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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Lieber Frank,
    der SPIEGEL Artikel enthält großteils interessengesteuerte Kaffeesatzleserei. Vor allem was am Ende (auch bei dir?) hängen bleibt, nämlich die Rede von den "90 €" .
    Das Rad soll zurückgedreht werden in vor UllaSchmidt Zeiten.
    Die diversen Kassenfunktionäre denken an ihre Zukunft; denn klar: irgendwann sind sie dran in mittlerer Zukunft.
    Der Gesundheitsfond schuf ua erste Voraussetzung zu zentralisieren und so Verwaltungskostenanteile zu minimieren.


    Ich sprach dagegen von dem Versagen des Konzepts vom Wettbewerb der privaten Krankenversicherungen.
    Ignoranten und Volksverblöder reden dennoch gar vom "Wettbewerb der gesetzlichen Kassen" ...

    Frank, was willst/wolltest du uns überhaupt sagen ?
    Was ich sagen wollte ist, egal was die anfassen, es geht immer nach hinten los.
    O.K. die Einblicke habe ich so nicht, ich suche keine Hintergrundinfos bei den KK.
    Das ist eben die öffentliche Wahrnehmung so wie ihr, vermutlich, nur die öffentliche Wahrnehmung zur Finanzkrise zur Kenntnis nehmt und ich mir die Hintergründe und TATSÄCHLICHEN Zahlen organisiere.
    Nur ein Beispiel, gestern geisterte die Meldung durch die Medien, dass die Industrieproduktion um 1,7% im Sept. gegenüber dem August angezogen hat.
    Man muss aber wissen, dass die Industrieproduktion im Juli und August IMMER zurückgeht, wegen der Betriebsferien.
    Der Rückgang wurde aber im August mit 0,9% gemeldet und jetzt auf 1,2% korrigiert, bleibt ein Plus von 0,5% von den Sommerferien zu dem Betriebsbeginn im September, wo erfahrungsgemäß auch die Rückständigen Bestellungen aus dem Sommerferien mit abgearbeitet werden. Gebügelt bleibt ein Minus, ein weiterer Rückgang der Industrieproduktion übrig.
    Aber dank für die Info.

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    O.K. die Einblicke habe ich so nicht, ich suche keine Hintergrundinfos bei den KK.
    Ich sage nur: folg' Dieter Nuhr!

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Ich bringe manchmal aus Spanien Arzneimittel für Freunde oder Verwandte mit.
    Beispiel: Eine Arznei namens Metformina (von Sandoz, hat was mit Diabetes zu tun), ich habs gerade vor mir liegen.
    Es kostet in Spanien (100 Tabletten) 4,56 Euro. In Deutschland (nach Aussage des Bekannten) etwa 14 Euro.
    In Deutschland kostet diese in der Schweiz hergestellte Arznei also mehr als dreimal so viel wie in Spanien. Nicht nur in Spanien, auch Holland, Frankreich, England, alle sind weit günstiger.

    So, wie in diesem Beispiel verhält es sich mit den meisten Arzneimitteln.
    Warum sind Medikamente in Deutschland so unverschämt teuer? Keiner weiß es. Doch, die Manager der Pharmaunternehmen wissen es, und vielleicht die Politiker, die in Gesprächsrunden dann irgendwann mal von Pharma-Lobbyisten mit handfesten Argumenten überzeugt werden, dass die Pharmazieunternehmen noch noch mehr Gewinne brauchen.
    In Deutschland läuft eben alles wie geschmiert.
    Freuen wir uns weiter auf die teuersten Arzneimittelpreise in der Welt.
    Geändert von Wolfgang60 (11.10.2009 um 22:28 Uhr)
    Ich bin, also denke ich

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    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    O.K. die Einblicke habe ich so nicht, ich suche keine Hintergrundinfos bei den KK.
    Das ist eben die öffentliche Wahrnehmung so wie ihr, vermutlich, nur die öffentliche Wahrnehmung zur Finanzkrise zur Kenntnis nehmt und ich mir die Hintergründe und TATSÄCHLICHEN Zahlen organisiere.

    ...Gebügelt bleibt ein Minus, ein weiterer Rückgang der Industrieproduktion übrig....

    Aber dank für die Info.
    Ja,so ist das.
    Niemand hat die Zeit bzw scheut keine Mühe sich in allen Bereichen selbst fundiert schlau zu machen. Das ist schlicht nicht praktikabel.
    Deshalb arbeitet man bestens Hand in Hand und spielt sich gegenseitig zu

    Zitat Zitat von wolfgang
    In Deutschland kostet diese in der Schweiz hergestellte Arznei also mehr als dreimal so viel wie in Spanien. Nicht nur in Spanien, auch Holland, Frankreich, England, alle sind weit günstiger.
    wahrscheinlicher sogar "in Deutschland hergestellt" - sandoz mit Sitz in Holzkirchen

    In Deutschland wird kostengünstig und hochqualitativ produziert, in Deutschland wird als Dankeschön im Gegenzug hochpreisig verkauft! ... wie in Schweiz wohl auch.

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    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    wahrscheinlicher sogar "in Deutschland hergestellt" - sandoz mit Sitz in Holzkirchen

    In Deutschland wird kostengünstig und hochqualitativ produziert, in Deutschland wird als Dankeschön im Gegenzug hochpreisig verkauft! ... wie in Schweiz wohl auch.
    Hergestellt in Spanien (28023 Aravaca, Madrid)- hab nochmal nachgeschaut
    wahrscheinlich ebenfalls kostengünstig und hochqualitativ produziert.

    Und das ist (was Deutschland betrifft) ein ziemlich teures Dankeschön, dass die Konzerne ihre besten Renditen in Deutschland machen dürfen.
    Wenn wir Arzneimittelpreise hätten, wie Amerikaner, Holländer, Franzosen, Engländer, Spanier etc, dann bräuchten wir hier gar nicht zu diskutieren, dann hätten unsere Krankenkassen genügend Reserven.
    Ich bin, also denke ich

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    Tigerenten-Kompromiss ?

    Die FDP verichtet auf die Abschaffung des Gesundheitsfonds und die Union verzichtet auf paritätische AG- und AN-Beiträge.
    Zahlen muss der Arbeitnehmer. Sein Beitragsatz wird 2010 so bei 8,5 Prozent liegen. Sein Unternehmer kommt mit 7,5 Prozent davon und dadurch vor dem Verhungern gerettet.

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    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Tigerenten-Kompromiss ?

    Die FDP verichtet auf die Abschaffung des Gesundheitsfonds und die Union verzichtet auf paritätische AG- und AN-Beiträge.
    Zahlen muss der Arbeitnehmer. Sein Beitragsatz wird 2010 so bei 8,5 Prozent liegen. Sein Unternehmer kommt mit 7,5 Prozent davon und dadurch vor dem Verhungern gerettet.
    falls das ne aktuelle Politmeldung ist, kommentiere ich kurz:
    Halb so wild. Besser als wenn sie die Zeit nach "vor Fond" zurückdrehen würden.
    Die Gewerkschaften können diese Prozentpünktchen ja umgehend in die Tarifverhandlungen einfließen lassen. Nur, daß dann halt die Steuerprogression wieder zupackt.
    Richtig ist ein höherer AN-Anteil übrigens unter dem Aspekt zukünftiger Tarifwahlmöglichkeiten. Je höher der Anteil je höher der Anreiz für den AN sich "billig" zu versichern, etwa mit Eigenbeteiligung.
    Diesbezüglich war ich schon immer auf FDP-Linie.
    Sie will übrigens lt Wahlprogramm auch keine Praxisgebühr mehr, aber Arztrechnungen für alle Bürger. Hm,warum dies Eisen dann aber doch nie jemand wirklich anpackt !?

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitiere mich selbst von "damals"
    ...Diesbezüglich war ich schon immer auf FDP-Linie.
    Sie will übrigens lt Wahlprogramm auch keine Praxisgebühr mehr, aber Arztrechnungen für alle Bürger. Hm,warum dies Eisen dann aber doch nie jemand wirklich anpackt !?
    Mittlerweile hat FDP auch jedes Fünkchen an Hoffnungsvorschuß verspielt.
    Natürlich wird gerade das wieder nicht umgesetzt aus Programm, das interessant gewesen wäre! Ein einziger Verschaukelbahnhof, diese Partei.

    Zudem will man den Privatversicherern weiter Geschäft zuschanzen.
    Etwa indem man den gesetzlichen Kassen nun verbieten will Zusatzversicherungen etc anzubieten!! Dabei sollten die doch eben "verstärkt in einen Wettbewerb treten" ...wenn sie dann tun, dürfen sie nicht !?!...tss

    AnneWill hab ich mir mal wieder angetan gestern. Sie selbst schien gar nicht so schlecht drauf zum Thema diesmal.

    Aber daß keiner der Gäste auf den eigentlichen Knackpunkt verwies, den man ja sogar in den absoluten Fokus stellen müsste ...nicht etwa die leidige Frage nach "2-Klassenmedizin"... sondern die Frage der vollkommenen Unwirtschaftlichkeit der PKV aus Sicht der Leistungsempfänger wie Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

    30-40% der Beitragszahlungen der Versicherten verschwinden im Rachen der Privatkrankenversicherer auf Nimmerwiedersehen. Jahr für Jahr !!
    Zum Vergleich: Der Verwaltungsaufwand beträgt bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, zb AOK, nur um die 5%.

    Hinter diesen Zahlen verbirgt sich allein schon der ökonomische Unsinn um die Existenz der PKV. Bzw verbirgt sich nicht, man müsste sie halt öfter mal anführen!!!!

    Weitere Unsinnigkeiten bestehen davon unabhängig.

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Beispiel kanadische Krankenversicherung.

    Krankenversicherung: Deutsche Kassen zahlen für Eltern von Ausländern in deren Heimat
    In der Welt am Sonntag erschien heute ein Artikel in dem berichtet wurde, daß die Eltern von in Deutschland lebenden Ausländern, insbesondere Türken, beitragsfrei von der deutschen Familienmitversicherung aufgenommen würden und sich dort, also in ihrem Heimatland, auf Kosten der deutschen Versicherung stationär und ambulant behandeln lassen könnten. Bei Deutschen dürften dagegen nur Ehegatten, Lebenspartner und Kinder beitragsfrei in die Familienversicherung aufgenommen werden. Und daß türkische Familien größer sind als deutsche, muß man wohl nicht extra betonen...
    Grundlage für diese eklatante Ungleichbehandlung sind Abkommen zwischen Deutschland und der Türkei vom 30.04.1964 und Deutschland und dem damaligen Jugoslawien vom 12.10.1968, die die Rechtsvorschriften des ausländischen Staates auch für deutsche Versicherungen verbindlich machen; inzwischen wurden ähnliche Vereinbarungen auch gegenüber Portugal, Marocco und Tunesien bekannt.
    Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat von der Regierung volle Aufklärung zu diesem Sachverhalt verlangt; eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums soll jedoch erklärt haben, daß hierzu keine Zahlen vorliegen, weder über die Zahl der bezugsberechtigten Personen noch über die Summe der geleisteten Zahlungen. Dies erscheint freilich so glaubwürdig wie Herrn Fischers Bekenntnisse zur Gewaltfreiheit, reisen doch deutsche Berufshelfer oft auf Kosten der deutschen Sozialversicherung in Länder wie Portugal, Türkei oder die Nachfolgestaaten Jugoslawiens, um dort die Hilfebedürftigen zu betreuen. Auch wurde bislang noch gar nicht öffentlich debattiert, daß es ähnliche Vereinbarungen auch in der gesetzlichen Unfallzwangsversicherung gibt, wo sie sehr bedeutsam sein dürften, denn viele ältere Arbeitnehmer, die einst als Gastarbeiter hier waren, sind nach Unfällen oder Berufserkrankungen wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Wie kommt es also, daß die Bundesregierung keine Daten zu haben vorgibt? Soll hier ein mittelschwerer Skandal vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen werden?
    Ich würde der Obrigkeit zunächst empfehlen, Art. 3 Abs. 1 GG zu lesen. "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich" steht dort geschrieben. Das würde heißen, daß auch ausländischen Versicherten, die im Ausland leben, gleiche Bedingungen zuteil werden sollten wie Deutschen Versicherten. Aber daß das Grundgesetz nicht das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht, weiß jeder, der sich Art. 146 GG zu Gemüte führt, aus dem nämlich klipp und klar hervorgeht, daß das Grundgesetz weder eine Verfassung ist noch vom Deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen wurde - wie es für den Fall der Wiedervereinigung sogar klipp und klar im Grundgesetz vorgeschrieben ist, noch eine vorenthaltene Volksabstimmung, übrigens, schon vor Euro, Schlechtschreibreform und dem Rest.
    Noch interessanter finde ich, daß aus der sogenannten Rürup-Kommission schon Vorschläge für alle möglichen Kürzungs- und Rationierungsmaßnahmen gegen deutsche Arbeitnehmer und Rentner gedrungen sind, aber noch kein diesbezüglicher Vorschlag, ja noch nichteinmal eine offizielle Stellungnahme hierzu. Dabei soll Bert Rürup die Familienversicherung bereits in Frage gestellt haben - aber nur für Kinder, nicht für Eltern. Soll die beitragsfreie Unterstützung von Ausländern bewußt geschützt und möglichst vor der deutschen Öffentlichkeit ganz verborgen werden?
    Eine mögliche Ursache ist der Erbschuldkomplex, mit dem man die Deutschen bekanntlich seit 1945 zu allem bringen kann, was ihren Interessen zuwiderläuft. Ohne die deutsche Erbsünde gäbe es vermutlich weder Israel noch die Europäische Union, denn wir finanzieren beide - und mit Israel bekanntlich indirekt auch den Irak-Krieg, den wir offiziell abgelehnt haben. Adolfs Schatten ist lang - er reicht nicht nur bis nach Baghdad, sondern auch in das deutsche Sozialsystem. Es wäre an der Zeit, das mal zu überdenken, in einer breiten öffentlichen Diskussion, die die gegenwärtig Mächtigen jedoch fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Der (in diesem Fall staatlich verordnete) Betrug der Krankenkassen an ihren Versicherten, also ein neuer Fall von "Versicherungsbetrug", macht das System nämlich weder stabiler noch beliebter - und beides dürfte uns in Zukunft eher schaden als nützen.

    @micheline49:
    Danke für Deinen informativen Beitrag, den wir auf unserer Seite unter http://www.bwl24.net/blog/2003/04/20/krankenversicherung-deutsche-kassen-zahlen-fur-eltern-von-auslandern-in-deren-heimat veröffentlicht haben. Bitte, tue uns den Gefallen, wenn Du das nächste Mal einen Artikel oder einen Abschnitt von uns verwendest, setz mal wenigstens einen Link auf die Quelle, das ist das Mindeste und erfordert der Anstand. Herzlichen Dank.

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    AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie

    Hallo, bwl24, willkommen im Ring !

    Wenn ich recht interpretiere, vertreten Sie die Meinung private Krankenkassen sollten es richten.

    Demgegenüber sehe ich Private Kassen eher problematisch, wenngleich ich gewisse Anreizverfahren wie Selbstbeteiligung des Patienten übernehmen würde.

    Was sagen Sie erstmal zu folgendem:

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    "... sondern die Frage der vollkommenen Unwirtschaftlichkeit der PKV aus Sicht der Leistungsempfänger wie Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

    30-40% der Beitragszahlungen der Versicherten verschwinden im Rachen der Privatkrankenversicherer auf Nimmerwiedersehen. Jahr für Jahr !!
    Zum Vergleich: Der Verwaltungsaufwand beträgt bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, zb AOK, nur um die 5%.

    Hinter diesen Zahlen verbirgt sich allein schon der ökonomische Unsinn um die Existenz der PKV. Bzw verbirgt sich nicht, man müsste sie halt öfter mal anführen!!!!

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