sicher gespalten sein werden. Kapitel 2; durchaus auch lesenswert die anderen Kapitel.

    http://www.paxchristi.de/fix/files/d...%20Version.Pdf

  9. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Den Kinderfreibetrag wirst du nicht abschaffen können, da es eine Vorgabe des BVerFG ist, das Existenzminimum steuerlich freizustellen. Würde dies nicht im laufenden Abzugsverfahren bei der Lohnsteuer berücksichtigt (dafür ist der Freibetrag), würde sich dies bei der Veranlagung bei der Einkommensteuererklärung entsprechend auswirken, weil das dann steuermindernd geltend gemacht wird.
    Danke für die Information - *kopfschwirr*

    Es erhält dann aber eine Familie A mit hohem Einkommen einen größeren Betrag als eine Familie B. mit niedrigerem Einkommen.

  10. Inaktiver User

    AW: Hartz-IV-Klage: Wie viel Geld braucht ein Kind zum Leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Steinbirne, es gibt auch Kinder, die ohne Förderung die Nase vorn haben.
    Stimmt schon.
    Als mein Sohn merkte, wie der Hase läuft, kam er in den Herbstferien auf mich zu und wollte jeden Buchstaben und die Buchstabenkombinationen wissen.
    Nach den Herbstferien konnte er lesen.

    Das habe ich ihm sehr gegönnt.

    Aber nicht alle Kinder sind von sich aus so ehrgeizig, obwohl sie mehr drauf haben als so manches privat sehr gefördertes Kind.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das heißt für mich Aufwertung des Erzieherberufes, aber nicht frühzeitige Gleichschaltung aller Kinder.
    Was für eine Gleichschaltung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und meiner Meinung nach ist es auch billiger, Kinder gezielt zu fördern, statt da mit der Gießkanne ran zu gehen.
    Das Gießkannenargument ist ein Totschlagargument.

Antworten
Seite 105 von 109 ErsteErste ... 55595103104105106107 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •