Arbeitssuchende wollen keine Almosen,Schau, wenn mir etwas, was ich von anderen bekomme (den Transfer-Gebern), nicht ausreicht, steht es mir frei, mich zu verändern und Maßnahmen zu ergreifen. Das ist mal leichter und mal schwerer. Glaub mir, ich habe auch schon von 300 Euro netto im Monat fast ein Jahr lang gelebt. Und dennoch ist jeder gefordert, sich zu verändern. Das schließt Lernbereitschaft ein, das schließt Umzugsbereitsschaft ein usw usf. Das wäre jetzt eine Endlos Diskussion, die hier schon an anderen Stellen zur genüge geführt wurde.
Für die Transfer-Empfänger ist es natürlich der Weg des geringsten Widerstandes einfach "mehr" zu fordern, anstatt sich zu bewegen.
Ja natürlich, wir werden hunderte Beispiele von Menschen finden, die das Schicksal gebeutelt hat. Aber der Staat stellt auch sehr viele Hilfen zur Verfügung. Und ja, ich bin der Meinung, wir müssen "Mindeststandard" neu definieren. Weshalb muss jemand alleine auf 60-80 m2 Wohnen, anstatt in einer WG mit 3 oder 4 Leuten. In Japan leben 4 Leute auf 20 oder 30 m2. Warum muss dies und das sein, in anderen Ländern leben Menschen mit weit weniger.
Nochmal, wir reden hier vom MINDEST-Standard.
Nein, ich sehe keinen Grund, weshalb der noch höher liegen sollte, als er schon liegt.
Arbeit muss isch lohnen und wer mehr will, muss arbeiten. Egal was.
Worüber ich mit mir reden ließe, wären die Level der Anrechnung von Arbeit. Wenn also jemand Hartz IV bekommt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man höhere Freigrenzen schafft, als 1 Euro pro Stunde. Ebenso bei Arbeitslosen höher als 160 Euro. Denn Menschen, die arbeiten, finden leichter neue. Sie bleiben im Rythmus. Wer monatelang nicht mehr arbeitet, verliert Freunde, den Bezug und Know-How. Die Eingliederung wird immer schwerer.
Anstatt also über eine noch bessere Hängematte zu sprechen, sollten wir darüber reden, wie wir die Betroffenen stärker zur Arbeit bringen können - nicht mit Druck, sondern mit positiver Motivation. Dazu zählt für mich in erster Linie mal das zu verdienende Geld.
Arbeitssuchende wollen vernünftig bezahlte Arbeitsplätze!
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01.09.2009, 20:00Inaktiver User
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01.09.2009, 20:32
AW: SED, Blockparteien und CDU/CSU,FDP
Nö. Die wollen Arbeitsplätze. Bezahlung erstmal zweitrangig.
Ansonsten suchen sie nicht.
Wenn jemand glaubt, mehr zu verdienen, dann muss er, wie jeder Arbeitnehmer, einen solchen Job finden, der ihm mehr Gehalt einbringt. Wieso soll es eine Ungleichbehandlung geben? ich glaube, ich zieh vor's Verfassungsgericht und fordere einen mir angemessenen Mindestlohn. Wieso soll jemand ohne Job bei einem Grundjob ein Mindestgehalt bekommen, jemand, der besser ausgebildet ist oder hart für seine Karriere arbeitet dagegen vielleicht unterbezahlt bleiben? Nein, Mindstlohn für alle. 10 Euro für Einsteiger, 50 Euro nach zwei Jahren, 100.000 für XY und 500.000 für Vorstände. Ja, so könnt's gehen.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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02.09.2009, 07:50Inaktiver User
AW: SED, Blockparteien und CDU/CSU,FDP
Mit 10 € Mindestlohn bin ich einverstanden.
Unterbezahlt soll eben niemand werden.
Aber die Realität ist leider weit davon entfernt.
Und Bezahlung ist nicht zweitrangig,
jeder der Vollzeit arbeitet, sollte auch davon leben können!
Und überhaupt erst mal die Chance auf einen "richtigen" Arbeitsplatz bekommen.
Dafür sollte die Politik mal vorrangig die Weichen stellen!
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02.09.2009, 09:23
AW: SED, Blockparteien und CDU/CSU,FDP
Das dies nicht machbar ist, zeigt folgende Überlegung:
Wenn es in Deutschland den 10 Euro Mindestlohn gäbe, dann wäre dies sicher ein weiterer, erheblicher Anreiz, dass viele EU_Bürger aus den östlichen Ländern, die zur Zeit von 300 Euro monatlich leben, nach Deutschland kommen. Dank freier Orts und Arbeitsplatzwahl in der EU gar kein Problem.
Was passiert dann mit den Deutschen Arbeitnehmern? Du darfst sicher sein, dass wir dann noch mehr Arbeitslose Deutsche haben werden. Willst Du dann die Grenzen sperren? Geht nicht, da EU.
Willst Du eine Quotenregeliung einführen ? Geht nicht, da EU Gesetz.
Also wird das Jammern weiter gehen, denn wir werden mehr Arbeitslose bekommen, die von Transferleistungen leben müssen. Was dann?
Nein, das ist mit viel zu kurz gedacht.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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02.09.2009, 11:24Inaktiver User
AW: SED, Blockparteien und CDU/CSU,FDP
Wenn 10 € gezahlt werden müssen, werden die AG aber nicht mehr unbedingt Bewerber aus EU-Ländern vorziehen.
Außerdem darf man das Problem Arbeitslosigkeit sowieso nicht nur national betrachten.
Und "kurz gedacht" ist da eher die Gesetzgebung, die Niedriglöhne überhaupt ermöglicht.
Aber - das alles ist hier ot,
es besteht ein anderer Strang, der Mindestlöhne zum Thema hat.
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02.09.2009, 11:41Inaktiver User
AW: SED, Blockparteien und CDU/CSU,FDP
Leute, also wirklich: 10 Euro Mindestlohn sind ja wohl absolut illusorisch, so sehr ich es jedem (auch mir selbst) wünsche.
Und ich finde es unverantwortlich von Politikern, solche Hoffnungen zu schüren. Nicht einmal, um dann zu einem niedrigeren Kompromiss zu kommen, der immer noch zu hoch ist.
Ehrensenf



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