Im sozialen Wohnungbau gibt es seit etwa 2 Jahrzehnten ein anderes Problem.
Es sind in den 50er, 60er und 70er Jahren Familien in Sozialwohnungen eingezogen, die zu dem Zeitpunkt von der Kinderzahl und ihrem geringen Einkommen her berechtigt waren. Aber inzwischen hat sich möglicherweise ihre Einkommenssituation deutlich verbessert ( und die Kinder sind aus dem Haus). Das ist kein Kündigungsgrund, aber wie geht man mit dieser Fehlbelegung um. Dafür wurde die Fehlbelegungsabgabe eingeführt.
Diese Fehlbelegungsabgabe kann bis zu 4,59 € pro Quadratmeter betragen. Diese Einnahmen sind zweckgebunden nur für den Neubau von Sozialwohnungen.
Beispiel: Frankfurt
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Ergebnis 111 bis 113 von 113
Thema: Umverteilungsfaktor Miete
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29.01.2010, 14:20
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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29.01.2010, 23:43
AW: Umverteilungsfaktor Miete
Die Fehlbelegungsabgabe ist OK. Das ist hier auch so. Das zugrunde liegende Problem, daß Leute beim Einziehen arm sind und später besser dastehen, existiert und nimmt ärmeren Leuten ihr Recht, gleichzeitig kann und soll der Staat auch nicht ständig gucken und rausschmeißen wer dann was verdient, zumal oft auch nur zeitweilige Anstellungen. Diese Abgabe inkl. ihrer Verwendung mit zur Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus ist OK.
Allerdings muß der Hauptanteil der Finanzierung des sozialen WB von Steuern über Eigenheime und privater Vermietung kommen.
Ich war zwar lange nicht in Europa, lese, gucke, höre aber wohl Nachrichten. Die ganze Welt braucht ja auch nicht vor 2 Wochen in Haiti gewesen zu sein um zu wissen daß da ein Erdbeben war.
Jedenfalls den französischen Nachrichten, Berichten aus unterschiedlichen Städten nach ist da die Wohnungsnot sehr, sehr schlimm, schlimmer als hier in Guyana.
Und ein erheblicher Teil der vhd Wohnungen sind sehr schlecht, oft sogar ungesund. Das betrifft überwiegend private Behausungen. Denn private vermieten alles irgendwie und kümmern sich nur um den Reibach, nicht um Qualität oder Menschenwürde.
In Guyana sind von 40.000 faktisch vhd. Behausungen 22.000 als ungesund erklärt, das sind praktisch alle private. Nicht nur private Einzelhäuser, auch private Wohnblocks sind fast alle total runtergekommen. Manchmal stürzen sogar welche ein, etwa letztes Jahr eins in der Innenstadt/Hauptverkehrsstraße. Nur die Sozialwohnungen sind gut, daher versuchen auch alle Leute eine zu kriegen. Ihr Anteil ist hier relativ hoch, ca. 30%.
Ein Konzessionär, HLM, ist jedoch kürzlich pleite gegangen, schon seit 2 Jahren sind dessen Häuser auch ziemlich runtergekommen. Das ist bereits die 3. WG hier der das passiert ist. Wer drin ist, bekommt dann immer die Wohnunge geschenkt, aber ich wollte meine nicht, hab jetzt meinen letzten Kram in meine neue Wohnung mitgenommen und sie leergelassen. Heutzutage gibt es Überproduktion und starke Konkurrenz selbst bei kostenlosen Sachen, nur das Beste zu nehmen.
Daß hedge-fonts Sozialwohnungen aufkaufen ist beunruhigend. Aber die Mieter haben Vorkaufsrecht (zumindest hier). Es ist OK daß die Mieter ihre Sozialwohnungen kaufen können, wobei das Wohngeld die Raten bezahlt. Meine jetzige Wohnung gefällt mir gut und hoffe ich so zu kaufen. (Ein Unsicherheitsfaktor ist allerdings die politische Zukunft von Frz-Guyana)Geändert von fifi1234 (30.01.2010 um 00:14 Uhr)
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29.04.2010, 22:30
AW: Umverteilungsfaktor Miete
hier findet eine große Umverteilung von unten nach oben statt,
das beste dabei ist, die Trottel unten freuen sich noch über jeden Euro den Sie abdrücken dürfen:
Klima als Investmenttrend
Von: Andreas Popp
28. 04 2010
Deutsche Bank entlarvt sich bei der Klimadebatte: „Größter Investmenttrend aller Zeiten!“ - Dient die „Klima-Katastrophe“ lediglich dem großen Spiel der Umverteilung der Realvermögen zu Gunsten des Geldmonopols?
http://www.mmnews.de/boerse/5319-kli...nvestmenttrend
gruss, Jack
Ich wünsche allen viel Spaß beim bezahlen der Rechnungen die Abgaben für diesen Schwachsinn können ja gar nicht hoch genug sein!


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