Was heißt hier linke Regierung? Die Bundesregierung besteht zurzeit aus einer Großen Koalition von CDU und SPD; das linke Element ist also durchaus vertreten und kann im Kabinett Einfluß nehmen.
Das Outsourcing von Gesetzentwürfen durch Bundesministerien halte ich allerdings auch für Verschwendung von Steuergeldern. In den Ministerien arbeiten genug hochbezahlte Juristen des höheren Dienstes, die eigentlich in der Lage sein sollten, einen Gesetzentwurf selber zu formulieren. Aber viele "können" halt nur noch "managen", "führen" (was immer sie darunter verstehen, meist nur Schleimen mit der Hausspitze, damit man sein Pöstchen bekommt); wer gerne Jura macht, wird belächelt und nicht befördert, sondern gilt als hochbezahlter besserer Sachbearbeiter mit beschränktem Horizont. Die wirklich guten Juristen sitzen an den Gerichten und in bestimmten Kanzleien. Und sobald dann die "führungsstarken" und angeblich so "sozial kompetenten" Damen und Herren Großschnauzen aus den Ministerien eine anspruchsvollere juristische Arbeit hinlegen sollen, müssen sie passen und "outsourcen", damit sie sich nicht blamieren.
Warum schreibt sich Herr zu Guttenberg seinen Entwurf eigentlich nicht selbst? Er ist doch angeblich so ein Top-Jurist und kann alles, deshalb hat er ja auch nur das 1. Staatsexamen gemacht.
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 94
-
13.08.2009, 08:16Inaktiver User
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...
Geändert von Inaktiver User (13.08.2009 um 08:22 Uhr)
-
13.08.2009, 08:47Inaktiver User
-
13.08.2009, 08:58Inaktiver User
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...

-
13.08.2009, 09:09Inaktiver User
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...
@ Zitronengelb
Mein Kommentar zu einer linken Regierung bezog sich auf das Posting von Zukunftsmusik, die eine Aussage des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken brachte, der die Nutzung von Experten ablehnt.
Es gibt in den Ministerien eine ganze Menge von Juristen; allerdings ist kaum einer von ihnen Experte in irgendeinem praxisrelevanten Feld, weil kaum einer von ihnen jemals in der Wirtschaft gearbeitet hat und daher bestenfalls die Theorie aber icht das wirkliche Leben im Bereich Banken oder Industrie kennt.
Und was die Bezahlung der Bundesbeamten betrifft, so kann ein guter Jurist nur darüber lachen - in einer Anwaltskanzlei verdient er ein Vielfaches dessen, was ein Minsterialrat, -Dirigent oder -direktor bekommt. Mit großer Wahrscheinlichkeit auch mehr als ein Minister. Was bedeutet,dass viele der guten Leute eben nicht in irgendwelchen Behörden oder Ministerien arbeiten.
Und was das spezielle Projekt angeht, so verweise ich auf das Posting von Tom57, der aufgezeigt hat, dass die SPD-geführten Ministerien ein Vielfaches dessen für externe Experten ausgeben was das Wirtschaftsministerium verwendet. Allein Herr Steinbrück hat 14,28 Millionen Euro ausgegeben gegenüber € 620.000 im Wirtschaftsministerium.
Bitte meckert doch lieber über die "unfähigen" Leute in den SPD-geführten Ressorts!
Wobei ich es für den vernünftigsten Ansatz halte, Expertise, die es im eigenen Haus nicht gibt, extern einzukaufen.
-
13.08.2009, 09:23Inaktiver User
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...
-
13.08.2009, 09:33
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...
"Nicht ganz vollständig ist der Eindruck, den Justizministerin Brigitte Zypries zu erwecken sucht, ihr Ressort verfüge über genügend „hochqualifizierte Juristen“. So hatten Aktionärsschützer wiederholt kritisiert, dass Anwälte ins Ministerium entsandt worden seien, um bei einer Reform des Aktienrechts mitzuhelfen: Juristen aus den Kanzleien Nörr Stiefenhofer Lutz und - wiederum - Linklaters."
FAZ.
Immerhin verstehen Nörr Stieffenhofer Lutz ihr Metier. Excellente Anwalts-Sozietät.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
-
13.08.2009, 09:43Inaktiver User
-
13.08.2009, 10:10
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...
Na ja, das ist natürlich inhaltlich richtig - aber trifft in diesem Fall ja gar nicht zu - und ist daher mal wieder reinster Populismus.
Denn die Gesetzgebung verbleibt natürlich beim Parlament unter Beteiligung des Bundesrates. Auch wenn ich schon von Linken hier gelesen habe, Gesetze würden von Kanzler und Ministern erlassen - wenigstens als Fraktionsvorsitzender sollte man schon wissen, wie die Gesetzgebung in Deutschland funktioniert. Daher:
Bitte etwas mehr intellektuelle Redlichkeit !
.
-
13.08.2009, 10:18
AW: Von Guttenberg verschleudert Steuergelder und niemand regt sich auf...
Wer die besondere Höhe der Ausgaben für Beratung des Finanzministeriums und insbesonders die Budgetüberschreitung als Vorwurf erhebt, an dem muss offenbar völlig vorbeigegangen sein, dass es etwas unvorhergesehen gab, die sogenannte "Finanzkrise" (schon mal gehört?).
Bei manchen Aussagen bleibt einem nur der Biss in die Tischkante.
Das Problem bei Guttenberg ist doch nicht, dass er Berater nahm, sondern, dass er sich den Gesetzentwurf komplett schreiben lies. Hier wurde nicht, wie von Tom oder Djgm per Zitat des Ministeriumsprechers belegt, dem Ministerium von Beratern zugearbeitet, sondern umgekehrt, den Beratern von Ministeriumsmitarbeitern. Das ist schon ziemlich verdreht, sowas noch als Beratertätigkeit zu bezeichnen.
-
13.08.2009, 10:21Inaktiver User



Zitieren

