Habt ihr den verlinkten Artikel eigentlich überhaupt gelesen? Eure Kommentare hören sich nicht so an.
Z.B. lehnt die FDP Steuergeschenke auf Pump ab und nicht grundsätzlich.
Also ich finde den Artikel ziemlich schwammig und nichtssagend. Er macht nur deutlich, dass die Koalitionspartner verhandeln und daran arbeiten ihre Ziele zu verwirklichen - mehr nicht.
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11.10.2009, 16:22Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
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11.10.2009, 16:34Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
sina -
hier liest doch keiner.
Jeder weiß doch sowieso, was er wissen will.
Ich jedenfalls habe nicht mit nennenswerten Steuererleichterungen gerechnet, aber ich gehe immer noch davon aus, dass im Laufe der Legislaturperiode angefangen wird, das Steuersystem zu überarbeiten.
Mit dem Ergebnis, dass auf einer breiteren Bemessungsgrundlage niedrigere Steuersätze für alle möglich werden, die bei uns Steuern zahlen.
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11.10.2009, 16:49Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
Doch, doch, wir haben den verlinkten Artikel durchaus gelesen, und zwar einfach etwas früher als du. Der Titel wurde - wie das bei Online-Artikeln öfter passiert - aber mittlerweile umformuliert.
Die Kernaussagen sind nach wie vor drin:
"Kurz vor entscheidenden Arbeitsgruppensitzungen von Union und FDP ließen auch die Liberalen erkennen, dass sie rasche Abgabenkürzungen im großen Umfang nicht für möglich halten."
Muss man das kommentieren? Hat irgendwer schon vergessen, was Westerwelle im Wahlkampf versprochen hat?
"Die Große Koalition hat uns einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen", sagte FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das erschwere umfangreiche Steuerentlastungen. "
Ei der Daus. Hat die FDP etwa die Sitzungen des Haushaltsausschusses geschwänzt?
Und an deine Adresse, djgm01:
"Die von der FDP angepeilte Steuervereinfachung mit nur noch drei Sätzen hält Solms nach SPIEGEL-Informationen in dieser Legislaturperiode für nicht mehr realisierbar."
So klar war man vor der Wahl nicht; jetzt aber durchaus. Du aber träumst unverdrossen weiter.
Des weiteren ist in dem Artikel von ca. 6-7 Mrd. Euro Steuerentlastung bis 2013 die Rede. - Kein großer Wurf, würde ich meinen. Zumal hier bereits Zukunftshoffnungen bezüglich einer sich erholenden Wirtschaft eingearbeitet sind.
Und noch etwas für djgm01, der bereits Kindergelderhöhungen feierte: vielleicht solltest du den Artikel selber erst mal lesen, bevor du anderen unterstellst nicht richtig zu lesen.
Geändert von Inaktiver User (11.10.2009 um 16:54 Uhr)
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11.10.2009, 17:04Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
Hierzu ein erfrischender Kommentar der Süddeutschen Zeitung.
Darin heißt es:
Quelle: FDP: Sie will's nie gewesen seinJetzt hat der Finanzexperte die Kanzlerin mit dem Hinweis erfreut, dass die katastrophale Kassenlage Ergebnis der schwarz-roten Haushaltspolitik sei, ein Erbe mithin, dass er am liebsten ablehnen würde.
Solms' Analyse ist ein unfreundlicher Akt gegen die Union, was diese überstehen wird. Leider ist die Analyse auch noch falsch. Die Haushaltslage hatte sich in der großen Koalition bis 2008 deutlich verbessert, auch wenn sie bei mehr Entschlossenheit noch besser hätte sein können.
Dass aber jetzt Rekordsummen an neuen Krediten aufgenommen werden müssen, ist nicht die Folge schwarz-roten Versagens, sondern es liegt an der Wirtschafts- und Finanzkrise. Zu deren Ursachen zählte der ungehemmte Marktliberalismus. Den vertrat in Deutschland keine Partei so überzeugt wie die FDP.
Freundlicherweise hat sie sich auch an der Krisenbekämpfung beteiligt: Im Bundestag hat die FDP dem 480-Milliarden-Rettungsschirm für die Banken zugestimmt. Im Bundesrat haben die Liberalen für das milliardenschwere Konjunkturprogramm der damaligen Bundesregierung votiert. Und die schwarz-gelben Regierungen der betroffenen Bundesländer haben sich sogar für die Opel-Rettung ausgesprochen. Die FDP hat mit dem Geld des Steuerzahlers viel Gutes getan. Sie redet nur nicht so gerne darüber.
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11.10.2009, 17:07Inaktiver User
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11.10.2009, 18:00Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
für die meisten wäre es das!
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11.10.2009, 18:08
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
Tja, wenn es nicht so traurig wäre, wäre das ein feines Possenstück zum Lachen.
PS: wenn man Auszüge aus Artikel hier reinkopiert und sie in "" setzt oder farbig markiert und NICHT mit [Quote] zitiert, dann können Mitdiskutanten den Text in der Antwort verwenden und einfacher darauf regieren. Zitate in [Quote]-Zeichen erscheinen leider nicht im Textfeld bei einer Antwort.Körperlich Distanz
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You'd have to be here
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Kari Bremnes
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11.10.2009, 18:14Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
Geht das ein bisschen genauer? Wenn beispielsweise die Pendlerpauschale abgeschafft werden würde - was ich grundsätzlich begrüßen würde, auch wenn wir stark von dieser profitieren - dann ist das linke Tasche / rechte Tasche. Bemessungsgrundlage verbreitern heißt ja nichts weiter, als Ausnahmetatbestände abzuschaffen. Welche wären das denn, die nicht die breite Masse betreffen und trotzdem genügend Mehrwert generieren, um eine deutliche Absenkung der Steuersätze zu finanzieren?
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11.10.2009, 18:25
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
Ich habe die FDP nicht gewählt, ich habe auch nicht geglaubt, dass wir jetzt alle mit Steuersenkungen beglückt werden. Dennoch bin ich froh, dass wir jetzt eine Schwarz-Gelbe Koaltion haben und nicht weiter Schwarz-Rot oder gar Rot-Rot-Grün. Ich glaube, dass eine Arbeitgeber-freundlichere Politik letztendlich auch mir zugute kommt. Und ich glaube auch nicht, dass die meisten FDP-Wähler die FDP wegen der Steuerversprechen gewählt haben. In irgendeiner Talkshow (ich glaube Anne Will) war ein Arbeitsloser, der die FDP gewählt hat, weil er hofft, dass - gerade durch Änderungen im Kündigungsschutz - Arbeitgeber schneller und leichter wieder Arbeitnehmer einstellen. Der Kündigungsschutz ist nämlich - so löblich der Gedanke dahinter auch ist - durchaus ein zweischneidiges Schwert. Wir hatten z.B. eine Kollegin, die andere Mitarbeiter gemobbt und erwiesener Maßen dem Chef Unwahrheiten über Kollegen erzählt hatte. Als ihr gekündigt wurde, hat sie geklagt, war plötzlich schwanger und die Kündigung hinfällig. Letztendlich wurde ihr eine gewaltige Abfindung gezahlt, weil niemand sie weiter im Betrieb haben wollte. Das ganze hat dazu geführt, dass neue Mitarbeiter bei uns erstmal einen Zeitvertrag bekommen. Es ist nunmal so, dass nicht immer die unschuldigen Arbeitnehmer von gewissenlosen Arbeitgebern ausgenutzt und dann gefeuert werden, weil sie dem Arbeitgeber zu teuer geworden sind (solche Fälle gibt es natürlich auch), es gibt eben auch schamlose Arbeitnehmer, die ihre Rechte genau kennen, es mit den Pflichten aber nicht mehr ganz so genau nehmen.
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11.10.2009, 18:34Inaktiver User
AW: Schwarz-gelbe Wirtschafts- und Steuerpolitik
Das war dann aber auch ein doofer Zufall, oder? Ich meine, die wird ja nicht schwanger geworden sein wegen der Kündigung. Und soweit ich das jetzt im Kopf habe, sollen die Kündigungsschutzregelungen vor allen Dingen im Bereich Neueinstellungen gelockert werden. Das hätte ja in diesem Fall auch nichts genutzt, die Regelungen für werdende Mütter wollte meines Wissens bisher niemand antasten und auch für bestehende Arbeitsverhältnisse soll es ja Bestandsschutz geben.Als ihr gekündigt wurde, hat sie geklagt, war plötzlich schwanger und die Kündigung hinfällig.
Tatsache ist aber auch, dass die FDP im Wahlkamf vor allen Dingen die Senkung der Steuern in Kombination mit Schuldenabbau und erhöhten Investitionen in den Vordergrund gestellt hat. Insofern finde ich das jetzt auch nicht vermessen, sich auch an diese Dinge zu halten, wenn es darum geht, einzuschätzen, was sie jetzt in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen kann.


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