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  1. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich orientiere mich derweil an der FTD, die zuerst lapidar konstatierte, dass der Herr zu Guttenberg bisher nicht durch Wirtschaftskompetenz aufgefallen sei und nach den ersten Schreck-Sekunden nachtarockte: Von Glos zu Guttenberg - "Von der Schlafpille zum Azubi".

    Wahrscheinlich braucht es Humor, um solche (!) Nachrichten in solchen (!) Zeiten zu verarbeiten.

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    das ist gut.

    tragisch ist es natürlich aber eigentlich sollte die wirtschaftspolitik im moment chefache sein, also von merkel und steinmeier gestaltet werden.
    insofern können wir uns vom azubi ja vielleicht überraschen lassen. aber schockierend ist das für die konservativen mit sicherheit, dass sie keinen bekannten wirtschaftspolitiker aufstellen können.

    ich habe in der süddeutschen den prozess gelesen.
    glos hat merkel telefonisch informiert
    seehofer schriftlich per fax in dessen heimat (nicht in die staatskanzlei)
    seehofer wurde auf dem münchner sicherheitskonferenz von den medien davon überrascht

    wenn csu-männer nicht miteinander reden

  2. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Guttenberg macht es nur bis zur Bundestagswahl – danach übernimmt Georg Fahrenschon = Ökonom aus München und seit Oktober 2008 bayerischer Finanzminister

  3. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guttenberg macht es nur bis zur Bundestagswahl – danach übernimmt Georg Fahrenschon = Ökonom aus München und seit Oktober 2008 bayerischer Finanzminister
    Für die Nachfolge des Problembären Glos waren mehrere Alternativen im Gespräch.
    Ist die Personaldecke in der wirtschaftspolitisch angeblich so kompetenten Partei so dünn?
    Ist aus Sicht der Bayern das Bundeswirtschaftsministerium so unwichtig?

    Fest steht jedenfalls, dass man in diese außerordentliche Wirtschaftskrise einen Anfänger hineinstellt, der als Qualifikation seine Herkunft aus Franken, sein jugendliches Alter, sein gesellschaftliches Auftreten und seine Fremdsprachenkenntnisse vorzuweisen hat.
    .
    Geändert von Inaktiver User (10.02.2009 um 11:15 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Wenn man bedenkt wen wir schon alles hatten, ein Außenminister ohne Berufsausbildung z. B. - das schreit eh zum Himmel. Ich persönlich habe auch immer nach dem angeblichen Charisma gesucht.... (Kann man sich sowas auch einreden?)
    Ich denke gewisse Studien sollten Voraussetzung sein für viele der gut bezahlten Stühle. Klar kann man ein "Händchen" für gewisse Zusammenhänge haben aber um ein Land zu regieren gehört ja wohl sehr viel mehr dazu. Ja, die Mischung macht es außerdem aber eine Mischung aus ehemaligen Taxifahrern, Schauspielern und Hochgedienten? Na ich weiß nicht.
    Und jetzt dieses von und zu Jüngelchen. Vielleicht war man so fasziniert von dem was angesichts eines jungen, dynamischen Obama in den USA alles ging, dass "man" meint, damit gibts auch bei uns sowas wie frischen Wind während derzeit alles dermaßen den Bach runter geht, dass man nur noch Zukunftsängste aufbauen kann.
    Ich frag mich was da unseren Kindern hinterlassen wird.
    Aber ist das irgendwo auf der Welt anders?

  5. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
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    Ich denke gewisse Studien sollten Voraussetzung sein für viele der gut bezahlten Stühle. Klar kann man ein "Händchen" für gewisse Zusammenhänge haben aber um ein Land zu regieren gehört ja wohl sehr viel mehr dazu. Ja, die Mischung macht es außerdem aber eine Mischung aus ehemaligen Taxifahrern, Schauspielern und Hochgedienten? Na ich weiß nicht.
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    franz müntefering hat übrigens kein studium "nur" eine ausbildung zum industriekaufmann. ist er deswegen nicht in der lage politiker zu werden?

    ich sehe das ganz anders. ich will nicht nur studierte im parlament. ich will einen repräsentativen schnitt durch die bevölkerung. für meine geschmack sind schon zu viele juristen und lehrer im parlament. mir reicht es wenn ein politiker gute ideen und vorschläge hat, das kann man auch ohne studium.

  6. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    franz müntefering hat übrigens kein studium "nur" eine ausbildung zum industriekaufmann. ist er deswegen nicht in der lage politiker zu werden?

    ich sehe das ganz anders. ich will nicht nur studierte im parlament. ich will einen repräsentativen schnitt durch die bevölkerung. für meine geschmack sind schon zu viele juristen und lehrer im parlament. mir reicht es wenn ein politiker gute ideen und vorschläge hat, das kann man auch ohne studium.
    Selbstverständlich. Nicht jeder kann ein Fachmann sein wie Ludwig Erhard oder Karl Schiller - auch wenn es Aufgaben, Resorts und historische Perioden gibt, in denen ein ausgewiesener Fachmann wichtiger wäre als in anderen.

    Man kann offenbar nicht erwarten, dass die deutsche Politik (und die deutsche Öffentlichkeit), die sich nach deutschen Obamas sehnt, tatsächlich so weit ginge ausgewiesenen Fachleuten eine vergleichbare Bedeutung einzuräumen, wie sie ihnen Barack Obama in seinem Kabinett einräumt. Beim Imitieren beschränkt man sich lieber auf Dinge wie Jugend und elegante Erscheinung.

    Während ich derartige Überlegungen und bayrische Absonderlichkeiten wie den Franken-Proporz sonst eher mit einem Achselzucken quittiere, finde ich in schwierigen Zeiten wie diesen solche Kriterien ziemlich unangebracht.
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    Geändert von Inaktiver User (10.02.2009 um 12:21 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Studium hin oder her.

    Von einem Friseur will ich auch, dass er weiß was er tut und sein Handwerk gelernt hat. Das gilt auch für einen Bäcker, einen Bauingenieur, einen Steuerberater, einen Busfahrer... Talent dazu wäre eine perfekte Mischung. Ich würde mir nicht von einem Physiker die Haare schneiden lassen und auch nicht bei einem Juristen eine Torte bestellen. Auch Politik machen will gelernt sein. Schließlich geht es um Entscheidungen die nicht mal nachwachsen, wie Haare und die oft genug kaum rückgängig gemacht werden können. Das ganze ewige Nachgebessere von Entscheidungen...wieso muss das denn z. B. andauernd sein wenn man die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge kennt und erkennt? Es wird etwas entschieden und als Gesetz eingeführt und plötzlich stellt sich heraus dass es Müll war und nachgebessert werden muss. Was das alles kostet!

    Wie ist es denn mit den "Abgeordneten", die sind der repräsentative Schnitt, sollten es sein, noch dazu Sympathieträger der Leute, die sie "da" hingeschickt haben. Da spielt es auch meiner Ansicht nach überhaupt keine Rolle was jeder mal gelernt oder gemacht hat.

    Ich denke aber, dass z. B. ein Volkswirtschaftsstudium eine gute Voraussetzung dafür ist, natürlich auch noch gepaart mit dem richtigen Händchen, ein Land zu regieren, und ich ganz persönlich sehe es auch so, dass ein Wirtschaftsminister einschlägig ausgebildet sein sollte, ebenso wie ein Verkehrsminister u.s.w. also vom Fach kommen sollte. Dabei kann der Verkehrsminister meinetwegen gern auch mal Taxi gefahren sein oder Bus, aber das allein reicht nicht aus. Es geht dabei null um den Status, sondern einzig und allein um Kenntnisse, die man sich während einer Ausbildung, also auch eines Studiums, aneignet. (Nein, ich habe nicht VWL studiert und möchte dies hier noch anfügen. :-) )
    Geändert von Inaktiver User (10.02.2009 um 12:21 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Ein Studium oder eine entsprechende Fachausbildung ist kein hinreichendes Kriterium für politische Kompetenz. Wäre es anders, hätten wir Millionen von Menschen, die für höchste politische Ämter in Betracht kämen - was sicher nicht der Fall ist.
    Umgekehrt reicht es aber nicht, politisch gut verdrahtet zu sein, um ein wichtiges politisches Amt auszufüllen. Oft ist es sogar schädlich, wenn jemand aus den Rängen der Lobbyisten stammt.

    Fachpolitische Kompetenz kann man auf unterschiedliche Art erwerben: man kann sich für ein Thema lange Zeit intensiv interessieren (Joschka Fischer, Außenpolitik). Man kann intensive persönliche Erfahrungen haben (Ursula von der Leyen, 7-fache Mutter und berufstätige Frau). Man kann entsprechend studiert haben (Ludwig Erhard, Karl Schiller).
    An Sigmar Gabriel sieht man, dass auch ein Deutschlehrer sich in technisch-naturwissenschaftliche Materie einarbeiten kann. An Joschka Fischer sieht man, dass man bei entsprechender persönlicher Eignung und sachlichem Interesse zum herausragenden Außenminister werden kann.
    Ich will das überhaupt nicht in Zweifel ziehen.
    Immer aber braucht es entsprechende Zeit sich diese Kenntnisse und Erfahrungen zu erwerben.

    In solchen Zeiten solche blutige Anfänger für solche Fachressorts - das ist ein Unding. Zumal wenn es in der Personalentscheidung um völlig fachfremde Auswahlkriterien handelt, so wie das bei Guttenberg der Fall war.
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    Geändert von Inaktiver User (10.02.2009 um 12:44 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    man muss nicht VWL studiert haben um wirtschaftspolitische zusammenhänge verstehen zu können. oftmals ist es ja so, dass die mitarbeiter der politiker die experten mit fachwissen sind. die politiker haben eine andere aufgabe: verbündete für die sache finden und es ins volk kommunizieren. natürlich müssen sie verstehen was sie verkünden.

    deswegen eignet sich ein unternehmen unter umständen auch nicht zu einem politiker oder minister. im unternehmen entscheidet er, möglicherweise nach rücksprache mit fachabteilungen. aber er entscheidet im endeffekt und setzt um. das hat wenig mit demokratie und mehrheitsbeschaffung zu tun. der unternehmer muss für seine entscheidungen nicht die mehrheit der belegschaft hinter sich bringen, der politiker sehr wohl. deswegen scheitern ja viele unternehmer in der politik, weil ihnen das zu blöd ist.

    und geschult wird jeder politiker. keiner wird bundestagsabgeordneter ohne das parteieigene schulungssystem zu durchlaufen. rhetorik, argumentationstraining, wie liest man einen haushalts, antragsberatung, antragsstellung, persönlichkeitsanalyse usw...schau dir mal die homepages der parteistiftungen an. die bieten trainings für den politiker-nachwuchs. mit VWL alleine ist es ja dann auch nicht getan, wenn derjenige dann nicht in der lage ist reden zu halten.

  10. Inaktiver User

    AW: CSU - Christlich-chaotische Union

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    man muss nicht VWL studiert haben um wirtschaftspolitische zusammenhänge verstehen zu können. oftmals ist es ja so, dass die mitarbeiter der politiker die experten mit fachwissen sind. die politiker haben eine andere aufgabe: verbündete für die sache finden und es ins volk kommunizieren. natürlich müssen sie verstehen was sie verkünden.
    Es muss hier einfach gesagt werden, dass Guttenberg bisher nicht durch wirtschaftspolitische Kompetenz in Erscheinung getreten ist - egal wie sie erworben wurde.
    Es ist m.E. scharf zu kritisieren, dass zu solchen Zeiten solche Leute nach solchen Kriterien zu wichtigen Fachministern gemacht werden.
    Die Mitarbeiter mögen ja eine wichtige Stütze sein, aber das gilt nur, wenn man die fachliche Kompetenz besitzt um sich über ihre divergierenden Vorschläge ein eigenes Urteil zu bilden.


    und geschult wird jeder politiker. keiner wird bundestagsabgeordneter ohne das parteieigene schulungssystem zu durchlaufen. rhetorik, argumentationstraining, wie liest man einen haushalts, antragsberatung, antragsstellung, persönlichkeitsanalyse usw...schau dir mal die homepages der parteistiftungen an. die bieten trainings für den politiker-nachwuchs. mit VWL alleine ist es ja dann auch nicht getan, wenn derjenige dann nicht in der lage ist reden zu halten.
    Guttenberg hatte noch nie irgend ein Ministeramt inne, egal in welchem Ressort, egal ob im Bund oder im Land. Er hat davon, wie Spitzenpolitik unabhängig von Ressorts "tickt", null Ahnung. Er hat fachlich null Ahnung. Er ist in jeder Hinsicht eine fachliche Fehlbesetzung.

    Vielleicht kann er alles lernen, was er braucht, aber für training-on-the-job ist das hier die falsche Zeit und das falsche Ressort.
    Denn in Zeiten einer Wirtschaftskrise von historischen Ausmaßen besteht die Hauptaufgabe eines Wirtschaftsministers zweifellos nicht darin irgendwelche Reden zu halten.
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    Geändert von Inaktiver User (10.02.2009 um 13:05 Uhr)

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