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20.11.2009, 20:56Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
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20.11.2009, 20:57Inaktiver User
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22.11.2009, 00:25Inaktiver User
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22.11.2009, 14:33Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
Das ist kein wirklich schlagkräftiges Argument.
Wie gesagt: es ist nicht gerade naheliegend zur Förderung der Atomwirtschaft (!) einen Grünen (!) zu engagieren - egal welchen.
Zumal es in anderen Parteien ausreichend viele pro-Atom-Politiker gibt, die entsprechende Lobbyarbeit gerne übernehmen und vielleicht mehr Einfluss auf die gegenwärtige schwarz-gelbe Regierung haben als ausgerechnet ein grüner Politiker.
Es dürfte dir bekannt sein, dass Siemens mehr ist als ein Unternehmen der Atomwirtschaft. Wenn du die Geschäftstätigkeit dieses vielseitigen Mischkonzerns trotzdem auf diesen Aspekt einengst, geht es mit einiger Wahrscheinlichkeit also einfach darum Fischer zu diskreditieren - mit was für abwegigen Unterstellungen auch immer.
.Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 15:12 Uhr)
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22.11.2009, 15:42Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
Mindestens so schlagkräftig wie deine ewig gleichen Mantras.
Über die Beweggründe eines Siemens-Konzerns oder eines Herrn F. spekuliere ich nicht. Ich nehme es nur zur Kenntnis und nehme mir die Freiheit zu denken was ich mag.Wie gesagt: es ist nicht gerade naheliegend zur Förderung der Atomwirtschaft (!) einen Grünen (!) zu engagieren - egal welchen.
Zumal es in anderen Parteien ausreichend viele pro-Atom-Politiker gibt, die entsprechende Lobbyarbeit gerne übernehmen und vielleicht mehr Einfluss auf die gegenwärtige schwarz-gelbe Regierung haben als ausgerechnet ein grüner Politiker.
Mir sind sowohl die Struktur, als auch die Geschäftsfelder des Siemens-Konzerns durchaus bekannt. Die Spannbreite reicht von einfachen Glühbirnen über Telekommunikation, Atomkraft bis hin zu Korruption und Bestechungen im großen Stil. Alles durchaus bekannt und hinreichend veröffentlicht.Es dürfte dir bekannt sein, dass Siemens mehr ist als ein Unternehmen der Atomwirtschaft. Wenn du die Geschäftstätigkeit dieses vielseitigen Mischkonzerns trotzdem auf diesen Aspekt einengst, geht es mit einiger Wahrscheinlichkeit also einfach darum Fischer zu diskreditieren - mit was für abwegigen Unterstellungen auch immer.
Und ich denke ich brauche Herrn F. nicht zu diskreditieren. Das kann er schon ganz gut selbst. Aber es stimmt schon ein bisschen, ich habe ihm gegenüber ähnliche Gefühle wie du gegen die meisten schwarz-gelben Politiker. Und ja, es stimmt auch, ich mache im Moment mit ihm das gleich wie du mit Westerwelle und anderen.
Wenn ich jetzt noch aufführen würde, daß der Mann noch nicht einmal einen Schulabschluß hat oder eine Berufsausbildung, dafür aber ein sehr guter Steinewerfer und Randalierer war ( übrigens alles belegt), ich wäre Stunden beschäftigt.
Aber keine Sorge das mache ich nicht. Er hat es weit gebracht und nötigt mir sogar einen gewissen Respekt ab.
Er zeigt uns allen, daß Bildung überbewertet wird. Man kann auch ohne Schule und Beruf viel Geld verdienen. Man muß nur zur rechten Zeit seine vorgeblichen Ideale ablegen und beim Gegner anheuern.
Ich meine mit dem Geld von BMW und Siemens läßt es sich bestimmt gut aushalten.
Wen stört es da, daß selbst die meisten Grünen auf Abstand zu einem gehen ?
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22.11.2009, 16:26Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
"Ich nehme mir die Freiheit zu denken was ich mag."
Diese Aussage sei dir unbenommen, aber sie ist nichtsdestotrotz überhaupt kein Argument, nicht einmal ein schwaches.
Nicht zu vergessen: Verkehrstechnik, Medizintechnik und Energietechnik (Energietechnik ist nämlich mehr als nur Atomkraft).Mir sind sowohl die Struktur, als auch die Geschäftsfelder des Siemens-Konzerns durchaus bekannt. Die Spannbreite reicht von einfachen Glühbirnen über Telekommunikation, Atomkraft bis hin zu Korruption und Bestechungen im großen Stil. Alles durchaus bekannt und hinreichend veröffentlicht.
Als du mit diesem Thema angefangen hast, hast du Siemens noch einen "Atomkonzern" genannt.
Den Eindruck habe ich nicht. Da muss man schon ein bisschen mit Unterstellungen nachhelfen: "Sehr interessant wird es noch wie der Grüne Ex-Aussenminister seinen Parteifreunden erklärt warum er jetzt für einen Atomkonzern (Siemens) tätig ist. Ob er immer noch gegen Laufzeitverlängerungen ist ?"Und ich denke ich brauche Herrn F. nicht zu diskreditieren. Das kann er schon ganz gut selbst.
Ob das funktioniert?Aber es stimmt schon ein bisschen, ich habe ihm gegenüber ähnliche Gefühle wie du gegen die meisten schwarz-gelben Politiker.
Ob Guido dadurch im Vergleich zu Fischer oder Guttenberg wirklich kompetenter erscheint?
Also ich glaub's ja nicht, aber man kann es ja mal probieren.
Vor allem zeigt Fischer (aber auch Genscher) "uns allen", wie wenig man Außenpolitik in Schule oder Universität lernen oder studieren kann und wie wichtig es gerade in diesem Amt ist für das Thema Außenpolitik Begabung und echtes eigenes Interesse mitzubringen.Er zeigt uns allen, daß Bildung überbewertet wird.
Ich meine: für Außenpolitik, und nicht nur für die Tapisserien im Elysee-Palast und für die blank geputzten Paradesäbel, die Guido so beeindruckend fand.
Wer genau ist "der Gegner"? Etwa die deutsche Industrie? - Mir scheint, dein Bild der im deutschen Bundestag vertretenen Partei der Grünen ist mindestens "lückenhaft" wenn nicht gar falsch.Man kann auch ohne Schule und Beruf viel Geld verdienen. Man muß nur zur rechten Zeit seine vorgeblichen Ideale ablegen und beim Gegner anheuern.
Oh, bestimmt. Auch ich hätte nichts gegen ein solches Einkommen. - Neidisch?Ich meine mit dem Geld von BMW und Siemens läßt es sich bestimmt gut aushalten.
Die Grünen sind nicht Jünger des Heiligen Franziskus und haben auch kein Armutsgelübde abgelegt. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass du die Grünen weiter links verortest, als sie wirklich sind.
Mit den "meisten Grünen" meinst du wohl dich selber, dich Obergrünen.Wen stört es da, daß selbst die meisten Grünen auf Abstand zu einem gehen ?

Das bringt einen wirklich zum Grübeln, wenn ein CDU-Mitglied "plötzlich" auf Abstand zu Joschka Fischer "geht".
Das erinnert mich daran, dass seinerzeit eine gewisse Angela M. nach Washington gereist ist, um dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush mitzuteilen, dass sie die Anti-Irakkriegs-Haltung der Regierung Schröder/Fischer nicht teile.
Auf diese außenpolitische Glanzleistung könnt ihr CDU'ler richtig stolz sein.
Mit Blick auf dein Bildungsargument könnte man auch sagen: offenbar reicht auch das anspruchsvollste Universitätsstudium nicht immer aus um die Welt ohne Brett vor'm Hirn zu sehen.
.Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 17:28 Uhr)
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22.11.2009, 17:03Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
Ich bin kein Obergrüner. Und im Gegenteil ich gehe nicht auf Abstand zu F. Ich hatte den immer schon. Nein, ich meine Künast, Trittin und andere die sich so geäußert haben.
Gehab dich wohl und geniesse deinen eindimensionalen Blick auf die Welt und erfreue dich an deinem Hass auf alles was nicht deinem Bild entspricht.
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22.11.2009, 17:20Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
Meine diesbezügliche Äußerung war ironisch gemeint.
Das darfst du ruhig den Grünen-Politikern und ihren Wählern überlassen, ob sie glauben, dass ein glanzvoller ehemaliger Außenminister die Pest bekommt, weil er die deutsche Industrie berät.
Ich wünschte mehr deutsche Unternehmen kämen auf die Idee sich von Grünen beraten zu lassen.
Eindimensional? - Damit kannst du mich nicht meinen. Du müsstest gemerkt haben, dass ich bestimmt viele Fehler habe, aber den gerade NICHT.geniesse deinen eindimensionalen Blick auf die Welt und erfreue dich an deinem Hass auf alles was nicht deinem Bild entspricht.
Immerhin habe ich (Grünen-Wählerin) ausgerechnet den Konservativen von Guttenberg immer wieder als den idealen Außenminister einer schwarz-gelben Regierung bezeichnet, während der "Liberale" Guido Westerwelle für mich ein rotes Tuch darstellt.
.Geändert von Inaktiver User (22.11.2009 um 18:06 Uhr)
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22.11.2009, 19:11
AW: Westerwelle als Außenminister?
...glanzvoll - für wen?
Mit der Bekanntgabe einer Operation Hufeisenplan der Jugoslawischen Armee durch westliche Politiker, dessen Existenz bis heute umstrittenen ist, sollte einen militärstrategischen Plan der serbischen Regierung zur systematischen Vertreibung der Albaner aus dem Kosovo aufzeigen. Er wurde im Frühjahr 1999, unter anderem durch die damaligen Minister Joschka Fischer[8] und Rudolf Scharping, zur Begründung des Kosovokriegs gegen das damalige Rest-Jugoslawien angeführt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg
Siehe auch die ARD-Dokumentation: "Es begann mit einer Lüge" .
Noch 'ne Empfehlung:
Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben. Die Grünen, die SPD, die Nato und der Krieg auf dem Balkan, Edition Tiamat, 208 Seiten, 15,34 EUR
"Denn noch nie ist die Bevölkerung von einer deutschen Regierung nach dem Zweiten Weltkrieg so belogen worden. Der Band dürfte mit zum besten gehören, was bisher über den Kosovoeg veröffentlicht wurde"
http://www.gruenezeitung.de/bude/buc...herlernte.htmlGeändert von foo-foo (22.11.2009 um 19:21 Uhr)
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23.11.2009, 10:01Inaktiver User
AW: Westerwelle als Außenminister?
Hallo foo-foo,
ja, der Kosovo-Krieg scheint umstritten zu sein, obwohl damals sowohl die Europäische Union als auch der UNO-Sicherheitsrat sich klar gegen die serbische Regierung stellten. Dass es damals nicht für ein UNO-Mandat gereicht hat, liegt - wie du sicher weißt - allein daran, dass die Veto-Macht Russland zugleich Schutzmacht Serbiens war.
Ich kann zu dem ganzen Thema nichts sagen, denn ob nun Serben, Kroaten oder albanische UCK - für mich ist der ethnische Konflikt in diesem ehemaligen Jugoslawien eine einzige unübersichtliche Schlangengrube.
Deine Buch-Empfehlung mag interessant sein, wenn auch vermutlich ziemlich einseitig, aber ich habe keine Zeit dieses Thema für mich persönlich aufzuarbeiten. Ich wollte auch das Buch von Friedrich Merz "Mehr Kapitalismus wagen"
lesen, und auch die Biographie von Barack Obama, aber wie das halt so ist: oft fehlt bei allem Interesse die Zeit um wirklich "dran" zu bleiben.
Nochmal zu deiner rhetorischen Frage "glanzvoll für wen?" zurück: glanzvoll für Deutschland, glanzvoll für die rot-grüne Regierung und glanzvoll für eine Partei, die durch und mit Joschka Fischer Regierungsfähigkeit erlangt und bewiesen hat. Joschka Fischer war in seiner aktiven Zeit als Außenminister bekanntlich der mit Abstand beliebteste Politiker der rot-grünen Regierung.
So umstritten der Kosovo-Krieg auch sein mag -- Fischer, der damals zufällig vor Ort war, hat nach den schlimmen Anschlägen in einer Tel Aviver Diskothek eine militärische Eskalation verhindern können. Deutschland hat sich damals als anerkannter und geachteter Vermittler im schwierigen Palästina-Konflikt erwiesen.
Fischers Haltung zu Europa hat ihn aus Sicht vieler für ein herausragendes Amt in Brüssel qualifiziert (was er angesichts der konservativen Mehrheitsverhältnisse aber wohl nie bekommen wird).
Seine und Schröders Ablehnung des Irakkrieg hat Mut, Standhaftigkeit und Leidensfähigkeit erfordert: man bedenke den massiven Druck der Amis und ihren verächtlich-feindseligen Umgang mit den engsten Freunden und Verbündeten, wenn diese ihrem Angriffskrieg nicht zustimmten !!
Es hat sich gezeigt, dass die Haltung der CDU hierzu grottenfalsch war, dass Merkel sich weißgott nicht mit Ruhm bekleckert hat, als sie damals Bush tief ins Rektum kroch. Deshalb sollten gerade die CDU'ler sehr zurückhaltend sein mit Kritik an Joschka Fischer.
Es hat sich außerdem gezeigt, dass sich Deutschland sehr viel Leid und Probleme erspart und sehr viel Achtung in der gesamten arabischen Welt (und darüber hinaus) erworben hat, als es nicht als deutscher Dackel an des englischen Pudels Seite trat, was - und darüber kann nicht der leiseste Zweifel bestehen - im Fall einer schwarz-gelben Regierung der Fall gewesen wäre.
Aber wir sind weit vom Strangthema abgekommen.
Dass Westerwelle mit seinem Naturell und seiner Interessenslage wohl kaum in die Fußstapfen seiner beiden großen Vorgänger Genscher und Fischer treten wird, ist für mich ziemlich klar. Er kann schon froh sein, wenn er es schafft in der Bilanz als Außenminister mit Kinkel in einem Atemzug genannt zu werden. Auch negative Postings in Sachen Fischer können die allgemein geringe Erwartung an diesen "liberalen" Außenminister nicht heben.
Ansonsten sollte man über Fischer in einem entsprechenden Fischer-Strang diskutieren, wenn dafür Jahre nach seinem Rückzug aus der Politik wirklich noch Bedarf besteht.
.Geändert von Inaktiver User (23.11.2009 um 10:38 Uhr)




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. Davon nehme ich ausdrücklich keine Parteizugehörigkeit aus.