Ja, reden kann er, keine Frage. Ich hoffe, er hat auch noch paar andere Kompetenzen.Ich habe das Interview mit ihm und Frau in der BamS gelesen und seine 1. Rede im Bundestag gehört - und ich sehe langfristig viel Potential.
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17.02.2009, 08:18
AW: Wie kompetent muss ein Minister in seinem Fach sein ...
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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17.02.2009, 09:30Inaktiver User
AW: Wie kompetent muss ein Minister in seinem Fach sein ...
*hups*
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17.02.2009, 09:53
AW: Wie kompetent muss ein Minister in seinem Fach sein ...
Ich sage jetzt, was ich von ihm halte, und bin mir bewusst, dass es Vorurteile sind. Irgendwer hat hier im Strang geschrieben, dass er so aussieht, wie diese ganzen Banker, die uns dieses Schlamassel eingebrockt haben. Komisch, genau das Gefühl hatte ich auch. Ein bisschen Banker, ein bisschen Yuppie, geschniegelt und gebügelt. Die Frage ist die Kompetenz. Wenn jemand ein Wirtschaftsministerium leitet, sollte er Kompetenzen vorweisen können. Ich glaube, er hat nicht nur wenig Erfahrung, sondern auch eine gehörige Portion Nichtwissen. Und wenn er nur wenige Tage, nachdem er zum Wirtschaftsminister gekrönt wurde, behauptet, dass es spätestens im Herbst wieder aufwärts geht? Diese flotten Sprüche hasse ich. Glos sagte wenigstens (hab ich von Frank geklaut), er hoffe, unser neuer Wirtschaftsminister meint: Er weiß. Somit reiht er sich ein in die Gruppe der Wissenden um Kanzlerin Merkel. Da war Glos ehrlicher, der sagte, er weiß nicht, er hofft.
WolfgangIch bin, also denke ich
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17.02.2009, 10:17Inaktiver User
AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU
Nur zur Info:
Die Themeneröffner Blautanne2 und Sprachlos haben sich auf eine Zusammenlegung der Themen Wie kompetent muss ein Minister in seinem Fach sein ... und CSU - Christlich-chaotische Union geeinigt.
Die Beiträge beider Themen sind nun in diesem thread Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU zusammengeführt.
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17.02.2009, 10:20Inaktiver User
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17.02.2009, 10:26Inaktiver User
AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU
Derjenige, der einen 3-Mann-Betrieb geleitet hat, verfügt über so viele (volks-)wirtschaftliche Kenntnisse wie du oder ich. Somit ist er auch in keiner Weise kompetenter als wir beide um als Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland (und nicht als Wirtschaftsbevollmächtigter von Klein-Bembelsdorf) Entscheidungen von großer Tragweite zu treffen.
Das stimmt: wenn ein Minister schon vom Fachressort keine Ahnung hat, sollte er zumindest von den Mechanismen der Politik generell entsprechende Ahnung haben. Guttenberg hat noch nie ein Spitzenamt in der Politik bekleidet. Sein bislang höchstes politisches Amt war das des Generalsekretärs der CSU. (Das ist eine vollkommen anders geartete Aufgabe als die Aufgabe eines Fachministers.) Jedenfalls hat Guttenberg in dieser Funktion ein 2-monatiges Gastspiel gegeben. Das war's dann auch schon mit der politischen Erfahrung.Zudem sind langjährige politische Erfahrungen nötig um die verschlungenen Entscheidungswege in einer Parlamentarischen Demokratie zu entschlüsseln.
Somit kann man Guttenberg nicht nur als fachlich inkompetent, sondern auch als allgemein-politisch unerfahren bezeichnen.
Ja, Schlagworte beherrscht der gute Herr von und zu Guttenberg in der Tat. Dieser grüne Junge war noch nicht einmal im Amt, da hat er bereits vollmundige Töne Richtung Finanzministerium und Richtung Kanzlerin gespuckt.Für einen Minister ist zBsp. die Kunst der freien Rede, die Zusammenfassung der eigenen Politik in Schlagworten und das sichere Bewegen im politischen Umfeld überlebenswichtig.
Wenn das alles ist, was er (derzeit!) kann, dann ist das in der "beispiellosen Wirtschafts- und Finanzkrise", in der wir uns befinden, ein bisschen dürftig.
Das Problem, weshalb sich so wenig Spitzenmanager in der Politik finden, ist wohl eher eines der Bezahlung, und eines des Respekts (der Medien und der Öffentlichkeit) sowie - nicht zu vergessen - ein Problem der Gestaltungsmacht, die in einem Unternehmen erheblich größer ist als in einem demokratischen Staat ..Einen erfolgreichen Manager eines Konzerns oder eines grossen Familienbetriebes werden wir in Deutschland NICHT als Minister erleben. Was würde passieren? Die Medien würden sich auf die Vergangenheit stürzen und mit Sicherheit irgendeine "kleine" Steuerungerreimtheit, eine Entlassung einer "armen" Mutter vor 8 Jahren oder sonstwas WICHTIGES finden - UND sich dann DARAUF einschiessen mit dem Motto "SO EINER IST ER ALSO".
In diesem Fall war aber sogar ein Unternehmer im Gespräch, der seinerseits auch bereit gewesen wäre ein solches Amt zu übernehmen.
Wahrscheinlich hätte er sich aber mit Merkel zu gut verstanden, oder er war nicht aus Franken, oder er war nicht genauso Wachs in Seehofers Händen wie der junge Theodor. - Deshalb wurde daraus nichts.
Über Guttenberg mache ich mir keine Gedanken. Dieser Mensch ist in eine fürstliche Wiege hineingelegt worden, hat vermutlich Eliteschulen besucht, von denen unsereins nur träumen kann, und hatte auch sonst in seinem jungen Leben schützende Hände einer einflussreichen Familie über sich.Für Guttenberg kann es doch keinen besseren Start geben. Die Erwartungen sind sehr niedrig, die Kritik teilweise unsachlich (Lehrling, Frankenquote, keine 1. Wahl etc.) und die Zeiten sehr hart.
Daher ist mir um diesen kleinen spießigen Streber mit den unangenehm heruntergezogenen Mundwinkeln ganz bestimmt nicht bange.
Mir ist um Deutschland bange, das einen Frankenproporz als Bundeswirtschaftsminister aufgedrückt bekommt, weil Seehofer das innige Bedürfnis hatte irgendwelches innerparteiliches Gemauschel zu regeln und bei dieser Gelegenheit Merkel mal wieder ans Schienbein zu kicken, die - für seinen Geschmack - viel zu eng mit dem Koalitionspartner zusammen arbeitet.
Nachtrag:
Die Aussage, es handle sich bei der Entscheidung um einen Frankenproporz, ist KEINE unsachliche Kritik, sondern eine unbestrittene TATSACHE. Desgleichen ist es eine TATSACHE, dass er für einen Bundesminister außerordentlich jung ist und überdies keine wirtschaftspolitische Kompetenz hat.
Ob man jemanden mit solchem Profil "Lehrling" oder "Azubi" nennen darf, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber der inhaltliche Kern dieser Aussage ist nichtsdestotrotz völlig korrekt.
Ein freundliches Interview mit ihm und seiner lieben Gattin in der BildzeitungIch habe das Interview mit ihm und Frau in der BamS gelesen und seine 1. Rede im Bundestag gehört - und ich sehe langfristig viel Potential. WENN er seine Sache gut macht ist er für mich sogar ein Perspektivkandidat für den Bundeskanzler 2013.
Das habe ich nicht gelesen, aber wenn du darauf etwas gibst, dann wundert mich nicht, dass du eine so freundliche Meinung über diese Personalentscheidung hast.
.Geändert von Inaktiver User (17.02.2009 um 10:41 Uhr)
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17.02.2009, 10:49
AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU
Ja, also Blautanne, dem ist wohl nichts hinzuzufügen ...
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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17.02.2009, 11:05
AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!
#Blautanne
Ich tippe mal du schätzt dich selbst als SEHR tolerant, weltoffen und sozial in allen Variationen ein. Tatsächlich spricht aus deinen Worten eine verbohrte Ideologie, derer sich die jeweiligen Ereignisse und Personen anpassen MÜSSEN.
Du unterstellst Guttenberg, daß er ein "kleiner, spiessiger Streber" ist, ohne auch nur geringste Einzelheiten über die Eigenschaften "Spiesser" und "Streber" belegen zu können. Bei dir hört sich "Strebsam" sogar als Schimpfwort an.
Warum kann man nicht wirklich neutral, tolerant und weltoffen sein. DANN würde man sagen: Jetzt schauen wir erst mal was der junge Mann kann - UND DANN urteilen wir über ihn.
Aber nein, da bleibt man lieber Ideologin á la Blautanne und da sind ALLE Politiker der Gegenpartei zwangsläufig inkompetent, verlogen und erfolglos - oder man relativiert um eine Scheinneutralität zu heucheln á la "die Mehrwertsteuererhöhung haben sie tatsächlich schnell durchgezogen".
Ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich Steinmeier für einen guten Aussenminister oder Gysi und Lafontaine für gute Redner halte - auch wenn diese Herren meine Stimme höchstwahrscheinlich nie bekommen werden. Wie soll man denn auf deine Meinung neugierig sein - die kann man sich mit Hilfe von jeweiligen Fragestellungen GANZ EINFACH schon vorher zusammenreimen!
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17.02.2009, 11:18
AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!
Es bleibt ja nun nichts anderes mehr übrig und ich hoffe mal, er kann was. Aber mein Problem ist weniger die Person Guttenberg als die Art und Weise, wie in Deutschland hohe politische Posten vergeben werden !Jetzt schauen wir erst mal was der junge Mann kann - UND DANN urteilen wir über ihn.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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17.02.2009, 11:26Inaktiver User
AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!
Das stimmt voll und ganz. Es ist in der Tat eine Unterstellung - wenn auch eine ziemlich offensichtliche und wahrscheinlich zutreffende. "Strebsamkeit" hört sich in meinem Textzusammenhang tatsächlich negativ an.
Ich kann nichts dafür - ich schau ihn mir an: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, mit seinen gestriegelten Haaren, seinem Gang, seinem steifen Anzug.
Ich höre, was der vielleicht-irgendwann-mal-kompetente-Wirtschaftsminister über den erfahrenen Finanzpolitiker Steinbrück sagt, und könnte kotzen.
Aber das ist egal, ist nur Randnotiz. Ob du's glaubst oder nicht: ich mache mir über die Herkunft von Politikern und ihren familiären Hintergrund im Allgemeinen sehr wenig Gedanken. Ob einer von ganz unten oder von ganz oben kommt, ob er sich nach oben geboxt hat oder aus der richtigen Familie stammt - das ist nicht wirklich mein Thema. Es ist im Einzelfall höchstens das Tüpfelchen auf dem "i".
Mich interessiert viel mehr, was einer politisch "drauf" hat und ob er in eine verantwortungsvolle Aufgabe kommt aufgrund vorhandener Potenz, aufgrund angenommenen Potenzials oder als Ausdruck von Proporz.
Bei Guttenberg ist definitiv keine Potenz, vielleicht Potenzial und ganz sicher Proporz der Grund gewesen. Und das halte ich - angesichts wirtschafts-und finanzpolitisch solch schwieriger Zeiten - für eine himmelschreiende Dummheit und Leichtfertigkeit.
Gerne. Wenn er den Landwirtschaftsminister gibt, oder sonst einen Bundesminister für Gedöns.Warum kann man nicht wirklich neutral, tolerant und weltoffen sein. DANN würde man sagen: Jetzt schauen wir erst mal was der junge Mann kann - UND DANN urteilen wir über ihn.
Aber nicht wenn er Bundeswirtschaftsminister sein soll, in einer Zeit außerordentlicher Krisen und außerordentlichen Entscheidungen.
Denn ich bin Bürgerin, Wählerin - also gegebenenfalls Leidtragende seiner Entscheidungen, und nicht seine Amme oder sein Mentor. Es ist nicht die Zeit für wohlwollendes Abwarten. Schwere Zeiten fragen nicht nach gegelten Frisuren und Regionalproporz, sondern nach großen Politikern mit Fachkenntnis und politischer Erfahrung.
Das ist Quatsch mit Sauce. Ich bin in der Bewertung von Politikern jedweder Partei wesentlich differenzierter als du in deiner Bewertung meines Postings. Aber mir reicht halt nicht ein wohlwollendes Interview in der Bildzeitung, um die äußerst fragwürdigen Entscheidungskriterien für Guttenberg aus meinen Gedanken zu verbannen.Aber nein, da bleibt man lieber Ideologin á la Blautanne und da sind ALLE Politiker der Gegenpartei zwangsläufig inkompetent, verlogen und erfolglos - oder man relativiert um eine Scheinneutralität zu heucheln á la "die Mehrwertsteuererhöhung haben sie tatsächlich schnell durchgezogen".
.Geändert von Inaktiver User (17.02.2009 um 11:48 Uhr)


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