Selbst das rechnet sich inzwischen nicht mehr. Die Immoblienpreise (zumindest hier in Ostwestfalen-Lippe) sind in den Keller gefallen, die Mieteinnahmen sinken, die Instandhaltungskosten sind enorm teuer geworden, wenn sie regulär an Firmen vergeben werden.
Schwarzarbeiter einzusetzen ist hoch riskant, da es immer liebe Nachbarn gibt, die einen beim Zoll anschwärzen.
In den Millionenstädten wie Berlin, München, Hamburg und Köln mag das anders aussehen.
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Thema: Umverteilungsfaktor Miete
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18.08.2009, 14:50
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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18.08.2009, 15:03
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18.08.2009, 16:35Inaktiver User
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Nur mal so:
Ich habe gerade eine Handwerkerrechnung überwiesen, die etwa die halbe Jahresmiete der Wohnung auffrisst. Und das ist keine Investition, die nur alle 20 Jahre fällig wird ....
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25.08.2009, 11:03
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Sicher mags Vermieter geben, die "nicht mehr vermieten würden" wie es immer so schön heisst. Und ich kann mir auch vorstellen, daß in einigen Fällen dem so ist. Zb. weil der Vermieter mit nur einer Mietwohnung sich alljährlich zuviel Bürokratie aufgehalst hat, die er als Privatmann sonst nicht hätte.
Umgekehrt gibt aber den Vermietertypen, der geradezu danach lechzt Abrechnungen zu prüfen, zu erstellen, Haus zu überwachen etc.
Ich kenn diese Typen aus Eigentümergemeinschaft. Sind natürlich auch die aktiven, die die immer anwesend sind bei Versammlung. Und nicht nur anwesend. Bürokratisch hyperaktiv könnte man sagen.
Daß ELWs nicht länger vermietet werden, dürfte mehr mit den eigenen Wohnkomfortansprüchen des Vermieters zu tun haben. Und daß er es schlicht nicht (mehr) nötig hat zu vermieten. Gebaut wurden sie überwiegend eh wegen steuerlichen Anreizen.
Aber zurück zum Thema Rentabilität.
Ein abbezahltes Mietshaus in einer Stadt kann unbestreitbar eine Goldgrube sein.
Und wenn es einzelne Vermieter gibt, die regelmässig beim Finanzamt Verluste aus dem Vermietgeschäft geltend machen, so heisst das auch, daß andere Vermieter umso mehr Gewinne schreiben, denn der Batzen von ca. 200000 Millionen € jährlich, den die Mieter aufbringen für Kaltmiete, und dem nicht annähernd soviele Investitionen seitens der Vermieter entgegenstehen können (sonst sähe das Bauhandwerk nicht immer nur von einer Talsohle zur nächsten ) , muss ja irgendwie verbleiben?
Ich meine,
wie unbewusst den meisten hier die immense finanzielle Belastung ist, die den Durchschnittsmieter trifft allein damit er wohnt, ist typisch für ein Land, indem es soweit auseinanderklafft.
Als gutsituierter Bürger will und kann "man" das garnicht glauben!
Da reden Leutz wie Martenstein und Joffe in der ZEIT, wie gut es uns doch "heutzutage" ginge, da man anders als früher nicht nur zur Deckung der Elementarbedürfnisse arbeiten müsse. Also für Dach überm Kopf, und um was zu beißen zu kriegen.
Jedoch verhält sichs für eine sehr große Zahl von Menschen genau so.Geändert von hombre (25.08.2009 um 11:06 Uhr)
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25.08.2009, 11:07
AW: Umverteilungsfaktor Miete
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25.08.2009, 11:15
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Du als betroffener Mieter kannst ja Deine Komfortanspruche herunterschrauben, wenn Du nicht bereit bist, 36 % Deines Einkommens für ein Dach über dem Kopf auszugeben.
Aber es muss ja eine Wohnung sein, die ruhig ist, eine komfortable Zentralheizung hat, viel Platz hat und einen Balkon. Das soll Dir jemand für "nothing" zur Verfügung stellen?
Ich kann Dir hier im abgelegenen ländlichen Raum Wohnungen ziegen, die nicht mehr als 150 € kosten. Etwas abgelegen und etwas schlicht, Ofenheizung und einen mit Holz beheizbaren Warmwasserkessel.
Du musst nicht viel geld ausgeben für ein Dach übern Kopf.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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27.08.2009, 08:25
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Ha. Das soll woll ein Witz sein.
Ungeachtet der hohen Mietkosten behaupte ich nämlich ganz nebenher, dass das Gros deutscher Behausungen ganz erbärmliche Wohnqualität bietet.
Grob gesagt: Zu finster, zu laut, zu steril. Und zu allervorderst: Ohne jede architektonische Ambition erstellt. Sterbenslangweilig.
Daran sind nicht NUR die Hausbauer Schuld. Aber doch ists so, dass die Eigentümer selbst gerne anders wohnen. Nicht immer, ok.
Demnächst fahr ich mal in dt.Osten um zu sehen ob der architektonische Anspruch, den Privatinvestoren beim Erstellen von Neuimmobilien in jüngerer Neuzeit (1990-heute) an den Tag legten ein besserer war?
Ich darf sagen, daß ich mir bisher solches ersparte, weil meine Befürchtungen die schlimmsten sind.
Zentralheizung und Warmwasser = Komfort.
Dem deutschen Mieter könnte man nun schlechten Geschmack vorwerfen - ja doch. Aber ist es nicht eher ein Angebotsmarkt?
"Billiger" Wohnraum muss auch danach aussehen - so das Credo1.
Credo2 für etwas teureren Wohnraum:
Solide, solide, solide, dann Komfort, oft gleichgesetzt mit Einbau von Technikschnack.
Und keine Experimente bitte! Man denke immer an den Wiederverkaufswert und also was der deutsche Käufer will ...lach... en Teufelskreis.
Ein Beispiel:
Die untere Liga will angeblich (und bekommts auch) Laminat.
In einer aufgeklärten Gesellschaft würde so ein Scheiss gar nicht erst auf den Markt kommen.
Und natürlich hat auch kein Wohlhabender Laminat im Haus.
Aber trotz Laminat und Fenstergucklöchern (liebstens auch noch kunststoffummmantelt
) beträgt die Kaltmiete im Mittel 36%. Pervers.
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27.08.2009, 09:22
AW: Umverteilungsfaktor Miete
@ hombre,
ich empfehle Dir dringend endlich selbst einen Hausbau anzugehen. Dann kannst Du höchst komfortabel planen, schön kann das Haus sein und richtig gemütlich - bis zu dem Zeitpunkt, wo Dir das Geld ausgeht. Dann fängst Du auch an, die ganz billigen Kompromisse zu machen, die Korrekturen dafür auf später zu verschieben - um Dich dann irgendwann an den billigen Kompromiss zu gewöhnen.
Davon auszugehen, dass alle Häuslebauer reich geerbt haben und im Geld schwimmen, ist naiv.
Statistische Durchschnittswerte halte ich sowieso für einen ziemlichen Blödsinn, denn es spiegelt keineswegs individuelle Maßstäbe wieder. Will ich in einer attraktiven deutschen Großstadt eine angemessene Wohnung mieten, kostet das wesentlich mehr Geld, als wenn ich solch eine Wohnung auf dem platten Land mieten kann. Ein nicht unwesentlicher Faktor für die Kosten eines Hauses sind die Grundstückspreise. Während bei uns im kleinstädtischen Bereich der Quadratmeter etwa 80 € kostet, gibst Du für ein ähnliches Grundstück in Düsseldorf und Umgebung glatte 290 € aus - und das macht sich selbstverständlich bei der Miete bemerkbar.
Ich weiß, dass unsere Mieter keineswegs 36% ihres Einkommens für Miete und Ernergie ausgeben, denn unsere Mietforderung orientiert sich ganz normal an dem Mietspiegel unserer Stadt.Geändert von Opelius (27.08.2009 um 09:46 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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29.08.2009, 15:08
AW: Umverteilungsfaktor Miete
ansprechend zu bauen ist nicht primär eine Frage des Geldes. Eher von Geschmack und Angemessenheit. Gib mir einen Betrag X (oder einem guten Architekten) und ich bau dir was interessantes, wohliges. Solid obendrein. Das nur nebenbei.
Richtig: In Städten wie München, Frankfurt etc übersteigt die Quote gar die 40% Marke! - was natürlich nur denkbar ist, wenn die Leutz dort auch signifikant besser verdienen.Statistische Durchschnittswerte halte ich sowieso für einen ziemlichen Blödsinn, denn es spiegelt keineswegs individuelle Maßstäbe wieder. Will ich in einer attraktiven deutschen Großstadt eine angemessene Wohnung mieten, kostet das wesentlich mehr Geld, als wenn ich solch eine Wohnung auf dem platten Land mieten kann. Ein nicht unwesentlicher Faktor für die Kosten eines Hauses sind die Grundstückspreise. Während bei uns im kleinstädtischen Bereich der Quadratmeter etwa 80 € kostet, gibst Du für ein ähnliches Grundstück in Düsseldorf und Umgebung glatte 290 € aus - und das macht sich selbstverständlich bei der Miete bemerkbar.
Ich weiß, dass unsere Mieter keineswegs 36% ihres Einkommens für Miete und Ernergie ausgeben, denn unsere Mietforderung orientiert sich ganz normal an dem Mietspiegel unserer Stadt.
Die Versingelung ist natürlich mit Grund für die Situation.
Teilen sich 2 eine Wohnung ists je kopf günstiger.
Neben den Singles kommen die Familen mit Kindern schlecht weg, denn die Kinder brauchen nunmal Raum und der kostet.
Es liegt also nicht allein in deinen Vermieterhänden, werter Opelius, welche Quote deine Mieter haben.
Nehmen wir Single. 80 qm zu 6€/qm oder 70qm zu 7€/qm ..macht ca.500 € kalt (halben Stellplatz eingerechnet)
Das verfügbare Durchschnittseinkommen(Median) beträgt über alle Altersgruppen ab 18 Jahren 1580€ netto. Bei den 20-29 Jährigen 1000€, bei den 30-39 Jährigen gut 1500€.
Hierin sind aber auch Nichtmieter eingerechnet, die durchschnittlich mehr haben dürften. Der durchschnittliche 25-jährige Single-Mieter, der gerne (oder notgedrungen) in der Stadt wohnt, kommt also mitunter auch auf bis zu 50% Kaltmietanteil.
Man bedenke Münchens Durchschnittskaltmiete mit >11 €/qm !!
Was ich noch fand:
Knapp mehr als 50% der Leutz wohnen zur Miete.
Die Anzahl der Vermieter schätze ich auf ca 10% oder weniger, wovon viele nur 1 Wohnung/Haus vermieten dürften.
Ca. 5% nennen Mehrparteienhäuser ihr eigen.
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31.08.2009, 10:13



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