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  1. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Wikipedia hat eine schöne, übersichtliche Tabelle:

    Entwicklung des Einkommensteuertarifs seit 1958

    Also hat Blautanne damit Recht:

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn die Gräfin aber irgendwann 130.000 Euro verdienen sollte, gilt die Reichensteuer für 5.000 Euro, ergibt 100 Euro pro Jahr oder 8 Euro und 33 Cent pro Monat, die sie dann an Reichensteuer zahlt.
    ________________________________
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 10:07 Uhr) Grund: So jetzt bin ich fertig mit dem Ändern des Posts

  2. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat von Blautanne2
    Wenn die Gräfin aber irgendwann 130.000 Euro verdienen sollte, gilt die Reichensteuer für 5.000 Euro, ergibt 100 Euro pro Jahr oder 8 Euro und 33 Cent pro Monat, die sie dann an Reichensteuer zahlt.
    EBEN ! !

    "......wenn man keine Ahnung hat einfach mal"........usw.. :

    Woher hast Du diese These denn? Der Steuersatz fällt auf das gesamte zu versteuernde Einkommen an, nicht nur auf den übersteigenden Teil. ..oh Herr laß Hirn regnen
    ...und auch da spricht ein Blinder von der Farbe:

    Blos weil Deine Freundin ihr Leben nicht rechtzeitig in andere Bahnen gelenkt hat und sich vielleicht weitergebildet hätte, gibts keine Jobs für ältere?
    Auch da kann man feststellen daß du keine Ahnung hast, was nicht nur seit Agenda 2010 Trend und Tatsache auf dem Arbeitsmarkt ist.
    Es schlagen sich in einfachen Jobs und erst recht in höher qualifizierten zum Teil bis zu 200 Bewerber - die meisten unter 50 - um einen Job. Wenn ein jüngerer eine ähnliche Qualifikation hat bekommt in keinem Fall der über 50 -jährige den Job - DAS ist Tatsache!
    Das hat absolut nichts mit mangelnder Qualifikation zu tun (meistens im Gegenteil!).
    ...und noch was nebenbei: mit 1200 netto regelmäßige Weiterbildung selbst zu finanzieren? Träumer. Ich weiß was Weiterbildung heißt und kostet....

    In der Tat ist es sogar so, dass wieder vermehrt (!!) Ü50 eingestellt werden, weil die jungen nicht mehr in dem Maße und in der Qualifikation verfügbar sind.
    In Einzelfällen - aber weißt du zu welchen Bedingungen ? ICH weiß es!

    Kommunismus kommt bestimmt bald, dann wirds besser..
    Ernst nehmen kann man DICH schonmal gar nicht. An dieser Äusserung erkennt man mehr denn je daß du nicht kapierst um was es geht.

  3. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Was mir auch gerade einfällt, wenn wir hier von Reichensteuer und vor allem Steuergerechtigkeit reden. Wie kann es jemand als Gerecht empfinden, dass Menschen überhaupt unterschiedliche Steuersätze bezahlen müssen? Wirklich gerecht wäre, wenn für jeden, unabhängig vom Einkommen, der gleiche Satz gälte. Also z.B. 20% oder 30%, egal ob jemand 500 Euro oder 500.000 Euro verdient. Das wäre gerecht.
    Verbrauchssteuern werden ja auch nicht nach Verbrauchsvermögen berechnet (also z.B. unterschiedliche MwSt. Sätze, je nach Einkommen).
    Dieser Vorschlag wäre nur in Kombination mit Zahlung gerechter Löhne gerecht.

  4. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wikipedia hat eine schöne, übersichtliche Tabelle:

    Entwicklung des Einkommensteuertarifs seit 1958

    Also hat Blautanne damit Recht:
    Problematisch ist nicht die Steuerbelastung der wirklich Reichen, d.h. Spitzensteuersatz und Reichensteuer. Im Gegenteil: es wäre geradezu lächerlich, hier Probleme zu behaupten, insbesondere wenn man die Steuern unter CDU-Regierungen früherer Jahrzehnte mit den Steuersenkungen der letzten Jahre vergleicht.

    Problematisch, und zwar höchst problematisch, ist jedoch die Steuerbelastung des Mittelstandes, d.h. der Verlauf der Progressionskurve.
    Man sieht das in der Übersicht ab 1958 einigermaßen gut an der Spalte "Ende der Progressionszone". Das ist der Bereich, ab dem der jeweilige Spitzensteuersatz greift.
    Die tatsächlichen Spitzenverdiener wurden in den letzten Jahren eher entlastet - nämlich durch Senkung des Spitzensteuersatzes. Auch die Geringverdiener wurden entlastet - nämlich durch Senkung des Eingangssteuersatzes.
    Die Zeche zahlt der Mittelstand, der zwar auch von der Senkung des Eingangssteuersatzes profitiert, allerdings sehr viel schneller in den Bereich des Spitzensteuersatzes gerät als früher.


    P.S.: Nagelt mich bitte nicht auf die konkrete Summe in Euro und Cent fest, die bei 130.000 Euro Gesamteinkommen an Reichensteuer anfallen; mir ging es eher um das Prinzip.
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 10:53 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das wurde auch in der Schweiz diskutiert.
    Die meisten Schweizer Gemeinden und Kantone können dieser Logik nicht folgen, und so hat sich diese Denkweise nicht durchsetzen können.
    Und zwar deswegen nicht, weil jemand, der z.B. 2.000 Euro im Monat brutto verdient, so ziemlich sein gesamtes Einkommen für sich selbst und zwar für Lebensnotwendiges braucht, während jemand, der z.B. 20.000 Euro im Monat brutto bekommt, sehr viel eher etwas für die Allgemeinheit abgeben kann.
    Richtig. Das passiert ja auch, wenn alle z.B. 30% Steuern bezahlen. Dann zahlt derjenige mit 3000 Euro brutto 900 Euro an die Allgemeinheit, derjenige mit 20.000 Euro zahlt ganze 6.000 Euro. Also ist Dein Wunsch absolut erfüllt, dass derjenige, der mehr geben kann, auch absolut deutlich mehr gibt!
    Warum aber jemand für seine höhere Leistungsfähigkeit vom System bestraft wird und er stattdessen vielleich 40%, also z.B. 8.000 Euro bezahlen soll, erschließt sich mir keinesfalls. Das ist einzig damit zu erklären, dass derjenige mit 2.000 Euro gerne den Lebensstandard desjenigen mit 3.000 Euro hätte und das von demjenigen mit 20.000 Euro bezahlt bekommen möchte. mit welchem Recht?

    Außerdem: was man von den wirklich Wohlhabenden nicht bekommt, aber braucht, muss man sich von denen holen, die viel weniger haben. Ist das wirklich als "gerecht" zu bezeichnen? - Gerecht ist, wenn man jedem entsprechend seinen finanziellen Möglichkeiten einen Anteil abverlangt.
    Genau. Also gleiche Steuersätze für alle.

    Aber was tatsächlich zuviel ist, darüber werden die Menschen - je nach Einkommen - sehr unterschiedlicher Meinung sein. Witzig finde ich nur, wenn jemand, den die Reichensteuer - so oder so - gar nicht betrifft, sich über diese aufregt.
    .
    Weil nicht jeder so kurzsichtig ist und auf seine eigene, momentane Situation schaut, sondern weil mancher vielleicht begreift, dass der Exodus der Unternehmer und Hochqualifizierten letzlich den eigenen Arbeitsplatz kosten wird.

    Des weiteren wird auf Grund von Inflation, Progression und persönlicher Entwicklung so mancher, der heute noch darunter liegt, in einigen Jahren davon betroffen sein.
    Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!

  6. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Richtig. Das passiert ja auch, wenn alle z.B. 30% Steuern bezahlen. Dann zahlt derjenige mit 3000 Euro brutto 900 Euro an die Allgemeinheit, derjenige mit 20.000 Euro zahlt ganze 6.000 Euro. Also ist Dein Wunsch absolut erfüllt, dass derjenige, der mehr geben kann, auch absolut deutlich mehr gibt!
    Warum aber jemand für seine höhere Leistungsfähigkeit vom System bestraft wird und er stattdessen vielleich 40%, also z.B. 8.000 Euro bezahlen soll, erschließt sich mir keinesfalls. Das ist einzig damit zu erklären, dass derjenige mit 2.000 Euro gerne den Lebensstandard desjenigen mit 3.000 Euro hätte und das von demjenigen mit 20.000 Euro bezahlt bekommen möchte. mit welchem Recht?
    Nun: derjenige mit 3.000 Euro hätte nach Steuern 2.100 Euro, derjenige mit 30.000 Euro noch 21.000 Euro netto.
    Demgegenüber lass uns eine stark versimplizierte Progression rechnen: nämlich 20% bis 40%
    derjenige mit 3.000 Euro brutto hätte demnach 2.400 Euro netto, derjenige mit 30.000 Euro brutto 18.000 Euro.
    Findest du, dass derjenige mit seinen 18.000 Euro monatlich klar kommt, oder glaubst du, man solle lieber bei demjenigen mit 2.400 Euro noch ein bisschen mehr abziehen?

    Wie gesagt: die Schweiz lehnt den linearen Steuersatz ab, und sie wird schon wissen warum.


    Weil nicht jeder so kurzsichtig ist und auf seine eigene, momentane Situation schaut, sondern weil mancher vielleicht begreift, dass der Exodus der Unternehmer und Hochqualifizierten letzlich den eigenen Arbeitsplatz kosten wird.
    Auch hier wieder mein Verweis auf die Schweiz:
    Die Schweizer Bürger können bekanntlich über jeden Pippifax separat abstimmen, erst recht über etwas so Wichtiges wie ihr Steuersystem. Sie wollen das progressive Steuersystem aber bewusst beibehalten.
    Hast du den Eindruck, dass sie darben, angesichts des Beibehalten eines progressiven Steuersystems? Von einem Exodus der Unternehmer merken wir hier in der Schweiz bisher nichts. Wohin auch? Welches Land hat denn ein lineares Steuersystem?
    .
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 10:56 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Steuermindernd kann man als Angestellter nicht wirklich viel ansetzen.
    Beispielrechnung:

    Steuerklasse: 1
    Kirchensteuerpflichtig: ja
    Kirchensteuersatz: 8,0 Krankenkasse: Pflicht-Vers.
    Kassensatz (nur gesetzliche KK): 15,5 Rentenversicherungspflicht: ja Kinderfreibeträge: 0
    Bundesland: Alte BL

    Jahr 2009 / Monat
    Brutto-Arbeitslohn: 125.000,00 10.416,67
    Lohnsteuer: 42.429,00 3.535,75 Solidaritätszuschlag: 2.333,60 194,47
    Kirchensteuer:
    3.394,32 282,86
    Krankenversicherung: 3.616,20 301,35
    Pflegeversicherung: 540,23 45,02
    Rentenversicherung:
    6.447,60 537,30
    Arbeitslosenversicherung: 907,20 75,60
    Netto-Arbeitslohn: 65.331,86 5.444,32

    Vermutlich kommt noch geldwerter Vorteil in Form eines Firmenwagens hinzu, der ja auch meist mit 1% versteuert werden muss. Bei einem Neuwagen z.B. für 50.000 Euro Listenpreis sind das 500 Euro monatlich zu versteuern, also grob 3.000 Euro netto weniger. Klar, dafür hat die das Auto, soll ja nur erklären, wie man annähernd auf 60.000 kommt.

    Richtig erklärt und es klingt besser als rote Zecken..
    Offenbar hast du, bar jeder Kenntnis, die Sozialversicherungsbeiträge für ein Monatseinkommen von 10416 € mit 12,5 multipliziert, um die Sozialversicherungsbeiträge für ein Monatseinkommen von 125000 € zu ermitteln.

    Da mit 10416 Euro die Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Rentenversicherung schon überschritten ist, zahlt aber jemand der 125000 € Monatseinkommen hat auch (etwa):
    KV : 300 € und nicht 3600 wie du geschrieben hast;
    RV: 500 € und nicht 6400, wie du behauptest.

    P.S.: Den politischen Gegner mit Tieren vergleichen ist eine Methode der nationalsozialistischen Propaganda (zu der auch Franz Josef Strauss schon mal gern gegriffen hat).
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 10:57 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Offenbar hast du, bar jeder Kenntnis, die Sozialversicherungsbeiträge für ein Monatseinkommen von 10416 € mit 12 multipliziert, um die Sozialversicherungsbeiträge für ein Monatseinkommen von 125000 € zu ermitteln.
    Offenbar hat der Spiegel - ebenfalls bar jeder Kenntnis - diesen online Rechner bereits seit Jahren online..

    Da mit 10416 Euro die Beitragsbemessungsgrenze für Kranken- und Rentenversicherung schon überschritten ist, zahlt aber jemand der 125000 € Monatseinkommen hat auch (etwa):
    KV : 300 € und nicht 3600 wie du geschrieben hast;
    RV: 500 € und nicht 6400, wie du behauptest.
    Magst Du die Zahlen oben nochmal lesen? Links auf das Jahr, rechts auf den Monat bezogen:
    Monatlich KV: 301,35
    Monatlich RV: 537,30

    P.S.: Den politischen Gegner mit Tieren vergleichen ist eine Methode der nationalsozialistischen Propaganda (zu der auch Franz Josef Strauss schon mal gern gegriffen hat).
    Och, mit Strauss verglichen zu werden, finde ich jetzt keine große Schande..
    Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!

  9. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Ob richtig oder falsch - die Rechnung von blackjack 21 dürfte einem ganz normalen Steuerrechner entsprechen, wie auch ich ihn verwende.
    (*wuuups* ich sehe gerade - sein und mein Posting haben sich überschnitten.)
    Bei mir kommt jedenfalls bis auf ein paar Euro das Gleiche heraus (Unterschied vermutlich aufgrund des gewählten Beispielbundeslandes.) und zwar auf Basis des Gehaltsrechners der Süddeutschen Zeitung.

    Das ändert nichts daran, dass es albern ist, so zu tun als wenn die ca. 60.000 Euro Abzüge wirklich die Steuerbelastung darstellen würden:
    auf 125.000 Euro Einkommen sind weniger als 36% Steuern zu zahlen, Soli mitgerechnet,
    wie ja auch die Rechnung von blackjack21 detailliert aufschlüsselt.
    .
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 11:09 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen

    Magst Du die Zahlen oben nochmal lesen? Links auf das Jahr, rechts auf den Monat bezogen:
    Monatlich KV: 301,35
    Monatlich RV: 537,30
    Ja, ich war verwirrt von den vielen Zahlen.

    Mit den Steuern haben die Sozialversicherungsbeiträge dennoch nichts zu tun.

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