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  1. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Stimmt, das finde ich auch ziemlich dumm von diesen politikern..
    Ich habe aber gemeint, dass es dumm von dir ist, die Progression den "Roten" als Ungerechtigkeit zu unterstellen.

    Wenn du jetzt meinst, dass alle Politiker dumm sind, dann bleiben ja zur Rettung der Welt nur noch Frank und du übrig.

  2. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Ich habe aber gemeint, dass es dumm von dir ist, die Progression den "Roten" als Ungerechtigkeit zu unterstellen.

    Wenn du jetzt meinst, dass alle Politiker dumm sind, dann bleiben ja zur Rettung der Welt nur noch Frank und du übrig.

    Dann sind die wahren Fachleute unter sich !

    Mal abgesehen davon, dass ich deine Forderung nach einem linearen Steuersystem mit dem Ergebnis einer dramatischen Steuersenkung für die Reichen absolut nicht ernst nehmen kann,

    abgesehen davon finde ich dich angesichts der gegenwärtigen weltwirtschaftspolitischen Situation bemerkenswert kurzsichtig. Mach mal deine Augen auf.

  3. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ein echter Schenkelklopfer:
    ein Engagement gegen die Reichensteuer als soziales Engagement zu bezeichnen.

    Oder habe ich dich etwa falsch verstanden?
    .
    Wie gewohnt, komplett falsch verstanden. Ich sehe es dir nach, scheint ja schon Automatismus zu sein.
    V.G.

  4. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von blackjack21 Beitrag anzeigen
    Woher hast Du diese These denn? Der Steuersatz fällt auf das gesamte zu versteuernde Einkommen an, nicht nur auf den übersteigenden Teil.
    Was Progression ist, weißt du aber schon, oder?

    Der Spitzensteuersatz fällt immer nur auf das Einkommen ab, was über der Grenze liegt, die für das Erreichen des Spitzensteuersatz festgelegt ist. Blautanne hat recht - ist der Spitzensteuersatz ab einem Einkommen ab 125.000 für Alleinstehende festgelegt, gilt dieser Steuersatz für alle Einkünfte ab dem 125.001 Euro. Daraus ergibt sich ja auch sowas wie ein Durchschnitssteuersatz, der grundsätzlich nicht beim Spitzensteuersatz liegen kann, sondern (wenn auch bei sehr großen Einkommen eher marginal) unter dem liegen wird.

  5. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    @ blackjack

    Unserem Steuerrecht liegt der Grundsatz der Leistungsfähigkeit und das Sozialstaatsprinzip zu Grunde. Und jemand, der 100.000 Euro im Jahr verdient, ist nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis leistungsfähiger als jemand, der mit seinem Einkommen gerade mal das Existenzminimum abdecken kann. Dazu kommt das Sozialstaatsprinzip, das immer schon darauf beruhte, dass Mehrverdienende im Verhältnis mehr abgeben als Geringverdienende. Das wirst du in Deutschland auch nicht ändern können, es sei denn, du möchtest eine vollkommen andere Rechtsordnung schaffen. Auch das Flat Tax Modell von Paul Kirchhof ist grundsätzlich eigentlich ein Stufenmodell, denn de facto führt es bei natürlichen Personen zu Einkommensteuertarifen von 15, 20 und 25%, denn auch Paul Kirchhof berücksichtigt die unterschiedliche Leistungsfähigkeit.

    Soweit ich weiß, hat doch auch dein gelobtes Österreich ein progressives Steuersystem, oder?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Einkomm...C3%96sterreich)

    mit einem Spitzensteuersatz von 50% ab 2009 übrigens. Den Unterschied machen bei deinem Gehalt wahrscheinlich vor allen Dingen die Sozialabgaben aus.

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    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ blackjack

    Unserem Steuerrecht liegt der Grundsatz der Leistungsfähigkeit und das Sozialstaatsprinzip zu Grunde. Und jemand, der 100.000 Euro im Jahr verdient, ist nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis leistungsfähiger als jemand, der mit seinem Einkommen gerade mal das Existenzminimum abdecken kann.
    Was aber in erster Linie an den mit den Strukturen gewachsenen Gehältern liegt. Anderes System, gerechtere Verteilung.

    Dazu kommt das Sozialstaatsprinzip, das immer schon darauf beruhte, dass Mehrverdienende im Verhältnis mehr abgeben als Geringverdienende.
    Völlig richtig. Um beim Beispiel zu bleiben, 6.000 Euro sind doch erheblich mehr als 900 Euro, oder nicht? Insofern ist das Prinzip gewahrt. Ich sage ja nicht, dass alle den gleichen absoluten Betrag zahlen sollen, was dann die totale pro Kopf Gerechtigkeit wäre.
    Komisch, dass gerne gesagt wird, wer mehr leisten kann, soll mehr bezahlen (Progression), aber der, der nicht mehr leisten WILL (weil er zu faul zum lernen, studieren, Abendschule usw ist) das ohne weitere sein kann ohne Konsequenzen befürchten zu müssen - soll halt der andere mehr bezahlen?!

    Das wirst du in Deutschland auch nicht ändern können, es sei denn, du möchtest eine vollkommen andere Rechtsordnung schaffen.
    Rechtsordnung sicher nicht, aber ein anderes Steuersystem, ein gerechtes eben.

    Auch das Flat Tax Modell von Paul Kirchhof ist grundsätzlich eigentlich ein Stufenmodell, denn de facto führt es bei natürlichen Personen zu Einkommensteuertarifen von 15, 20 und 25%, denn auch Paul Kirchhof berücksichtigt die unterschiedliche Leistungsfähigkeit.
    Ein einheitlicher Steuersatz berücksichtigt auch die unterschiedliche Leistungsfähigkeit, der unterschied ist im Besipiel 5.100 Euro.

    Soweit ich weiß, hat doch auch dein gelobtes Österreich ein progressives Steuersystem, oder?
    Ja und? Muss mir das deshalb gefallen? Einzig, hier sind die Verhältnisse zur Zeit besser als in Deutschland. Ob das so bleibt oder ich bald woanders hingehe, wird die Zeit zeigen.

    mit einem Spitzensteuersatz von 50% ab 2009 übrigens. Den Unterschied machen bei deinem Gehalt wahrscheinlich vor allen Dingen die Sozialabgaben aus.
    Im wesentlichen der fehlende Soli, die viel niedriger Kirchensteuer (nur 1% vom Brutto, nicht 8/9% von der Steuer wie in D. Zudem hat die Kirche in Österreich keine Infos vom Finanzamt sondern ist auf freiwillige Angaben oder eigene Schätzungen angewiesen. Da liegt man schon mal "leicht" daneben ) und das steuerbegünstigte und somit fast Brutto für Netto ausbezahlte 13. und 14. Gehalt. Für gleiches Netto muss ich in Deutschland ca. 20% mehr Brutto verdienen.. und bald noch mehr.
    Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!

  7. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Österreich hat keine Solidaritätsbeitrag? Ja toll. Was das wohl für einen Grund haben könnte?

    Und was die Kirchensteuer betrifft: die geht an die Kirche, wie der Name schon sagt.
    Somit ist ihre Höhe weniger eine Entscheidung des deutschen Finanzministeriums als vielmehr eine der Kirche.

    Im übrigen kannst du gerne weiter den Mond anbellen. Das lineare Steuersystem wird trotzdem nicht kommen, weder in Österreich noch in Deutschland noch in der Schweiz.


  8. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Ich empfinde unser Steuerrecht nicht als ungerecht - obwohl mein Durchschnittssteuersatz auch schon bei ordentlichen 25% liegt (dran denken - Steuerprogression und verheiratet, unsere Progression ist damit schon flacher als die von Alleinstehenden, insofern ist 25% schon ein ganz ordentlicher Durchschnittsteuersatz). Mich ärgern eher die Sozialabgaben in Deutschland, insbesondere für System wie die Rente, aus denen ich wahrscheinlich nie wieder einen Cent sehen werde. Ich halte Flat Tax grundsätzlich für ungerechter, ich kann dir dazu aber gerne meine Seminarbeit zum Thema Flat Tax von Paul Kirchhof schicken. Und wie schon gesagt, ich halte eine echte Flat Tax nicht für verfassungskonform. Und ja, ich finde 25% von 1000 Euro brutto im Verhältnis für eine höhere Belastung als 25% von 100.000 Euro. Oder findest du es wirklich gerechter, wenn dem einen 750 Euro übrig bleiben und dem anderen 75.000 oder wenn dem einen (z.B. bei einem Stufenmodell) 850 übrigbleiben und dem anderen 70.000? Ich weiß nicht, was daran ungerecht sein soll?

    Und auch Paul Kirchhofs Idee von Gerechtigkeit speiste sich eher aus dem Gedanken, das Steuersystem zu vereinfachen und dadurch eine höhere gefühlte Gerechtigkeit zu schaffen (das ist ja sowieso immer ein subjektives Empfinden).

    Kirchensteuer muss in Deutschland übrigens keiner zahlen, man kann einfach aus der Kirche austreten. Das lass ich als Argument nicht gelten. Und sowas wie steuerbegünstigte Einkommen wie Weihnachtsgeld oder 13. und 14. Monatsgehalt gibt es in den meisten Flat Tax Modellen auch nicht - die leben nämlich gerade davon, solche Ausnahmetatbestände abzuschaffen. Da gilt nämlich eigentlich immer: niedriger allgemeiner Steuersatz - und Gegenfinanzierung durch die Abschaffung von Ausnahmetatbeständen. You can't have the cake and eat it.
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 14:40 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und sowas wie steuerbegünstigte Einkommen wie Weihnachtsgeld oder 13. und 14. Monatsgehalt gibt es in den meisten Flat Tax Modellen auch nicht - die leben nämlich gerade davon, solche Ausnahmetatbestände abzuschaffen. Da gilt nämlich eigentlich immer: niedriger allgemeiner Steuersatz - und Gegenfinanzierung durch die Abschaffung von Ausnahmetatbeständen. You can't have the cake and eat it.
    Wird das 13. und 14. Monatsgehalt in progressiven Modellen denn nicht einfach ins Jahreseinkommen integriert?

    Im übrigen stimme ich dir zu: wer ein Flat Tax Modell bzw. niedrigere Steuersätze fordert, macht sich selten klar, was die Konsequenzen sind und sein müssen:
    eine Streichung von steuerlichen Ausnahmetatbeständen nämlich, und/oder der Verzicht auf viele wichtige staatliche Investitionen und Steuerungsmaßnahmen.
    Es ist ja nicht so, dass Steinbrück das Steuergeld mit seinen Kollegen mal eben verjuxt.
    Geändert von Inaktiver User (24.04.2009 um 14:47 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Finanzpolitische Dummheit der SPD ??


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