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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    und Hombre?
    Was möchtest Du tun? Möchtest Du wieder die Wohnungszwangverwaltung der Kriegs- und Nachkriegszeit einführen? Möchtest Du eine Enteignung durchführen wie weiland die DDR-Führung?
    immerhin scheinst du Handlungsbedarf zu verspüren!? Siehst du etwa einen Missstand, den man aber angesichts fehlender Systemalternativen schlucken muss?

    Wir haben Dir vor einigen Seiten schon empfohlen: Kauf Dir mit den reichlich zur Verfügung stehenden Krediten ein billiges Mietshaus in einem Ballungsgebiet und steige in das Geschäft ein. Du kannst - folgt man Deiner Logik - nur steinreich werden.
    blabla
    1, ich will nicht steinreich werden.
    2, Wenn ichs wollte, so nicht mit beliebigen Mitteln.
    3, Mit Neueinstieg heute wirst du schwerlich steinreich. Dazu ist das Mietpreisniveau (und ergo Mietshauspreisniveau) zu hoch.
    (siehe auch Jack Londons Beitrag)
    Der Markt wird kippen (müssen). Wenn nicht kurz- so mittel+langfristig. Möglicherweise politisch gewollt,und induziert.


    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Aber das aller Schlimmste ist das Theater mit den Mietern!
    gruss, Jack London
    und
    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Bin zwar selbst Mieter, .... ABER- weshalb können Mieter in Deutschland monatelang keine Miete zahlen, ehe man sich aus der Wohnung klagen kann und dann können sie auch noch einen Saustall hinterlassen?
    also erstens schätze ich das so ein, daß es verdammt wenige solcher Fälle geben dürfte, wo der Mieter nicht doch für alles aufkommen muss am Ende (Kaution, Gerichtsbarkeit, Mietzuschuss vom Staat, Pfändung Lohn etc) ! Sicher weniger als 0,5 oder gar 0,1% per anno. (Reine Schätzung).
    Zweitens: Wie wolltest du es alternativ handhaben?
    Den/die Mieter samt Hab und Gut nach 2 nicht fristgerecht getätigten Mietzahlungen per Polizei auf die Straße setzen ?

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Zweitens: Wie wolltest du es alternativ handhaben?
    Hab ich doch geschrieben, dass ICH keine plausible Antwort dafür habe

    Der Bekannte Amerikaner (aus Las Vegas) hat erzählt, wie es dort gehandhabt wird:

    Bist du mit der Miete im Rückstand (1 - 2 Monate), schreibt dich der Vermieter an, dass du 1 Woche Zeit hast, die Miete zu zahlen. Tust du es nicht, kann er dort zum Gericht und die Klage einreichen. Ab da kann der Vermieter es nicht mehr stoppen, selbst, wenn du am Tag 8 bezahlst. Am Tag 8 nämlich hast du 24 Stunden Zeit, deine Wohnung zu räumen, tust du es nicht, wird das Schloss ausgewechselt und die Wohnung geräumt, deine Sachen untergestellt. Willst du deine Sachen haben, bekommst du sie nur, wenn du die Räumkosten zahlst.

    Sowas wäre in Deutschland sicher undenkbar.

    Wie gesagt, ich bin selbst Mieter und war auch schon immer Mieter und ich kann schon verstehen, wenn so viele Wohnungen leer stehen und nicht mehr vermietet werden.

    Natürlich hatte ich auch schon Horror-Vermieter, die wirklich nur die Miete kassierten, aber sich sonst für nichts zuständig fühlten. Wenn ich als Mieter eine entsprechend hohe Miete zahle, möchte ich auch für mein Geld eine ordentliche Wohnung und selbstverständlich verlasse ich sie bei Auszug auch genauso wieder. Ich hatte schon Mietwohnungen, die sahen nach meinem Auszug wesentlich besser aus, als beim Einzug.


    Noch was zur ARGE. Klar bekommen Hartzler die Miete gezahlt. Allerdings schreibt die ARGE vor, wie teuer eine Wohnung sein darf und die Tabelle dafür ist ein schlechter Witz! Solche Wohnungen gibt es äußerst selten und dann muss auch erst noch der Vermieter einen Hartzler wollen.

  3. gesperrt

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Mietnomaden:


    Mietnomaden sind der Alptraum aller Vermieter

    deshalb muß man vollkommen verblödet sein noch für andere Leute Wohnraum zu schaffen!

    gruss, Jack London

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    immerhin scheinst du Handlungsbedarf zu verspüren!? Siehst du etwa einen Missstand, den man aber angesichts fehlender Systemalternativen schlucken muss?


    blabla
    1, ich will nicht steinreich werden.
    2, Wenn ichs wollte, so nicht mit beliebigen Mitteln.
    3, Mit Neueinstieg heute wirst du schwerlich steinreich. Dazu ist das Mietpreisniveau (und ergo Mietshauspreisniveau) zu hoch.
    (siehe auch Jack Londons Beitrag)
    Der Markt wird kippen (müssen). Wenn nicht kurz- so mittel+langfristig. Möglicherweise politisch gewollt,und induziert.
    und

    also erstens schätze ich das so ein, daß es verdammt wenige solcher Fälle geben dürfte, wo der Mieter nicht doch für alles aufkommen muss am Ende (Kaution, Gerichtsbarkeit, Mietzuschuss vom Staat, Pfändung Lohn etc) ! Sicher weniger als 0,5 oder gar 0,1% per anno. (Reine Schätzung).
    Zweitens: Wie wolltest du es alternativ handhaben?
    Den/die Mieter samt Hab und Gut nach 2 nicht fristgerecht getätigten Mietzahlungen per Polizei auf die Straße setzen ?
    Ich verspüre nur einen Handlungsbedarf: Die Rechte zwischen Mieter und Vermieter müssen ausgeglichen sein. Denn das sind sie zur Zeit nicht!
    Wenn Du Vermieter bist, kann Dir Dein Mieter eigentlich bieten, was er möchte. Die Wohnung verwüsten, komplett bis zur Unbewohnbarkeit zumüllen. Als Vermieter hast Du das alles hinzunehmen. Verschaffst Du Dir mittels Schlüsseldienst Zutritt zu der demolierten Wohnung, so wirst Du deswegen angeklagt.
    Wenn Du hier im Forum "Miete" die Gründe nachliest, weshalb Mieter die Miete erheblich kürzen, so stehen Dir die Haare zu Berge. Da herrscht die Devise für wenig Geld möglichst den höchsten Komfort.

    Du investierst in Deinen Wohnraum horrende Summen, um sie auf den Stand einer vernünftigen modernen Wohnung zu bringen, aber die Kosten hierfür fährst Du nicht einmal in 10 Jahren ein.
    Selbst wenn Mieter überhaupt keine Miete mehr zahlen, kannst Du ihnen zwar kündigen, aber auf die Straße setzen darfst Du nicht. Nein, dazu brauchst Du einen Gerichtsbeschluß, das kann dauern. Und selbst wenn Du den hast, kann es Dir passieren, dass das Ordnungsamt, das Sozialamt oder noch schlimmer das Gesundheitsamt am Halse hast, die für 3 Monate die Miete wieder zahlen und das ganze Theater geht von vorne los.

    Ein Nachbar von mir war drauf uns dran sein Haus mit 4 Wohneinheiten an die Stadt zu verschenken, weil die Mieteinahmen, die vom Sozialamt kamen, nicht einmal die Reparaturen mutwilliger Schäden der Mieter deckten. Die Stadt hat das Geschenk abgelehnt. Sie weiß warum.
    Der Markt folgt ganz normal den Gesetzen des Marktes. Wer in den Metropolen Wohnraum zu vermieten hat, erzielt gute Einnahmen, weil die zukünftigen Mieter bereit sind auch die Hälfte ihres Einkommens für angemessenen Wohnraum zu bezahlen.
    Auf dem platten Lande dagegen kannst Du froh sein, wenn die Mieteinahmen Deine laufenden Kosten decken.

    Der Markt wird in den Ballungszentren nicht kippen. Du wirst bald erleben, dass wir in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München (und ähnlichen Metropolen) Mietsprünge nach oben erleben wie es sonst nur in London, Paris, Rom oder Madrid möglich ist.

    Der riesige Mietraumleerstand existiert nur in kleineren Städten oder mitteldeutschen Städten, die seit der Wende die Hälfte ihrer (meist jungen) Einwohner verloren haben. Da dort die Vermieter keine Einnahmen haben, verkommen die leerstehenden Wohnungen zunehmend und sind binnen weniger Jahre abbruchreif.
    Geändert von Opelius (12.01.2010 um 15:39 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. gesperrt

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Bestehende Mietshäuser werden oft auch nicht mehr repariert und saniert, weil es sich einfach nicht mehr lohnt b.zw. nicht mehr bezahlt werden kann.

    gruss, Jack London

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Zitat Zitat von -leni- Beitrag anzeigen
    Der Bekannte Amerikaner (aus Las Vegas) hat erzählt, wie es dort gehandhabt wird:

    Bist du mit der Miete im Rückstand (1 - 2 Monate), schreibt dich der Vermieter an, dass du 1 Woche Zeit hast, die Miete zu zahlen. Tust du es nicht, kann er dort zum Gericht und die Klage einreichen. Ab da kann der Vermieter es nicht mehr stoppen, selbst, wenn du am Tag 8 bezahlst. Am Tag 8 nämlich hast du 24 Stunden Zeit, deine Wohnung zu räumen, tust du es nicht, wird das Schloss ausgewechselt und die Wohnung geräumt, deine Sachen untergestellt. Willst du deine Sachen haben, bekommst du sie nur, wenn du die Räumkosten zahlst.

    Sowas wäre in Deutschland sicher undenkbar.
    Las Vegas möglich daß es dort Sondergesetzgebungen bedarf. Da fliegen die Typen als Dollarmillionäre ein,....das weitere könnt ihr euch denken. Nirgendwo wird schnell mehr gewonnen und zerronnen.

    ich halte also fest:
    Eine 99% Mehrheit will nicht Verhältnisse wie in Las Vegas bei uns.

    Zitat Zitat von leni
    Noch was zur ARGE. Klar bekommen Hartzler die Miete gezahlt. Allerdings schreibt die ARGE vor, wie teuer eine Wohnung sein darf und die Tabelle dafür ist ein schlechter Witz! Solche Wohnungen gibt es äußerst selten und dann muss auch erst noch der Vermieter einen Hartzler wollen.
    Warum sollte HartzIVler nicht willkommen sein?
    Mit die sicherste Miete überhaupt. Soll ja schon vom Amt direkt an Vermieter gehen. Auch wird er selten nomadieren....

    ...denn Nomaden sehen aus wie Teppichhändler:
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ""Der klassische Mietnomade ist eher ein männlicher Einzelgänger. Besser gekleidet, mit großem Pkw", sagt Generalsekretär Andreas Stücke. Kein Anarcho-Look, kein Hartz-IV-Fall."
    Wer - OHNE Kaution kassiert zu haben- solche Typen in seine teure Luxuswohnung lässt, ist sicher eins: wenig zu bedauern.
    So wenig wie ich mit Madoff-Kunden Mitleid habe.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die von Haus & Grund genannte Zahl von 15.000 Mietnomaden sei viel zu hoch. Realistisch seien 1000 Fälle bei 20 Millionen Mietverhältnissen. "Wir gehen davon aus, dass es sich bei Mietnomaden um seltene Einzelfälle handelt", sagt Mieterbund-Sprecher Ulrich Ropertz.
    Da lag ich mit meiner Schätzung also goldrichtig.
    Das sind die typischen BLÖD durch BILD Meldungen. Völlig irrelevant das Thema "Mietnomaden". Es ist keins. Und kassiert jeder Vermieter Kaution vor Schlüsselübergabe haben auch die besagten 0,001% der Mieter ausnomadiert.
    Was soll da Geschrei um Gesetzesänderung!!!! Kropfig.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    ..
    Wenn Du hier im Forum "Miete" die Gründe nachliest, weshalb Mieter die Miete erheblich kürzen, so stehen Dir die Haare zu Berge. Da herrscht die Devise für wenig Geld möglichst den höchsten Komfort.
    Mom mal.
    Ich mache genau die gegenteilige Erfahrung. Wenn ich darauf verzichte sofort jede Unzulänglichkeit zu melden und SOFORT die Miete entsprechend den einschlägigen Sätzen zu kürzen, dann entfällt das Recht auf Kürzung. Diese Rechtsprechung ist nur eins: extrem Vermieterbevorzugend. Und nötigt Mieter aber infolge quasi eher überzureagieren als still zu bleiben und voll weiterzuzahlen.
    Zitat Zitat von Opelius
    Du investierst in Deinen Wohnraum horrende Summen, um sie auf den Stand einer vernünftigen modernen Wohnung zu bringen, aber die Kosten hierfür fährst Du nicht einmal in 10 Jahren ein.
    Es scheint in der Tat eine Schieflage offenbar zu werden.
    Wie erklärt sich der Umstand, daß Wohnungen in M von vor 1929 am teuersten gehandelt werden über sämtliche Wohnungsgrößen?
    Ist das nicht doch auch ein Armutszeugnis für unsere Architektur seither. Also bis ins 21.Jhdt.
    Und wenn mich zb eins nicht interessiert: Dann eine Wohnung oder ein Haus wo draufsteht: "voll renoviert" oder "liebevoll renoviert".
    Da wird geschmacklose Allerweltsware eingebaut zuhauf (für nicht wenig Geld, jaja) und gedacht: die Mieter sollen sich freuen, daß Wasser aus dem Hahn kommt,Strom aus Dose und Bude warm zu bringen ist.
    Mann,soweit waren wir vor 100 Jahren schon in D. Und offensichtlich auf überzeugendere Art und Weise.


    Zitat Zitat von Opelius
    Einn Nachbar von mir war drauf uns dran sein Haus mit 4 Wohneinheiten an die Stadt zu verschenken, weil die Mieteinahmen, die vom Sozialamt kamen, nicht einmal die Reparaturen mutwilliger Schäden der Mieter deckten. Die Stadt hat das Geschenk abgelehnt. Sie weiß warum.
    Aber er hats ja offenbar noch



    Zitat Zitat von Opelius
    Der Markt folgt ganz normal den Gesetzen des Marktes. Wer in den Metropolen Wohnraum zu vermieten hat, erzielt gute Einnahmen, weil die zukünftigen Mieter bereit sind auch die Hälfte ihres Einkommens für angemessenen Wohnraum zu bezahlen.
    Um genau das gehts mir ja.
    Dort finden sich die Familien mit den renditestarken Altbauten, die sich dumm millionieren. Und sogar Objekte leer stehen lassen können wie die olle Pariserin.

    Verantwortlich denkende und hinreichend starke Politiker können doch nicht zusehen wie ein System dermaßen eskaliert.
    Daß alle sich in die Wolle kriegen, weil das Netto nicht reicht, egal wieviel Brutto draufsteht, und keiner merkt, daß das Gros für nacktes Wohnen draufgeht. Etwas, daß man kaum als Dienstleistung durchgehen lassen kann. Etwas für das man nicht täglich Finger krumm machen muss, oft nur 1x jährlich. Oder nichtmal das.

    Auf dem platten Lande dagegen kannst Du froh sein, wenn die Mieteinahmen Deine laufenden Kosten decken.
    was meinst du damit?
    Wenn schlechte Bausubstanz ständig renobedürftig ist, nicht gebrauchstauglich etc, dann wird das kein großes Geschäft.
    Aber wichtiger ist der Effekt des Wegzugs der Mieter, den du bereits nanntest. Sie ziehen den Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten hinterher. Und Autopendeln wird auch zu teuer.

    Ein Strukturwandelproblem Deutschlands, das ich noch wenig thematisiert sehe !?
    Ein Faktor ist auch der zunehmende Ausländer/Zuwandereranteil (zumindest in den 90ern) , der in die Städte ging, und am Land voll vorbei.


    Aber mein Focus-Thema sind die echten Kapitalisten unter den Vermietern, die auf zig Mehrparteienaltbauten hocken und nicht wissen wohin mit der Kohle, die ganzjährig und unaufhörlich reinschneit, also ergiebiger als jede Daisy Schnee bringen könnte.

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Also ich kenne mittlerweile (leider) immer mehr Hartzler und die haben extrem Schwierigkeiten, eine Wohnung zu bekommen, allerdings hoffe ich, dass bei immer mehr ALG 2 Empfängern auch die Vermieter mal umdenken.

    Nochmal- das Amt schreibt schließlich vor, wie viel die Kaltmiete betragen darf- und das ist gerade in unserer Gegend ein Witz!

    Und- ich wohne im Großraum Stuttgart und es wird (zum Glück) immer schwieriger, für teure Wohnungen Mieter zu finden. Selbst in unserem kleinen Ort stehen genug Wohnungen leer, sei es, dass die Leute keine Kohle für eine Eigentumswohung haben, sei es, dass sie schlichtweg die Miete nicht zahlen könnten. Nicht zu vergessen, dass die Nebenkosten jährlich steigen. Deshalb bewohnen wir auch nur noch eine 2-Zimmer-Wohnung, obwohl ich gerne noch ein kleines Arbeitszimmer gehabt hätte- aber: 2 Zimmer heizen ist doch günstiger, als 3 Zimmer heizen. Positiv: ich habe immer eine Ausrede, dass die bucklige Verwandtschaft nicht über Nacht auf Besuch kommt- kein Platz

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Um genau das gehts mir ja.
    Dort finden sich die Familien mit den renditestarken Altbauten, die sich dumm millionieren. Und sogar Objekte leer stehen lassen können wie die olle Pariserin.

    Aber mein Focus-Thema sind die echten Kapitalisten unter den Vermietern, die auf zig Mehrparteienaltbauten hocken und nicht wissen wohin mit der Kohle, die ganzjährig und unaufhörlich reinschneit, also ergiebiger als jede Daisy Schnee bringen könnte.
    ich fürchte, Du schlägst auf den falschen Esel ein. Nicht Privatbesitzer sind es, die die Mieten ins Unendliche treiben, sondern Hedgefonds, die ganze Stadtviertel aufgekauft haben. Es ist wie bei Firmen, die in Familienbesitz sind oder Aktiengesellschaften, bei den ersteren geht es um den Erhalt und Pflege der Objekte, bei den zweiten um die vierteljährlichen Gewinne.

    BERLIN (Tsp). Der Einfluss von Finanzinvestoren auf den Berliner Immobilienmarkt nimmt zu. Die oft angelsächsischen Firmen haben rund 200.000 Wohnungen in der Stadt zusammengekauft – und erhöhen jetzt in großem Stil die Mieten. Das Gewicht der landläufig Heuschrecken genannten Firmen ist nach Tagesspiegel-Recherchen so groß, dass sie die Preise einiger Lagen nach oben treiben. Das wird sich auch im neuen Mietspiegel niederschlagen, der im Juli erscheint.

    Besonders stark werden die Mieten bei Altbauten steigen, die nach 1918 errichtet wurden, sowie bei früheren Sozialbauten der 50er und 60er Jahre. Betroffen sind Lagen, wo die Finanzinvestoren besonders viele Wohnungen kauften: etwa in Steglitz-Zehlendorf, Spandau und Reinickendorf. Mehr Geld fürs Wohnen werden auch Mieter in Teilen von Neukölln und Pankow ausgeben müssen.

    Höhere Mieten zahlen Bewohner der ehemals landeseigenen Firmen Gehag und GSW sowie der früher bundeseigenen Gagfah. Bald aber könnten auch Mieter vergleichbarer Objekte mit höheren Preisforderungen ihrer Verwalter konfrontiert werden: Denn die höheren Werte im Mietspiegel erweitern auch dort den Spielraum für Mieterhöhungen.
    asu TAZ
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Danke, Opelius
    für diese Hinweise.
    Ich taste mich auch erst rein in die Thematik, und daß anonyme Investoren auf den Plan treten, und Zusammenschlüsse davon, ist ja geradezu typisch für den "freien Markt"-Kapitalismus, über alle Branchen hin.
    Weil ganz ganz oft schiere (Finanz) Größe sich umsetzen lässt in Profitabilität. Gemeint dabei ist leider nicht mal die klassische Variante davon, also etwa mittels Produktivitätssteigerung, Synergieeffektnutzung etc vorgeblich noch "voranzuschreiten" im Sinne einer wie immer gearteten Effizienzbetrachtung, ...
    sondern die reine Durchsetzung von Marktmacht. Letztlich um den Markt auszuhebeln, zu umgehen.

    Die FDP, wenn sie hinreichend viele helle Leute hätte, müsste ganz vorn stehen beim Gegensteuern.


    Die weiter zitierte Privatisierung der kommunalen oder sonstig Staatsbeteiligten Wohngesellschaften hatte den einzigen adäquaten Gegenspieler des freien Kapitals aus dem Spiel genommen, den Staat eben.

    Die besondere Eigenart jedweder Privatisierung scheint heute noch nicht im Bewusstsein angekommen, nichtmal von Politikern:
    Privatisierung ist kein kostenneutral reversibler Prozess.
    Sprich:
    Privatisiert ist schnell. Börse , bumm, fertig.

    Weg zurück führt gewöhnlich erst einer, wenn die privaten Investoren eine Firma, eine Branche ausgelutscht haben, und in die Pleite gehen lassen wollen. Dann darf wieder Väterchen Staat ran zwecks Rückentsorgung. So wirds uns sogar bei Kernkraftwerken bevorstehen, jede Wette.

    Der andere Weg zurück ist dann schon gleich
    Zwangsrück(ver)kauf. Teilenteignung. Genannt: Revolution.

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    AW: Umverteilungsfaktor Miete

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Genannt: Revolution.
    Sagen wir: Systemveränderung.
    Klingt in Zeiten von "Wachstumsbeschleunigunggesetzgebungen" schon schonungslos offen radikal genug

    Wie war das in DDR geregelt ?
    Da gabs auch Häuschen, die den Leutchen gehörten.
    Und die investierten in ihre Häuser doch ganz ähnlich wie ihre Artverwandten im Westen: Sie bauten und werkelten dran herum, wollten es behaglich, sauber und bequem haben.
    Ganz ohne Grundbucheintrag !?

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