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    Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Diesen Artikel habe ich heute in der SZ gelesen und bin erstaunt, dass dies hier noch nicht zum Thema wurde.

    Neues Gesetz - Guttenbergs Großkanzlei - Wirtschaft - sueddeutsche.de


    Über Ulla Schmidt regt man sich auf, weil sie angeblich Steuergelder verschleudert hat, aber über diese Ausgaben, die definitiv von Steuergeldern gezahlt werden müssen, hört man gar nichts.

    Wird da nicht doch mit zweierlei Maß gemessen.
    Leben und leben lassen

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    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Klar, wenn was bei der SPD oder den Grünen passiert wird es breitgetreten.

    Die CDU wird geschont, weil die sie sowieso kein Programm hat. Die arme.

  3. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    So kommen doch genau die Gesetze raus, die gewollt sind. Wäre ja übel, wenn die eigenen Mitarbeiter reinpfuschen könnten. Wie sollte man das auch den Lobbygruppen erklären. Da läßt man doch lieber die Lobbygruppen, hier die Kreditwirtschaft, die Gesetze machen.
    Aber das kennt man ja auch schon aus anderen Bereichen.

  4. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Der Einkauf externen Sachverstands ist normal:

    Das "Gesetz zur Ergänzung des Kreditwesengesetzes", das soeben im Entwurf für Furore sorgt, hat er komplett von der britischen Großkanzlei Linklaters ausarbeiten lassen.
    Ich halte es, wenn es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik geht, auch für sinnvoll. Der Beamtenhorizont ist gelegentlich äußerst beschränkt und bewegt sich häufig in ausgetretenen Pfaden.

  5. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Einkauf externen Sachverstands ist normal:



    Ich halte es, wenn es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik geht, auch für sinnvoll. Der Beamtenhorizont ist gelegentlich äußerst beschränkt und bewegt sich häufig in ausgetretenen Pfaden.
    Auf welchen "ausgetretenen Pfaden" sich Linklaters bewegt, ist hier angedeutet:

    Die Rechtsanwaltsfabrik Linklaters gehörte übrigens zu den Großkanzleien, die beim Schattenbanking, also der Verlagerung von Finanzanlagen aus den Bilanzen der Banken und bei der Vermarktung toxischer Finanzprodukte über Off-Shore-Plätze besonders viel Beratergeld kassiert hat. Nachdem dieser Markt augenblicklich nicht so gut läuft, wird jetzt das Geschäftsfeld auf die Beratung beim Restrukturierungsgeschäft und bei der Konstruktion von Badbanks ausgedehnt. Man verdiente also beim Aufbau des Casinos und nun auch noch wieder beim Aufräumen. Das nennt man wohl „Full Service“.

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  6. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Einkauf externen Sachverstands ist normal:
    Der Einkauf externen Sachverstands, d.h. die Inanspruchnahme externer Beiträge zur eigenen Arbeit, bezahlt aus der Staatskasse, ist normal und ist richtig.

    Nicht normal und nicht richtig ist es hingegen, sich einen Gesetzentwurf von der ersten bis zur letzten Zeile von Leuten schreiben zu lassen, die kein Mandat haben die deutschen Bürger politisch zu vertreten.

    Davon ganz abgesehen wirft dieser Vorgang ein wenig schmeichelhaftes Licht auf den wegen seines wirtschaftspolitischen Sachverstands hochgelobten Bundeswirtschaftsminister. Offensichtlich besteht seine große Leistung darin, die entsprechenden Bundesministerien zu ignorieren und sich direkt von Lobbyisten beraten zu lassen.


    Ich halte es, wenn es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik geht, auch für sinnvoll. Der Beamtenhorizont ist gelegentlich äußerst beschränkt und bewegt sich häufig in ausgetretenen Pfaden.
    In diesem Fall handelt es sich offenbar um Leute, die der Bankenwirtschaft nahe stehen. Und nicht nur der Bankenwirtschaft irgendeines Landes - oh nein, wenn schon, denn schon: der britischen Finanzindustrie, mithin also genau denen, die zusammen mit den US-Banken die Karawane in den Abgrund geführt hatten.

    Also wird hier nicht etwa nur der "äußerst beschränkte ausgetretene Pfad" verlassen, sondern schlicht und ergreifend der Bock zum Gärtner gemacht.
    Wirklich großartig. Ein Grund zum Feiern - so wie es derzeit ja etliche gibt.
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    Geändert von Inaktiver User (11.08.2009 um 15:29 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Davon ganz abgesehen wirft dieser Vorgang ein wenig schmeichelhaftes Licht auf den wegen seines wirtschaftspolitischen Sachverstands hochgelobten Bundeswirtschaftsminister. Offensichtlich besteht seine große Leistung darin, sein Ministerium zu ignorieren und sich direkt von Lobbyisten beraten zu lassen.
    Outsourcing in der öffentlichen Verwaltung ist in den letzten Jahren wohl sehr in Mode gekommen. Und wenn dabei die Rationalisierung von Arbeitsabläufen im Vordergrund steht, eine Auslagerung sinnvoll ist (wie z. B. auch bei guten, nachweisbaren Unternehmensberatungsleistungen, auch um alte, bestehende Strukturen aufzulösen und zu verbessern – warum nicht) sollte das auch kein Problem darstellen. Nur wenn z. B. Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung, Einrichtungen, Behörden sich oft nur noch daran messen, wer das meiste Budget für die Auslagerung von Arbeitsabläufen ausgibt, danach auch noch die jeweilige Wichtigkeit und Kompetenz ausgerichtet wird und vor allem gar kein eigener Sachverstand mehr vorhanden ist, die Arbeitsabläufe also eher noch komplizierter und unwirtschaftlicher werden, vieles doppelt getan/geprüft wird, aber die eigentliche Leistung nicht wirklich überprüft wird/werden kann, dann wird es doch noch insgesamt und dauerhaft sehr viel teuerer. Und in all diesen Fällen profitieren dann wirklich nur die jeweiligen Dienstleistungsunternehmen von dieser Modeerscheinung und diese Wirtschaftszweige scheinen enorm zu wachsen und zu gedeihen. Da reiben sich schon nicht wenige bereits die leichtfertig vergoldeten Hände.

    Genau dann ist es nämlich schon legitim, mal zu hinterfragen, warum öffentliche Verwaltungen und deren „hochqualifizierte“ Führungskräfte selbst über keinen Sachverstand mehr verfügen (müssen), sondern sich nur noch selbst verwalten, hin und her beauftragen und wo das dann noch so hinführen soll. Nach Steuersparmodell sieht das jedenfalls nicht aus - auch nicht langfristig.

  8. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Outsourcing in der öffentlichen Verwaltung
    Es ist höchst unwahrscheinlich, dass das Justizministerium neuerdings seine Kompetenzen an das Wirtschaftsministerium outsourct. Abgesehen davon nämlich, dass Guttenberg selber keinen Handschlag getan hat, außer einen Auftrag an externe Berater zu erteilen, abgesehen davon hat er sich damit zugleich in die Vorgänge eines anderen Ministeriums eingemischt.

    Im übrigen solltest du dringend dein demokratisches Verständnis überprüfen: outsourcen kann man ja manches, und oft wird das auch nützlich sein, aber es schlägt unserem Rechtsstaat voll ins Gesicht, wenn man sogar die Formulierung von Gesetzen an irgendeine Firma outsourct.


    Genau dann ist es nämlich schon legitim, mal zu hinterfragen, warum öffentliche Verwaltungen und deren „hochqualifizierte“ Führungskräfte selbst über keinen Sachverstand mehr verfügen (müssen), sondern sich nur noch selbst verwalten, hin und her beauftragen und wo das dann noch so hinführen soll. Nach Steuersparmodell sieht das jedenfalls nicht aus - auch nicht langfristig.
    Der Umstand, dass Guttenberg externe Berater bemüht, ist keineswegs ein Beweis dafür, dass die Mitarbeiter in Justiz- und Wirtschaftsministerium inkompetent seien. Aber man kann sich durchaus fragen, weshalb für externe Expertise Geld ausgegeben wird, wenn interne Ressourcen sowieso bezahlt werden. Zumal Guttenbergs Resort dafür auch gar nicht zuständig war.
    Insofern ist der Ansatz der Strangeröffnerin nicht unberechtigt.

    Im übrigen: deine zweifellos schmerzvollen Leiden als unwilliger Steuerzahler in Ehren, aber es gibt wirklich wichtigere Fragen als Steuersparmodelle aller Art.
    So viel Steuern kannst du nämlich mit dem besten Steuermodell nicht sparen und soviel Steuersenkung kann dir auch der großmäuligste FDP-Politiker nicht versprechen, wie jene hochqualifizierten Bankfachleute in den Sand gesetzt haben - auch und gerade auf Kosten der Steuerzahler.

    Angesichts des Unheils, das die Finanzbranche (besonders die angelsächsische) angerichtet hat und angesichts der Tatsache, dass sich dies jederzeit wiederholen könnte, sollte man schon mal fragen, wie das mit der Regulierung des Finanzmarktes in Zukunft weiter gehen soll. DAS sind die Themen, auf die es ankommt. Demgegenüber sind die Kosten für externe Expertise peanuts.

    Nicht unwichtig ist jedoch, wen man um Rat fragt - ganz gleich, ob intern oder extern. Ich habe nun mal den Verdacht, dass hier auf Umwegen die Bankenlobby gebeten wurde die Regeln für die Bankenkontrolle selbst festzulegen. Etwas naiv, würde ich sagen. Aber Guttenberg, der wirtschaftspolitische Superstar der CSU, sieht das offenbar anders.

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    Geändert von Inaktiver User (11.08.2009 um 15:33 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im übrigen solltest du dringend dein demokratisches Verständnis überprüfen: outsourcen kann man ja manches, und oft wird das auch nützlich sein, aber es schlägt unserem Rechtsstaat voll ins Gesicht, wenn man sogar die Formulierung von Gesetzen an irgendeine Firma outsourct.
    Sag mal geht’s noch? Nur frech ist nun wirklich keine Lösung. Ich kann nur anraten mal richtig zu lesen, auch mal sacken zu lassen und nicht gleich mit Kanonen auf Meinungen zu donnern, die gegen den immer lauter werdenden Ruf nach allgemeiner Verstaatlichung und Selbstbedienung sind und dagegen doch eher für mehr Wirtschaftlichkeit. Es wird endlich Zeit, dass auch Regierungsmitglieder bewusst und ja, auch eigenverantwortlich denken und handeln und sorgsam und bedacht mit Steuergeldern umgehen. Finde ich persönlich überhaupt nicht zu viel verlangt. Magst Du gern anders sehen.

    Und auf Diskussionen, die nur vor Wut und Emotionen überkochen und somit nur noch darin bestehen, etwas was nicht passt zu verdrehen und was passt dann auch nur noch zu wiederholen, darauf habe ich nämlich gar keine Lust, weil so ziemliche Zeitverschwendung. Auch ist mir aufgefallen, dass Du sehr oft doch zwei sehr unterschiedliche Begriffe, wie z. B. in diesem Fall Steuergeldverschwendung und Steuersenkung (dagegen könnte über den ersten Worteil etwas weiterlesen ganz bestimmt helfen) miteinander verwechselst und das ist dann wirklich nicht sonderlich hilfreich geschweige denn überhaupt noch ernstzunehmen.

  10. Inaktiver User

    AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im übrigen: deine zweifellos schmerzvollen Leiden als unwilliger Steuerzahler in Ehren, aber es gibt wirklich wichtigere Fragen als Steuersparmodelle aller Art.
    Nun, ich dachte doch wirklich, hier gehts um Steuergeldverschwendung/Steuergeldverschleuderung.

    Steuersparmodelle und die wirklich wichtigeren Fragen gehören hier somit dann wohl eher nicht hierher, meine ich, kannst aber gern einen neuen Strang auf machen. Schaue ich dann gern mal rein, auch weil ich schon etwas neugierig bin, auf die noch wirklich wichtigeren Fragen.

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