Was ist den an den ganzen Möglichkeiten mit den Zeitverträgen noch unzureichend?
Wenn große Industriebetriebe ihre eigenen Zeitarbeitsfirmen gründen, um dann die gekündigten Angestellten wieder zu besseren Bedingungen , aus Sicht der Betriebe ;), einzustellen, dann geht es IMHO nicht um Kündigungshemnisse, sondern Umgehung der Tarifverträge.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 102
-
02.09.2009, 14:11Inaktiver User
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
-
02.09.2009, 14:18
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
DIE LINKE unterstützt die Initiative der IG Metall für eine gerechte Entlohnung von Leiharbeit. Werner Dreibus, stellvertretender Vorsitzender und gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt anlässlich der Präsentation des Schwarzweißbuchs der Gewerkschaft zur Leiharbeit:
"Die Leiharbeit ist das Einfallstor für Lohndumping. Die rot-grüne Bundesregierung hat das mit der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes im Jahr 2003 sehenden Auges in Kauf genommen. Die damals eingeführte Tariföffnungsklausel ermöglicht es Unternehmen, Leiharbeitskräfte niedriger als ihre Stammbelegschaft zu entlohnen, wenn ein Leiharbeitstarif vorliegt. Damit wird eine Grundregel des deutschen Arbeitsrechts ausgehebelt: das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
-
02.09.2009, 14:32
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Wolfgang Clement, als Arbeitsminister einer der Initiatoren der Liberalisierung der Zeitarbeitsgesetze, sitzt im Aufsichtsrat (Personalausschuss) des fünftgrößten deutschen Zeitarbeitsunternehmens Deutscher Industrie Service (DIS).
-
02.09.2009, 15:23
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Vielleicht ist der Wechsel zwischen Tag und Nacht auf der Erde nicht der Weisheit letzter Schluss und doch können wir nicht das gesamte uns umgebende Weltall ändern. Ob es uns nun gefällt oder nicht, es gibt unveränderbare Abhängigkeiten.
Was veranlasst Sie zur absurden These, alle Manager würde nicht für Ihr Geld arbeiten?Überlege aber grade, ob diese 100.000 leistungsloses Einkommen nicht doch gut wären. Was im Management üblich ist, sollte dem Normalbürger doch nicht abträglich sein?
Erfahrungen im Speditionswesen.Was macht Sie so sicher, daß die Arbeitsplätze nicht wiederkämen?
Den arbeitslosen muss ich eh bezahlen, aber da wäre es doch gut, wenn nicht der Arbeitslose sein Gehalt für Mindestsicherung festlegt, sondern diejenigen, die bezahlen (sollen).Weiterhin unterliegen Sie einem fundamentalen Irrtum: Selbst wenn Sie direkt nicht von einem wegfallenden oder billig substituierten Arbeitsplatz betroffen sind, sind Sie dennoch betroffen: Sie müssen über Umwege den Arbeitslosen bezahlen und -falls Sie deutscher Dienstleistungsunternehmer oder Produzent sind- fehlt Ihnen zusätzlich seine Kaufkraft.
Bis Sie mit Ihren Überlegungen zu einem Ergebnis kommen, kann ich Ihnen versichern, dass Sie garnicht so weit fahren müssen. Ein Blick über die Grenzen bringt den Haarschnitt für 3-5 Euro zu Ihnen. Alternativ können Sie auch nach Afrika fahren. Reisen bildet.Deshalb sollten hier Steuerungselemente genutzt werden. Ich überlege allerdings noch, ob mir Herr Chang aus Shanghai für 50 Cent die Haare schneiden würde.
Sicherlich haben Sie viel unternehmerische Erfahrung. Deshalb ist Ihnen auch klar, dass Wettbewerb immer Entwicklung bedeutet. Die Erfindungsreichste Zeit ist immer die Zeit im Krieg, also einem Kampf um Leben und Tod. So weit will ich nicht gehen, aber Wettbewerb fordert und fördertz den Fortschritt.Sicherlich ist ein hohes Drohpotential dem Arbeitsklima usw förderlich. Was meinen Sie? Stellt ein AG nicht auch deshalb ein und zahlt gut, weil ihm klar ist, wie wichtig motivierte Leute sind? Weil er u.a. auch begriffen hat, daß BWL und VWL verschiedene Dinge sind, er aber beides berücksichtigen muß?
zudem wissen Sie auch sicher um die Leistungssteigernde Wirkung von Anreizen, wenn Leistung erbracht wird.
Erfolgreiche Unternehmen vereinen positive Motivation und Anreize. Nicht erfolgreiche Unternehmen haben starre, für alle gleiche Regeln, die unabhängig von der erbrachten Leistung sind.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
-
02.09.2009, 15:25
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Genau. Also ist doch das Problem, dass Unternehmen andere Rahmenbedingungen benötigen, als sie vom Gesetz/Tarif vorgegeben werden. Hier sehen wir deutlich, dass jedes Gesetz umgangen werden kann, wenn es erforderlich ist. Zwang führt also zu nichts, wie wir ja auch bei Arbeitnehmern eben gelernt haben. Das gilt analog bei Arbeitgebern. Denn auch diese suchen Ihre Möglichkeiten.
Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
-
02.09.2009, 15:30
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Schon alleine das ist eine reine Wunschvorstellung und kein Grundprinzip. Wenn dies gälte, würden Gehaltsverhandlungen nicht der Schweigepflicht unterliegen, sondern jeder wüsste, was er und alle verdienen. De Fakto ist es aber so, dass der eine ein paar hundert Euro mehr als der andere für den gleichen Job bekommt - je nachdem, wie verhandelt wurde.
Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
-
02.09.2009, 15:33Inaktiver User
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Da ich zu den Leistungsträgern zähle (Definition blackjack
) habe ich momentan zu wenig Zeit um Texte zu verfassen die mir auf den Lippen liegen, deshalb hier SEHR interessante Beiträge auf youtube zum Thema Mindestlohn und Wolfgang Clement.
Wolfgang Clement - Ein Mittäter
YouTube - Wolfgang Clement - Ein Mittäter
und ein SEHR interessantes Rechenbeispiel zum Thema Mindestlohn:
Bundestagsabgeordnete in die Leiharbeit
YouTube - Bundestagsabgeordnete in die Leiharbeit
In diesen Jahren sind weit mehr als 1 Million VOLLZEITarbeitsplätze DADURCH vernichtet worden !
Also steuerpflichtige Arbeitsplätze die Beiträge in die Sozialsysteme gebracht haben und jetzt durch die ARGE aufgestockt werden müssen, das heißt jeder Steuerpflichtige bezahlt zugunsten der Unternehmen diese Aufstocksummen.
ARD Kontraste Berlin 02.10.2008 - Betrogene Arbeitnehmer - Dumpinglöhne in der Zeitarbeit.
YouTube - ARD Kontraste Berlin 02.10.2008 - Betrogene Arbeitnehmer - Dumpinglöhne in der Zeitarbeit.
Und auch das eine interessante Studie der "politischen Verflechtungen":
YouTube - Angie, das 7. Gebot und die LeiharbeitGeändert von Inaktiver User (02.09.2009 um 16:13 Uhr)
-
02.09.2009, 17:23
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Ich bin diese Thesen leid, die Unternehmer würden immergleich auswandern usw.usf. Fakt ist, das Deutschland laut internationalen Mangerumfragen der sechst beliebteste Investitionsstandort der Welt ist, und der beliebteste Europas.
Desweiteren stöhne ich über diese Behauptungen, seit mir jemand erklärt hat, PIN, der private Postdienstleister dessen Geschäftsmodell darauf gründete nur dank Subvention über Aufstockung der Minilöhne der Post Marktanteile abzunehmen, könnte die aufgrund der Globaliosierung nicht mehr bezahlen.
Blackjack, der Witz ist doch, dass ein Grossteil gerade der Arbeit die nur minimal bezahlt wird gar nicht auslagerbar ist, und somit auch nicht in internationaler Konkurenz steht. Die Hotelbetten müssen hier gemacht werden. Dann muss der Gast halt ein paar mehr Euro mehr fürs Zimmer zahlen. Die Post muss auch hier verteilt werden und nicht in China, ebso Putzen etc.
Ansonsten gebe ich Frank recht, am Verlust von Qualitätsware, verkauft von qualifizierten und entsprechend bezahlten Verkäufern etc. , tragen die ganzen "geiz ist geil" und "stolz bei Aldi sparer trotz gutem Einkommen" einen grossen Anteil. Ist halt wie Schwarzarbeitern, die nicht verstehen dass sie arbeitslos sind, weil sie die Firmen konkurrenzieren.
-
02.09.2009, 17:31
AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen
Ob es ein Großteil ist, sei dahin gestellt. Sicherlich betrifft das aber eine ganze reihe Jobs, die nicht verlagerbar sind. Andere dagegen schon. Betrachten wir mal erstere:
Hotel: Entweder die Zimmerpreise steigen - was der Kunde nicht bezahlt, denn schon heute kämpfen zig Hotels einen brutalen Preiskrieg um die Kunden aus. Oder die Qualität sinkt. weniger Hotel fürs gleiche Geld. Weniger Geld für Renovierungen usw. Das bekommen dann wieder die Handwerker zu spüren.Die Hotelbetten müssen hier gemacht werden. Dann muss der Gast halt ein paar mehr Euro mehr fürs Zimmer zahlen. Die Post muss auch hier verteilt werden und nicht in China, ebso Putzen etc.
Post: Sicher, die muss hier verteilt werden. Muss sie? Nein. muss sie nicht. Es gibt rivate Paketdienste und Post ist stark rückläufig. Paketdienste ähneln aber wieder eher dem Speditionsgewerbe und hier sind durchaus ausländische Arbeitnehmer denkbar. Einfache Aufgaben.
Putzen: Kennt irgendjemand eine deutsche Putzfrau? Vielleicht eine. Selbst die Absetzbarkeit der Haushaltstätigkeiten hat nur begrenzt zu neuen Jobs verholfen. Wenn diese nun per Mindestlohn abgerechnet werden, ist das zarte Pflänzchen gleich wieder perdu. Und im Schwarzmarkt.
Exakt. Siehe oben. Der Verbraucher denk eben als Verbraucher und nicht gleichzeitig als Arbeitnehmer.Ansonsten gebe ich Frank recht, am Verlust von Qualitätsware, verkauft von qualifizierten und entsprechend bezahlten Verkäufern etc. , tragen die ganzen "geiz ist geil" und "stolz bei Aldi sparer trotz gutem Einkommen" einen grossen Anteil. Ist halt wie Schwarzarbeitern, die nicht verstehen dass sie arbeitslos sind, weil sie die Firmen konkurrenzieren.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
-
02.09.2009, 17:40Inaktiver User



Zitieren