Wenn das zuträfe, dann verrate mir doch bitte einmal, wo die Milliarden-Gewinne der gesamten Autoindustrie aus den Jahren 1989 - 1999 z.B. geblieben sind. Zur Erinnerung: Die Mauer fiel und fast jeder DDR-Bürger kaufte sich ein neues/gebrauchtes West-Auto. Der Gebrauchtwagen-Markt war leergefegt und die Autohersteller kamen mit der Produktion nicht nach.Diese Läden haben ihre gewinne regelmäßig in Tariferhöhungen gesteckt. Sie konnten kaum verdeckte Reserven aufbauen.
Die Angestellten und Arbeiter haben damals Überstunden bis zum Geht-nicht-mehr geschoben, aber nachhaltig höhere Tariflöhne hat es damals nicht gegeben. Und Leute wurden auch nicht eingestellt, das regelte man über Zeitarbeitfirmen!
Also, WER hat hier die Kohle eingesackt, wer erhielt wohl Superboni aufgrund des excellenten Betriebsergebnisses - und das über Jahre?! Wo ist hier der Staat beteiligt worden oder ist der Staat nur dann gefragt, wenn Verluste eingefahren werden ?
Im übrigen habe ich den Eindruck, dass Du alles durcheinander wirfst. Mal' ist es der Kleinunternehmer, mal' der Mittelständler, mal' die Großindustrie.
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Thema: Typisch linke Neiddebatte
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03.05.2009, 00:17Inaktiver User
AW:
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03.05.2009, 08:22Inaktiver User
AW:
Tzzz….. klar die vielen Milliarden sind in den Taschen der Vorstände verschwunden, wo sonst.
Die Überschrift ist der absolute Volltreffer für die Beiträge.
Auf dem Niveau unterhalte ich mich nun wirklich nicht.
Versuche es doch einfach mal mit den Bilanzen der betreffenden Unternehmen, vielleicht bekommst du heraus, wo die Milliarden sind.
Ist eben doch in Mode pauschal auf die Unternehmer drauf zu hauen.
V.G.
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03.05.2009, 09:12
AW: Typisch linke Neiddebatte
Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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03.05.2009, 09:22
AW: Typisch linke Neiddebatte
Wie schon geschildert fallen auch hier (pauschalisierte) Nebenkosten und Sozialabgaben an. Zudem, bis zur Rente haben wir eh eine "Grundsicherung"
in der Rente, dann spielt es keine Rolle mehr, ob jemand im Monat 10 oder 500 Euro Rente bezahlt hat, weil die Rente pleite ist und es zu wenige Zahler bei zu vielen Empfängern geben wird.
Da stimme ich mit Dir überein. Der Punkt ist, der Gesetzgeber denkt oftmals die Dinge aus populismus-Gründen nicht zu Ende. Das gilt aber für alle Parteien, rechts wie links. Unternehmer machen das idR. Sie planen längerfristig und suchen immer das Optimum. Das zeigt sich bei der Abwrackprämie, wo selbst Privatleute eine ungeahnte Kreativität an den tag legen, die schon enorme kriminelle Energie freisetzt, weil jeder nur an sich denkt. Das ist eine Mentalitätsfrage, das betrifft nicht nur den Unternehmer als solchen. Denn die Frau, die per Inserat einen Neuwagenkäufer sucht, der auf ihren Namen ein Auto krauft, damit sie für den alten die Abwrackprämie bekommt ist genauso an unseren Problemen schuld wie viele andere "kreative" Subventionsbetrüger.Natürlich schiebe ich da auch nicht die Schuld auf den kleinen Unternehmer, der davon Gebrauch macht, sondern gebe sie der Gesetzgebung.
Aber so ist der Mensch, das weiß auch der Gesetzgeber und das wird er nicht ändern. Aber er muss die Rahmenbedingungen schaffen, dass es eben keine ad hoc Maßnahmen sind, sondern langfristige, die durchdacht sind und vor allem BESTAND haben. Ein Unding ist es, alle zwei Jahre die Bedingungen zu ändern, wie z.B. im Gesundheitswesen, wo der unsäglichen Ulla schon jetzt die Pleite des Fonds droht, im Rentenwesen, wo vor wenigen Jahren die Berechnungsformel geändert wurde und man jetzt die Prognosen schön rechnet, weil - oh schreck - sonst auch die Rentner eine Rentenkürzung hinnehmen müssten, wie sie viele Arbeitnehmer betreffen (und das im Wahljahr!!
).. Flickwerk am laufenden Meter. Das ist, was die Unzufriedenheit schürt. Allerorten.
Wenn dann noch Leistungsträger schickaniert werden, weil Leistungsfaule generell und über die sozialen Mindestmaße subventioniert werden sollen, dann hörts auf.Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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03.05.2009, 09:24
AW: Typisch linke Neiddebatte
Bedanke Dich bei den Gewerkschaften, die über die Jahre einen völlig unflexiblen und unhaltbaren Kündigungsschutz etabliert haben. Wie geschrieben, Unternehmer sind durchaus kreativ und so wird der auf diese Weise umgangen.
Schaffe den Kündigungsschutz ab bzw. ändere ihn, dann wirst Du auch viel mehr Vollzeitstellen sehen.
Dass Unternehmer prinzipell gerne möglichst Vollzeitkräfte einstellen, zeigt sich ja am Boom der Zeitarbeit. Ein perfektes Tool, den Kündigungsschutz zu umgehen und doch Vollzeit-Kräfte zu haben..Geändert von blackjack21 (03.05.2009 um 09:30 Uhr)
Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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03.05.2009, 09:27
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03.05.2009, 10:40Inaktiver User
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03.05.2009, 10:43
AW: Typisch linke Neiddebatte
Deutschland schafft sich ab.. - Zeit für Veränderung!
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03.05.2009, 16:24Inaktiver User
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03.05.2009, 17:57Inaktiver User
AW: Typisch linke Neiddebatte
Blackjack hat es gesagt,
es ist der Kündigungsschutz, der hier ausgehebelt wird.
Ursprünglich waren diese Jobs ja nur als "Aushilfs/Zuverdienstjobs" gedacht, dafür sind sie eigentlich auch bestens geeignet.
Wenn du zB. eine kleine Firma hast und kriegst plötzlich Aufträge für einen überschaubaren Zeitraum rein, wo du noch eine halbe Kraft brauchst. Lässt du dir den Auftrag jetzt entgehen, weil du ihn personell, wegen einer halben Kraft nicht schaffst? Wäre doch schade. Und jetzt noch einen einstellen, den du wirklich nur die nächsten 6 Wochen am Nachmittag, aber da dringend, brauchst?
Was dann draus gemacht wird...weil es eben Lücken im Gesetz gibt
tscha, wie bei so vielen Dingen die halbherzig durch gewinkt werden. Profitieren tun mehr oder weniger immer auch die Großen.


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