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  1. Inaktiver User

    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Wie funktioniert Mathematik?
    Wie funktioniert Physik, Biologie, Chemie, Wirtschaft, Finanzwesen, Betriebswirtschaft, Naturwissenschaft, ..., und was es nicht alles gibt?

    Alle diese Fächer funktionieren in jeder Sprache gleich.
    Ja aber du sprichst doch von Herzensbildung.
    Es geht hier nicht bloss um Mathematik.
    Es geht darum, sich in die Gesellschaft, in der man lebt einzufügen.
    Über die Sprache, über das Lernen der Gepflogenheiten.

    Das passiert doch in jedem anderen Land auch.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Wenn man aber auf die zur Versöhnung ausgestreckte Hand spuckt, die guten Absichten verhöhnt und die Absicht, Liebe auszusenden als "naiv" hinstellt, dann würden mir als Betroffener erst mal die Augen feucht werden, und ich würde mich von so einer herzlosen Gesellschaft noch mehr distanzieren.
    Wo ist hier denn eine Hand zur Versöhnung ausgestreckt???

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Gebt den Türken und Arabern, und wer sie begehrt ihre jeweils-sprachigen Schulen! Lasst sie in deren Sprache lernen und einen Beruf erlernen! Ich bin mir sicher, dass sie die einzige Gegenleistung, die Pflicht, in solchen Schulen AUCH die Sprache Ihrer Gastgeber zu erlernen gerne annehmen würden.
    Und woher bitte nimmst du diese Sicherheit?
    Und was soll es bringen, die Kinder auch noch komplett in den Schulen zu sperarieren.
    Dann kannst du ja gleich wieder zwei Staaten aus Deutschland machen und eine Mauer aufbauen.

    In den Köpfen ist sie ja hart genug.
    Auf BEIDEN Seiten!

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Beim Aufeinander-Zugehen führt kein Weg aneinander vorbei
    Sorry lieber Streuner, aber das ist nicht mehr als ein netter Spruch für den Abreisskalender.

  2. gesperrt

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    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Kritik?
    Dass Mädchen aus religiösen Gründen nicht am Sport teilnehmen sollen?
    Dass der Schulbesuch generell als nicht besonders wichtig angesehen wird?
    Dass man sich schlichtweg nicht kümmert?

    Das ist keine Kritik, das ist Achtlosigkeit.
    Und um sich bewusst für ein Leben (und sei es auf der Straße) zu entscheiden, muss man die Möglichkeit haben, die verschiedenen Optionen kennenzulernen und dazu bedarf es der gesellschaftlichen Teilhabe, denn sie setzt nunmal die Rahmenbedingungen.



    Ja kann ich.
    Das liegt aber wahrscheinlich weniger daran, dass es auf der Straße so toll ist, sondern mehr daran, dass diese Menschen mit den herrschenden Strukturen nicht klar kommen.
    Was ich sogar teilweise nachvollziehen kann.

    Und weiter? Sollen wir jetzt alle auf die Straße ziehen?
    Macht das diese Menschen irgendwie besser?



    Ich habe meinen eigenen Vater als beides kennengelernt.
    Einen wohlhabenden Mann und einen "Penner".
    Auf seine Ahnung vom Leben hat sich das wenig ausgewirkt.

    Ich verstehe bei dir die Front nicht, die du ständig aufmachst.
    Ohne die Banker - ob mit Herz oder ohne - würde auch der Sozialstaat nicht funktionieren. Ohne Menschen, die leistungsbereit sind, die Visionen haben und diese umsetzen wollen.

    Ich gehöre auch zu denen, denen das alltägliche Leben wichtiger ist.
    Dafür nehme ich auch einen geringeren Lebenstandard in Kauf.
    Muss ich aber deshalb die anderen pauschal abwerten?

    In gewisser Weise machst du mit den Bankern genau das Gleiche wie Sarrazin mit den Migranten.
    Schon mal darüber nachgedacht?



    Ich sehe das als gleichwertig an.
    Und Bildung ist die Basis, einen freien Geist entwickeln zu können und eigene Entscheidungen zu treffen.
    Ich habe bewusst - vielleicht nicht deutlich genug - von den herzlosen Bankern gesprochen.
    Ich kenne einige reiche Leute, denen jeder und auch ich
    ihren Reichtum gönnt.
    Und ich habe als 18 bis 30-jähriger oft mit meinem Bankberater,
    der auch Chef dieser Sparkassenfiliale war, des öfteren
    im Nebenzimmer gesessen und mich mit Ihm über seine
    und meine privaten Probleme unterhalten. Oder auch über
    erfreulichere Dinge, über Sachen halt, die überhaupt nichts
    damit zu tun hatten, warum ich jetzt unnnbedingt nochmal
    nen Fuffie bräuchte, wo doch Weekend und somit
    Disco angesagt war
    Ich denke noch gerne an Ihn... +

  3. VIP

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    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Sorry Streuner, das hört sich wunderbar an, ist mir aber zu idealistisch, realitätsfern und unpraktikabel.

    Natürlich könnten die Migranten in ihrer Muttersprache lernen. Sie wären danach ebenso gut ausgebildet, wie andere. Keine Frage.

    Aber: Wie klappt dann die Verständigung am Arbeitsplatz, im Alltag? Müssen die Deutschen dann türkisch, arabisch, vietnamesisch, russisch und was weiß ich noch lernen, um allen gerecht zu werden?

    Welche Sprache sie untereinander und miteinander sprechen, bleibt ihnen ja unbenommen. Aber für den Alltag, den Beruf und das öffentliche Leben in diesem Land ist die Landessprache nun mal Voraussetzung. Und die ist bisher immer noch deutsch. Was ihnen oder ihren Eltern schon vor der Einwanderung bekannt gewesen sein dürfte.

    Beispiel aus dem Alltag in Duisburg-Hamborn:

    Was passiert, wenn z.B. ein türkischer (Nationalität frei wählbar) Arbeiter die Sicherheitshinweise im Betrieb oder den Warnruf eines Kollegen nicht versteht und dementsprechend nicht oder falsch reagiert?
    Wer trägt dann die Verantwortung?
    Der deutsche Kollege, der kein türkisch spricht?
    Oder der türkische Arbeiter, der die Landessprache nicht versteht?

    Aber wehe, der Betrieb macht (u.a. aus diesen Sicherheitsgründen) deutsche Sprachkenntnisse zur Einstellungsvoraussetzung. Da wird laut "Diskriminierung" und "Rassismus" gerufen.

    Dass es auch ganz anders geht, beweisen ja die vielen vielen Einwanderer, die wie selbstverständlich deutsch sprechen und sich im deutschen Alltag bestens zurechtfinden. Wollen muss man nur. Und - gerade was die Mädchen/Frauen betrifft - die Eltern müssen es zulassen.

    Ist es denn wirklich zuviel verlangt, von Einwanderern der zum Teil dritten (!) Generation, deren Eltern schon in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, zu erwarten, dass sie die Sprache sprechen oder diese im Kindergarten "spielend" erlernen?

    Bzw. zu erwarten, dass sie ihre Kinder (und ja, ausdrücklich auch die Mädchen!) überhaupt in den Kindergarten/Vorschule gehen lassen.

    Und - ich weiß, es ist ein inzwischen langweiliges Argument, aber immer noch stimmig - wie ist das, wenn ein Deutscher in ein anderssprachiges Land auswandert? Kann er sich dort der Landessprache dauerhaft verweigern? In USA? In Australien? In der Türkei?
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  4. gesperrt

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    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat von Streuner
    Beim Aufeinander-Zugehen führt kein Weg aneinander vorbei


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Sorry lieber Streuner, aber das ist nicht mehr als ein netter Spruch für den Abreisskalender.
    Solange weder von der Politik,
    noch von der Gesellschaft, noch von einzelnen Menschen beherzigt wird, leider - ja.

  5. gesperrt

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    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Zitat aus dem Link:
    ...Eine Generation von Beinahe-Analphabeten

    Die Asylgesetze begünstigten die fast völlige Abschottung der Menschen: Eltern durften jahrelang nicht arbeiten, Kinder waren von der Schulpflicht befreit.

    Damit habe man eine Generation von Beinahe-Analphabeten erzeugt, schreibt der Berliner Sozialwissenschaftler Ralph Ghadban, der selbst aus dem Libanon stammt. Diese Versäumnisse rächen sich jetzt...



    Passt wie die Faust auf's Auge...
    Vielleicht solltest du den ganzen Artikel lesen... er umfasst 3 Seiten

    Und jetzt setze ich mich erstmal auf meine Finger, sonst verstoße ich angesichts deiner Ergüsse noch gegen die Nutzungsbedingungen.

    Wanne

  6. Inaktiver User

    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Zitat aus dem Link:
    ...Eine Generation von Beinahe-Analphabeten

    Die Asylgesetze begünstigten die fast völlige Abschottung der Menschen: Eltern durften jahrelang nicht arbeiten, Kinder waren von der Schulpflicht befreit.

    Damit habe man eine Generation von Beinahe-Analphabeten erzeugt, schreibt der Berliner Sozialwissenschaftler Ralph Ghadban, der selbst aus dem Libanon stammt. Diese Versäumnisse rächen sich jetzt...



    Passt wie die Faust auf's Auge...
    Das stimmt, dass ist ein wichtiger und erschreckender Aspekt. Aber der Artikel gaukelt sicher keine Multikulti-Idylle vor und schiebt auch nicht die 'Schuld' allein den Deutschen oder den Ausländern zu.

    Er legt den Finger in die Wunde und er differenziert - das ist ziemlich erschreckend *für mich zumindest* aber sicher doch hilfreicher als den Kopf in den Sand zu stecken und nichts wissen wollen.

  7. Inaktiver User

    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat von Streuner
    Gebt den Türken und Arabern, und wer sie begehrt ihre jeweils-sprachigen Schulen! Lasst sie in deren Sprache lernen und einen Beruf erlernen! Ich bin mir sicher, dass sie die einzige Gegenleistung, die Pflicht, in solchen Schulen AUCH die Sprache Ihrer Gastgeber zu erlernen gerne annehmen würden.
    Sorry Streuner, aber eines ist auf der ganzen Welt so.
    In jedem Land wird an Schulen in der jeweiligen Landessprache unterrichtet.
    Und wenn ich in ein anderes Land einwandere kann ich nicht erwarten, dort meine Kultur, meine Sprache und meine Sitten und Gebräuche vorzufinden.
    Im Gegenteil. In jedem Land der Erde habe ich als Einwanderer die dortige Sprache zu erlernen, die dortige Kultur sowie deren Sitten und Gebräuche zu aktzeptieren.
    Das ist eine Einbahnstrasse und ich sehe keinen Grund warum das in Deutschland anders sein sollte.

    Und von Mitbürgern mit Migrationshintergrund die bereits in der 3. oder 4. Generation hier leben, erwarte ich die gleichen Deutschkenntnisse wie von "Urdeutschen". Insbesondere wenn sie bereits selbst den deutschen Pass haben. Gerade in solchen Fällen gibt es erst recht keine Veranlassung Schulunterricht in einer anderen Sprache durchzuführen.

    Besonders übel stößt mir auf wenn Herr Ströbele solche Forderungen stellt wie, die Nationalhymne durch eine Strophe in türkisch zu ergänzen. So ein Vorschlag ist für mich Schwachsinn.

    Bezüglich eines muslimischen Feiertags sehe ich auch noch keinen Grund.
    Noch ist der Anteil von Muslimen mit deutschem Pass zu gering um so etwas einzuführen. Es gibt ja noch nicht einmal ausreichend Feiertage für alle christlichen Konfessionen. Im Gegenteil, uns evangelischen hat man sogar den Buß-und Bettag weggenommen. Und für Menschen mit ausländischer Nationalität besteht erst recht kein Anspruch.

    Ansonsten könnte man ja zurecht die Einführung deutscher Feiertage auf Mallorca verlangen.

  8. User Info Menu

    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    >Gebt den Türken und Arabern, und wer sie begehrt ihre jeweils-sprachigen Schulen!

    aber genau damit bleibts bei dem graben . . denn die sprache ist nunmal sehr sehr wichtig, um am leben teilzunehmen respektive euebrhaupt teilnehmen zu KOENNEN.

    ich war letztes jahr das erste mal in einem land, in dem ich kein wort der sprache verstanden habe. das muss man mal erlebt haben!

    da mit dieses land sehr gut gefaellt, lerne ich jetzt (auf eigene kosten in meiner freizeit) die sprache. das ist fuer mich selbstverstaendlich . . und genau so selbstverstaendlich sollte es fuer alle migranten sein, deutsch zu lernen.

    das finde ich wirklich nicht zuviel verlangt.
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  9. Inaktiver User

    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich höre das zum allerersten Mal, dass es diese Unterschiede geben soll...? Woher kommen diese Thesen?

    Es gibt doch auch Probleme mit "Banden" anderer Nationalitäten wie Vietnamesen oder Russen etc. und in vielen Vierteln gibt es eher vietnamesische Gemüsehändler wenn dass ein Indiz für irgendetwas sein soll. Und deutsch können die auch nicht unbedingt besser.

    Statt dessen habe ich mit mehreren Türken Abitur gemacht, zwar nicht im Problembezirk Neukölln, aber auch Kinder von Einwanderern.

    Und natürlich gibt es verschiedene Formen von Einwanderung ... wenn Du nur Leute mit akademischem Abschluss etc. aus Nicht-EU Ländern reinlässt dann gibt es weniger Probleme, denn die kommen schon mit Jobs hierher.

    Es gibt einfach mehr Türken hier als andere Nationen und daher fallen sie eher auf, und es gibt Ghetto-ähnliche Zustände in "manchen" Stadtbezirken. Dass es da signifinkate Unterschiede zu anderen Einwanderen aus ärmeren Ländern gibt, glaube ich so nicht.

    Was man auch nicht vergessen darf ... dass es teils organisierte Kriminalität gibt die sich hinter den "normalen" Einwanderern versteckt.

    Habe jetzt den Artikel aus der SZ gefunden, anbei zur Info:

    Clans in Deutschland - ''Verpisst euch von hier'' - Panorama - sueddeutsche.de

    Der Artikel wird auch im Internet kontrovers diskutiert.
    Die Zahlen zu den Bildungsabschlüssen verschiedener Gruppen von Migranten werden im folgenden Artikel zitiert, den Betty Trumper oben eingestellt hatte:

    Integrationsdebatte: Sarrazin hat recht - Politik | STERN.DE


    Und es bleibt die darin gestellte Frage, warum bei einigen Gruppen (u.a. Türken) nur 14 % das Abitur schaffen und bei anderen (Vietnamesen, Juden) bis zu 80 %.

    Die Angebote der Gesellschaft sind in allen Fällen gleich.

    Sind Türken dumm ?

    Oder sind sie nicht willens, ihren Kindern (und sich selbst) den Weg zur Integration durch Bildung zu öffnen ?

    Denn warum schaffen es Juden und Vietnamesen, aber nicht Türken oder Araber ?

  10. gesperrt

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    AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte

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    Die Asylgesetze begünstigten die fast völlige Abschottung der Menschen: Eltern durften jahrelang nicht arbeiten, Kinder waren von der Schulpflicht befreit.

    Damit habe man eine Generation von Beinahe-Analphabeten erzeugt, schreibt der Berliner Sozialwissenschaftler Ralph Ghadban, der selbst aus dem Libanon stammt. Diese Versäumnisse rächen sich jetzt...
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt, dass ist ein wichtiger und erschreckender Aspekt. Aber der Artikel gaukelt sicher keine Multikulti-Idylle vor und schiebt auch nicht die 'Schuld' allein den Deutschen oder den Ausländern zu.

    Er legt den Finger in die Wunde und er differenziert - das ist ziemlich erschreckend *für mich zumindest* aber sicher doch hilfreicher als den Kopf in den Sand zu stecken und nichts wissen wollen.
    Dieses wichtige Zitat zeigt wo und wie die Wunde entstanden ist.

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