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  1. Inaktiver User

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    In einigen Branchen gibt es hierzulande Mindestlöhne. Ich denke mal der Erfolg oder Misserfolg wird sich an diesen "Pilotprojekten" festmachen. Denn neben den positiven Aussichten auf akzeptable Löhne stehen dem aber durchaus Entlassungen, die weitere Verdrängung von Minderqualifizierten und die allgemeine Senkung von Löhnen auf oder in die Nähe des Mindestniveaus ins Haus. Ist halt die Frage ob der Markt das ausgewogen reguliert. Natürlich kann man sagen, was in anderen Ländern klappt, muss doch auch hier klappen. Aber da heißt es abwarten.

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    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Zudem fällt auf, dass das vermeintliche Parteiprogramm der LINKE hier überhaupt keine Rolle spielt, nur immer der Hinweis dass alle die nicht nur am Alex vor Gysi stehen und hören "Grundeinkommen für abgammeln" und Beifall klatschen, sondern auch mal gucken, ob sowas auch realistisch umsetzbar ist, alles Spinner sind die keine Ahnung haben und sich mal lieber freuen sollen, dass mal einer die Nöte der Menschen ernst nimmt.
    In den letzten Wochen sind von verschiedenen Userinnen und Usern ausführlich unter Bezug auf das Wahlprogramm die hauptsächlichen Forderungen der LINKEn und die Vorschläge zur Finanzierung dargestellt worden.

    Das war aber anderen Userinnen und Usern dann nicht recht, die dagegen polemisierten, dass zu viel aus dem Wahlprogramm zitiert wurde.

    Gleichwohl: hier ein Link: http://die-linke.de/fileadmin/downlo..._LWP_BTW09.pdf

  3. Inaktiver User

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In einigen Branchen gibt es hierzulande Mindestlöhne. Ich denke mal der Erfolg oder Misserfolg wird sich an diesen "Pilotprojekten" festmachen. Denn neben den positiven Aussichten auf akzeptable Löhne stehen dem aber durchaus Entlassungen, die weitere Verdrängung von Minderqualifizierten und die allgemeine Senkung von Löhnen auf oder in die Nähe des Mindestniveaus ins Haus.
    Wieso werden Minderqualifizierte vom Markt verdrängt, wenn Arbeit angemessen bezahlt wird?

    Und was die Senkung des allgemeinen Niveaus angeht: Ich finde eine allgemeine Senkung angemessen, wenn dadurch sichergestellt ist, dass alle von ihrem Gehalt leben können.
    Wenn nämlich alle ein bisschen abgeben, können auch alle davon profitieren.
    Dass diejenigen, die besonders stark von Ausbeuterlöhnen profitieren, nichts abgeben wollen, verstehe ich aber natürlich auch.

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    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    ...
    Dass diejenigen, die besonders stark von Ausbeuterlöhnen profitieren, nichts abgeben wollen, verstehe ich aber natürlich auch.
    Immerhin will Karl-Gerhard Eick (55), der Chef des insolventen Handelskonzerns Arcandor ein Drittel von seiner 15-Millionen-Euro-Abfindung, die er nach 6 Monaten Arbeit bekommt, den Mitarbeitern spenden!

  5. Inaktiver User

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso werden Minderqualifizierte vom Markt verdrängt, wenn Arbeit angemessen bezahlt wird?
    Weil ein Facharbeiter sich verarscht vorkommt, wenn er 10 Euro/Stunde bekommt und sein neuer Kollege der rein garnix gelernt hat ebenfalls 10 Euro/Stunde. Die AG werden also möglicherweise Minder-oder Garnichtqualifizierte überhaupt nicht mehr einstellen, weil es für 10 Euro eben nicht reicht was sie bringen. Für 6 oder 7 Euro hätte es gereicht, darf er aber nicht zahlen.

  6. Inaktiver User

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil ein Facharbeiter sich verarscht vorkommt, wenn er 10 Euro/Stunde bekommt und sein neuer Kollege der rein garnix gelernt hat ebenfalls 10 Euro/Stunde. Die AG werden also möglicherweise Minder-oder Garnichtqualifizierte überhaupt nicht mehr einstellen, weil es für 10 Euro eben nicht reicht was sie bringen. Für 6 oder 7 Euro hätte es gereicht, darf er aber nicht zahlen.
    Ein Mindestlohn von 10 Euro ist ja auch unrealistisch. Die meisten, die diese Ideen favorisieren, bewegen sich im Bereich 6-8 Euro.

  7. User Info Menu

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Ich bin bei dieser Frage unentschieden.

    Einen Stundenlohn von 4 EUR für ein Zimmermädchen oder eine Küchenhilfe halte ich für unethisch.

    Wenn ein Arbeitgeber aber einer ungelernten Hilfskraft, die vielleicht auch schon einige Jahre nicht mehr gearbeitet hat, den Stundenlohn eines erfahrenen und ausgebildeten Mitarbeiters zahlen muss, dann wird die Hilfskraft eben nicht eingestellt.

    Es ist nicht so, dass es eine gewisse Menge an bezahlter Arbeit gibt. Manche Arbeit wird eben nicht gemacht, wenn sie zu teuer ist.

    Und niemand kann Arbeitgeber zwingen, jemanden einzustellen.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso werden Minderqualifizierte vom Markt verdrängt, wenn Arbeit angemessen bezahlt wird?
    Hier stellt sich die Frage: Was ist angemessen?
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

  9. Inaktiver User

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil ein Facharbeiter sich verarscht vorkommt, wenn er 10 Euro/Stunde bekommt und sein neuer Kollege der rein garnix gelernt hat ebenfalls 10 Euro/Stunde. Die AG werden also möglicherweise Minder-oder Garnichtqualifizierte überhaupt nicht mehr einstellen, weil es für 10 Euro eben nicht reicht was sie bringen. Für 6 oder 7 Euro hätte es gereicht, darf er aber nicht zahlen.
    Der Facharbeiter dürfte mit seinen 10€/h froh sein, dass er nicht wie sein neuer Kollege zu den Leiharbeiter-Lohnsklaven gehört.
    Es ist ja nun wirklich nicht so, dass es nur um unqualifizierte Arbeitsplätze geht.

  10. Inaktiver User

    AW: Notwendigkeit von Mindestlöhnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso werden Minderqualifizierte vom Markt verdrängt, wenn Arbeit angemessen bezahlt wird?

    Und was die Senkung des allgemeinen Niveaus angeht: Ich finde eine allgemeine Senkung angemessen, wenn dadurch sichergestellt ist, dass alle von ihrem Gehalt leben können.
    Wenn nämlich alle ein bisschen abgeben, können auch alle davon profitieren.
    Dass diejenigen, die besonders stark von Ausbeuterlöhnen profitieren, nichts abgeben wollen, verstehe ich aber natürlich auch.
    Weil jemand der viel verdient eine gute und lange Ausbildung hatte, sich qualifiziert hat. Wieso müssen nun wieder die die viel verdienen darunter leiden, dass es Leute (auch) Menschen gibt, die keinen Wert auf Ausbildung gelegt haben und als Hilfsarbeiter ihr Geld verdienen.

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