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    Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Was eine Krankenkasse tut ist nicht typisch etwas wozu es eines Wettbewerbs unter mehreren Kassen bedürfte.

    1,
    Im Interesse der Versicherten UND der Heil-und Pflegekräfte ist es,
    daß die Verteilungsbürokratie reibungslos funktioniert,
    daß Beratung bestmöglich vor Ort und anders vorhanden ist,
    daß man nur mit einheitlicher(=einer einzigen Art von) Bürokratie zu schaffen hat,
    daß die Verteilungsbürokratie wenig kostenfressend funktioniert, d.h schlank ist.
    2, Im Interesse der Versicherten ist es,
    daß weitgehendste Transparenz herrscht.
    Was ua die Rechnungslegung betrifft. Es ist anzustreben, daß dem Versicherten zu jedem relevanten Zeitpunkt einer Behandlung eine Kosten-Nutzen-Abwägung ermöglicht ist.
    Ein wirtschaftspolitisches Instrument sorgt für den Antrieb des Versicherten an einem kostengünstigen Heilplan aktiv mitzuwirken:
    Die (obligatorische) Kosteneigenbeteiligung !
    Typisch in Höhe 20% zb.
    (wobei besondere Härten vermieden werden durch Reduzierung bis auf 10% Eigenanteil bei Niedereinkommen. Und Deckelung des Eigenbeteiligungsanteils nach Erreichen eines zumutbaren Limits pro Kalenderjahr)
    3, Auftrag an die Kasse ergeht für eine Tarifvielfalt zu sorgen (etwa durch verschieden hohe Selbstbehaltsanteile/limits) , die zum Ziel hat dem gesundheitsbewussten/robusten/wenig behandlungsbedürftigen Versicherten Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung zu geben.
    Alternativ/zusätzlich ist zu prüfen, ob nämlicher Zweck durch Einführung eines geeignet gestaffelten Rückerstattungsmodells erreicht werden kann ...

    Oder auch besonders anspruchsvollen Versicherten Möglichkeiten zur Erlangung von Leistungsvorzügen zu geben: Etwa Umgehung von Wartezeiten, und so weiter ( in Anlehnung an typische Leistungsoptionen bisheriger Privatkassenleistungsangebote etwa) .
    Gegenüber dem herrschenden Kassen- und Tarifchaos
    sähen sich alle am Gesundheitssystem direkt beteiligten Parteien bessergestellt, es entstünde eine typische WIN-WIN Situation.
    Die Beiträge sänken binnen weniger Jahre bis auf ein gesundes Basisniveau. Zusammen mit einer einhergehenden Konsolidierung im Gesundheitswesen verschafft dies im folgenden Raum für faire Einkommen dort, und innovative Leistungsmehrangebote.

    Summasummarum:
    Man nimmt sich das jeweils beste aus dem privatkassenwirtschaftlichen
    und dem Einheitskassenmodell und lässt die jeweiligen Nachteile weg.
    Tja, so einfach ist das

    .."wäre" das, wäre da nicht noch eine Kleinigkeit.
    Die Interessen, der weniger direkt beteiligten und deren Lobby.
    Der Pharmaindustrie und Apotheker nämlich.

    Wobei ich mir um beide nicht wirklich Sorgen mache.
    Zwang hülfe zb, zu gutdeutsch: verstaatlichen!
    Aber nur die Pharmaforschung.
    Die Produktion kann und soll in privater Hand bleiben, da hier der Markt zur Anwendung kommen kann. Die Industrie verkommt quasi zur Generikaindustrie. Die Preise entsprechend. Gesundschrumpfen nenn ich das.
    Selbstredend muss eine unkontrollierte, überzogene Preisspanne ,wie sie momentan noch vorhanden ist zwischen Fabrikausgang und Apothekenausgang, beseitigt werden.
    Geändert von hombre (16.01.2009 um 16:27 Uhr)

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    ich frage mich zunehmend, wo das Geld aus dem Krankenkassenbeiträgen und den Steuermitteln bleibt. Es werden im deutschen Gesundheitssystem 240 Milliarden umgesetzt. das sind für jeden einzelnen Bundesbürger nahezu 3000 €.

    Das Einkommen der Ärzte schrumpft, im ländlichen Bereich existenzbedrohend. Die Apotheken schlagen sich mit den Patienten rum, die bei jeder Rezepteinlösung andere Arzneien bekommen und nicht einmal bei horrender Zuzahlung ihr gewohntes bekommen. Krankenhäuser stehen vor dem Ruin, leiden inzwischen unter Personalmangel sowohl bei den Schwestern wie bei den Medizinern.

    Wo bleibt die Kohle?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    z.B. in der Hightech-Medizin, in Reha-Maßnahmen und in lebensverlängernder "Apparate-Medizin".
    .
    Geändert von Inaktiver User (13.01.2009 um 11:39 Uhr)

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Wo bleibt die Kohle?
    z.B. in der Hightech-Medizin, in Reha-Maßnahmen und in lebensverlängernder "Apparate-Medizin".
    Nunja, über Hightechmedizin (ich assoziiere im wesentlichen "Computertomographie") und Reha wollen wir nicht lange diskutieren. Wenn Patient und Arzt meinen das sei gut,dann solls erstmal gut sein. Die Versorgung, auch Diagnose, soll ja eher besser werden, also auch am techn-med.Fortschritt teilhaben. Wie es für viele Branchen selbstverständlciherweise gilt.
    (Schein)Lebensverlängernde Koma-Liegeplätze sind mir auch Dorn im Auge. Aber es bedarf sicher einer öff. Diskussion hier gegenzusteuern.
    In diesem Zshg fallen mir die
    Altersrückstellungen der Privatkassen ein, die dort angehamstert werden und mit denen zwischenzeitlich Profit gemacht wird. Ist Geld, das "arbeitet", Rendite jagt (jagen muß).
    Sie seien als Puffer für die zu erwartend hohen und höheren Kosten der Alten gedacht!
    Wer sagt denn, daß Alte unbedingt mehr Kosten verursachen müssen?
    Ich kann mir vorstellen, daß Alte heutzutage als Abladestelle für Arzneimittel benutzt werden, missbraucht werden.
    Es gibt wohl soviele Risiken speziell für Alte wie speziell für Alte auch andere Risiken wegfallen.
    Scheintote endlos am Schlauch künstlich "am Leben zu erhalten" kann die Gesellschaft sich nicht nur aus finanziellen Gründen in Zukunft nicht leisten, sondern auch ethisch scheint mir solche Praxis unwürdig.
    Wer es binnen vernünftiger Fristen nicht fertigbringt zu sterben,wenn sterben auf dem Plan steht, der wird die weiteren Apparatur- und Krankenhausbettenkosten aus eigener Tasche berappen müssen,sofern er eine Bleibe findet. Ich rede von echt Altersschwachen, bei denen keine Aussicht auf Genesung besteht.

    Mein Erstthema ist aber ein anderes.
    Wo ich bis zu 10% versanden sehe, sind die Kassenbetriebskosten.X-hundert gesetzliche Kassen soll es geben und wohl nicht weniger private nochmal obendrauf. Letztere sogar noch mit der Lizenz zum Gewinn abschöpfen ausgestattet !
    Und dazu obendrein noch berechtigt Altersrückstellungen anzuhäufen, die nichtmal bei Banken 100% als gesichert anzusehen wären, geschweigedenn bei einer privaten KV,die über Nacht verschwunden sein kann. Ein Witz.


    Natürlich gehen da Arbeitsplätze drauf,wenn aus 100 oder gar 1000 Kassen eine einzige wird. Das ist genau das,was die Konzerne in der freien Wirtschaft zum Konzentrationsprozess,zu Fusionen treibt: Synergieeffekte zu erzielen. (Zumindest nach offizieller Lesart).
    Aber eben nicht nur Arbeitsplätze gehen drauf, auch Kapitalverzinsungschancen. Und das ist gut.

    Anmerkung:
    Man verabschiede sich bitte von der Idee Anzahlen von wegfallenden Arbeitsplätzen mit hinzukommenden woanders aufrechnen zu wollen. Das gilt für jedwede vernünftige Diskussion.
    Das Prinzip des Fortschritts heisst besseres effizienter,rationeller zu gestalten, herzustellen. Lust-und freudebringend(er) dabei auch, was bisweilen ein Widerspruch ist ,ja. Aber mit Fantasie und Willen sollte dieser Widerspruch gut angehbar sein.Vor allem wenn es nicht an unterstützenden Rahmenbedingungen fehlt. Die durch Gesetze zb bestimmt werden.
    Das alles ist im ursprünglichen Sinne des Menschen. Die Menschen müssen nur die verbliebene Restarbeit vernünftig verteilen.
    Nicht 60 Stunden für die einen und 0 Stunden für die anderen.

  5. Inaktiver User

    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Wer es binnen vernünftiger Fristen nicht fertigbringt zu sterben,wenn sterben auf dem Plan steht, der wird die weiteren Apparatur- und Krankenhausbettenkosten aus eigener Tasche berappen müssen,sofern er eine Bleibe findet. Ich rede von echt Altersschwachen, bei denen keine Aussicht auf Genesung besteht.

    Binnen vernünftiger Fristen?
    Aus eigener Tasche? Und wenn die leer ist?
    Sofern er (der Sterbende) eine Bleibe findet?
    Und was, wenn nicht?
    Ab auf die Straße unter die Brücke?
    Oder doch lieber in den Schlachthof?


  6. User Info Menu

    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    irgendwann geht dies irdische Spiel zu Ende,
    und sei es durch das Abstellen von Geräten.

    Falls man Opi,Omi noch länger liegen haben möchte, kann man natürlich seine Unterstützung anbieten.

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    hombre heißt mit bürgerlichen Namen vielleicht Philipp Mißfelder, ist JU-Vorsitzender und hat schon 2003 die Einschränkung medizinischer Leistungen für alte Menschen gefordert. So sollten beispielsweise künstliche Hüften für über 80-Jährige nicht mehr finanziert werden.

    Wir wünschen ihm ein langes Leben und dass er seine Forderungen eines Tages erfüllt sieht.
    Geändert von Opelius (13.01.2009 um 19:52 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    ... Hightechmedizin (ich assoziiere im wesentlichen "Computertomographie") ...
    Nicht nur, sondern auch Kernspintomographie, Ultraschalldiagnostik, etc.
    Außerdem Organtransplantationen, Herzoperationen, Frühchen-Stationen incl. Operationen u.v.m.

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen

    Wer es binnen vernünftiger Fristen nicht fertigbringt zu sterben,wenn sterben auf dem Plan steht, der wird die weiteren Apparatur- und Krankenhausbettenkosten aus eigener Tasche berappen müssen,sofern er eine Bleibe findet. Ich rede von echt Altersschwachen, bei denen keine Aussicht auf Genesung besteht.
    Vielleicht auch gleich noch die chronisch Kranken, von Erbkrankheiten oder psychischen Störungen Betroffenen?
    Vielleicht sollte die Giftkapsel auf Rezept für Menschen ab 70 Jahre von der Krankenkasse bezahlt werden?

    Ich empfehle Dir einen Blick ins Grundgesetz.

  10. Inaktiver User

    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Mein Erstthema ist aber ein anderes.
    Wo ich bis zu 10% versanden sehe, sind die Kassenbetriebskosten.X-hundert gesetzliche Kassen soll es geben
    Wenn man sich nicht mit Fakten belastet, kann man trefflich räsonnieren.
    Es gab in 2007 nicht x-hundert, sondern 238 gesetzliche Krankenkassen.
    Unabhängig davon, was du versanden siehst, betrug der Anteil der Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2007 5,3 % .

    Die übrigen Ausführungen, die ich mich scheue, Argumente zu nennen, sind ähnlich faktenfrei - aber grenzwertig.

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