Das ist ein bemerkenswerter Beitrag, @sinnsucht,
weil die wenigsten Leute sich erinnern an das, was sie NICHT gemacht haben, geschweige denn sich im nachhinein bewusst machen was gewesen wäre wenn?
Eine interessante erfrischend junge Alternative zu dem herkömmlichen Bankbetrieb könnte in den Internetplattformen erwachsen, wo Kreditnachfrager und Anlagewilliger direkt zusammenfinden können.
Man sucht sich als Geldausleiher quasi selbst aus wem man das Geld gibt und gegebenfalls zu welcher Verwendung !
Die Dienstleistung der Plattform beinhaltet eine Kreditsicherung.
Hoila, klingt doch genial.
Wenn es auch nicht ganz so einfach sein wird das System dauerhaft sauber zu halten. Missbrauchsabwehr muss funktionieren.
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Thema: Banken, Versicherungen
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10.09.2009, 14:20
AW: Banken, Versicherungen
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11.09.2009, 13:55Inaktiver User
AW: Banken, Versicherungen
Von dem ganzen Finanzkram laß ich auch durchweg die Finger - nicht nur wegen der Komplexität und dem, was nicht gesagt wird

Schlechte Bankberatung: Teufelszeug für Ahnungslose - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
Mich wundert nur, daß (schon wieder) diese ganze Branche derartig Zulauf findet - wo doch das Kartenhaus schon mal und nun ohne Hilfen beinahe kollabiert ist. Was ist an diesen Geschichten nur so "überzeugend"?
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13.09.2009, 13:02
AW: Banken, Versicherungen
Was soll man jemandem schreiben, der sich über den Preis von Glühbirnen beschwert, und das mit dem Preis für Birnen belegt?
Der Kapitalmarkt ist ja nicht auf Deutschland oder Europa beschränkt, falls Du Vergleichswerte suchst. Ausserdem stimmt die Aussage im Artikel nicht, ich kenne allein von Banken zwei Nachranganleihen aus diesem Jahr (eine irische und eine schottische wenn ich mich recht erinnere). Ist auch kein Wunder: Du hast vielleicht mitbekommen, dass die Fremdmittel bei Banken derzeit als zu hoch angesehen werden im Verhältnis, und sie sich daher mehr Eigenmittel besorgen müssen. Vielleicht hilft Dir dieses Beispiel auch endlich zur Kenntnis zu nehmen, das FREMDmittel und EIGENmittel etwas komplet verschiedenen sind, auch wenn bei beiden das Wort MITTEL am am Ende steht.Scheint ja eh ein unübliches Instrumentarium zu sein aktuell, und von der Deutschen Bank erst soeben wiederbelebt zu werden!?
Die Deutsche Bank zahlt für ihre Anleihen (FREMDKAPITALaufnahme) nicht mehr als BMW. Für ihre NACHRANGanleihen = EIGENKAPITALaufnahme, aber ohne Aussicht der Anteilskäufer auf Kursgewinne wie beim anderen Eigenkapital - Aktien - verspricht sie die derzeit marktübliche Dividende.Warum zahlt die Dt.Bank als systemisch-unbankrottbare Einrichtung, "Institution" quasi, doppelt soviel wie BMW, ein Industrieunternehmen in krisengefährdetem Segment?
Was sagt man jemandem, der eine Verschwörungstheorie ausbreitet, über die Grundlage seiner "Theorie", nämlich was eine Nachranganleihe überhaupt ist keine Kenntnisse hat und sich auch nicht darüber informieren möchte?Ahab, es hat genau zwei Gründe warum ich nicht weiter mich vertiefe.
Die habe ich genannt.
Provozier mich nicht. Ich gehe immernoch zu 90% davon aus, daß mein Vorwurf, Verdacht gerechtfertigt ist.
Ich nannte auch die Bedingung, unter der ich meinen Verdacht aufzugeben oder abzuschwächen bereit wäre:
Wer sind die Anleger, wie ist die Anlegerstruktur? welche Rechts- bzw Geschäftsbeziehungen bestehen zwischen Anlegern,die zugeteilt bekamen, und der Deutschen Bank?
Dass nicht die Anschuldigung bewiesen werden muss, sondern ihr Nichtzutreffen, das ist das Typische für Verschwörungstheorien. Ich kann Dir auch nicht beweisen, das es keine UFOs gibt.
Aber: JEDER, also auch DU und andere Kleinsparer, kann Nachranganleihen kaufen. Das findest Du heraus wenn Du zu Deiner Sparkasse/ Bank gehst, oder Dich auf einer Börsenhandelsplattform anmeldest.
Deine Anfangs- und Kernthese ist ja, dass der Kleinsparer benachteiligt wird und gezwungen ist, sein Geld für 3/4 % aufs Sparbuch zu legen, während die Reichen 9% geschenkt bekommen. Wenn aber jeder diese Nachranganleihe kaufen kann, dann ist diese These doch offenbar falsch, ganz egal, wer die Nachranganleihe nun tatsächlich gekauft hat bzw. kaufen wird. Die Anlegerstruktur ist nicht recherchierbar, wenn das Dingens über die Börse vertickt wird. Andererseits kann es jeder kaufen! JEDER! Daher werden Kleinsparer nicht benachteiligt, da sie ja auch zugreifen können! Damit ist Deine These doch längstens widerlegt.
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Ich unterschied nie zwischen der Eigentümerstruktur der Banken, warum auch. Lies doch bitte mal ordentlicher. Brechts Wort gilt natürliche für alle gleichermassen. Aber nur weil die Baklen mit Margen im Zinsdifferenzgeschäft von tw. mehr als 14% auf Raubzug sind, oder wegen den von Wüstergrobi verlinkten Dingen, deshalb kann ich trotzdem noch differenzieren.
Das ist vermutlich ein grundsätzliche Problem derjenigen die Populisten ins Netz gehen: Differenzierungsbemühen für Schizophren zu halten weil es gegen die einfache Gesinnung verstösst.Geändert von Ahab (13.09.2009 um 13:09 Uhr)
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21.09.2009, 11:39
AW: Banken, Versicherungen
Zum Beweistheoretischen zunächst:
Es ist legitim (und nicht nur das, sonder obendrein das einzig vernünftige Vorgehen) dort Beweise zu suchen bzw diese zu verlangen wo sie gefunden bzw geliefert werden können.
Deshalb werde ich von einem UFO Behaupter verlangen Beweise zu liefern. In unserem Falle können im Unterschied zum UFO-Problem beide Seiten Beweise liefern. Zugegeben spreche ich in dem Falle der Begünstigung durch überhohe Verzinsung einer Nachranganleihe nur von einem -für mich sehr wohl begründetem - Verdacht. Den Beweis zu liefern sehe ich mich schwer im Stande.
Wogegen ich angeboten hatte, daß man mich mittels simpler Angaben zur Struktur der Zeichner der Nachranganleihe zum Schweigen bzw zur Abbitte bringen könnte. Ich stelle fest, daß du, Ahab, zumindest nicht in der Lage bist (oder sein willst) den Gegenbeweis zu meinem Verdachtsmoment anzutreten.
Ich kann also gegenwärtig nur das Verdachtsmoment wiederholen:
Warum sollte ein unkaputtbares (weil staatlich de facto existenzbesichertes) Institut für eine Nachranganleihe doppelt soviel Zins versprechen wie für eine Normalanleihe, wenn ja ein erhöhtes Verlustrisiko für den Anleger= Zinsbegünstigten im relevanten Zeitraum praktisch NICHT besteht ?
Das ist die Frage, die zum Erstverdacht führt, daß was faul sein dürfte.
Und warum sollte die Deutsche Bank selbst nicht die Daten und Fakten vorlegen, die sie -in erster Instanz zumindest- von diesem Verdacht freisprechen würde?
Wenn da nichts kommt, manifestiert sich der Verdacht- was sonst ?
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Während andere Beispiele von unzumutbar unseriösen Geschäftsgebaren von Geldinstutiten nicht nur unwidersprochen blieben, sondern sogar durch dich, Ahab, bestätigt worden waren.
Ich möchte nun aber keineswegs den Eindruck im Raum stehen haben, daß die Deutsche Bank seriöser wäre als andere. Das wäre ja nun das Verquerteste überhaupt. Die Deutsche Bank scheint vielmehr noch vor der Commerzbank überall an der Spitze zu stehen wenn es um Tätigwerden AN und IN finanzrechtlichen Grauzonen geht. Und JENSEITS davon. Siehe die Aktivitäten in Schweiz/Liechtenstein und Übersee mittels quasi "doppeltkonspirativ" angelegten Briefkastentochterunternehmungen.
Siehe den Derivatehandel, den sie an vorderster Front mit nach Europa brachte, siehe die nachgerade schwachsinnig perversen Cross-Border-Leasing-Geschäfte, die sie mittels ihres Vertriebs- und Lobbyapparates deutschen Kommunen aufschwatzte. Übler gehts einfach nicht!!!Geändert von hombre (21.09.2009 um 11:57 Uhr)
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06.10.2009, 12:41
AW: Banken, Versicherungen
Versicherungsprovisionen
Eigentlich wollte ich mich ja mit der Wahl dem Polit-Wahnsinn entziehen.
Indes die Horror-Infos ebben nicht ab.
Auszüge aus Link:
aber rennt jetzt nicht gleich zu AWD, MLP und Konsorten bitte...Milliardenschwere Fehler
Eine von Verbraucherministerin Ilse Aigner in Auftrag gegebene Studie geht davon aus, dass die deutschen Verbraucher für ihren Versicherungsschutz 20 Mrd. Euro pro Jahr zu viel ausgeben, weil sie falsche Policen bei schlechten Versicherern haben
...und in D sind Parteien an der Macht, die auf die private Versicherungsbranche zählen.Tatsache ist, dass die jahrzehntelange Vorherrschaft des provisionsgetriebenen Verkaufs Verwerfungen mit sich gebracht hat. So haben sich in Deutschland 247.000 Menschen als Versicherungsvermittler registrieren lassen. Zum Vergleich: Das Land hat 126.000 niedergelassene Ärzte. Auch verglichen mit anderen EU-Ländern ist die Vermittlerdichte sehr hoch, die Qualität der Beratung aber verbesserungswürdig.
Die Kosten dieser Verkaufsmethode für den Kunden sind beträchtlich. Die großen Vertriebe wie MLP oder AWD legen bei Lebensversicherungen kaum für weniger als sechs bis sieben Prozent der gesamten vom Kunden zu zahlenden Beiträge los - aufgeteilt in die eigentliche Provision und in alle möglichen Arten von Vertriebs-, IT- und Marketingzuschüssen. In der privaten Krankenversicherung sind zehn bis zwölf Monatsbeiträge Abschlussprovision Standard, in Einzelfällen sogar 14 oder 16.
Das sollte den Vorständen der Versicherer größte Sorgen bereiten. Denn bei einer Provision von 12 oder 14 Monatsbeiträgen ist die Verlockung für Rivalen oder Großvertriebe sehr groß, die Kundenbasis der Gesellschaften gezielt anzugreifen. Wenn ein Krankenversicherer aus irgendeinem Grund in die öffentliche Kritik gerät - sei es, weil er zögerlich Schäden reguliert, sei es, weil seine Finanzkraft angeschlagen ist - ist es ein Leichtes, verunsicherte Kunden wegzulocken.
Staatliche,gesetzliche, provisionsfrei arbeitende Systeme weiter rückbauen wollen....
Kopfschütteln reicht da nicht mehr
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17.12.2009, 08:59
AW: Banken, Versicherungen
Nur mal zur Info: die deutlich besser als die DB abgesicherten Landesbanken werden ihre Nachranganleihen aller Voraussicht nach nicht bedienen - wer die Anleger sind kannst Du hier auch erfahren:
FTD
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21.12.2009, 12:39
AW: Banken, Versicherungen
Danke, dass du dich und uns erinnerst.
Habs auf Wiedervorlage. Falls ein derartiges Zusatzrisiko besteht, wäre das wohl schon zinshöhenrelevant.
So ganz genau wissen wirs nun ja allerdings auch bei den LBs nicht wer die "stillen Miteigner" sind.
Wo die Strukturen banktypusbedingt einfacher sein werden als bei DB; betreff Anzahl der Kapitalzeichner alleine, richtig ?
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21.02.2010, 11:50
AW: Banken, Versicherungen
Investmentbanker: "Ihr strampelt, wir werden reich"
Gerald Hörhan ist Investmentbanker und geht auf Heavy-Metal-Festivals. Im "Presse"-Interview erklärt er, warum die Mittelschicht in einem Hamsterrad läuft und sich ausbeuten lässt.
Gerald Hörhan: Das globale ökonomische System war nie für eine Mittelschicht ausgelegt. Die Mittelschicht der vergangenen Jahrzehnte ist nur durch den Krieg zustande gekommen. Aber jetzt bricht sie auf, und mit jeder Wirtschaftskrise bleibt der Mittelschicht weniger übrig. Besonders nach dieser Finanzkrise. Die Reichen mehren ihr Vermögen schon lange wieder. Banker kassieren schon wieder üppige Boni. Und die Mittelschicht wird währenddessen mehrfach abgezockt
Investmentbanker: "Ihr strampelt, wir werden reich" « DiePresse.com
Jack
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21.02.2010, 19:07
AW: Banken, Versicherungen
Southpark Staffel 13
YouTube - Southpark Staffel 13 Wirtschaftskrise (german)
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11.03.2010, 09:57
AW: Banken, Versicherungen
Ex Dt.Bank Chef Breuer als Bankenkritiker
Nun,wenn Banken sich Geld zu nahezu 0% Zins leihen können, dann ist der Ausleihzins, den sie fürs Kreditdurchreichen vereinnahmen, eine reine Risiko- und Gewinnprämie.
Zitat von Inaktiver User
Ich frage mich nun: Tragen die Banken auch wirklich das Risiko?
Nein, denn sie können ja nicht. Dazu reicht ihr Eigenkapital,wie wir schon sehen durften, hint und vorne nicht. Sie konnten nichtmal das Risiko eines selbstinduzierten "Häuslebauer-Hypes" tragen. Nichtmal in einem einzigen Land, wenn auch großem. Trotz hypermoderner weltweiter privatfinanztechnischer Absicherungstechniken.
Was sie nach wie vor vorgeben zu tun, nennen sie "sich rückversichern". Siehe hier
Dieses "rückversichern" kann wieder nur spekulativ sein, da die Vertragspartner wieder Banken sind. Allenfalls noch Versicherungen.
Zitat von Inaktiver User
Aber niemals Staatsbanken.
Auch die Rückversicherer könnten also im Ernstfall nichts selbst sichern.
Das ganze ist offensichtlich eine Farce,
ein aberwitziges Spiel, das gespielt wird !
Warum leiht nicht direkt die EZB Geld nach Griechenland aus für sage 1% ?
Da würde sie mehr einnehmen und die Griechen wesentlich weniger Lasten aufgebürdet bekommen, was ja nun wichtig wäre falls es wirklich so schlimm steht, daß Bankrott befürchtet werden muss.
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Darum denke ich immer mehr, daß der komplette Privatbankenkomplex (vor allem die Großbanken) erst zerschlagen werden müsste. Ausgemistet. Danach mit ganz klaren enger gegrenzten Betätigungsfeldern und Regulierungen im kleineren Stil reinstalliert.
Um die großen, staatsrelevanten wie sozialrelevanten, Angelegenheiten kümmert sich eine Staatsbank.
Und zwar in stinklangweiliger Manier.
Mit festgeschriebenem niedrigem Festzinssatz.
Die Kontrolle übers Geld wird mittels eisern einzuhaltenden Tilgungskonditionen gewährleistet.
Wer stets pünktlich tilgt, kriegt wieder was und auch noch mehr.
Wer nicht, nicht.Geändert von hombre (11.03.2010 um 10:03 Uhr)


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