ein Text von 2007 zum Thema. Bald 3 Jahre alt, aber besser lässts sich kaum formulieren.
Soeben hatte ich mich notgedrungen nochmal dem Thema MBS, CDO, CDS gewidmet.
Hand aufs Herz, und aus dem Stegreif:
Wer weiss noch warum CDO und CDS "zusammengehören" ?
Klingt ja ähnlich, nich wahr
Wenn man sich das anhand von Making of CDOs nochmal richtig genüsslich zugeführt hat, verspürt man so richtig Lust in sich hochkommen. Diesen gequirlten Bullshit an Finanzdesastersystem so gründlich zu zerstören, daß nur was ganz neues neu daraus erstehen kann.
Thema
Investmentbanking.
Weltweit werden jährlich offenbar für 5000 bis 10000 Milliarden Dollar Unternehmen übernommen. Das genau zu ermitteln ist garnicht leicht, da nur bei den wenigeren Deals die Kaufpreise genannt werden. Und die Seite statista.de, die verspricht Auskunft zu geben, ist in einem ordentlich privatwirtschaftlich organisierten Land natürlich kostenpflichtig.
Für was das in diesem exorbitanten Umfang gut sein soll wissen nur die Herren der "Konsoldierungen" selbst. Reden tun sie nur immer von Rationalisierungen, und Synergieeffekten. Allein ich denk an anderes.
Jedenfalls sind die Banken dabei und machen ihren Schnitt.
Wobei die 4,8 Mia Dollar, die Goldmann Sachs dabei 2009 einspielte, ein Klecks sind zu den sagenhaften 28,9 Mia Dollars, die das Handelsgeschäft einspielte. Also das dealen mit all den netten Papierchen, die man so überaus kreativ erfindet. Aktienhandel nebenbei noch dabei.
Der klassische Zinsüberschuss brachte 7,4 Mia.
Vermögensverwaltung 4,1 Mia.
Zusammen gut 45 Mia. die Goldmann Sachs im Krisenjahr einspielte, wovon man fast 20 Mia nach Abzug der Gehalts-/Provisions- und Boniauszahlungen etc als Nettoergebnis ausweisen muss.
Nicht schlecht für Krise, wa !
Eine Bank, die es nach offizieller Lesart hätte garnicht mehr gegeben, hätte man ihr ihre ganz normalen Gläubigerlasten an einer AIG Pleite aufgebürdet. Welche Pleite man stattdessen mit Steuergeldern verhinderte.
Eine Bank, die ich als transatlantisches Gegenstück zu unserer ebenso innig geliebten Deutschen Bank bezeichne, die übrigens ebenso großer Nutznießer der AIG Rettung war, ... und deren Machenschaften nun endlich die polit. Welt interessieren dürfte, nachdem die SEC, die amerik. Finanzaufsicht, schwerwiegende Vorwürfe erhebt gegen ihre Geschäftspraktiken.
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Thema: Banken, Versicherungen
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20.04.2010, 19:58
AW: Banken, Versicherungen
Geändert von hombre (20.04.2010 um 21:12 Uhr)
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20.04.2010, 20:55
AW: Banken, Versicherungen
dazu mal ein Artikel von heute:
Ökonomen bangen um deutsche Banken
In den USA droht die nächste große Kreditkrise, diesmal bei Gewerbeimmobilien. Deutsche Ökonomen bekommen es mit der Angst zu tun: Denn auch hiesige Banken und Anleger sind in den gefährlichen Markt verstrickt.
Neue US-Immobilienkrise: Ökonomen bangen um deutsche Banken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
wir werden uns wohl drauf einstellen müssen das es auch in Deutschland Bankenpleiten geben wird.
gruss, Jack
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20.04.2010, 23:34Inaktiver User
AW: Banken, Versicherungen
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21.04.2010, 06:06
AW: Banken, Versicherungen
Es ist schon länger bekannt, dass nicht nur der Gewerbe-immomarkt in USA zusammenfällt sondern in so ziemlich allen Industrieländern.
Noch ist der Konsum nicht zusammengeklappt, wenn der irgendwann wegbricht, und das wird er, dann geht’s zur Sache.
Es ist bezeichnend und war nicht anders zu erwarten, dass Banken Fonds zusammenstellen, dem Kleinanleger verticken und anschließend auf diesen Murks leer verkaufen.
Was wird passieren?
Das gleiche passiert, wie vor 2 Jahren, nichts, die werden alle mit virtuellen Geld gerettet.
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21.04.2010, 07:57
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21.04.2010, 10:21
AW: Banken, Versicherungen
Ach Hombre, nur weil man manches nicht versteht muss man es doch nicht in lächerliche ziehen.
Virtuelles Geld ist Geld, welches nicht physisch sondern nur auf dem Papier existiert für irgendwelche hypothetischen Annahmen.
Beispiel für DICH:
Wenn morgen die Abschreibungszeiten für Sachanlagen rückwirkend verdoppelt werden so erhöht sich durch diese Maßnahme der Wert meines Anlagevermögens und mein Vermögen vermehrt sich bilanztechnisch auf dem Papier.
Wenn die Abschreibungszeiten für meine Sachanlagen morgen rückwirkend auf 1 Jahr lauten, dann verringert sich mein Bilanzvermögen enorm und ich werde bilanztechnisch ärmer, ohne auch nur einen Finger krumm gemacht zu haben.
So wurden die Bilanzen der Banken saniert, eben virtuell.
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21.04.2010, 22:39
AW: Banken, Versicherungen
Münchau -
Das Ende von Goldman Sachs
Die Vorwürfe gegen die Bank sind ein Weckruf an die Politik, gefährliche Finanzprodukte zu verbieten. Denn es ist unverantwortlich, dass sich finanzielle Massenvernichtungswaffen überhaupt in Privathand befinden. von Wolfgang Münchau
Ich glaube aber, dass man zusätzlich an die Produkte selbst ranmuss. Vor einigen Monaten plädierte ich, man solle Kreditausfallversicherungen (CDS) ganz verbieten. Der Unfug, den man damit betreiben kann, ist enorm. Rein technisch gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem Kauf eines CDS und dem Leerverkauf eines Bonds. Das stimmt aber nur sehr oberflächlich. Der Hebel ist beim CDS größer, ebenso wie die Möglichkeit, Anleger hinters Licht zu führen. So hörte ich vor Kurzem davon, dass ein amerikanischer Hedge-Fonds ein kompliziertes strukturiertes Produkt kreierte, das absichtlich auf faulen Krediten basierte. Der Hedge-Fonds spekulierte dann mithilfe von Kreditausfallversicherungen gegen sein eigenes Produkt. Das war deswegen profitabel, weil das Produkt insgesamt das höchste Rating erhielt, "AAA", und die Kreditausfallversicherungsprämien somit unrealistisch billig waren. Die Käufer des Produkts waren die Dummen. Und das waren häufig naive europäische Banken.
Kolumne: Münchau - Das Ende von Goldman Sachs | FTD.de
der Mann hat absolut Recht, Politiker debattieren schon seit Jahren darüber aber nichts passiert!
gruss, Jack
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22.04.2010, 14:37
AW: Banken, Versicherungen
Keine " Leer-CDS" - da sind wir uns ja mal einig!
Das irrwitzige Produkt CDO, das selbst schon ja unüberschaubar ist für irgendwen, und ergo unkalkulierbar (ohne CDS schon sowieso) , muss natürlich auch weg.
CDO + CDS ... welch nettiges Kürzelkreationspärchen! wie von Scharlatan persönlich entworfen
(Wem der Sinn für diesen Humor abgeht, hat übrigens noch mehr nicht verstanden)
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01.05.2010, 12:00
AW: Banken, Versicherungen
scheint wohl mittlerweile ein völlig normaler Vorgang in den USA zu werden:
In den USA wurden am Wochenende wieder 7 Banken geschlossen. Damit erhöht sich die Zahl der Bank-Pleiten allein in diesem Jahr auf 64 Institute. Einlagensicherungsfonds muss allein dieses Mal über 5 Milliarden zahlen.
http://www.mmnews.de/wirtschaft/5448...anken-bankrott
wird wohl auch in keiner Tageszeitung mehr erwähnt werden; für die ist es wichtiger zu berichten ob "Brinty Spears" Nagellackdose eingetrocknet ist.
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03.05.2010, 18:40
AW: Banken, Versicherungen
Oder wen interessieren noch Tote in Bagdad ?
da gibts nach wie vor Dutzende an einem Wochenende. Höhere Todesraten als je zu Saddams Zeiten. Was solls
Die Masse will sich nicht abtun mit Themen.
An sich verständlich. Man erwartet, daß ein akutes Problem angepackt und erledigt wird. Dazu widmet man sich dem Problem mit hoher Intensität, und kurz (so der Wunsch dahinter)! So der psycholog. Automatismus, der an sich gesund sein mag, was "Probleme" alltäglicher bzw archaischer Qualität anbelangt.
Nur passiert halt in der Regel politisch nichts. Die Politiker sitzen aus, und sehen nur zu, daß ein Skandal nicht NACHHALTIG zuviele Stimmen kostet. D.h. imageschädigend wirkt. Als probates Mittel wird im äußersten Fall ein Kopf geopfert. Mit dem der Imageschaden wegrollen möge.
Weiter können sie darauf setzen, daß das Interesse abebbt, sogar schlagartig, sobald die nächste Sau herangetrieben wird. Wofür neben dem Gang der Zeit Hundertschaften willfähriger Lakaien sorgen. Tagesjournalisten. Dafür werden sie doppelt belohnt, von den Politikern, Lobbyisten einerseits, von den Zeitungskonsumenten andererseits, die sich nicht allzu lange "langweilen" mögen.


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