Im Hinblick darauf hab ich heut mal eine Kundenbestellung versonnen angesehen. Wert des Teils etwas über 250,- Euro, davon MwSt. über 45 Euro. Das ist ein Wert, für den ein Arbeitnehmer mit geringem Verdienst einen gesamten Arbeitstag aufbringen muß.
Es ist eine herrliche, andere Form des leistungslosen Einkommens, von dem ja so viel gesprochen wird. Dahingehend frage ich mich ja -um auf den strittigen Punkt des BIP zurück zu kommen (ob dieses MwSt. enthält und offenbar tut es das tatsächlich), ob ein Teil des "Wirtschaftswachstums" nicht ganz simpel lediglich Folge der Mehrwertsteuererhöhung war? Sollte offenbar so sein.
Antworten
Ergebnis 171 bis 180 von 224
Thema: Kapitalismus gescheitert ?
-
26.11.2009, 01:15Inaktiver User
AW: Kapitalismus gescheitert ?
-
26.11.2009, 01:28Inaktiver User
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Einige meinen ja, was helfen könnte (und unausweichlich sei), wäre eine Währungsreform. Da sehen die Schulden dann viel kleiner aus. Andererseits frage ich mich eben: Wenn so eine Reform national begrenzt bleibt, bricht vermutlich die Importkaufkraft zusammen (weil die Ware aus dem Ausland ihren Preis ja nicht ändert) - andererseits stärkt das nach meinem Verständnis wiederum dramatisch die Konkurrenzfähigkeit für den Export.
Insofern wird eine Reform dem Kapital -bzw. den wirtschaftsgläubigen Parteien- kurz- bis mittelfristig recht gut zupaß kommen. Richtig?
-
26.11.2009, 06:40
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Doch, sie werden lächelnd den Ausführungen des Geschichtslehrers an der Tafel folgen.
Mein Großvater hat mir noch erzählt, wie er mit dem Lohn direkt auf den Schwarzmarkt gegangen ist und Lebensmittel gekauft hat und das als Millionär.
Das waren Zeiten, da konnte man früh mal schnell eine Million verdienen gehen. Reichtum für alle.
Eines wir sicher sein, bezahlbare Lebensmittel wird es für uns immer geben aber was wirklich kommt, das weiß niemand.
Gestern wurde der Dollar innerhalb kürzester Zeit um 1,5 Cent nach unten „gedrückt“.
Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, welch Summen aufgebracht werden müssen um eine solche Bewegung zu initiieren, Fakt ist aber, jemand hat es getan und massiv Dollar verkauft.
Bemerkenswert daran ist, dass Einzelne über eine solche Machtfülle, Geldmittel und Rücksichtslosigkeit zur Durchsetzung ureigenster Interessen verfügen.
Es ist auch nicht bekannt, inwieweit diese Bewegung durch Intervention von anderen aufgehgalten wurde.
Wer über solche Möglichkeiten verfügt lächelt nur müde über Forderungen eines Volkes nach Börsensteuern.
Es sind genau die Leute, die dafür gesorgt haben, dass sie sich der gerechten Gesetzmäßigkeit des Marktes, auf Kosten der Allgemeinheit, entziehen konnten und Geld für lau erhalten haben und noch erhalten.
Der Markt hat normalerweise für solch ein wirtschaften eine Gesetzmäßigkeit parat, die Insolvenz, diese verhindert eine Wiederholung des gesellschaftschädigenden Verhalten solcher Akteure, anstatt diese „Geste“ der Politiker und letztlich des Gemeinwesens als Chance zu verstehen machen diese Akteure weiter, wie vorher und verhöhnen diejenigen, die ihnen diese Chance eingeräumt haben und dafür auf eigene Annehmlichkeiten verzichtet haben und künftig verzichten werden müssen.
Der kommende und unausweichliche Absturz wird etwas heftiger und dynamischer ausfallen, wie der letzte Absturz.
-
26.11.2009, 08:03
-
26.11.2009, 09:45
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Sicher hab ich nicht deine gesammelten Beiträge über alle Stränge gelesen. Wie lautet denn dein Ansatz?
Was schlägst du zur Neugestaltung des Bankenwesens vor, der dir ja anscheinend eine großes Dorn im Auge ist (wie mir auch) ?
Ich seh diese marginale Finanzsteuer auch nicht als die große Lösung,aber das was sich innerhalb des existenten Systems sofort machen ließe und nicht verkehrt sein kann.
-
26.11.2009, 09:53
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Was soll dieses aberdumme Geschwätz hier noch nach meinem ausführlichen Beitrag zum Thema ?????
Ein Artikel, der im Titel von "hoher Steuerlast" spricht, wo es um "Steuern+Sozialabgaben" geht, hat jeden Anschein von Seriosität bzw Kompetenz verspielt von Anbeginn an !
So was ist nur noch als eins zu bezeichnen: PURE MEINUNGSMACHE!
VON DER ÜBELSTEN SORTE .
Wenn du sonst nichts hast, dich nicht entschuldigen willst für diesen Ultramist, dann bleib besser fern, Jack-London
-
26.11.2009, 10:50
AW:Gescheitert
Auf ein Buch zum Thema wurde ich aufmerksam.
Dort wird nicht das Scheitern des Kapitalismus behauptet, aber der konkreten deutschen (wie internationalen) Wirtschaftspolitik .
Geschrieben von einem ausgewiesenen Experten namens Heiner Flassbeck
Buchtitel: Gescheitert. Eine Leseprobe
-
26.11.2009, 11:54
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Letztendlich sind das alles Steuern, wie man die Sachen nun nennt hat nur etwas mit Verschleierung der Tatsachen zu tuen.
Ob das Wort nun Arbeitslosenversicherung heißt oder Arbeitslosensteuer, das Ergebniss ist das selbe, die Menschen müssen letzlich im Schnitt min. 70% Belastungen ertragen!!
Versicherung(staatliche), Abgaben oder Steuern, (alles das selbe nur unterschiedliche Wörter!!) für nichts ist ein Kapitalstock vorhanden und es wird von einer Richtung in die andere nach politischer Wilkür verschoben.
Deshalb bleibe ich auch bei meiner Aussage: Wir haben schon 70% Sozialismus hier, tendenz steigend!!
gruss, Jack London
P.S. Artikel die nicht passen werden als pure Meinungsmache difamiert ohne auf den Inhalt einzugehen, das ist schon Bezeichnend.
-
26.11.2009, 12:33
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Ich diffamiere nicht Beiträge, die mir nicht passen, sondern allenfalls solche von Schreibern, bei denen ich die Überzeugung gewinne, daß sie auf blöd machen, und nicht ernsthaft bei der (Diskussions-) Sache dabei sind.
Bevor ich mir die Mühe mache den Unterschied zwischen Steuern und Sozialabgaben deutlich zu machen, den du bestreitest, will ich eine einfache Gegenfrage stellen:
Wenn die Bürger nicht Sozialabgaben leisten würden für Rente, KV, PV, AV..., sondern für diese Vorsorgedienstleistungen an private Unternehmen Beiträge leisten würden, wären diese Beiträge dann auch gleichsam "Steuern" ?
-
26.11.2009, 15:45
AW: Kapitalismus gescheitert ?
Eigentlich wollte ich mich gar nicht melden, denn manche Beiträge haben unterstes Niveau, BILD etc. erreicht.
Was ist eigentlich Staatsquote?
Ich kann auch mal von der Verwendungsseite die ganze Sache angehen.
Zuerst mal die Sozialversicherung:
Ob Pflegeversicherung, Krankenversicherung oder Arbeitslosenversicherung, das sind Versicherungen. Auch wenn diese privat wären, müsste man dafür bezahlen. Es jammert ja auch niemand über die privaten Haftpflichtversicherungen (ich hab noch niemand jammern hören).
Dann die Einzahlungen in die Rentenversicherung: Auch privat müsste man vorsorgen, also Jammern ist doch Scheiße, man muss nur schauen, wie man diese Versicherungen in den Griff kriegt, wichtig für die folgenden Generationen.
Dann die gesamten Ausgaben des Staates. Das sind so viele, die kann ich gar nicht aufzählen. Ob Bundeswehr, Gerichte, Polizei, Schulen Straßenbau etc. Ich möchte mal sehen, wie diese immerzu jammernden BILDleser in Zukunft ohne Straßen, Polizei und Schulen zurechtkommen wollen.
Also: Die Ausgaben sind gerechtfertigt (klar, Ausnahmen bestätigen die Regel).
Auf was diese miesepetrigen Jammerlappen hinaus wollen, ist, dass die Ausgaben für Soziales zu hoch sind.
Und da irren sie sich. Wenn diese niedriger wären, hätten wir morgen noch ganz andere Probleme, die die Ausgaben an anderen Stellen (z.B. Polizei) explodieren lassen würden.
Warum habe ich mich jetzt doch gemeldet? Trotz meines Ärgers über das fehlende Niveau bei manchen Beiträgen? Ja, weil ich die Befürchtung habe, dass die Qualität unserer Politik, gerade bei der jetzigen Regierung, nicht über Bildniveau hinauskommt.
WolfgangIch bin, also denke ich



Zitieren
