Ich kenne das Problem Protektionismus. Aber ein Paket (Abwrackpraemie), bei dem unsere Firmen (egal, ob Autoproduzenten oder Zulieferer) nichts davon haben? Jetzt sei mal ehrlich und neutral: So ein Paket braucht man nicht, da kann man doch Familien foerdern oder Infrastruktur etc. Fuer dieses Geld koennte man doch besser Entwicklungslaender foerdern, aber doch kein Programm, bei dem andere Industrienationen gefoerdert werden auf Kosten unserer Industrie.
Und so nationalistisch bin ich bestimmt nicht.
Wir haetten das Geld auch direkt an Fiat Kia etc ueberweisen koennen. Nein, solch eine Politik werde ich nicht gutheissen.
Folgende Punkte sprechen gegen eine Abwackpraemie:
1. Wenn man sowieso vorhatte, ein neues Auto zu erwerben, ist die Abwrackpraemie einfach ein Geschenk. Da bekommt jemand einfach so mal 2.500 Euro geschenkt auf Kosten der Steuerzahler.
2. Zerstoerung von Guetern, die noch einen Wert haben. Wenn ein Auto noch einen Wert von 2.000 Euro hat, und es verschrottet wird, werden Werte ueber 2.000 Euro verschrottet. Vielleicht haette man das Auto noch in Laender mit geringen Einkommen exportiern koennen, oder jemand in Deutschland mit wenig Geld haette es erwerben koennen. Aber nein, da wird etwas verschrottet, das noch einen Wert hatte.
3. Diese Praemie nutzt der deutschen Automobilindustrie recht wenig, wie schon gesagt, man foerdert in grossem Umfang auslaendische Unternehmen.
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Ergebnis 11 bis 20 von 492
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09.02.2009, 14:57
AW: CSU - Chaotisch-soziale Union
Geändert von Wolfgang60 (09.02.2009 um 15:21 Uhr)
Ich bin, also denke ich
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09.02.2009, 16:31Inaktiver User
AW: CSU - Chaotisch-soziale Union
wir sind exportweltmeister und wir profitieren davon, wenn es den asiatischen automobilbauern gut geht. die deutsche automobilzuliefererindustrie liefert auch an asiatische kunden. sie produzieren sogar in asien.
wolfgang60, willkommen im 21. jahrhundert und in der globalisierung. die lösungsvorschläge der 70er helfen uns heute nicht weiter. protektionismus hilft uns genauso wenig. im gegenteil mit protektionismus schaden wir uns selbst, denn wir beliefern die welt.
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09.02.2009, 16:42Inaktiver User
AW: CSU - Christlich-chaotische Union
um zum eigentlichen thema zurückzukommen, der CCU

machtpolitisch geschickt ist das von herrn glos/seehofer. damit manifestieren sie natürlich den anspruch auf das wirtschaftsministerium. ich war mir sehr sicher, dass koch das wirtschaftsministerium nach der bundestagswahl bekommen würde. ob das jetzt noch geht? da haben sie merkel ganz schön blass aussehen lassen.
was mir ja durchaus gefällt.
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09.02.2009, 16:48
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09.02.2009, 17:01Inaktiver User
AW: CSU - Chaotisch-soziale Union
richtig, deshalb ist es ja so wichtig, dass die konjunkturpakete weltweit geschnürt werden. wenn nur wir in D das machen würden, würde das verpuffen und hätte so gut wie keine wirkung. da aber die EU, USA, China usw alle konkunkturpakete umsetzen, wird bei der globalen krise auch global gehandelt. im gegensatz zu anderen weltwirtschaftskrisen der vergangenheit, in der sich die staaten in protektionismus vergraben haben. das hat nicht funktioniert.
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09.02.2009, 17:09
AW: CSU - Chaotisch-soziale Union
Uns so wird es kommen: Das Konjunkturpaket der Amerikaner ist sehr stark auf die amerikanische Wirtschaft zugeschnitten. Die Franzosen foerdern bis zum Erbrechen franzoesische Unternehmen, und die Deutschen foerdern auslaendische Unternehmen. Ich wuerde ja zustimmen, wenn alle mitmachen. Aber so ist es nicht. jeder foerdert die eigene Wirtschaft, ¿und wir? Foerdern andere Wirtschaften.
Ich bin, also denke ich
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09.02.2009, 17:17Inaktiver User
AW: CSU - Christlich-chaotische Union
Ja, Mist

Ich habe das im Eingangsposting zwar angepasst, aber auf den Titel des Strangs habe ich keinen Einfluss (mehr).
Ich habe ja nichts dagegen, dass von der CSU das Wirtschaftsministerium beansprucht wird, aber da stellt sich doch die Frage:machtpolitisch geschickt ist das von herrn glos/seehofer. damit manifestieren sie natürlich den anspruch auf das wirtschaftsministerium.
gibt es in ganz Bayern keinen Wirtschaftsfachmann, der obendrein Mitglied der CSU ist ??
Ich verstehe einfach nicht, dass man sich in solchen Zeiten an Albernheiten wie den Franken-Proporz orientiert.
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09.02.2009, 17:22Inaktiver User
AW: CSU - Christlich-chaotische Union
och ich finde das putzig. die können sich doch mal umbenennen

ich habe das gefühl, dass sowohl der CDU als auch der CSU die wirtschaftspolitiker ausgehen. sind halt alle am ende mit ihrem latein
vielleicht können sie ja ludwig ehrhardt klonen.
das wär mal was
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09.02.2009, 17:35Inaktiver User
AW: CSU - Chaotisch-soziale Union
das ist doch völliger unsinn. das konjunkturaket zielt doch auf infrastruktur ausgaben vor ort aus. mein kreis bekommt 30 mio €, es werden schulen saniert, breitbandtralalal ausgebaut, spielplätze gebaut, turnhallen renoviert usw... das schafft arbeitsplätze vor ort bei den kleinen handwerkern.
die behalten damit ihre arbeitsplätze und werden sich durch die abwrackprämie möglicherweise ein neues auto kaufen. das unterstützt möglicherweise GM, aber dadurch haben die designer in rüsselheim auch wieder arbeit, weil GM auch in zukunft weiter autos bauen wird.
die abwrackprämie ist doch nur ein kleiner bestandteil des KP.
und macht sinn, weil wir nunmal sehr abhängig von der autoindustrie sind.
wie wärs denn, wenn du dazu einen eigenen fred aufamchst. dann könnten wir hier weiterhin schön über die CCU lästern. dazu war der fred ja eigentlich gedacht.
edit:
ähm natürlich zum ernsthaften diskutieren über die CSU
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09.02.2009, 18:17Inaktiver User
AW: CSU - Christlich-chaotische Union
Genau.

Der SPIEGEL zeigt sich übrigens ganz verwirrt:
In einem Artikel wird Guttenberg als "Talent" gepriesen und Seehofer zitiert, der - das "Auftreten" und die Fremdsprachenkenntnisse des Freiherrn erwähnend - meinte, nun sei man wieder "gut aufgestellt". *klick*
In einem anderen Artikel zeigt man des Freiherrn Grinsgesicht und übertitelt das Ganze mit "Union hofft auf Guttenberg-Effekt". - Und so ruft die Union * Yes, We Can * als wenn es ausreichen würde Englisch zu können, elegant aufzutreten und jung zu sein. *klick*
Während sich in einem dritten Artikel zu den Grüßen an den neuen Wirtschaftsminister zugleich ein gewisser Katzenjammer gesellt:
*klick*Auf dem direkten Weg in die Bedeutungslosigkeit: CSU-Chef Seehofer und Bundeskanzlerin Merkel richten das einst so wichtige Wirtschaftsministerium zugrunde.
Man muss Karl-Theodor zu Guttenberg wohl eine Chance geben, schon der Höflichkeit halber. Vielleicht also, so der fromme Wunsch, wird der 37 Jahre alte Franke ein guter Bundeswirtschaftsminister.
Zu erwarten ist das nicht angesichts der Vorarbeiten der eigenen CSU. Halten wir fest: Es sitzt nun einer auf Ludwig Erhards Stuhl, weil er immerhin a) nicht der falschen Partei (CDU oder SPD) angehört und b) nicht aus der falschen Region (Oberbayern) kommt. Ob der Mann ausreichend kompetent ist oder dass es bessere Kandidaten gegeben hätte, spielt keine Rolle - Hauptsache, man hat einen CSUler aus Franken mit telegenem Gesichtsausdruck. Willkommen, Herr Minister!
Wer einen derart kruden Start hat, mag schon wieder froh sein: Es kann doch nur noch besser werden. Sehr ernsthaft aber besteht die Gefahr, dass es eben nicht besser wird. Warum auch? Die Postenvergabe im Wirtschaftsministerium zeigt, dass dieses Amt nun endgültig am unteren Ende der Bedeutsamkeit angekommen ist; andernfalls hätte die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit all ihrem Machtinstinkt ganz sicher das Heft des Handelns nicht dem querulatorischen bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer überlassen.
Merkel tut es ihrem Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) nach. Der missachtete ebenfalls das einst stolze Amt, indem er es erst mit einem smarten Internetunternehmer besetzen wollte, dann den parteilosen Leisetreter Werner Müller bestimmte, der in Wirklichkeit des Kanzlers Generalbevollmächtigter für den Atomausstieg war. Nach dem Machtwechsel 2005 gab die CSU dem Amt den Rest. Edmund Stoiber warf den ihm zugedachten Posten weg wie ein Stück Dreck. Michael Glos verwaltete ihn lieblos. Guttenberg ist Proporz. Was insofern konsequent ist, als die CSU nur selten als Hüterin der Ordnungspolitik auftritt. Sie ist vielmehr Meister im Alltagsmauscheln, mal hier ein Subventiönchen und dort eine kleine Zuwendung, auf dass am Wahltag alle zufrieden sein mögen.
Ich orientiere mich derweil an der FTD, die zuerst lapidar konstatierte, dass der Herr zu Guttenberg bisher nicht durch Wirtschaftskompetenz aufgefallen sei und nach den ersten Schreck-Sekunden nachtarockte: Von Glos zu Guttenberg - "Von der Schlafpille zum Azubi".
Wahrscheinlich braucht es Humor, um solche (!) Nachrichten in solchen (!) Zeiten zu verarbeiten.
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