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  1. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Ihre Höhe steigt mit dem Einkommen (bis auf die PKV). Zudem sind all diese Systeme am Ende und werden immer öfters aus Steuermitteln subventioniert. Wenn das kein zusammenhang ist.. hier hat sich Leistung schon lange von Zahlung abgekoppelt, wenn man in gewisse Gehaltsregionen kommt.
    Die Beiträge zu Kranken- und Rentenversicherungen steigen mit dem Einkommen - aber nur bis zur Bemessungsgrenze.
    Das hat trotzdem nichts mit dem Spitzensteuersatz der SPD zu tun.

    Wenn die Systeme am Ende sind, wie du meinst, und aus Steuermitteln subventioniert sind, dann haben sie mit das ja mit dem Bankensystem gemeinsam.

    .

  2. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Nein, ich arbeite seit 20 Jahren schwarz..
    Ist OT ... sorry

    Aber Dank an blackjack, ich hab geprustet vor lachen

    Trockener gings nicht ...

    Schlaft gut ... und falls Ihr noch wach bleibt ... haut Euch nicht die Köppe ein

  3. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    P.S.: War den Beteiligten der Sendung eigentlich bewusst, dass die Reichensteuer für die Gräfin gar nicht greift? Mir scheint nämlich, dass sich in der öffentlichen Diskussion auch solche Leute über die Reichensteuer empören, die gar nicht so viel verdienen, dass sie davon betroffen wären.
    .
    Jetzt hast du auch mal VOLLE Punktzahl erreicht.

    Ich kenne viele die die volle Steuer zahlen und trotzdem noch „nebenbei“ für soziale Dinge abgeben.
    V.G.

  4. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Steuermindernd kann man als Angestellter nicht wirklich viel ansetzen.
    Beispielrechnung:

    Steuerklasse: 1
    Kirchensteuerpflichtig: ja
    Kirchensteuersatz: 8,0 Krankenkasse: Pflicht-Vers.
    Kassensatz (nur gesetzliche KK): 15,5 Rentenversicherungspflicht: ja Kinderfreibeträge: 0
    Bundesland: Alte BL

    Jahr 2009 / Monat
    Brutto-Arbeitslohn: 125.000,00 10.416,67
    Lohnsteuer: 42.429,00 3.535,75 Solidaritätszuschlag: 2.333,60 194,47
    Kirchensteuer:
    3.394,32 282,86
    Krankenversicherung: 3.616,20 301,35
    Pflegeversicherung: 540,23 45,02
    Rentenversicherung:
    6.447,60 537,30
    Arbeitslosenversicherung: 907,20 75,60
    Netto-Arbeitslohn: 65.331,86 5.444,32

    Vermutlich kommt noch geldwerter Vorteil in Form eines Firmenwagens hinzu, der ja auch meist mit 1% versteuert werden muss. Bei einem Neuwagen z.B. für 50.000 Euro Listenpreis sind das 500 Euro monatlich zu versteuern, also grob 3.000 Euro netto weniger. Klar, dafür hat die das Auto, soll ja nur erklären, wie man annähernd auf 60.000 kommt.

    Richtig erklärt und es klingt besser als rote Zecken..
    Genauso ist es, ich erschrecke regelmäßig bei dem monatlichen Vorab-Ergebnis, nach hinten relativiert es sich, aber der Höchstsatz wird’s wohl jetzt trotzdem, den umschiffe ich beim besten Willen nun nicht mehr, alle „Ecken“ ausgefegt.
    Dafür haben wir aber in diesem Jahr die 40% Investitionsabschreibung im Anschaffungsjahr bekommen, damit muss ich meine Investitionen nicht aus dem „Netto“ bezuschussen. Muss man mal dem Steinbrück entlastend zugute halten.
    V.G.

  5. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Neben den nach außen vorangestellten 2% Erhöhung, die jeder ja "für nicht so schlimm" hält, fällt gerne unter den Tisch, dass die Bemessungsgrenze von derzeit 250.000 Euro für Alleinveranlagte auf 125.000 Euro gesenkt werden soll. Somit gelten die 2% nicht nur für die Menschen, die mehr als 250.000 Euro verdienen, sondern derjenige, der heute 130.000 Euro verdient wird ebenfalls in den neuen Höchstsatz eingestuft. Und wie Frank schon schrieb, die Folge wird sein, dass die Progression für alle steiler ansteigt.
    Was ihr beiden vergesst, ist, dass zugleich der Eingangssteuersatz sinkt. Jemand mit 125.000 Euro Jahreseinkommen (Steuerklasse 1) ist von der Reichensteuer nicht betroffen; ob so jemand von der Steuerprogression betroffen ist, hängt ausschließlich vom Durchschnittssteuersatz (und somit durchaus auch vom Eingangssteuersatz) ab.


    Denn es glaubt doch wohl niemand, dass man bis 124.000 Euro einen gemäßigten Steuersatz anwenden wird, um dann ab 125.000 Euro den Maximalsatz zu fordern. Somit betrifft diese "Reichensteuer" am Ende auch Menschen, die heute 30.000 Euro verdienen. Denn auch deren Satz wird steigen. Aber "die machen das ja alles ganz richtig", die roten Socken..
    Unsinn. Du tust zugleich so, als wenn die Steuer linear steigen müsste, und das ist faktisch unrichtig. Was diejenigen mit 30.000 Euro betrifft ist sogar das glatte Gegenteil dessen der Fall, was du behauptest - siehe Eingangssteuersatz-Senkung.


    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Wenn sie alleine veranlagt wird, fällt sie exakt unter die neue Regelung des neuen Höchstsatzes, denn die roten Socken wollen die Bemessungsgrundlage ebenfalls halbieren, erklärung oben.

    Wer kann rechnen? Die Hälfte von 250.000 ist ?
    125.000. Wer bei Steuerklasse 1 mehr als 125.000 Euro pro Jahr verdient, der wird von der Reichensteuer erfasst. Die Frau verdient aber nicht mehr als 125.000 Euro.

    Wenn die Gräfin aber irgendwann 130.000 Euro verdienen sollte, gilt die Reichensteuer für 5.000 Euro, ergibt 100 Euro pro Jahr oder 8 Euro und 33 Cent pro Monat, die sie dann an Reichensteuer zahlt. - Ich bin vollkommen unbesorgt, dass sie das überleben wird.

    In der Zwischenzeit, mit ihren 125.000 Euro, und somit - noch - befreit von zusätzlichen 5.000 Euro Einkommen und von dieser zusätzlichen Steuerlast, kann sie sich ja mal Gedanken darüber machen, was die soziale Marktwirtschaft der roten Socke Ludwig Erhard, CDU, seinerzeit zu einem Erfolgsmodell gemacht hat.


    P.S.:
    ein Ehepaar, das insgesamt 240.000 Euro Einkommen hat, ist von der Reichensteuer nicht betroffen.
    Verdient dieses Ehepaar 250.000 Euro pro Jahr, sind lediglich die letzten 10.000 Euro von der Reichensteuer betroffen und nicht das gesamte Einkommen. Vielleicht sollte man sich das auch mal vor Augen führen.

    .
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 08:26 Uhr)

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    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn die Systeme am Ende sind, wie du meinst, und aus Steuermitteln subventioniert sind, dann haben sie mit das ja mit dem Bankensystem gemeinsam.
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    Beide Systeme sind am Ende, aber aus gänzlich anderen Gründen. Bei den Banken hat die Aufsicht versagt, weil inkompetente Politiker in den Aufsichtsräten saßen/sitzen, weil die Aufsichtsbehörden weltweit zu wenig durchgegriffen haben/durchgreifen konnten und weil Gehaltssyteme mit völlig falschen Zielen ausgestattet waren.

    Solidarsysteme sind am Ende, weil kaum noch jemand bereits ist, zu leisten, jeder aber seinen persönlichen Vorteil sucht und maximal "konsumiert". Wenn Sozialsysteme zum größten Teil von sagen wir 30-40% der angestellten Arbeitnehmer finanziert werden, aber 100% der Bevölkerung im Zweifel davon konsumiert, dann muss das scheitern.

    Was mir auch gerade einfällt, wenn wir hier von Reichensteuer und vor allem Steuergerechtigkeit reden. Wie kann es jemand als Gerecht empfinden, dass Menschen überhaupt unterschiedliche Steuersätze bezahlen müssen? Wirklich gerecht wäre, wenn für jeden, unabhängig vom Einkommen, der gleiche Satz gälte. Also z.B. 20% oder 30%, egal ob jemand 500 Euro oder 500.000 Euro verdient. Das wäre gerecht.
    Verbrauchssteuern werden ja auch nicht nach Verbrauchsvermögen berechnet (also z.B. unterschiedliche MwSt. Sätze, je nach Einkommen). Die Idee könnte die SPD ja auch mal aufgreifen, MwSt an das Einkommen zu koppeln..

    Nein, Gerecht ist hier garnichts mehr.
    Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!

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    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn die Gräfin aber irgendwann 130.000 Euro verdienen sollte, gilt die Reichensteuer für 5.000 Euro, ergibt 100 Euro pro Jahr oder 8 Euro und 33 Cent pro Monat, die sie dann an Reichensteuer zahlt.
    .
    Woher hast Du diese These denn? Der Steuersatz fällt auf das gesamte zu versteuernde Einkommen an, nicht nur auf den übersteigenden Teil.
    Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!

  8. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Woher hast Du diese These denn? Der Steuersatz fällt auf das gesamte zu versteuernde Einkommen an, nicht nur auf den übersteigenden Teil.
    Wenn das so wäre, würde es die normale Steuersystematik sprengen.
    Daher würde ich das nur glauben, wenn eine Fachfrau wie Marilyn es bestätigt.

    P.S.: Ich habe in der sonntäglichen Pressestunde gehört, dass die Reichensteuer mehr oder weniger eine Wahlkampfparole sein soll, denn sie wird trotz vollmundiger Ankündigung recht wenig Geld in die Steuerkasse spülen - nämlich erheblich weniger, als eine Vermögenssteuer in der Höhe von - sagen wir - dem halben (!!) Satz, der in Großbritannien gilt (!!)
    .
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 09:50 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne viele die die volle Steuer zahlen und trotzdem noch „nebenbei“ für soziale Dinge abgeben.
    Das ist ein echter Schenkelklopfer:
    ein Engagement gegen die Reichensteuer als soziales Engagement zu bezeichnen.

    Oder habe ich dich etwa falsch verstanden?
    .

  10. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Was mir auch gerade einfällt, wenn wir hier von Reichensteuer und vor allem Steuergerechtigkeit reden. Wie kann es jemand als Gerecht empfinden, dass Menschen überhaupt unterschiedliche Steuersätze bezahlen müssen? Wirklich gerecht wäre, wenn für jeden, unabhängig vom Einkommen, der gleiche Satz gälte. Also z.B. 20% oder 30%, egal ob jemand 500 Euro oder 500.000 Euro verdient. Das wäre gerecht.
    Das wurde auch in der Schweiz diskutiert.
    Die meisten Schweizer Gemeinden und Kantone können dieser Logik nicht folgen, und so hat sich diese Denkweise nicht durchsetzen können.
    Und zwar deswegen nicht, weil jemand, der z.B. 2.000 Euro im Monat brutto verdient, so ziemlich sein gesamtes Einkommen für sich selbst und zwar für Lebensnotwendiges braucht, während jemand, der z.B. 20.000 Euro im Monat brutto bekommt, sehr viel eher etwas für die Allgemeinheit abgeben kann.

    Außerdem: was man von den wirklich Wohlhabenden nicht bekommt, aber braucht, muss man sich von denen holen, die viel weniger haben. Ist das wirklich als "gerecht" zu bezeichnen? - Gerecht ist, wenn man jedem entsprechend seinen finanziellen Möglichkeiten einen Anteil abverlangt. Man muss nur darauf achten, dass man den Wohlhabenden nicht zuviel wegversteuert.
    Aber was tatsächlich zuviel ist, darüber werden die Menschen - je nach Einkommen - sehr unterschiedlicher Meinung sein. Witzig finde ich nur, wenn jemand, den die Reichensteuer - so oder so - gar nicht betrifft, sich über diese aufregt.
    .
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 09:46 Uhr)

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