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  1. Inaktiver User

    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Und Bürgertum ist halt (grob gesagt) nur ein veralteter Begriff für die Mittelschicht, der man eine gemeinsame Werteorientierung unterstellte.
    Aber Mitglieder der Mittelschicht wählen doch nicht nur CU/CSU/FDP. Gerade die Grünen sind ja eine Partei, die einen großen Teil ihrer Wählerschaft aus der Mittelschicht generieren.

  2. Inaktiver User

    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Mitglieder der Mittelschicht wählen doch nicht nur CU/CSU/FDP. Gerade die Grünen sind ja eine Partei, die einen großen Teil ihrer Wählerschaft aus der Mittelschicht generieren.
    Ich würde sogar behaupten, daß die Grünen mittlerweile sogar eine Partei der besser verdienenden ist.

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    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ Lukulla

    Ein Kauf durch den deutschen Staat ist nach EU-Recht praktisch nicht möglich. Die realen Optionen waren eben entweder Kredite und Bürgschaften (und auch die werden ja von der EU intensiv hinterfragt) für einen externen Käufer oder die Insolvenz.
    Ich bin durchaus der Meinung von Guttenberg. Das Dilemma ist aber, dass der deutsche Staat keine Insolvenz anordnen kann für ein Unternehmen, was ihm gar nicht gehört. Der deutsche Staat konnte lediglich ein Kaufangebot unterbreiten - jetzt sagst Du, das ginge nicht nach EU Recht, ich nehme das dann als gesetzt - oder eben mit Krediten helfen.

    Eine Insolvenz für Opel anzuordnen wäre beispielsweise genau so, als ob der rumänische Staat das Werk von BMW in Bukarest mit Insolvenz bedroht, nur weil BMW in Deutschland in Schwierigkeiten ist. Das macht immer noch das Unternehmen selbst! und nicht der Staat, in dem das Werk steht.

    Ansonsten sehe ich das Wahlgeschenk an die Opelmitarbeiter sehr kritisch. Der Staat hätte sich da komplett raushalten sollen.
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    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber Mitglieder der Mittelschicht wählen doch nicht nur CU/CSU/FDP. Gerade die Grünen sind ja eine Partei, die einen großen Teil ihrer Wählerschaft aus der Mittelschicht generieren.
    Das sehe ich genauso. Ich schrieb ja auch das Grüne zur Mitte gehören. die altmodische bezeichnung dafür wäre halt bürgerlich. Die altmodische bezeichnung wird halt (überraschend) bei "den Konservativen" immer noch verwendet. Aber statt bürgerlich oder Mitte nun die rechts zu bezeichnen ist quatsch weil wer Begriff halt schon belegt ist für deutsch-nationale Parteien. Kojnservative ist auch so ein unscharfer Begriff, im eigentlichen, ursprünglichen Wortsinn. Ist halt im politischen Kontext mit zusätzlichen Inhalten gefüllt, die ja nun auch jeder kennt. Kain Grund also, das nun jeder seine eigene Sprache entwicklet und von den Grünen als den Konservativen spricht - hätte er vielleicht recht, aber verstanden würde er halt nicht mehr. Da sich einige Begfriffe allerdings so überholt haben, dass die im Kontext falsch verstanden werden habe ich den Begriff "bürgelich" erklärt, der nicht bundesbürgelich meint sondern bürgerlich wie bürgerliche Küche.

  5. Inaktiver User

    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    @ Lukulla

    Der Staat kann natürlich keine Insolvenz "anordnen".

    Aber ohne staatliche Kredite und Garantien wäre es bei Opel sehr schnell zur Zahlungsunfähigkeit gekommen, mit einem beträchtlichen Verlust von Arbeitsplätzen. Der Staat hat also die Insolvenz, die ohne Intervention wohl unausweichlich gewesen wäre, durch sein Eingreifen verhindert - bzw. meiner Meinung nach hinausgezögert.

    Damit sind zwar die Jobs bei Opel erst einmal gerettet worden, auf Kosten der Steuerzahler, die dann, wenn es doch zu einer Insolvenz kommt, oder wenn die neuen Eigentümer ihr eigenes Spiel spielen, die Kredite abschreiben und für die Garantien einstehen müssen.

    Allerdings würde eine gelungene Sanierung den Steuerzahler nichts kosten und ganz im Gegenteil profitabel sein, denn es werden Zahlungen der Sozialkassen an Arbeitslose vermieden, und die Lohnsteuereinnahmen und die Beiträge an die Sozialversicherung laufen weiter.

    Wenn es also funktionieren sollte - und davon sind die Politiker natürlich ausgegangen - dann wäre es eine Erfolgsstory. Aber sehr viele - Guttenberg und mich eingeschlossen - waren und sind eher skeptisch.

    Was auf jeden Fall ein Problem ist, ist, dass durch die Rettung einer schlecht geführten Firma andere Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, weil in der Praxis die inkompetente Firma zu Lasten der erfolgreichen Konkurrenz subventioniert wird. Selbst wenn die Subvention am Ende nichts kosten sollte (Konjunktiv).

    Bei der Commerzbank (und HRE) kann es auch viel Geld kosten (allerdings war dort die Insolvenz wirklich keine akzeptable Option), aber bei einer erfolgreichen Sanierung verdient der Staat als Aktionär sogar gutes Geld. Der Kurs der Commerzbank war schon deutlich gestiegen, und vielleicht geschieht dies ja auch bei HRE.

    Der Punkt ist ja, dass die "faulen Papiere" eigentlich mit Werten hinterlegt sind: Die amerikanischen Immobilien (als Beispiel) stehen ja und wären grundsätzlich verkäuflich, allerdings wohl nicht zum ursprünglichen Preis. Da aber der Staat erst nach deutlichen Abschreibungen eingegriffen hat, lässt sich ein für uns alle profitabler Ausstieg nicht ausschließen.

    Allerdings würde ich darauf nicht mein komplettes Vermögen verwetten ....

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    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was auf jeden Fall ein Problem ist, ist, dass durch die Rettung einer schlecht geführten Firma andere Unternehm
    Bei der Commerzbank (und HRE) kann es auch viel Geld kosten (allerdings war dort die Insolvenz wirklich keine akzeptable Option)
    Meine Güte,seht ihr nicht wie ihr euch selbst winden und verbiegen müsst um eine - wie immer geartete -Illusion einer sauber geführten Marktwirtschaft aufrechtzuerhalten?
    Wann Unternehmen zu groß sind zu fallen, ist eben Ermessensache der Politik.
    Was erstens an sich schlecht ist.
    Zweitens ist an sich schlecht, daß es ein "too BIG to FAIL" überhaupt im System gibt!

    Diesen Problemen im Großen sollte sich die Wirtschaftspolitik stellen und nicht nur herumdoktoren an Symptomen.


    Aber verlieren wir unseren Freiherrn nicht aus den Augen und sein oberfränkisch- österreichisches Familien-Finanz-Imperium
    SZ-Kulmbacher Guttenberg Sitz goes East, 260 Mio -Deal mit HypoVereinsbank betreff Aktienpaket Rhön-Klinikum
    Geändert von hombre (06.10.2009 um 00:56 Uhr)

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    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ Lukulla

    Der Staat kann natürlich keine Insolvenz "anordnen".

    Aber ohne staatliche Kredite und Garantien wäre es bei Opel sehr schnell zur Zahlungsunfähigkeit gekommen, mit einem beträchtlichen Verlust von Arbeitsplätzen.....
    Eben, sag ich doch. Und genau das sagte Guttenberg NICHT. Er sprach verklausuliert von einer geordneten Insolvenz, die manchmal besser wäre.

    Hätte er sich korrekt an die juristischen Gegebenheiten gehalten, hätte er es genauso wie Du formulieren müssen:
    Der Staat soll sich raus halten, wir geben keine Kredite, wir geben keine Hilfe zur Sicherung von Arbeitsplätzen und wir überlasen alles Opel bzw. GM. Daraus resultieren würde sehr wahrscheinlich eine Insolvenz (mit einem Insolvenzantrag von Opel).

    Da hätte die Luft gebrannt! Das hat er aber nicht gesagt! Das ist die Krux. Und Normalsterbliche, die sich mit dem Procedere nicht so auskennen, aber ab und zu den Wirtschaftsteil von Spiegel lesen, dachten, herrjee, so ein Wirtschaftsfachmann, kennt sich super aus und verkündet auch eine Meinung entgegen der offiziellen Linie. Den wählen wir.

    Ich hoffe, der Unterschied wird klar.
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    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    "Am 31. Oktober 2008, einen Tag nach Guttenbergs Berufung zum CSU-Generalsekretär, gingen dessen Vater und Bruder, Georg Enoch und Philipp von und zu Guttenberg, im österreichischen Kurort Semmering zu einem Notar. Sie gründeten die "Freiherrlich von und zu Guttenberg’sche Familienstiftung", zu deren Vermögen das Schloss bei Kulmbach gehört.

    Warum haben die Guttenbergs dann keine Stiftung nach deutschem, sondern nach dem steuerlich attraktiveren österreichischen Recht gegründet? "Das hat weiß Gott keine Rolle gespielt", sagt der Bruder Philipp. "Es ist einfach so, dass ich seit zehn Jahren in Österreich lebe."

    Er ist also so edel wie der Rennfahrer Schuhmacher.

    Aber wir wollen bei der Wahrheit bleiben, *unser* Guttenberg hat mit dem alles nichts zu tun:

    "Teile des Familienvermögens wurden offenbar schon vor Jahren unter den Brüdern aufgeteilt. Das Familienschloss im Oberfränkischen ist zwar der Wahlkreis-Wohnsitz des Wirtschaftsministers. Karl-Theodor zu Guttenberg sei aber "weder direkt noch indirekt an der Stiftung beteiligt", versichert sein Ministerium..."

    und weiter:

    "Der 37-Jährige ist ein wohlhabender Mann. Arbeiten müsste er nicht, er könnte wohl von seinem Vermögen leben. Welchen Umfang dies hat, ist nicht bekannt. Sicher ist nur: Sein Vater Georg Enoch Freiherr zu Guttenberg und seine Familie machten im Frühjahr 2002 große Kasse. Damals verkauften die Guttenbergs ihre Anteile am privaten Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum an die HypoVereinsbank. Über den Preis für das Aktienpaket hüllt man sich in Schweigen. Aber der Wert an der Börse belief sich zu diesem Zeitpunkt auf satte 260 Millionen Euro."

    Jetzt werde ich doch ein bisschen neidisch.
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  9. User Info Menu

    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Ohne die Guttenbergs irgendwie in Schutz nehmen zu wollen...

    daß die Gschicht genau jetzt über die SZ lanciert wird, dürfte kein Zufall sein.
    Der 31.Okt.2008 liegt ja nun schon gut 11 Monate zurück, und die "Nachricht" ist in polit.Kreisen natürlich längst keine mehr. Aber die Spezies aus Banken, CSU und Bayern-Journalie hielt tapfer durch bis zur Wahl. Und ergo das Maul, und wichtiger: den Stift still.

    Nun aber ist die Beute erlegt, nun gehts ans Fressen. Heisst: Töpfe verteilen. Und da wollen die internen Widersacher Guttis es natürlich nicht bei der 68% Meldung belassen.

    Schau mer mal wie das weitergeht- hoffentlich ergötzlich

  10. Inaktiver User

    AW: Guttenberg - ein kompetenter oder chaotischer Bundesminister aus der CSU?!

    Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen gibt es neue Informationen und Spekulationen in Sachen Guttenberg:

    "CSU: Koalitionsverhandlungen. Das Problem Guttenberg", SZ
    .

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