Hmm, gibt es diese Kooperation mit TelDaFax nicht mehr?
Ich liebe diese Übertreibungen. Maximal einmal die Woche findet sich ein Wisch in meinem Briefkasten, den ich umgehend entsorge.Schlecker weiß das auch - deshalb werden Sie doch tagtäglich hoch aufwendig BEWORBEN und umschmeichelt.
<seufz> Nochmal: Ich als Einzelperson werde NICHT auffallen. Nichtmal wir drei! Und nun die Frage: Scheißt sich jemand, der auf's Geld schauen muß tatsächlich um die Struktur eines Unternehmens? Nein, der scheißt sich um seinen Geldbeutel.Das ist das Prinzip der "freien Marktwirtschaft" - besser kann Ihre Position doch gar nicht sein.
Ich verrate Ihnen was: Ich kaufe quasi nur bei DM ein. Da arbeitet meine Mutter und ich bekomme Prozente. Und nein, meine Mutter ist nicht unzufrieden mit ihrer Anstellung.Lassen Sie Ausbeuter doch mal die eigene Medizin kosten, einen nach dem anderen.
Gehen Sie in die Apotheke und nicht zum Schlecker, wenn sie Baldrian brauchen.Lieber Himmel, muß ich mich heut wieder aufregen![]()
Zum Rest Ihres Postings kann ich leider nicht viel beitragen. Rein aus Zeitmangel und Komplexität.
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04.02.2010, 09:51Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
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04.02.2010, 10:34Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Gestern wurden Sie wegen unbotmäßiger, provozierter Verhaltensauffälligkeit gerügt
also hören Sie auf, sich an anderer Stelle als gefühlte 2,50-Euro-Wurst zu veruntertanen!
Kurzfristig sind an der Kasse 10, 20 oder gar 50 Cent mehr im Geldbeutel (gesparte Entlohnung des AN, umgelegt auf den Preis) natürlich sehr schön. Die eventuelle Aufstockung, welche der AN "vom Staat" holen muß -> "arm trotz Arbeit" etc oder gar die Entlassung -> nachfolgend sozialisierte Kosten zahlt mittels Steuern und höherer Abgaben dann wer?Nichtmal wir drei! Und nun die Frage: Scheißt sich jemand, der auf's Geld schauen muß tatsächlich um die Struktur eines Unternehmens? Nein, der scheißt sich um seinen Geldbeutel.
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04.02.2010, 10:51Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Moment mal, Sie bringen da etwas durcheinander: Etwas Großes kann natürlich Einzelne zu Fall bringen. Aber den Umkehrschluß werden Sie mir schuldig bleiben. Oder denken Sie, ich könnte die Bri aus dem Netz fegen?
Sie würden also dem H-IV-Empfänger und Niedriglohnverdiener mitteilen: Kauf nich bei Schlecker und Co, sonst hat die Gesellschaft noch weniger in der Tasche?!Kurzfristig sind an der Kasse 10, 20 oder gar 50 Cent mehr im Geldbeutel (gesparte Entlohnung des AN, umgelegt auf den Preis) natürlich sehr schön. Die eventuelle Aufstockung, welche der AN "vom Staat" holen muß -> "arm trotz Arbeit" etc oder gar die Entlassung -> nachfolgend sozialisierte Kosten zahlt mittels Steuern und höherer Abgaben dann wer?
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04.02.2010, 14:50Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Du alleine nich, aber wenn wir un alle abmeldem würden, wäre die bri wohl nich mehr da. Dein früherer Arbeitgeber ist doch auch nur pleite gegangen , weil ihr alle gekündigt habt. Du nun zufälligerweise als erster.
Nicht nur die HartzIV Empfänger.Sie würden also dem H-IV-Empfänger und Niedriglohnverdiener mitteilen: Kauf nich bei Schlecker und Co, sonst hat die Gesellschaft noch weniger in der Tasche?!
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04.02.2010, 15:39Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
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04.02.2010, 16:59
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
nur mal so zum Nachdenken:
Geld als falsches Signal
Sozialstaat fördert Entstehen der Unterschicht
(145) Von Dorothea Siems 1. November 2009, 12:43 Uhr
Die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland sind nicht zu übersehen. Es existiert eine wachsende und sich verfestigende Unterschicht, die es so vor 20 Jahren noch nicht gab. Die Hauptschuld daran trägt der deutsche Sozialstaat. Die Menschen werden belohnt, wenn sie sich aus der Arbeitswelt ausgliedern
Geld als falsches Signal: Sozialstaat fördert Entstehen der Unterschicht - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
gruss, Jack London
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04.02.2010, 17:20Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Naja doch. Sie haben gemerkt, wie das war mit Ihrem Chef: Ferrari fahren, aber die AN nicht gut entlohnen. Andere haben das auch gemerkt - und daraus folgte der Entschluß, entweder solidarisch oder per Einzelschicksalsentscheidung dagegen vorzugehen. Art und Weise sind doch nachrangig: Ob es persönliche Nachteilsvermeidung ist, persönliche Vorteilserlangung oder ein Akt der Solidarität.
Wie die Dame vor mir bereits schrieb: Appellieren und darlegen warum kann man jedem gegenüber.Sie würden also dem H-IV-Empfänger und Niedriglohnverdiener mitteilen: Kauf nich bei Schlecker und Co, sonst hat die Gesellschaft noch weniger in der Tasche?!
Kündigen = boykottieren. Ich glaube, es handelt sich um ein rein organisatorisches Problem. Beispiel: Es gibt 4 Discountketten und 1 von 4 Bürgern kaufen bereits boykottierend da oder dort nicht ein - nehmen wir mal wahllos den Schlecker. Gleichzeitig findet Bürger Nr. 2 den Lidl skandalös und kauft deshalb beim Penny. Nr. 3 weiß aus der Presse, daß Penny ausbeutet und kauft darum beim Schlecker, weil der im Ausbeuterranking nur auf Platz 2 liegt. Usw. So wird das natürlich nix.Das war aber nicht geplant. Es war jeweils eine individuelle Entscheidung, die zufälligerweise zu diesem Ergebnis führte. Ich glaube kaum, daß ein Aufruf "Laßt uns alle kündigen!" immer zu diesem Ergebnis führt.
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04.02.2010, 17:59Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Und genau da liegt der Hase begraben. Es ging hierbei nur um persönliche Nachteilsvermeidung und Vorteilserlangung. Um eine Verbesserung des Zustandes. Und nicht um eine solidarische Protestaktion.
Merken Sie was?
Oder bingen Sie mich zum merken: Wie soll das analoge Beispiel lauten, bezogen auf Schlecker und Co?
Das interessiert nur die Menschen, die entweder über entsprechende Reserven verfügen, oder die sofort spürbar eine Verbesserung erfahren.Wie die Dame vor mir bereits schrieb: Appellieren und darlegen warum kann man jedem gegenüber.
So einfach sehe ich das nicht. Da fehlt noch der Aspekt von Alternativen. Oder sollen alle Angestellten von Schlecker und Co kündigen?Kündigen = boykottieren.
Da gehen wir miteinander. Und wer wäre denn da nun gefragt, das zu organisieren? Na, Sie wissen schon. Aber der Stahl ist immer noch rostig.Ich glaube, es handelt sich um ein rein organisatorisches Problem. Beispiel: Es gibt 4 Discountketten und 1 von 4 Bürgern kaufen bereits boykottierend da oder dort nicht ein - nehmen wir mal wahllos den Schlecker. Gleichzeitig findet Bürger Nr. 2 den Lidl skandalös und kauft deshalb beim Penny. Nr. 3 weiß aus der Presse, daß Penny ausbeutet und kauft darum beim Schlecker, weil der im Ausbeuterranking nur auf Platz 2 liegt. Usw. So wird das natürlich nix.
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04.02.2010, 22:41
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Die Realität ist doch die, dass jeder da einkauft, wo es ihm am günstigsten erscheint. Sei es, weil es die preiswerteste Alternative ist (z.B. wenn es die Prozente der Mutter sind
) oder den kürzesten und bequemsten Weg bedeutet.
(Ja, maddin, ich weiß, dass dm einen guten Ruf bezüglich des Umgangs mit dem Personal hat. Es war auch nur ein Beispiel.
)
Schlecker zu boykottieren ist bequem, wenn dm, Rossmann, Müller, IhrPlatz und sonstige in direkter Nachbarschaft sind.
Lidl ist leicht zu boykottieren, wenn Aldi und Plus auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind.
Ich lebe den Luxus der Vielfalt eines Ballungsgebietes, da ich allein auf meinem 16 km langen Arbeitsweg so ziemlich alle Discounter am direkten Weg liegen habe. Ich bin sogar so privilegiert, dass ich die Angebote von Aldi Nord UND Aldi Süd ohne Umwege abgreifen könnte.
Aber wer fährt wirklich aus Solidarität für ein Shampoo zu 1,99 € 10 km in die Nachbarstadt?
Blöd ist, dass man ja irgendwo einkaufen MUSS. Und irgendwie sind ja alle in Verruf. Der eine wegen zu niedrigen Löhnen, der andere wegen Bespitzelung.
Und zudem muss auch jeder mit dem vorhandenen Geld auskommen, was die Auswahl wiederum einschränkt.
Nur Bio-Laden oder Wochenmarkt, privat geführte Drogerie, Metzger des Vertrauens etc. ... und die damit verbundenen Extrawege....und -kosten.... das klappt (leider) nicht bei jedem und immer.
Es wird also nicht funktionieren, die Kette xyz bis zum Ruin zu boykottieren. Abgesehen davon steht das Personal dann nicht zum beschämend geringen Lohn im Laden, sondern über kurz oder lang mit ALG II auf der Straße.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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04.02.2010, 23:32Inaktiver User
AW: Sarrazin - abwertende Sprüche über Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Beamte
Hmm. Der Begriff "win-win-Situation" ist ja reichlich überbeansprucht - aber hier hätten wir mit Gewißheit eine solche Situation. Sie haben zwar zunächst einmal einen kleinen Nachteil (10/ 20/ 50 Cent Mehrpreis), vermeiden aber mittelfristig den persönlichen Nachteil (Belastung Ihres Einkommens durch Steuer)/ erlangen so einen Vorteil. Gleichzeitig tritt eine Verbesserung des Zustandes eines weiteren AN ein: Des Beschäftigten, der nun besser entlohnt wird. Das ist eine solidarische Aktion - dafür braucht man keine Gewerkschaft oder sowas.
Zwar wird der Discounter X das ungern sehen, aber nunja - das ist Marktwirtschaft
und sein Problem. Das "race to the bottom" muß ein Ende haben bzw. kann der Spieß genauso gut wieder umgedreht werden.
Falsch. Ahnen oder verstehen Sie denn nicht, warum diese Aussage falsch ist?Das interessiert nur die Menschen, die entweder über entsprechende Reserven verfügen
Stimmt schon, der homo consumens quartalszahliensis ist da leider ein wenig denkschwerfällig. Mich wundert das etwas, da wir doch ein sehr kluges und gebildetes Volk sind. Hingegen wußten weitaus "primitivere" Generationen vor uns mit durchaus anderen Strategien gut zurecht zu kommen. Denken Sie an einen Wald, der vom Opa gepflanzt wird, damit der Sohn oder Enkel was davon hat. Die wiederum waren sich der Verantwortung den Nachfolgenden gegenüber bewußt und handelten ebenso. War das nachteilig? Nein - nicht einmal dieses Extrembeispiel eines großen Zeitraumes. Denken Sie an Umlageverfahren wie Rente - das funktionierte gut.oder die sofort spürbar eine Verbesserung erfahren.
Übrigens: Schauen Sie mal, welche "Härten" vielen Arbeitnehmern (und nachfolgend der Gesamtgesellschaft) zugemutet wurden. Wir haben einen wachsenden Bereich von AN, die gering verdienen; die aufstocken müssen oder gar arbeitslos sind. Die ohne Perspektiven sind. All das wurde "unter Murren" hingenommen. Entweder im Glauben daran, das würde eine ominöse "Wettbewerbsfähigkeit" verbessern oder weil es "nunmal so ist". Was von den Versprechungen ist denn wirklich eingetroffen - außer Negativem für Viele sehe ich gar nichts. Und Sie meinen, Ihre paar Cent Mehrkosten an der Kasse wären im Gegensatz dazu relevant oder -falls eingespart- brächten Ihnen einen meßaren Vorteil? Das einzige was dieser "sofortigen Verbesserungserlangung" nachfolgt, ist: Sie unterstützen einen simplen Teufelskreis, der Sie am Ende mehr kosten wird, als Sie einsparen konnten.
Der Boykott ist eine Alternative, den die Verbraucher haben. Der ist für die Angestellten wesentlich gefahrloser. Man kann nicht verlangen, daß sie kündigen. Denken Sie an Shell damals: Weder gingen sie pleite, noch wurden Angestellte entlassen. Es genügte ein Boykott für einen kurzen Zeitraum einschließlich der Information an Shell, warum boykottiert wurde - die Bohrinsel wurde nicht versenkt.So einfach sehe ich das nicht. Da fehlt noch der Aspekt von Alternativen. Oder sollen alle Angestellten von Schlecker und Co kündigen? Und wer wäre denn da nun gefragt, das zu organisieren? Na, Sie wissen schon.




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