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Thema: rosa luxemburg
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12.06.2009, 11:05Inaktiver User
AW: rosa luxemburg
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12.06.2009, 12:07Inaktiver User
AW: rosa luxemburg
Diese Aussage von Frau Luxemburg bezog sich ausschließlich auf die innerparteiliche Diskussion innerhalb der USPD.
Sie hat nie daran gedacht, Freiheit auch für Sozialdemokraten, Liberale oder Konservative einzuräumen oder gar zu fordern!
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12.06.2009, 14:52Inaktiver User
AW: rosa luxemburg
Das Zitat im Zusammenhang:
Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit. Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der "Gerechtigkeit", sondern weil all das Belehrende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die "Freiheit" zum Privilegium wird.
Und etwas weiter:
Ohne allgemeine Wahlen, ungehemmte Presse- und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf erstirbt das Leben in jeder der öffentlichen Institution, wird zum Scheinleben, in der die Bürokratie allein das tätige Element bleibt.
Rosa Luxemburg
Zur russischen Revolution
Quelle: Politische Schriften, Band 3, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt a. Main, 1968, Seite 106-141
Zuerst veröffentlicht 1922 von Paul Levi nach dem handschriftlichen Manuskript aus dem Nachlaß.Geändert von Inaktiver User (12.06.2009 um 14:57 Uhr)
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12.06.2009, 20:52
AW: rosa luxemburg
"Auf, Proletarier! zum Kampf! Es gilt eine Welt zu erobern und gegen eine Welt anzukämpfen. In diesem letzten Klassenkampf der Weltgeschichte um die höchsten Ziele der Menschheit gilt dem Feinde das Wort: Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust!."
"Volksregierung mit Parlamentarisierung und anderem Plunder"
"Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust" - Nachrichten DIE WELT - WELT ONLINE
*ohne Worte*Eins, zwei, drei im Sauseschritt
eilt die Zeit - wir eilen mit.
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12.06.2009, 21:18Inaktiver User
AW: rosa luxemburg
eben: Eine Demokratin reinsten Wassers ...
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14.06.2009, 18:55Inaktiver User
AW: rosa luxemburg
Was sollen uns diese aus dem Zusammenhang gerissenen Sätze sagen?
Schauen wir einmal näher hin.
Die Sätze stammen aus einem Kommentar von Eckard Jesse in der "Welt" aus dem Springer-Verlag.
Wer ist Eckard Jesse?
Aus einem Kommentar von Heribert Prantl zur Rolle von Eckard Jesse:
Eckhard Jesse ist durch Verharmlosung rechtsextremer Umtriebe aufgefallen.
Wer den ganzen Kommentar lesen möchte:
NPD-Verbot: - Bundesverfassungsgericht macht Bock zum Gärtner - Deutschland - sueddeutsche.de
Und zur Einordnung der "Welt" - falls überhaupt nötig - drei Sätze aus einem viel beachteten, weil offen antidemokratischen Kommentar des damaligen Chefredakteurs Roger Köppel:
Rechtsordnungen müssen aus Selbstschutz ihre zivilisatorischen Standards unterschreiten, wenn es der Notfall erfordert. Die Forderung nach einem totalen A-priori-Verzicht auf harte Verhörmethoden mag Ausdruck des reinen Gewissens sein. Sie taugt nicht als Maßstab für eine Realpolitik, die am Ende die eigene Bevölkerung vor Übergriffen schützen muß
Die Macht setzt das Recht - Nachrichten DIE WELT - WELT ONLINE.
Dass hier keine Sympathie für Rosa Luxemburg besteht, kann nicht überraschen.Geändert von Inaktiver User (14.06.2009 um 19:49 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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15.06.2009, 01:18
AW: rosa luxemburg
Erklär Du es uns, was Rosa Luxemburg mit "dem Feind Daumen auf's Auge und Knie auf die Brust" meinte.
Zitat von Inaktiver User
Stell es in den Zusammenhang, so dass auch unbedarfte Leser wie ich einer bin, denen die Raffinesse parteischolastischer Exegese nicht so vertraut ist, den demokratischen Gehalt dieser Aussage erkennen können,
Dann müssen wir uns nicht auf den bösen Eckhard Jesse verlassen, sondern können der guten Zukunftsmusik lauschen.
Hier steht Folgendes:
Das rechtfertigt nicht die brutale Ermordung von R. Luxemburg und Karl Liebknecht, aber man soll doch bitte nicht so tun, als sei Rosa Luxemburg eine strahlende Verteidigerin der Menschenrechte für ALLE gewesen.
"daß nur für Kommunisten im Umgang untereinander gilt:
Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden, sich zu äußern".
Wenn ich diesem Beitrag glauben kann, lautet das vollständige Zitat sogar folgendermaßen:
Das Zitat stammt angeblich aus Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke, Bd.4, S.366.Freiheit ist immer die Freiheit Andersdenkender – Meine damit nur die “andersdenkenden” Kommunisten. Für Nichtkommunisten gilt: Der Diktatur des Proletariats gehört der Tag und die Stunde. Wer sich dem Sturmwagen der sozialistischen Revolution entgegenstellt, wird mit zertrümmerten Gliedern am Boden liegen bleiben.
Wer, Zukunftsmusik, von den hier Schreibenden wird denn mit zertrümmerten Gliedern liegen bleiben, wenn der Tag und die Stunde gekommen sind?Geändert von arouet58 (15.06.2009 um 03:11 Uhr)
Cum grano salis
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15.06.2009, 21:17
AW: rosa luxemburg
arouet, Du fällst immer wieder durch wohltuend geistreiche Beiträge auf...
Zukunftsmusik, ich kann an Jesse nichts Schlimmes finden - in Deinem link oder hier:
Eckhard Jesse ? Wikipedia
aber danke, dass Du auf ihn hinweist; sehr erfrischendEins, zwei, drei im Sauseschritt
eilt die Zeit - wir eilen mit.
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02.01.2010, 20:46Inaktiver User
AW: rosa luxemburg
Wahre Leichen
Die Sensation des Torsofundes in der Charité ist keine - denn der Leichnam ist nicht der von Rosa Luxemburg
Berlin. Ende Mai 2009 überraschte der Leiter der Berliner Rechtsmedizin, Michael Tsokos, die Öffentlichkeit mit einer mumifizierten Wasserleiche ohne Kopf, Hände und Füße, die er im Keller der Charité gefunden hatte.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.01.2010, Seite 4
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04.01.2010, 08:27
AW: rosa luxemburg
Zur Erinnerung:
Rosa Luxemburg (* 5. März 1871 als Rozalia Luksenburg in Zamość, Kongresspolen; † 15. Januar 1919 in Berlin) war eine bedeutende Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung und des proletarischen Internationalismus.
Sie wirkte vor allem in der polnischen und deutschen Sozialdemokratie als marxistische Theoretikerin und Antimilitaristin. Gegen die Kriegsunterstützung der SPD gründete sie zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 die „Gruppe Internationale“ und leitete mit Karl Liebknecht den daraus hervorgehenden Spartakusbund.
Rosa Luxemburg 1913:
Wenn uns zugemutet wird, die Mordwaffen gegen unsere französischen oder anderen ausländischen Brüder zu erheben, so erklären wir: ‚Nein, das tun wir nicht!‘.“
Rosa Luxemburg 1916 in der "Juniusbroschüre": "Der Krieg ist ein methodisches, organisiertes, riesenhaftes Morden. Zum systematischen Morden muss aber bei normal veranlagten Menschen erst der entsprechende Rausch erzeugt werden. Dies ist seit jeher die wohlbegründete Methode der Kriegsführenden. Der Bestialität der Praxis muss die Bestialität der Gedanken und der Gesinnung entsprechen, diese muss jene vorbereiten und begleiten".
15. Januar 1919 wurde sie zusammen mit Karl Liebknecht von rechtsradikalen Freikorps-Soldaten ermordet.
Heute ist ihr Todesdatum Anlass der jährlich wiederkehrenden Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in Berlin - in diesem Jahr am 10. Januar.Geändert von utopia_2020 (04.01.2010 um 08:32 Uhr)



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