Ceremony, es gibt ja zwei Themen. Das eine ist die Wortwahl von Sarrazin und die Art wie er pauschalisiert (und das tut er).
Und das 2. ist, sich die Probleme - die es gibt - anzuschauen. Und das ist wichtig, aber wird nur funktionieren, wenn man genau hinschaut, sich verschiedene Argumente anhört und differenziert.
Das hat die BILD gerade gemeldet, nicht wahr? Wir werden sehen, was am Ende rauskommt. Soweit ich weiss, hatte er das Interview als Privatperson gegeben und nicht als Sprecher von Irgendwas.
Muss jetzt los in den Grosstadtdschungel.
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17.10.2009, 14:58Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
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17.10.2009, 15:23
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Zitiere doch bitte die Stellen im Interview, wo er "pauschalisiert".
Das tut er nämlich nicht. Weiß auch jeder, der mehr als 2 Sätze des Inverviews gelesen hat.
Als Beleg empfehle ich dringend die Integrationsstudie 2009 zu lesen.
Aber das wirst du natürlich nicht tun. Lieber unwissend und in seinen Vorurteilen verhaftet bleiben.
Die Probleme schauen wir uns schon sehr lange an. Und? Was hast du für Lösungsvorschläge?
Es gibt sogar Politiker, die seit Jahren differenziert und in moderatem Ton auf die Probleme hinweisen - werden sie etwa gehört?
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17.10.2009, 15:27
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17.10.2009, 16:52Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Die Meldung, dass der Artikel von Sarrazin von der Bundesbank genehmigt wurde, gung durch alle Medien.
Und allein die Tatsache, dass er den Artikel von der PR-Abteilung seiner "Firma" absegnen ließ, zeigt, dass er genau wusste, dass seine Äußerungen vor dem Hintergrund seiner offiziellen Funktion gesehen würden.
Egal, ob er den Artikel nun vor oder nach 17:00 geschrieben hat.
Was einige von uns immer wieder verdrängen, ist, dass wir einerseits ein Einwanderungsland sind, das langfristig darauf angewiesen ist, dass wir qualifizierte Zuwanderer gewinnen und die Menschen, die bereits hier sind - egal welcher Herkunft - möglichst gut qualifizieren.
Denn unqualifizierte Kräfte braucht unsere Wirtschaft nicht - solche Jobs weren immer seltener und - zu Recht!! - immer schlechter bezahlt. Denn jeder kann sie machen, im Zweifel auch Maschinen.
Das bedeutet aber, dass es andererseits nicht akzeptabel sein kann, dass ein Teil der Zuwanderer für sich und für ihre Kinder Integration und damit Qualifikation verweigert.
Ganz offensichtlich kann unsere Gesellschaft es auf Dauer nicht akzeptieren, dass unter Türken und Arabern die Qualifikation so schlecht funktioniert. Wenn im Vergleich zur Gesamtgesellschaft, in der 38 % Abitur haben unter den Türken/Arabern eine Quote von nur 17 % gefunden wird, dann gibt es nur zwei Interpretationsmöglichkeiten:
1. Diese Leute sind dumm - sie können nicht mehr leisten. Ich glaube das nicht, aber wenn es so wäre, dann müssten wir ganz aktiv die Zuwanderung solcher Gruppen beschränken, denn wir können es uns nicht leisten, dass Leute zu uns kommen, bei denen klar ist, dass sie sich in unsere soziale Hängematte legen werden.
2. Sie verweigern sich der Integration und damit auch der Qualifikation. Und wenn d<s so ist - und dafür spricht einiges - dann muss der Druck steigen, der diese Menschen zwingt, sich unserer Gesellschaft zuzuwenden. Denn immerhin haben sie sich freiwillig entschieden hierher zu kommen.
Und um es klar zu machen: Weder hat Sarrazin es gesagt noch sage ich , dass es "die" Türken oder "die" Araber sind, die das Problem darstellen. Es ist eine Minderheit, die in diesen beiden Gruppen allerdings deutlich größer ist als in den meisten anderen Gruppen von Migranten. Es mögen 30 % sein, vielleicht weniger, möglicherweise auch mehr. Die klare Mehrheit ist integriert oder ist auf dem Weg dorthin. Und dazu gehören auch die von Sarrazin positiv erwähnten Obst- und Gemüsehändler.
Mein Punkt ist, dass jeder, der zu uns kommt und bei uns leben will, damit die Verpflichtung eingeht, Deutsch zu lernen. Wenn er das nicht will, dann muss ihm klar sein, dass er hier nicht bleiben muss.
Erst die Beherrschung der Landessprache erlaubt dann die nächsten Schritte zur vollen Integration und zur Qualifikation.
Aber, wie man ja auch bei "eingeborenen" Deutschen sieht, ist Sprachbeherrschung keine Garantie für die Qualifikation.Geändert von Inaktiver User (17.10.2009 um 17:06 Uhr)
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17.10.2009, 17:02
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
>Es mögen 230 % sein
. . was mathematisch unmoeglich ist . . .
sorry, war oton . . und ueberfluessig . . verzeih mir!
zurueck zum thema:
der abbau der sprachbarriere ist meiner meinung nach das allerdringendeste ziel. ohne sprache keine integration.
das zweite in angiff zu nehmende problem ist die qualifikation. da haperts ja bei vielen deutschen auch.
wie geht man damit um? an unserem bildungssystem liegts kaum. immerhin kann man von der hauptschule ueber berufliche schulen ins berufliche gymnasium, fh-abschluss oder abi erweben und studieren . .
aber wenn jemand keine bildung will, wie soll man ihn bzw. sie, und das gilt fuer alle nationen, dazu motivieren?
vielleicht muesste man weg vom geld und den beduerftigen sachleistungen zukommen lassen.
das ist das eine.
die andere seite ist die, dass man denen, die genug geld haben (und da gibts genug), klarmachen muesste, dass wir eine dienstleitungsgesellschaft realisieren sollten.
ich lebe hier im schwabenland und sehe einerseits viel potential fuer dienstleistungen, aber bei den wohlhabenden wenig motivation, dienstleistungen in anspruch zu nehmen.Geändert von luciernago (17.10.2009 um 17:07 Uhr)
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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17.10.2009, 17:07Inaktiver User
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17.10.2009, 17:08
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
>ich hab zu breite Finger!
die sind sozusagen 150 % breit? *staun*LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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17.10.2009, 17:35Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Bei meiner Tastatur liegen 2 und 3 nebeneinander, und wenn dann der Finger zu breit ist ....
Auch ich denke, dass man mehr in Sachleistungen denken sollte - Bildungsgutscheine, die nicht eintauschbar sind. Ähnlich wie die Food Stamps für Bedürftige in den USA, die auch nur für Lebensmittel, nicht für Alkohol oder Zigaretten, verwendet werden dürfen.
Missbrauch ist aber in keinem Fall auszuschließen.
Der Bereich der privaten Dienstleistungen wird viel zu wenig genutzt. Das lohnt sich aber für alle Beteiligten nur, wenn es entsprechende Anreize gibt: Solange die Belastungen für den Arbeitgeber in Form von Lohnnebenkosten und Papierkrieg hoch sind und für den Arbeitnehmer die Belastung durch Steuern und Anrechnung auf andere Leistungen greift, wird es schwierig.
Dabei ist der Markt da: Haushaltshilfen sind das eine, aber im Bereich der häuslichen Pflege ist es besonders schlimm. Wenn man eine offizielle Agentur nutzt, dann sind die Kosten praktisch unerschwinglich - und die Dienstleistungen selbst minimal. Wir brauchen das Gegenstück zu den "polnischen" Pflegekräften, die diese Arbeit zu halbwegs erschwinglichen Preisen anbieten - und dabei sehr gute Arbeit leisten!
Ich bin sicher, dass jetzt wieder die Lobby der Pflegekräfte jammert, aber welcher Normalverdiener kann sich denn ein paar 1000 Euro im Monat leisten? Und selbst wenn das voll von der Steuer abgesetzt werden könnte, dann würden sich die Kosten bei den meisten vielleicht um 25 % verringern.
Aber das ist jetzt ein Nebenschauplatz - grundsätzlich stimme ich dir zu, dass im Bereich der prvaten Dienstleistungen viel Platz für wenig qualifizierte Arbeit geschaffen werden könnte.
Aber auch da sind Sprachkenntnisse nötig.
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17.10.2009, 18:14
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Hätte jemand etwas dagegen, wenn ein Türke/Araber/..., der in Deutschland in einer türkisch/arabisch/...-sprachigen Schule seinen Abschluß gemacht hat, und dort auch die deutsche Sprache erlernt hat, in Deutschland eine Firma gründet, in der sagen wir mal 200 Menschen arbeiten, die arabisch/türkisch/deutsch,... sprechen?
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17.10.2009, 19:34Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Was zählt ist, dass derjenige sich integriert und qualifiziert.
Allerdings halte ich es für falsch, eine Vielzahl von parallelen Schulsystemen zu organisieren und zu finanzieren - jeweils auf der Basis türkisch, arabisch, russisch, vietnamesisch, farsi, albanisch, kisuaheli, ...
Wenn eine Gruppe private Schulen orgabnisert, die das Ziel erreichen - Klasse.
Das Ziel muss sein, dass jeder, der bei uns im Lande lebt, Deutsch lernt und - soweit es seine Fähigkeiten erlauben - eine qualifizierte Schul- und Berufsausbildung angeboten bekommt. Wenn er nebenbei auch türkisch oder kisuaheli lernt - gut!
Aber die Menschen dürfen nicht durch ihre Eltern/ihr Umfeld aufgrund von Traditionen, die nicht in ihre neue (und selbst gewählte!!) Heimat gehören, an Integration und Qualifikation gehindert werden.
Wenn Eltern ihren Kindern die Zukunft verbauen, dann muss man sie daran hindern. Egal wo diese Eltern herkommen!



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