Ja diese Vollbeschäftigung scheint aber eben eine Utopie zu sein.
Und wenn man allein darauf baut, spricht man den einzelnen Menschen jede Selbstverantwortung ab.
Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der sich trotz schlechter Ausgangsbedingungen bemüht und bemüht und wieder bemüht.
Da habe ich letztens auch eine sehr interessante 37 Grad Sendung über Tagelöhner gesehen.
Da krieg ich auch die Wut, wenn ich sehe, wie wenig diese Leute verdienen.
Die haben mein volles Mitgefühl und auch meine politische Unterstützung (zum Beispiel in der Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn). Leute, die einfach nur den Arsch nicht hochkriegen und denken, dass die Gemeinschaft sie halt mal mitfinanzieren kann, die tun mir wirklich nicht leid.
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 183
-
29.03.2009, 19:22
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
-
29.03.2009, 19:27
-
29.03.2009, 19:31Inaktiver User
-
29.03.2009, 20:05
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
Leider konnte ich die verlinkte Reportage nicht sehen.
Zu einem Aspekt aber möchte ich dennoch etwas sagen, nämlich dem, dass es Menschen gibt, die vermeindlich absichtlich und eigennützig auf Kosten anderer leben, die Gesellschaft sozusagen "ausnutzen".
Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, was die Ursache ist. Aber manchmal kommt es mir so vor, als wenn man von einem Analphabeten verlangen würde, aus einem Buch vorzulesen.
Wenn jemand es nie gelernt hat, Verantwortung für sich und sein Leben, seine Umwelt zu übernehmen - woher soll er denn dann ganz plötzlich diese Fähigkeit nehmen? Mit welchem Recht könnten wir einem Analphabeten sagen, jetzt lies doch mal, andernfalls stelltst Du dich selbst außerhalb dieser Gemeinschaft?
Eine Lösung habe ich auch nicht. Denn schließlich handelt es sich immer noch um Erwachsene, die ihr Leben nicht in den Griff kriegen. Und diesen müssen wir auf andere Weise begegnen als Kindern, denen man durch Erziehung noch etwas vermitteln kann.
Wenn diese Menschen "sozial behindert" sind (ich hoffe, das ist nicht en zu krasser Ausdruck, aber manchmal kommen sie mir so vor) - dann kann man sie nur dann "an die Hand" nehmen, um ihnen zu zeigen, dass auch ein anderes Leben möglich ist, wenn sie selbst es wollen.
Ob es welche gibt, die aus ihrem selbst geschaffenen Elend herauswollen (ich zumindest empfinde es als "Elend", den ganzen Tag Alkohol zu sich nehmend vor der Glotze zu verbringen), das weiß ich nicht, ich habe zu wenig bzw. gar keinen Kontakt zu solchen Menschen.
Wenn sie nicht wollen - dann muss man sie dort lassen, wo sie sind.
Und um deren Kinder müssen wir uns vermehrt kümmern. Die ErzieherInnen und LehrerInnen sind allerdings damit oft überfordert. Weshalb ich denke, dass es vermehrt FamilienhelferInnen geben müsste, die in die Familien hineingehen und behutsam versuchen, den Menschen wieder einen Lebenssinn und den Kindern eine Zukunft zu vermitteln. Aber wie gesagt, das geht nicht mit Gewalt und Repression, das geht nur dann, wenn man diese Familien dazu bringt, dies auch zu wollen.
Ansonsten stimme ich den vielen hier zu, die eine intensive kostenlose Betreuung der Kinder von klein auf fordern: durch kostenlose Kitas, Horte, Schulessen, aber auch anderen Freizeitmöglichkeiten. Vielleicht sind aber auch kleine "Aufgaben" außerhalb des Elternhauses wichtig, egal ob es sich um das Anlegen und Pflegen eines Blumen-/Gemüsebeetes handelt, um die Pflege von Tieren oder was es sonst noch für Möglichkeiten gäbe. Auf jedenfall etwas, was den Kindern Spaß macht und sie nebenbei "Verantwortung" übernehmen lernen lässt.************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
************************
-
29.03.2009, 20:09Inaktiver User
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
Genau das stand heute als Beispiel für zwei (Grund-)Schulen in Berlin in der Zeitung... übrigens finden viele Kinder auch Halt und eine Aufgabe bei den Kinderbauernhöfen in den Großstädten... (die kann man auch direkt durch Geld unterstützen
- und da kommt das Geld auch indirekt bei den Kids an... das sind genau die, die oft die beschriebenen Probleme zuhause haben)
-
29.03.2009, 22:12
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
Und man müsste teilweise auch die Arbeitsagenturen aus ihrer Lethargie herausholen, bzw. sinnlose Aktionen vermeiden: Ich sah einmal einen Bericht (nicht auf RTL
, ich glaube, ARD), in dem gezeigt wurde, in welche sinnlosen Maßnahmen und Kurse Arbeitslose gesteckt werden.
Da wurden Informatiker dazu verdonnert, einen Computerkurs für Anfänger zu besuchen
, es wurden Frauen in Floristinnenkurse gesteckt, obwohl ganz klar war, dass sie in ihrer Umgebung damit niemals einen Job bekommen, da es bereits ein Überangebot gab und vieles mehr.
Aber immerhin waren die Kursteilnehmer wohl eine Zeitlang nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik sichtbar.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
-
29.03.2009, 22:15
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
-
29.03.2009, 22:42
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
@Hillary,
ich drück Dir die Daumen und den Rest drück ich auch!
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
-
29.03.2009, 23:30
AW: Hartz 4 Dynastien - Wirklichkeit oder Medienhetze
Darum geht es doch seit vielen Jahren - die Statistiken zu "bereinigen". Wer ein bisschen in der Materie ist, weiß, dass die offiziellen Zahlen ein Witz sind.
Aus meiner Beobachtung gibt es ganz viele Ansätze. Einer ist der, die zuständigen Mitarbeiter nicht nur "Fallmanager" zu nennen, sondern sie wirklich zu befähigen, sich auf den "Einzelfall" Mensch einzulassen und individuelle Lösungen zu suchen. In Anbetracht der Überlastung vielleicht eine Illusion, aber eine angemessenere als simplifiziertes "managen".
Würde sich die Regierung der Bundesrepublik mehr im Sinne eines (häufig missverstandenen) machiavellistischen Fürsten verstehen, den allein das Gemeinwohl legitimiert, gäbe es weniger solcher bürokratischen Sinnlosigkeiten wie den vierten arbeitsagenturisch verordneten Kurs für Textverarbeitung für eine ausgebildete Sekretärin.
-
29.03.2009, 23:33Inaktiver User



Zitieren
