Die Beiträge zu Kranken- und Rentenversicherungen steigen mit dem Einkommen - aber nur bis zur Bemessungsgrenze.
Das hat trotzdem nichts mit dem Spitzensteuersatz der SPD zu tun.
Wenn die Systeme am Ende sind, wie du meinst, und aus Steuermitteln subventioniert sind, dann haben sie mit das ja mit dem Bankensystem gemeinsam.
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23.04.2009, 22:47Inaktiver User
AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??
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23.04.2009, 23:10Inaktiver User
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24.04.2009, 05:43Inaktiver User
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24.04.2009, 05:55Inaktiver User
AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??
Genauso ist es, ich erschrecke regelmäßig bei dem monatlichen Vorab-Ergebnis, nach hinten relativiert es sich, aber der Höchstsatz wird’s wohl jetzt trotzdem, den umschiffe ich beim besten Willen nun nicht mehr, alle „Ecken“ ausgefegt.
Dafür haben wir aber in diesem Jahr die 40% Investitionsabschreibung im Anschaffungsjahr bekommen, damit muss ich meine Investitionen nicht aus dem „Netto“ bezuschussen. Muss man mal dem Steinbrück entlastend zugute halten.
V.G.
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24.04.2009, 07:56Inaktiver User
AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??
Was ihr beiden vergesst, ist, dass zugleich der Eingangssteuersatz sinkt. Jemand mit 125.000 Euro Jahreseinkommen (Steuerklasse 1) ist von der Reichensteuer nicht betroffen; ob so jemand von der Steuerprogression betroffen ist, hängt ausschließlich vom Durchschnittssteuersatz (und somit durchaus auch vom Eingangssteuersatz) ab.
Unsinn. Du tust zugleich so, als wenn die Steuer linear steigen müsste, und das ist faktisch unrichtig. Was diejenigen mit 30.000 Euro betrifft ist sogar das glatte Gegenteil dessen der Fall, was du behauptest - siehe Eingangssteuersatz-Senkung.Denn es glaubt doch wohl niemand, dass man bis 124.000 Euro einen gemäßigten Steuersatz anwenden wird, um dann ab 125.000 Euro den Maximalsatz zu fordern. Somit betrifft diese "Reichensteuer" am Ende auch Menschen, die heute 30.000 Euro verdienen. Denn auch deren Satz wird steigen. Aber "die machen das ja alles ganz richtig", die roten Socken..
125.000. Wer bei Steuerklasse 1 mehr als 125.000 Euro pro Jahr verdient, der wird von der Reichensteuer erfasst. Die Frau verdient aber nicht mehr als 125.000 Euro.
Wenn die Gräfin aber irgendwann 130.000 Euro verdienen sollte, gilt die Reichensteuer für 5.000 Euro, ergibt 100 Euro pro Jahr oder 8 Euro und 33 Cent pro Monat, die sie dann an Reichensteuer zahlt. - Ich bin vollkommen unbesorgt, dass sie das überleben wird.
In der Zwischenzeit, mit ihren 125.000 Euro, und somit - noch - befreit von zusätzlichen 5.000 Euro Einkommen und von dieser zusätzlichen Steuerlast, kann sie sich ja mal Gedanken darüber machen, was die soziale Marktwirtschaft der roten Socke Ludwig Erhard, CDU, seinerzeit zu einem Erfolgsmodell gemacht hat.
P.S.:
ein Ehepaar, das insgesamt 240.000 Euro Einkommen hat, ist von der Reichensteuer nicht betroffen.
Verdient dieses Ehepaar 250.000 Euro pro Jahr, sind lediglich die letzten 10.000 Euro von der Reichensteuer betroffen und nicht das gesamte Einkommen. Vielleicht sollte man sich das auch mal vor Augen führen.
.Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 08:26 Uhr)
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24.04.2009, 08:55
AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??
Beide Systeme sind am Ende, aber aus gänzlich anderen Gründen. Bei den Banken hat die Aufsicht versagt, weil inkompetente Politiker in den Aufsichtsräten saßen/sitzen, weil die Aufsichtsbehörden weltweit zu wenig durchgegriffen haben/durchgreifen konnten und weil Gehaltssyteme mit völlig falschen Zielen ausgestattet waren.
Solidarsysteme sind am Ende, weil kaum noch jemand bereits ist, zu leisten, jeder aber seinen persönlichen Vorteil sucht und maximal "konsumiert". Wenn Sozialsysteme zum größten Teil von sagen wir 30-40% der angestellten Arbeitnehmer finanziert werden, aber 100% der Bevölkerung im Zweifel davon konsumiert, dann muss das scheitern.
Was mir auch gerade einfällt, wenn wir hier von Reichensteuer und vor allem Steuergerechtigkeit reden. Wie kann es jemand als Gerecht empfinden, dass Menschen überhaupt unterschiedliche Steuersätze bezahlen müssen? Wirklich gerecht wäre, wenn für jeden, unabhängig vom Einkommen, der gleiche Satz gälte. Also z.B. 20% oder 30%, egal ob jemand 500 Euro oder 500.000 Euro verdient. Das wäre gerecht.
Verbrauchssteuern werden ja auch nicht nach Verbrauchsvermögen berechnet (also z.B. unterschiedliche MwSt. Sätze, je nach Einkommen). Die Idee könnte die SPD ja auch mal aufgreifen, MwSt an das Einkommen zu koppeln..
Nein, Gerecht ist hier garnichts mehr.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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24.04.2009, 09:04
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24.04.2009, 09:15Inaktiver User
AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??
Wenn das so wäre, würde es die normale Steuersystematik sprengen.
Daher würde ich das nur glauben, wenn eine Fachfrau wie Marilyn es bestätigt.
P.S.: Ich habe in der sonntäglichen Pressestunde gehört, dass die Reichensteuer mehr oder weniger eine Wahlkampfparole sein soll, denn sie wird trotz vollmundiger Ankündigung recht wenig Geld in die Steuerkasse spülen - nämlich erheblich weniger, als eine Vermögenssteuer in der Höhe von - sagen wir - dem halben (!!) Satz, der in Großbritannien gilt (!!)
.Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 09:50 Uhr)
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24.04.2009, 09:32Inaktiver User
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24.04.2009, 09:42Inaktiver User
AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??
Das wurde auch in der Schweiz diskutiert.
Die meisten Schweizer Gemeinden und Kantone können dieser Logik nicht folgen, und so hat sich diese Denkweise nicht durchsetzen können.
Und zwar deswegen nicht, weil jemand, der z.B. 2.000 Euro im Monat brutto verdient, so ziemlich sein gesamtes Einkommen für sich selbst und zwar für Lebensnotwendiges braucht, während jemand, der z.B. 20.000 Euro im Monat brutto bekommt, sehr viel eher etwas für die Allgemeinheit abgeben kann.
Außerdem: was man von den wirklich Wohlhabenden nicht bekommt, aber braucht, muss man sich von denen holen, die viel weniger haben. Ist das wirklich als "gerecht" zu bezeichnen? - Gerecht ist, wenn man jedem entsprechend seinen finanziellen Möglichkeiten einen Anteil abverlangt. Man muss nur darauf achten, dass man den Wohlhabenden nicht zuviel wegversteuert.
Aber was tatsächlich zuviel ist, darüber werden die Menschen - je nach Einkommen - sehr unterschiedlicher Meinung sein. Witzig finde ich nur, wenn jemand, den die Reichensteuer - so oder so - gar nicht betrifft, sich über diese aufregt.
.Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 09:46 Uhr)



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