Bald ist es soweit. Dann sterben unsere geliebten Glühlampen aus. Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob man da nicht einen Denkfehler begeht. Ist die Umweltbilanz wirklich bei den Glühlampen so viel schlechter als mit den neuen Energiesparlampen.
Folgende Gründe sprechen für mich gegen das Glühlampenverbot:
1.Wenn ich eine Energiesparbirne kaufe, steht da drauf. „Entspricht 100 Watt-Glühbirne“. Ich habe aber immer den Eindruck, dass die Energiesparlampen lange nicht so hell leuchten, wie man es den Verbrauchern verspricht.
2.Die Energiesparlampen leuchten erst nach einer gewissen Verzögerung mit voller Kraft. Mal schnell Licht anmachen, Bier holen und gleich wieder ausmachen geht nicht. In Zukunft wird es heißen: Licht anmachen, eine Zeitlang warten, Bier holen und dann erst wieder ausmachen.
3.Ich habe auch den Eindruck, dass die Energiesparlampen mit der Zeit an Leistung (Helligkeit) verlieren. Ich habe da so zwei Stück im Haus, die sind mittlerweile zu richtigen Funzeln mutiert.
4.Energieverbrauch in der Produktion: Die Produktion von Energiesparlampen erfordert einen höheren Energieeinsatz als herkömmliche Glühbirnen. Das müsste auch berücksichtigt werden.
5.Umweltverträglichkeit: Die Entsorgung herkömmlicher Glühbirnen stellt kein Problem dar, die Energiesparbirnen müssen zum Sondermüll. Falls sie zu Bruch gehen, werden umweltschädliche Gase freigesetzt.
6.Heizenergie: Als Argument gegen die „alten“ Glühbirnen wird auch die Wärmeentwicklung erwähnt. Da wir sowieso sieben bis acht Monate im Jahr heizen müssen, hat die Glühbirne den Zusatznutzen „Heizenergie“.
7. Ach ja, und Dimmen geht auch nicht. Man kann die Lampe entweder ganz oder gar nicht anmachen.
Vielleicht gibt es noch weitere Gründe. Ich denke, dieses geplante Glühlampenverbot wird keine Verbesserung zur Umweltbilanz beitragen, höchstens eine Verbesserung der Bilanzen der einzelnen Konzerne, die Energiesparlampen produzieren.
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Thema: Glühlampenverbot
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11.05.2009, 01:01
Glühlampenverbot
Ich bin, also denke ich
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11.05.2009, 08:31Inaktiver User
AW: Glühlampenverbot
Ich jedenfalls lege mir noch eine Vorrat an Glühbirnen zu - für die Bereiche, wo ich schnell Licht haben will, und wo es wirklich hell sein soll.
Denn das Argument "Energieeinsparung" trifft, wie du sagst, den größten Teil des Jahres nicht zu, erst recht nicht für uns in unserem neuen Haus (ab Herbst) mit weitgehender Energierückgewinnung: Die Wärmestrahlung wird eben für Heizung und Warmwasser genutzt (1)
Und selbst im Sommer ist das Problem der "Abwärme" eher theoretisch, denn in vielen Räumen braucht man während der langen Tage viel weniger Beleuchtung.
Energiesparlampen benutze ich "schon immer" in den Räumen, wo es nicht so sehr auf schnelles Licht und die Lichtqualität ankommt, wo also die Langlebigkeit wichtig ist.
(1) allerdings ist natürlich Strom eine recht teure (weil wenig effiziente) Energiequelle, erst recht im Vergleich zu Erdwärme ...
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11.05.2009, 10:21Inaktiver User
AW: Glühlampenverbot
Es gibt eine ganze Reihe selbsternannter "Sachverständiger", die glauben, das Heil bringen zu müssen.

Das Energiesparlampenlicht ist wirklich nicht schön. Ich weiche auf Halogen aus, läßt sich auch dimmen, und ist vor allem hell. LED ist sehr kalt. OP-Saal-Atmosphäre.
In der Argumentation ist vieles wie mit der doch so sauberen Bahn: irgendwoher muss der Strom kommen; natürlich aus Kraftwerken. Und vor allem auch an Kernkraftwerken ist die Deutsche Bahn AG beteiligt. Und dann von dort günstiger Energie zu beziehen.
In der Energiebilanz ist ein gut ausgelasteter Reisebus am effizientesten.
Wird aber systematisch totgeschwiegen.
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16.05.2009, 13:50Inaktiver User
AW: Glühlampenverbot
Die Hauptbestandteile einer sogenannten Energiesparlampe:
Die Schraubfassung aus Metall wirft den Hauptanteil der unerwünschten, giftigen Hochfrequenzstrahlung dort hin, wo sich die Menschen aufhalten, nämlich nach unten.
Elektronik-Teil und Leuchtstoffröhrenteil gelten als Sondermüll und müssen entsprechend entsorgt werden. Der Leuchtstoffröhrenteil enthält zudem 5 Milligramm Quecksilber. Das ist zwar laut BAFU 100 mal weniger als bei einem Fieberthermometer, dafür sollen aber rund 10.000 mal mehr Energiesparlampen produziert werden.
Die Elektronikteile werden, wegen fehlender Umweltschutzauflagen, vorwiegend in Entwicklungsländern produziert und dann als Halbfabrikate mit Billiganbietern auf dem Luft- oder Seeweg nach Westeuropa transportiert.
Die sogenannten Energiesparlampen erzeugen nicht nur Licht und Wärme wie die altbewährten Glühlampen, sondern im Elektronikteil auch noch einen beträchtlichen Anteil an radiofrequenter Hochfrequenzstrahlung, wie sie einst von Langwellen- oder Mittelwellensendern ausgingen. Die Folgen in den Regionen, wo solche Sender stehen oder standen, sind seit Jahren bekannt: Schlafstörungen, Depressionen, Gelenk- und Gliederschmerzen sowie erhöhte Krebsraten.
Kommt dazu, dass die Strahlungswerte zwischen 43 und 51 Kilohertz zusätzlich mit 100 Hertz gepulst (also „niederfrequent” zusätzlich „überlagert”) sind. Der Spitzenwert der gemessenen Lampe (Philips Softone 20W, made in Poland) liegt bei 44.3kHz.
Die Strahlungsintensität einer sogenannten Energiesparlampe, welche über einem Eß- oder Arbeitstisch installiert ist, entspricht auf der Tischplatte unten gemessen etwa dem Mittelwellensender Beromünster in 2 km Entfernung. (1,5 - 2,5 V/m) Dieser Sender muß nächstes Jahr aus gesundheitlichen Gründen stillgelegt werden. Als Ersatz kommen jetzt in der Region Beromünster die Energiesparlampen ...
Neben diesem hochfrequenten Feld erzeugen die Energiesparlampen auch ein mehrfach intensiveres elektrisches 50 Hz-Wechselfeld als die gewöhnlichen Glühbirnen.
Im Innern jedes Elektronikteils einer sogenannten Energiesparlampe findet man eine Anzahl an kleinsten Tantal-Kondensatoren. Diese dienen zur Speicherung elektrischer Ladungen und zur Entstörung von Stromkreisen.
Im neuen Schwarzbuch über Markenfirmen von Klaus Werner und Hans Weiss (ISBN-Nummer 3-216-30715-8) schreiben die Autoren im Kapitel Tantalusqualen für Handys, was gleichermaßen auch für die Elektronik-Teile von Energiesparlampen gilt:
„Um westliche Elektronikfirmen und den Bayer-Konzern mit einem wertvollen Metall beliefern zu können, schuften in kongolesischen Minen Männer, Frauen und Kinder. Tausende sterben für das Coltan-Erz, das dazu beiträgt, den 'Ersten Weltkrieg Afrikas' zu finanzieren.”
Tantal mit der chemischen Bezeichnung 'Ta' wird aus dem sogenannten Colombo-Tantalit-Erz mit dem Kurznamen Coltan gewonnen. Es sieht aus wie schmutziggrauer Sand oder Schotter und wird vorwiegend in den Bayer-Chemiewerken zu reinem Tantal raffiniert.
Das kann man nun glauben, oder lassen! Danke dir vereintes Europa.
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18.05.2009, 09:06Inaktiver User
AW: Glühlampenverbot
@ Bertel123
Ich finde es wunderbar, dass du auf dein Handy und alle anderen elektronischen Geräte verzichten willst, denn die enthalten (fast) alle auch Cobalt und/oder Tantal in ihren Bauteilen. Und ein Teil dieser Elemente kommt auch aus dem Kongo.
Nur schade, dass wir auf deine Beiträge hier verzichten müssen, denn natürlich wirst du auch umgehend deinen Computer abschaffen, wenn du konsequent sein willst.
Und nur mal so: Meinst du wirklich, dass die "normalen" Glühbirnen alle von deutschen Facharbeitern hier bei uns in solider deutscher Handarbeit produziert werden????
Unsinn - die werden genauso importiert wie ein Teil der Energiesparlampen!
Wie oben geschrieben, halte ich das Verbot von "konventionellen" Glühlampen für unsinnig und lege mir für die Lampen, wo dies sinnvoll ist, einen Vorrat an. An den meisten Stellen, wo ich licht brauche, benutze ich allerdings schon seit vielen Jahren Energiesparlampen - weil es sich lohnt!
Was übrigens den Quecksilbergehalt angeht, so ist der wichtigste Grund, dass die verbrauchten Energiesparlampen als Sondermüll gesammelt werden, nicht die Umweltbelastung, sondern der hohe Preis von Quecksilber: Das Metall wird schon aus Kostengründen weitestgehend recyled!
Wo verwendet Bayer denn Coltan? Bayer ist mittlerweile ein reiner Pharmakonzern und mir side keine Medikamente bekannt, bei denen Coltan verwendet wird.
Und wenn dies doch der Fall sein sollte (z.B. bei Elementen auf Cobaltbasis zur Bestrahlung von Tumoren - wobei mir hier keine Interessen von Bayer bekannt sind), dann halte ich dies für eine ausgesprochen wünschenswerte Anwendung.
Auch hier: Niemand hält dich davon ab, auf derartige Behandlungsmethoden zu verzichten, falls du mal betroffen sein solltest ...Geändert von Inaktiver User (18.05.2009 um 09:09 Uhr)
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18.05.2009, 14:25Inaktiver User
AW: Glühlampenverbot
Mach dir mal keine Gedanken über mein persönliches vorgehen, ich habe ab und an so die Idee mich mitteilen zu müssen. Man möchte ja gern wissen was man gekauft hat, und was damit so alles verbunden sein kann. Das ist eben die freie Meinungsäußerung, da sind wir doch alle stolz drauf! Tschüssi dann ...
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18.05.2009, 14:47
AW: Glühlampenverbot
was Dein Beitrag jetzt soll weiss ich aber auch nicht

Bertel hat Fakten aufgezählt und an keiner Stelle Schlussfolgerungen gezogen. Deine Polemik ist deshalb fehl am Platze .. oder hast Du das gerade mal gebraucht?
Ich jedenfalls fand's informativ .. auch wenn ich zu diesen Sparlampen und dieser ganzen Zwangsaktion auch ohne diese Infos meine Meinung habe.
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20.05.2009, 11:33
AW: Glühlampenverbot
Ich habe mir auchschon einen Vorrat an speziellen Designglühlampen zugelegt,ohne die wirken einige meiner offenen Lampen überhaupt nicht, bei mir gibt es grundsätzliche keine Energiesparlampen da ich dieses Licht nicht mag und keine Verzögerung beim einschalten will.
16 Füße reichen, wir sind vollzählig 
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20.05.2009, 11:46Inaktiver User
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20.05.2009, 11:48


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