Das KK-System ist bestens für risikolose Abzocke des Volks im großen Stil geeignet.
Wer will schon den Bedürftigen und Hilflosen die Solidarität und Hilfe verwehren. Mit diesem Argument wird jeder Einwand tot geschlagen und der Kritiker disqualifiziert.
Jede noch so unnütze Maßnahme wird mit dem Erhalt des Lebens und der Gesundheit des Versicherten gerechtfertigt.
Da aber nicht nur die Mittel begrenzt sind sondern auch unsere Lebenszeit wird der Weg des geringsten Widerstandes genommen.
Viele die es nicht nur besser wissen müssten sondern auch besser wissen halten einfach die Klappe.
Das erklärt auch, warum so viele gut ausgebildete Akademiker in den Vorständen sitzen und das Wahnsinnssystem kollektiv weiter betrieben wird.
Man muss auch nicht sonderlich schlau sein um das System der Medikamente zu durchschauen, die Kette beginnt bei den angeblichen und viel zu hoch angegebenen Forschungskosten für Medikamente, die sind nämlich maßgeblich an der Preisbildung beteiligt.
Geht weiter bei den Apotheken, staatlich verordnetes System zum Maximalgewinn.
Die Lizenz zum betreiben einer Apotheke kommt der Verurteilung zum Geld verdienen gleich.
Die Steuerberater unter uns werden mir zustimmen.
Man muss sich das mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen, über 20% der Beiträge werden für Verwaltung der KK ausgegeben.
Wie viel gebt ihr der Bank für die Verwaltung eures Geldes?
Über 300 KK angeblich wegen des Wettbewerbs, den merkt nur keiner, gleicher Beitrag und irgendwann gleiches Verwaltungsprogramm.
Was viele nicht bemerken ist, dass die Beitragsabrechnungen der AG nur noch Online gemacht werden. Auch Arztabrechnungen werden nicht per Hand und geschriebenen Papier gemacht.
Normalerweise bräuchten die nur Systemadmins.
Der Papierkram hat extrem abgenommen, es wurde alles automatisiert und digitalisiert. Der Verwaltungskram wurde auf Ärzte und Arbeitgeben abgewälzt.
Die Verwaltungskosten der KK steigen trotzdem weiter.
Dann die Altersrücklagen der Privaten Kassen.
Der Staat hatte die Befürchtung, dass die Privatversicherten im Alter in die gesetzl. Kasse wechseln um die hohen Beiträge der Privaten zu sparen deshalb, deshalb müssen die Privaten auf die heutigen niedrigen Beiträge eine Altersrücklage erheben, eine Super Idee aber……
Bei einem Wechsel der Versicherten, egal wohin, verbleiben die Rücklagen bei der Kasse und sie müssen bei dem neuen Anbieter erneut aufgebaut werden, dabei ist es egal ob der Versicherte zur Privaten oder Gesetzlichen wechselt.
Und nun könnte man meinen, diese Geld kommt in den Topf der Altersrückstellungen, falsch es wird dem Gewinn der Privaten zugerechnet und versteuert.
Wenn ich die Private Kasse wechseln wollte, würde ich als erstes den Hinweis bekommen, Herr xy denken sie doch an die Altersrückstellungen (fünfstellig) die sie dabei verlieren.
Natürlich werden die Befürworter schreien, was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Das sind unabhängige Systeme und alle gaaanz notwendig weil Gesundheit ein hohes Gut ist und kein Preis ist dafür zu hoch.
Jetzt muss nur jemand gefunden werden, der diesen Preis auch zahlen kann.
Das ganze System ist eine Farce und auf hemmungslose Abzocke mit einem nie da gewesenen Schematismus abgestellt.
Sachliche Diskussionen zur Ursachenbekämpfung sind ein Witz und Scheingefechte, niemand der aus diesem System Geld entnimmt will ernsthaft weniger bekommen.
Sämtliche Diskussionen über und zur Krankenversicherung sind in Wahrheit ein Verteilungskampf der Begünstigten, in dem Fall aber nicht die Kranken und Alten sondern die die dieses System betreiben.
V.G.
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07.05.2009, 06:24Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
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07.05.2009, 08:53Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Das ist die natürliche Folge der Privatwirtschaft im Bereich der Arzneimittelherstellung und - versorgung. Dazu noch ein paar Zahlen:
In Deutschland kosten Medikamente oft 20 bis 30 % mehr als in den EU-Nachbarstaaten .
Seit 15 Jahren schafft es der Gesetzgeber nicht, eine Positivliste für Medikamente zu verabschieden, wie es sie in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Schweden gibt.
Pharmaunternehmen geben im Schnitt zweieinhalb Mal so viel Geld für Marketing und Verwaltung (ca. 30%) aus als für Forschung und Entwicklung (ca. 11%). Die Kosten für Marketing sind nicht zuletzt deshalb so hoch, weil die Pharmabranche die Ärzteschaft umgarnt, auf die sie beim Vertrieb ihrer Medikamente angewiesen ist. Pharmareferenten verteilen an MedizinerInnen kostenlose Werbepräparate und locken sie mit unentgeltlichen "Weiterbildungsangeboten", bei denen sie ihre Produkte anpreisen.
Die Arzneimittelkosten im Bereich der GKV sind im September 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent gestiegen
Alle diese Kosten treiben die Beiträge in die Höhe.
Wo hast du diese Zahl her ? Bezieht sie sich auf die privaten Krankenkassen oder die gesetzlichen ?
Bei den gesetzlichen Krankenkassen betrugen die Verwaltungskosten im Jahr 2007 nur 5,3 % der Ausgaben.
In deinen vielen Beiträgen zum Thema Krankenversicherung hast du noch nie dargestellt, wie denn deine Lösung aussehen könnte:
Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung?
Abschaffung der Privaten Krankenversicherungen?
Verstaatlichung des gesamten Gesundheitswesens?
Ich warte auf deinen Vorschlag.
.Geändert von Inaktiver User (07.05.2009 um 09:44 Uhr)
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07.05.2009, 10:55Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Hallo hombre,
ich halte nicht viel von PKV. Als wir noch in Deutschland lebten hätten wir durchaus die Möglichkeit gehabt einer solchen beizutreten, waren aber lieber bei der Techniker Krankenkasse freiwillig versichert. Das hatte viele Gründe, sowohl rein praktisch-finanzielle als auch Gründe der gesellschaftlichen Solidarität, falls du weißt, was ich meine.
Auf jeden Fall kann von Kassenpatienten nicht erwartet werden, dass sie PKV-Kunden in irgend einer Weise bedauern oder sich für sie einsetzen. Schon die Vorstellung ist albern.
Ich muss sogar zugeben, dass ich ein klein wenig Häme empfinde, etwa so, wie wenn 500-Euro-Schuhe Blasen verursacht hätten.
Jo mei, wie die Bayern sagen. Wer hat dich gezwungen in eine PKV zu gehen?Es ficht aber auf der einen Seite ein hochorganisiertes oligarchisches Finanzkartell, sprich: die "private Versicherungswirtschaft",
auf der anderen Seite stehen völlig unorganisierte Einzelpersonen als Versicherungskunden.
Seltsamerweise diesmal sogar im Stich gelassen von den Arbeitgeberverbänden wie BDI, IHK etc , die ansonst sich lautstark als erste hervortun wenn es um Abgaben in die gesetzl. Sozialversicherungen geht! - warum nur schweigen sie wenn es um überhöhte und irrwitzige PKV- Verhältnisse geht ???
Du wirst abgezockt. Du Armer. Hast du wirklich gedacht, viel mehr Leistung für viel weniger Geld zu erhalten, und zwar dauerhaft? Wieso?wenn ich diese Beobachtung hochstilisiere bis hin zur Behauptung von Korruptem System und von "Detail zur Lage der Republik" spreche, so beruht das darauf, daß ...und jetzt wiederhole ich mich ... ein einziger zweifelsfrei existenter Riesenmißstand als Faktum genügt, der nicht zufällig , versehentlich mal so passiert sein kann/da sein kann/sich eingeschlichen haben kann, der also seit Jahrzehnten besteht und administrativ/legislativ im Handumdrehen leicht beseitigbar wäre, aber eben NICHT beseitigt wird, nicht mal bearbeitet ! ..und wenn dann nach Jahrzehnten endlich auf Agenda gekommen, so bearbeitet wird, das das Ergebnis bestenfalls als Augenwischerei taugt für Leute, die keine 10cm tief einsteigen in die Materie.
Es erinnert fatal an die Zeit als Seehofer vor Jahrzehnt(en) Gesundheitsminister war und vollmundig Reformen wider die Pharmagesellschaften ankündigte um doch nur zu scheitern.
Das geht bis heute so , ich sag nur "Positiv-Liste" für Medikamente.
Will sagen:
Von den Herrschenden in Politik und Wirtschaft,hier Finanzwirtschaft, wird ein Kasperltheaterspiel zelebriert, das die Ausnehmung der Endverbraucher (hier Versicherte) vernebelt.
Die Ausgenommen sollen nicht merken wie sie abgezockt werden.
Wie soll man solches Verhalten der Machteliten nennen ?
Ich finde, das Gesundheitssystem in Deutschland ist in vielerlei Hinsicht im Argen. Aber die PKV sehe ich dabei noch als das geringste Problem an.
Und die Nation bzw. die Republik - die hat derzeit wahrlich wichtigere Probleme. Ihre Lage ("zur Lage der Nation") wird durch andere, weit wichtigere Dinge gekennzeichnet.
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07.05.2009, 11:17Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Einheitskasse mit bezahlbarer Mindestpauschale als Pflicht für alle. .
Aber nur, wenn die Verwaltung reduziert wird und nicht wieder alle Angestellten und „Manager“ für Pseudofachabeilungen mitgeschleift werden.
Die Ärzte dürfen freie Angebote machen. Den Markt für Medikamente öffnen. Wer im Internet bestellt weiß in der Regel, dass er die Packungsbeilage lesen muss.
Zum anklicken und Suchmaschine bedienen reicht es ja auch.
Die Deutschen müssen langsam mal aufhören jeden und alles für ihr eigenes Unvermögen oder Pannen verantwortlich machen zu wollen.
Es gibt auch ein allgemeine Lebensrisiko, der Staat nimmt diese Erklärung für seine Bürger regelmäßig Anspruch, um sich frei zustellen , soll er doch dieses Recht auch den Bürgern zugestehen.
Abkoppelung vom Einkommen, es ist richtig, wer viel verdient soll mitfinanzieren aber es kann nicht angehen, dass die die nicht den Solidarbeitrag aufbringen sich die zu erhaltende Leistung an denen messen, die das Solidarsystem finanzieren.
Die Behinderten soll man in Ruhe lassen, die sollen bekommen was sie brauchen.
V.G.
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07.05.2009, 14:03Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Finde ich im Prinzip gut – es bedeutet in meinen Augen die Abschaffung der privaten Krankenversicherung.
Ob eine Einheitskasse weniger Bürokratie bedeutet als etwa 20 bis 50 gesetzliche Kassen mit gleicher Beitragssatzstruktur und Leistungsspektrum, sollen andere prüfen.
Na ja – wenn die dann alle Schönheitsoperationen machen und Botox spritzen.
Ich bin schon dafür, dass es einen festgelegten Katalog von Leistungen gibt, die alle Ärzte für die Versicherten als Regelleistung erbringen.
Die Leistungen für Prävention und Gespräche mit den Patienten müssen wesentlich besser vergütet werden als apparatemedizinische Untersuchungen.
Einverstanden.
Aber ich denke : entweder solidarisches System oder nicht.
Das bedeutet für mich: alle sollen bekommen, was sie brauchen - und Beitragszahlung abhängig vom Einkommen.
Wenn du daran rüttelst, kommst du vielleicht schneller unter die Räder, als du denkst, denn zwischen gesund und behindert gibt es ein weites Feld.
Niemand weiß, ob er nicht morgen schwer krank und möglicherweise arbeitsunfähig wird – ich finde es gut, wenn dann nicht noch die Sorge dazu kommt, wer die Krankheitskosten bezahlt.
.Geändert von Inaktiver User (07.05.2009 um 14:07 Uhr)
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07.05.2009, 20:49Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Beispiel kanadische Krankenversicherung.
Info´s aus dem Kanadaforum (Info´s von deutschen Auswanderer nach Kanada) :
Für eine 4-köpfige Familie 88$ -gesamt!- (2008), Zusatzversicherung für das was nicht versichert ist, dürften diesen Betrag nicht übersteigen.
Kanada hat ein staatliches Gesundheitssystem (Medicare). In den meisten Provinzen wird Medicare über Steuern finanziert. Nur in Alberta und British Columbia muss man Krankenversicherungsbeiträge bezahlen (seit Anfang des Jahres auch nicht mehr)- dafür sind die Steuern entsprechend niedriger. Im Gegenzug für Steuern bzw. Beiträge erhalten die Kanadier kostenlose (besser: zahlungsfreie) Gesundheitsleistungen.
Das System hat zwei Haken. Zum einen sind nur kanadische Bürger und Ausländer mit permanent residence status - d.h. Ausländer mit bewilligtem Einwanderungsantrag - über Medicare versichert. Wer nur befristet in Kanada lebt, muss sich in Eigeninitiative absichern. Allerdings bieten einige Provinzen Medicare-Leistungen auch für bestimmte Gruppen von Ausländern ohne permanent residence status an.
Zum anderen ist das Leistungsspektrum von Medicare eng begrenzt. So werden zwar die Arzt- und Krankenhauskosten meist übernommen, aber Medikamente z.B. muss man in der Regel komplett aus der eigenen Tasche bezahlen. Gleiches gilt für Notfalldienste und zahnärztliche Behandlungen. Was genau der Patient alles selbst bezahlen muss, ist von Provinz zu Provinz unterschiedlich.
Nicht selten sind Kanadier zusätzlich über ihren Arbeitgeber krankenversichert. Wer allerdings seinen Job verliert, verliert dann auch diesen Versicherungsschutz.
In Anbetracht des niedrigen Versicherungsbeitrags bei höheren Löhnen und eher niedrigeren (auf jedenfall nicht höheren) Lebenshaltungskosten, ist man trotzdem bedeutend günstiger versichert.
Heute gelesen - der Artikel erschien aber schon zu Schröders Regierungszeit, an der Situation hat sich aber nichts geändert- :
Krankenversicherung: Deutsche Kassen zahlen für Eltern von Ausländern in deren Heimat
In der Welt am Sonntag erschien heute ein Artikel in dem berichtet wurde, daß die Eltern von in Deutschland lebenden Ausländern, insbesondere Türken, beitragsfrei von der deutschen Familienmitversicherung aufgenommen würden und sich dort, also in ihrem Heimatland, auf Kosten der deutschen Versicherung stationär und ambulant behandeln lassen könnten. Bei Deutschen dürften dagegen nur Ehegatten, Lebenspartner und Kinder beitragsfrei in die Familienversicherung aufgenommen werden. Und daß türkische Familien größer sind als deutsche, muß man wohl nicht extra betonen...
Grundlage für diese eklatante Ungleichbehandlung sind Abkommen zwischen Deutschland und der Türkei vom 30.04.1964 und Deutschland und dem damaligen Jugoslawien vom 12.10.1968, die die Rechtsvorschriften des ausländischen Staates auch für deutsche Versicherungen verbindlich machen; inzwischen wurden ähnliche Vereinbarungen auch gegenüber Portugal, Marocco und Tunesien bekannt.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat von der Regierung volle Aufklärung zu diesem Sachverhalt verlangt; eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums soll jedoch erklärt haben, daß hierzu keine Zahlen vorliegen, weder über die Zahl der bezugsberechtigten Personen noch über die Summe der geleisteten Zahlungen. Dies erscheint freilich so glaubwürdig wie Herrn Fischers Bekenntnisse zur Gewaltfreiheit, reisen doch deutsche Berufshelfer oft auf Kosten der deutschen Sozialversicherung in Länder wie Portugal, Türkei oder die Nachfolgestaaten Jugoslawiens, um dort die Hilfebedürftigen zu betreuen. Auch wurde bislang noch gar nicht öffentlich debattiert, daß es ähnliche Vereinbarungen auch in der gesetzlichen Unfallzwangsversicherung gibt, wo sie sehr bedeutsam sein dürften, denn viele ältere Arbeitnehmer, die einst als Gastarbeiter hier waren, sind nach Unfällen oder Berufserkrankungen wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Wie kommt es also, daß die Bundesregierung keine Daten zu haben vorgibt? Soll hier ein mittelschwerer Skandal vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen werden?
Ich würde der Obrigkeit zunächst empfehlen, Art. 3 Abs. 1 GG zu lesen. "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich" steht dort geschrieben. Das würde heißen, daß auch ausländischen Versicherten, die im Ausland leben, gleiche Bedingungen zuteil werden sollten wie Deutschen Versicherten. Aber daß das Grundgesetz nicht das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht, weiß jeder, der sich Art. 146 GG zu Gemüte führt, aus dem nämlich klipp und klar hervorgeht, daß das Grundgesetz weder eine Verfassung ist noch vom Deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen wurde - wie es für den Fall der Wiedervereinigung sogar klipp und klar im Grundgesetz vorgeschrieben ist, noch eine vorenthaltene Volksabstimmung, übrigens, schon vor Euro, Schlechtschreibreform und dem Rest.
Noch interessanter finde ich, daß aus der sogenannten Rürup-Kommission schon Vorschläge für alle möglichen Kürzungs- und Rationierungsmaßnahmen gegen deutsche Arbeitnehmer und Rentner gedrungen sind, aber noch kein diesbezüglicher Vorschlag, ja noch nichteinmal eine offizielle Stellungnahme hierzu. Dabei soll Bert Rürup die Familienversicherung bereits in Frage gestellt haben - aber nur für Kinder, nicht für Eltern. Soll die beitragsfreie Unterstützung von Ausländern bewußt geschützt und möglichst vor der deutschen Öffentlichkeit ganz verborgen werden?
Eine mögliche Ursache ist der Erbschuldkomplex, mit dem man die Deutschen bekanntlich seit 1945 zu allem bringen kann, was ihren Interessen zuwiderläuft. Ohne die deutsche Erbsünde gäbe es vermutlich weder Israel noch die Europäische Union, denn wir finanzieren beide - und mit Israel bekanntlich indirekt auch den Irak-Krieg, den wir offiziell abgelehnt haben. Adolfs Schatten ist lang - er reicht nicht nur bis nach Baghdad, sondern auch in das deutsche Sozialsystem. Es wäre an der Zeit, das mal zu überdenken, in einer breiten öffentlichen Diskussion, die die gegenwärtig Mächtigen jedoch fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Der (in diesem Fall staatlich verordnete) Betrug der Krankenkassen an ihren Versicherten, also ein neuer Fall von "Versicherungsbetrug", macht das System nämlich weder stabiler noch beliebter - und beides dürfte uns in Zukunft eher schaden als nützen.
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08.05.2009, 09:57Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Schau Dir doch mal die Gehaltsliste der Pharmaindustrie an. Nirgendwo verdienst Du mehr. ausserdem sind die Medikamente in D am teuersten. Und natürlich kosten die Kassenvorstände Geld.Wo bleibt die Kohle?
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08.05.2009, 11:14Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Über die Krankenversicherung in Kanada weiß ich nichts, aber diese Aussage ist falsch.
In der globalen UBS-Studie "Löhne und Preise 2006" bzw. im Update 2008 steht z.B. Toronto und Montreal bei (brutto/netto) ca. 63%/65% des Lohnniveaus von Zürich (Zürich dient in der Studie als Basiswert 100).
Zum Vergleich: Frankfurt 80%/73%, Paris rund 60% des Lohnniveaus von Zürich.
Nun sind Toronto und Montreal nicht mit ganz Kanada gleichzusetzen, aber diese Zahlen geben doch Anlass zum Zweifel, ob deine Aussage richtig sein kann. Zumal in kleineren Orten Kanadas das Lohnniveau noch niedriger sein dürfte.
Im Preisniveau stehen Toronto und Montreal übrigens bei ca. 82% des Preisniveaus von Zürich, verglichen mit Wien 94%, Frankfurt und München 85%.
Aus Lohnniveau und Preisniveau ergibt sich, dass die Binnenkaufkraft in Toronto und Montreal niedriger ist als in deutschen Vergleichsstädten.
Genauer: Die Binnenkaufkraft beträgt in diesen kanadischen Städten knapp unter 80% der Binnenkaufkraft von Zürich, verglichen mit Frankfurt 95%, München 90% und Wien 80%.
Quelle: UBS Studie "Preise und Löhne 2006" sowie Update 2008
(PDF-Dokument im Internet verfügbar)Geändert von Inaktiver User (08.05.2009 um 11:29 Uhr)
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08.05.2009, 12:42Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Ich beziehe mich in Bezug auf die Lebenshaltungskosten auf Aussagen von insgesamt 12 Paaren und/oder Familien (Bekannte und Verwandte) die zwischen 2 und 12 Jahren in Kanada leben und Vergleichsmöglichkeiten haben.
Jeder von ihnen hat die Erfahrung gemacht, daß am Ende des Monats bei vergleichbarem Lebensstandard nach dem ersten Jahr eindeutig mehr in der Kasse bleibt und im gesamten das Leben dort einfacher zu bestreiten ist (auch bürokratisch - obwohl es natürlich auch dort Bürokratie gibt).
Im weiteren lese und schreibe ich seit Jahren im Kanadaforum, indem eine gemischte Gesellschaft an Auswanderern und Auswanderungswilligen sich mitteilen über Jobsuche, über Lebenshaltungskosten -Einkaufsmöglichkeiten, Wohnungs/Haussuche, Spritpreise,Butter,Käse,Gemüse
usw usw, über bürokratische Hürden, Tipps und Tricks, Ratschläge über Schulen, Kindergärten, Uni´s usw. usw.
Ich denke da kann man schon eine grobe Richtung entnehmen.
Statistiken sind etwas dem ich grundsätzlich nie traue, allein schon weil meistens ein bestimmtes Ziel dahinter steht.
Übrigens lebe ich seit ein paar Jahren regelmäßig für ein paar Monate in Kanada (überwiegend Toronto - aber auch Ottawa und Vancouver)
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08.05.2009, 13:58Inaktiver User
AW: Gesundheitssystem , Krankenkassen, Pharmaindustrie
Das ist angesichts der Undurchsichtigkeit vieler Statistiken auch eine durchaus gesunde Einstellung.
Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dieser globalen Studie um keine politisch motivierte Studie, und auch um keine Studie, die irgendwem Kanada madig machen will. Es geht ganz schlicht um messbare Löhne und Preise und deren Relation zueinander, wobei allenfalls die Währungskursentwicklung ein heikler Faktor ist.
Die Umfragen wurden von lokalen UBS-Mitarbeitern, Korrespondenzbanken, Verbraucherzentralen, Handelskammern sowie Universitäten durchgeführt.
Zweck der Studie ist es - ähnlich wie bei den einschlägigen Mercer-Studien - denjenigen Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, bzw. denjenigen Managern, die internationale Aufgaben erwägen, Werkzeuge an die Hand zu geben um Gehalt(szulagen) u.ä. zu errechnen und für Direktinvestitionen einen ersten groben Überblick über örtliche Gehaltsstrukturen zu geben.Geändert von Inaktiver User (08.05.2009 um 15:04 Uhr)


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