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  1. Inaktiver User

    Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Was ist in der CSU los? Seit Stoiber aus dem Amt gemobbt wurde, kommt sie nicht mehr zur Ruhe.

    Derzeit amtiert Seehofer ganz entspannt als Ministerpräsident, schießt nur ab und zu mit Populismen quer, und in der Partei rumort es, weil er wohl irgendwas Negatives über Amtsträger gesagt haben soll, die mehr als 1 Jahr älter sind als er selber ...

    Neueste Meldung: Schlaftablette Michael Glos ist von seinem Amt zurückgetreten, und die CSU bzw. die Bundesrepublik hat einen neuen Bundeswirtschaftsminister.

    Die Rede ist vom bisherige CSU-Generalsekretär Guttenberg, einem recht jungen Mann, der zeitweise als kommender Landwirtschaftsminister gehandelt worden war.
    Nun also Bundeswirtschaftsminister, ein Amt, wovon er laut FTD keine Ahnung hat.

    Beinahe könnte man sich darüber freuen. Legt diese Entscheidung doch nahe, dass die Wirtschaftskrise offenbar so läppisch ist, dass sie von jedem fachfremden Greenhorn mal eben bewältigt werden kann.

    Es lebe der Proporz --
    Geändert von Inaktiver User (09.02.2009 um 13:30 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    ja, jetzt muessten nur noch Merkel, Steinmeier und Steinbrueck gehen. Der Anfang waere ja schon mal gemacht. Ich hoffe mal, dass dies eine Initialzuendung war.
    Wolfgang
    Ich bin, also denke ich

  3. gesperrt

    User Info Menu

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Tja, Helmut Schmidt hat Volkswirtschaft (sehr Zahlenlastig und theoretisch) studiert und war ua. Innensenator und Verteidigungsminister. Dann soll es noch einen Aussenminister mit der einzigen abgeschlossenen Ausbildung zum Taxifahrer gegeben haben ...

    Sicherlich ist der Rücktritt von Glos, wenige Monate vor der Bundestagswahl, sehr unglücklich. Man neigt zu einem "warum zieht er das nicht noch die paar Monate durch" - aber WENN er keine Freude mehr an Amt und dazugehörenden Kontakten hat - dann besser jetzt als in ein paar Monaten.

    Die Nachfolge ist natürlich schwierig. Der Wirtschaftsminister ist IMMER vom Finanzminister abhängig und die Legislaturperiode dauert nur noch 7 Monate. Für Wirtschaftsspezifische Innovationen gibt es weder Raum noch Zeit - also wird eher ein juristischer Verwalter gesucht.

    Allerdings wurden auch die 2 Konjunkturprogramme verabschiedet und die Details geregelt - Glos hinterlässt also keine aktuell offenen Probleme oder Aufgaben, die nur er noch lösen könnte.

    Eine Schwäche der Demokratie ist natürlich der richtige Zeitpunkt eines geordneten Rückzuges und die Einarbeitung in neue Aufgabenfelder. Die Masse der Bundeskanzler, Ministerpräsidenten und Minister wurden entweder abgewählt oder mussten zurücktreten - sind also zum Ende ihrer Aufgabe gescheitert.

    Glos hat selbst entschieden und ein "neuer frischer" Mann hat die Chance sich eingehend in ein Ministerium einzuarbeiten und sich für das nächste Kabinett zu empfehlen.

    Übrigens ... wenn DAS Chaos ist, wo bleibt dann deine Steigerungsform für wirklich chaotische Zustände?

  4. Inaktiver User

    AW: Chaotisch-soziale Union

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    ja, jetzt muessten nur noch Merkel, Steinmeier und Steinbrueck gehen. Der Anfang waere ja schon mal gemacht. Ich hoffe mal, dass dies eine Initialzuendung war.
    Wolfgang
    Dein Posting versteh ich nicht.

  5. User Info Menu

    AW: Chaotisch-soziale Union

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dein Posting versteh ich nicht.
    Da waren 4 Leute, die ich fuer ausgesprochen inkometent halte. Alle 4. Jetzt sind es nur noch 3.
    Ich bin, also denke ich

  6. Inaktiver User

    AW: CSU - Chaotisch-soziale Union

    Zitat Zitat von Nadine2 Beitrag anzeigen
    Sicherlich ist der Rücktritt von Glos, wenige Monate vor der Bundestagswahl, sehr unglücklich.
    Warum das? Es hat sich in der Wirtschaftskrise bisher nicht durch Fachkompetenz und Führungsstärke ausgezeichnet. Nachdem er im Bundestag mal vom Podium herab als "Schlaftablette" bezeichnet worden war, haben sich angeblich nicht einmal die Unions-Kollegen die Mühe gemacht zu protestieren.



    Allerdings wurden auch die 2 Konjunkturprogramme verabschiedet und die Details geregelt - Glos hinterlässt also keine aktuell offenen Probleme oder Aufgaben, die nur er noch lösen könnte.
    Du weißt aber schon, dass sich in den nächsten Monaten die Blicke der europäischen Wirtschaftspolitiker nach Washington richten, oder nicht?
    Dort stehen viele wirtschaftspolitischen Entscheidungen erst noch bevor, und sie werden für Deutschland und Europa durchaus Belang haben. Mit Glos bzw. Guttenberg gäbe es hierfür auf deutscher Seite keinen kompetenten Ansprechpartner.

    Gleiches gilt für die kommenden Verhandlungen bezüglich einer neuen internationalen Wirtschaftsordnung. Wer soll in solchen Verhandlungen auf deutscher Seite maßgebliche Inputs geben? Der Beinahe-Landwirtschaftsminister Guttenberg vielleicht??



    Tja, Helmut Schmidt hat Volkswirtschaft (sehr Zahlenlastig und theoretisch) studiert und war ua. Innensenator und Verteidigungsminister. Dann soll es noch einen Aussenminister mit der einzigen abgeschlossenen Ausbildung zum Taxifahrer gegeben haben ...
    Was auch immer Joschka Fischer zeitweise gejobbt haben mag - bevor er Außenminister wurde, hat er sich jahrelang intensiv mit dem Außenresort befasst. Man muss auch nicht an der Bundeswehrhochschule studiert haben, um Verteidigungsminister sein zu dürfen. Man kann sogar als Bäcker oder Müller ins Wirtschaftsministerium gehen (Michael Glos),

    aber in der angeblich schwersten Wirtschaftskrise seit 90 Jahren kann man einen Glos nicht halten wollen, wenn sich zeigt, dass er der Aufgabe eindeutig nicht gewachsen ist, und man kann in solchen Zeiten nicht ausgerechnet einen Anfänger und Fachfremden zum Bundeswirtschaftsminister machen.

    Ich jedenfalls finde das unverantwortlich. Solches parteiinternes Gemauschle erscheint mir angesichts der großen wirtschaftlichen Herausforderungen geradezu frivol.

    Von den Strippenziehern, die Posten und Pöstchen verteilen, erwarte ich, dass sie zumindest jemanden wählen, der sich in einer so heiklen Situation mit dem entsprechenden Resortthema schon mal näher befasst hat. Es handelt sich hier schließlich nicht um das Ministerium für Gedöns.


    Hat die CSU keinen Wirtschaftsfachmann
    , dass sie ausgerechnet einen Menschen nominieren musste, der bisher nicht die geringste Neigung und nicht die geringste Fachkenntnis für dieses Thema hat erkennen lassen?

    Bis der neue Bundeswirtschaftsminister sich in dieses Amt eingearbeitet hat, ist die Wirtschaftskrise vorbei.
    Geändert von Inaktiver User (09.02.2009 um 14:22 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: CSU - Chaotisch-soziale Union

    Seehofer ist gar nicht so dumm. Der Neue hat genug Zeit, sich zu profilieren, ist jung, und kann sich fuer die naechste Bundestagswahl bekanntmachen. Zeit ist wirklich noch genug da.
    Und wenn ich Steinmeier hoere, wenn er die SPD-Konzepte zue Bekaempfung der Wirtschaftskrise lobt, und explizit die Verschrottungspraemie erwaehnt? Und wenn ich dann nachlese, dass hierfuer zum groessten Teil nichtdeutsche Autos gekauft werden? Ja, was soll ich dann denken? Fachleute haben schon vor diesem Subventionsprogramm fuer auslaendische Kleinwagen gewarnt. Wir verpulvern Geld, das nach Asien und sonstwohin fliesst, aber nicht nach Deutschland. Steinmeier und Steinbrueck haben die Ohren und Augen zugehalten, und wollten keine Wirtschaftsexperten zu diesem Thema hoeren. Und jetzt bruesten sie sich noch mit diesem Mist.
    Ich bin, also denke ich

  8. Inaktiver User

    AW: CSU - Chaotisch-soziale Union

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    ... Verschrottungspraemie ... Und wenn ich dann nachlese, dass hierfuer zum groessten Teil nichtdeutsche Autos gekauft werden? Ja, was soll ich dann denken? Fachleute haben schon vor diesem Subventionsprogramm fuer auslaendische Kleinwagen gewarnt. Wir verpulvern Geld, das nach Asien und sonstwohin fliesst, aber nicht nach Deutschland.
    Mit einem ähnlichen Argument hat irgend so ein US-Senator allen Ernstes einen Buy-American-Passus in Obamas Konjunkturprogramm schreiben lassen.
    Ziemlich idiotisch, dieser Protektionismus, wenn man sich damit ins eigene Fleisch schneidet. - Zum Glück wurde das abgewendet, nachdem die EU sowie Kanada massivst interveniert und sogar mit einer Klage vor der WTO gedroht haben.

    Wie könnte der Exportweltmeister Deutschland einen etwaigen Protektionismus der deutschen Industrie eigentlich im Ausland begründen? Dieser Schuss ginge definitiv nach hinten los.
    .
    Geändert von Inaktiver User (09.02.2009 um 14:32 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: CSU - Chaotisch-soziale Union

    aber kein Land auf der ganzen Welt kaeme auf diese glorreiche Idee, ein Programm zu befuerworten, bei dem fast ausschliesslich auslaendische Unternehmen profitieren. Bestimmt nicht, so daemlich ist niemand. Und das hat nichts mit Protektionismus zu tun.
    Mich graust es jedesmal, wenn ich Fernsehberichte sehe, wo man in Kia oder Honda-Laeden zu hoeren bekommt, dass man dringend Nachschub braucht. Gestern habe ich gehoert, dass die Japaner in Deutschland grosse Zuwachsraten haben, und die Deutschen starke Einbussen.
    Ich bin, also denke ich

  10. Inaktiver User

    AW: CSU - Chaotisch-soziale Union

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    aber kein Land auf der ganzen Welt kaeme auf diese glorreiche Idee, ein Programm zu befuerworten, bei dem fast ausschliesslich auslaendische Unternehmen profitieren. Bestimmt nicht, so daemlich ist niemand. Und das hat nichts mit Protektionismus zu tun.
    Mich graust es jedesmal, wenn ich Fernsehberichte sehe, wo man in Kia oder Honda-Laeden zu hoeren bekommt, dass man dringend Nachschub braucht. Gestern habe ich gehoert, dass die Japaner in Deutschland grosse Zuwachsraten haben, und die Deutschen starke Einbussen.
    Was hätte man stattdessen machen sollen? Die großen Spritfresser wurden bereits durch die Neuregelung der Kfz-Steuer begünstigt. Noch mehr Förderung der großen Spritfresser ist an dieser Stelle nicht sinnvoll, zumal wenn früher oder später das Klimaschutzthema wieder auf die Tagesordnung kommt oder der Benzinpreis wieder anzieht.

    Die Weltwirtschaft ist außerdem kein Nebeneinander von autarken Inseln. Wenn die Industrie in Korea boomt (was ich bezweifle), dann profitieren nicht zuletzt die deutschen Maschinenbauer.

    Wie heikel protektionistische Überlegungen sind, sieht man wirklich sehr gut anhand der Diskussion in USA - zumal USA (anders als Deutschland) mehr importiert als exportiert und Protektionismus daher nicht schon auf den ersten Blick als kontraproduktiv zu erkennen ist.
    Ich empfehle hierzu diesen Artikel: *klick*

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