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Thema: Banken, Versicherungen
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06.09.2009, 22:55Inaktiver User
AW: Banken, Versicherungen
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08.09.2009, 08:24
AW: Banken, Versicherungen
Manchmal bekommt man den Eindruck, dass die unrichtige Nachrichtenlage doch tatsächlich als Diskussionsgrundlage dient.
Die Arbeitslosenquote ist kaum gestiegen, H4 Kosten explodieren seit letzten Monat, was soll der Murks. Alle Zahlen befinden sich nach wie vor im freien Fall, lediglich die unglaubliche Fallgeschwindigkeit verringert sich bzw. hat sich halbiert.
Anders als in der Physik wird kommt es bei dem freien Fall der Wirtschaft zu keinem Aufschlag und der freie Fall verlangsamt sich, ein Rest an Arbeit und Nachfrage bleibt immer.
Insofern hat die Verlangsamung des freien Falls nichts mit den Politikern zu tun.
Das sollen wir, bevor wir uns ich Spekulationen über den Aufschwung verlieren, klar machen.
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10.09.2009, 09:57
AW: Banken, Versicherungen
Ich muss gestehen ich hab absolut keinen Nerv momentan mich mit den Details des Anleihen und Nachranganleihen zu beschäftigen.
Und andere Leute, die in neutraler Manier die Faktenlage erläutern könnten, sind offenbar nicht hier oder nicht bereit dazu. Ahab, traue ich wie gesagt nicht, bleibt auch zu nebulös-
Bereue es diesbezüglich also gerade auch dieses Beispiel aufgegriffen zu haben.
Zum Abschluß dazu noch etwas Info,entnommen zur Nachranganleihe 9,5% Kupon DB August 2009
Was als Eindruck wieder bestätigt wird, ist, daß die Finanzbranche sich ihr eigenes Fachchinesisch geschaffen hat, einen Dschungel von Konstruktionen und Begriffen. Mit erstem Ziel natürlich mehr Spielraum zu bekommen die Kunden zu verschaukeln, mit dem Ergebnis wohl eben aber auch , daß die Branchenexperten selbst den Überblick über ihr Metier verloren haben... Zauberlehrlingschicksal.Deutsche Bank sieht Wiederbelebung bei Nachranganleihen - Institut registriert bei jüngster Emission auch großes Interesse von Institutionellen Investoren
München. Nach der jüngsten Emission einer so genannten Nachranganleihe rechnet die Deutsche Bank mit einer Wiederbelebung dieses Marktsegments. "Sozusagen als Nebeneffekt unserer Emission sehen wir, dass auch der Markt in Bewegung gerät", sagte Jonathan Blake der Wirtschaftszeitung €uro am Sonntag laut Vorabbericht (E-Tag 29. August 2009). Blake ist als Global Head of Debt Issuance bei der Deutschen Bank für die Anleihe-Emission zuständig. Die jüngste Hybrid-Anleihe war die erste eines europäischen Instituts seit einem Jahr. Die Papiere zählen zum Kernkapital, werden also bei einer Insolvenz nachrangig bedient. Mit einer Stückelung von 1000 Euro war das Papier vor allem auf Privatkunden zugeschnitten. "Privatinvestoren waren demzufolge auch die Hauptinteressenten", sagte Blake. "Wir haben das Orderbuch bei 3,3 Milliarden Euro geschlossen. Rund ein Drittel der Order entfielen auf institutionelle Investoren." Die Deutsche Bank hatte Ende 2008 diese Klientel verärgert, weil sie einen ähnlichen Bond nicht zum ersten Kündigungstermin zurückgezahlt hatte. Dies hatte Spekulationen genährt, die Neuemission werde boykottiert. Mit einem Anleihe-Volumen von schließlich 1,25 Mrd. Euro hat die Deutsche Bank etwa dreimal soviel eingenommen wie ursprünglich geplant und konnte damit ihre Kernkapitalquote von zuletzt 11 Prozent (30.6.) um 0,43 Prozentpunkte verbessern.
Weniger (an Komplexität,Wirrwarr) wäre auch hier sicher mehr .Geändert von hombre (10.09.2009 um 10:02 Uhr)
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10.09.2009, 10:10
AW: Banken, Versicherungen
Das sind Anleihen die vermutlich, im Falle des Ausfalls, nachrangig bedient werden nachdem die Erstrangigen bedient wurden, ähnlich dem Rang im Grundbuch.
Ist eher für den Beleihungswert interessant, weniger für den Ausfall.
Kann dir aber egal sein, wenn der Schuldner eine deutsche Bank ist, die kann nämlich nicht ausfallen, unabhängig davon, ob deren Schuldner ausfallen.
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10.09.2009, 11:36
AW: Banken, Versicherungen
Es ist ähnlich wie Du schreibst. Nur handelt es sich im Grunde nicht um Anleihen (Fremdkapital) sondern eher um eine Art Vorzugsaktie (Eigenkapital) ohne besondere Eigentumsrechte und mit festem Dividendenversprechen. Nicht umsonst wurde hier von stillen Teilhabern geschrieben. Und, mag das Kapital durch Staatsschutz auch gesichert sein (eher so gut wie das Kapital von Aktionären*, nicht wie das von Anleihegläubigern allerdings), ein Recht auf die Auszahlung der Zinsen hat man in den meisten Fällen nicht, d.h., bei schlechter Geschäftsentwicklung - was für die Banken aktuell nicht auszuschliessen ist - muss die Verzinsung nicht bezahlt werden. Ist halt wie eine Dividende. Wie gehabt: höhere Zinsen = höhere Risiken.
* Die Dinger werden an der Börse gehandelt. Die Laufzeit ist bei denen der DB unbefristet. Wenn die DB die Zinsen nicht oder nur weniger zahlt, kann man das Ding auch nicht einfach so zurück geben, um sein KApital zurück zu erhalten. Man kann das Ding aber an der Börse verkaufen. Wieviel man dafür bekommt, wenn die DB keine Zinsen zahlt, dass versteht sich wohl von selbst.
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Hombre. Offenbar hast Du einen Internetanschluss. Dann benutz doch einfach Google und Hirn um Dich zu informieren, anstatt hier haltlose Beschuldigungen gegen mich, die Reichen und die Banken an sich zu formulieren und dann auch noch zu erwarten dass Dir hier jemand alles vorkaut und erklärt - was dann, wenn es nicht Deine Vorurteile bestärkt sowieso für als intellektuell unredlich erklärt wird. Obwohl Du null Kenntnisse von den tatsächlichen Vorgängen hast. Wo bleibt denn nun das Beispiel für Nachrang-Anleihen für 5%? Findeste keins? Ist es dann nicht vor allem unredlich zu behaupten es ginge ? Nun denn.Geändert von Ahab (10.09.2009 um 11:40 Uhr) Grund: ergänzt
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10.09.2009, 11:56Inaktiver User
AW: Banken, Versicherungen
Hier ist mal ein Beispiel bei dem im Insolvenzfall das Kapital zurückgezahlt wird. Warum das so ist steht im Text:
Kapitalanlage: Staat garantiert Anleihe der Commerzbank | Frankfurter Rundschau - Wirtschaft
Ich frage mich nur, wie man im Insolvenzfall auch die Zinsen auszahlen möchte, wenn es gar keinen festen Zinssatz gibt.Im Insolvenzfall erstattet der Soffin den Besitzern staatsgarantierter Anleihen nicht nur das eingesetzte Kapital, sondern auch die Verzinsung. Daher sind diese Papiere genauso sicher wie Staatsanleihen und dürfen auf eine entsprechend gute Bonitätsnote hoffen.
Die Zinshöhe und das genaue Volumen der Anleihe standen zunächst nicht fest, beides soll durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden.
@hombre
Ich beschäftige mich normalerweise auch nicht mit Anleihen, aber ich kann sehr gut googlen und auch kritisch lesen.
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10.09.2009, 13:24
AW: Banken, Versicherungen
Im Hinterkopf hatte ich BMW zb. Die hatten für 4,75% -soweit ich mich erinnere- zuletzt Geld bekommen. Von anderen "Nachrang"anleihen hatte ich nie gesprochen. Scheint ja eh ein unübliches Instrumentarium zu sein aktuell, und von der Deutschen Bank erst soeben wiederbelebt zu werden!?
Warum zahlt die Dt.Bank als systemisch-unbankrottbare Einrichtung, "Institution" quasi, doppelt soviel wie BMW, ein Industrieunternehmen in krisengefährdetem Segment?
Ahab, es hat genau zwei Gründe warum ich nicht weiter mich vertiefe.
Die habe ich genannt.
Provozier mich nicht. Ich gehe immernoch zu 90% davon aus, daß mein Vorwurf, Verdacht gerechtfertigt ist.
Ich nannte auch die Bedingung, unter der ich meinen Verdacht aufzugeben oder abzuschwächen bereit wäre:
Wer sind die Anleger, wie ist die Anlegerstruktur? welche Rechts- bzw Geschäftsbeziehungen bestehen zwischen Anlegern,die zugeteilt bekamen, und der Deutschen Bank?
Bringst du dazu was in Erfahrung, dann stells ein und wir reden weiter. Falls nicht, schweig einfach.
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10.09.2009, 13:39
AW: Banken, Versicherungen
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10.09.2009, 13:44Inaktiver User
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10.09.2009, 13:55Inaktiver User
AW: Banken, Versicherungen
Hätte ich 2004, nach dem Tod meines Mannes, auch meine
"Berater" bei Bank und Versicherung gehört, wären wir heute wahrschenlich pleite. Besonders ein Fonds, wo der Berater am liebsten die ganze Versichungssumme (der LV) reingesteckt
haben wollte, ging jämmerlich unter.
Ich habe mir dann bei der Verbraucherzentrale u.a. Rat geholt
und bin damit viel besser gefahren und billiger war es auch.
Ich wurde danach immer wieder kontaktiert, das Geld doch
"umzuschichten" usw und bin dann dort weg, habe eine andere
Hausbank und wenn das Haus ganz abbezahlt ist,will ich mit der
"alten Bank" gar nichts mehr zu tun haben.
Die wollten mich als Witwe über den Tisch ziehen...
Geändert von Inaktiver User (10.09.2009 um 14:02 Uhr)



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