Ich habe gestern in den Nachrichten gehört, dass Zivilisten von den Taliban aufgefordert wurden, sich Treibstoff aus den Tanklkws abzuzapfen, angeblich absichtlich, da das Bombardement erwartet wurde und so der Bevölkerung vor Augen geführt werden konnte, wie die Ausländer in Afghanistan wüten.
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05.09.2009, 10:39Inaktiver User
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
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05.09.2009, 11:18
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05.09.2009, 11:31Inaktiver User
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
Für mich nicht.Das hat für mich etwa den Wahrheitsgehalt wie die Meldung vom Überfall auf den Sender Gleiwitz.
Palästinensische Zivilbevölkerung wurde, als die israelische Armee im Januar den Gazastreifen beschoss, zum Teil an den Ohren von Hamas-Angehörigen in Gebäude, die dem Beschuss unterlagen, gezogen und dort festgehalten.
Einerseits, um eventuell die Bedrohung zu verringern, andererseits, um zu signalisieren, mit welchen Mördern man es zu tun hatte, die nicht einmal vor Frauen und Kindern haltmachten.
Weshalb sollten die Taliban anders gestrickt sein?
Ihnen - und nicht nur ihnen - ist jedes Mittel recht, um sich selbst in ein Licht zu setzen, das ihre Macht erweitert und nicht verringert. Dazu gehört auch die Ablehnung fremder Streitkräfte durch die Zivilbevölkerung. Und die Verurteilung des Bombardements durch den Westen.
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05.09.2009, 12:45Inaktiver User
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
Sehr geehrter Herr Opelius,
das sehe ich genauso. Was die Masse der Bevölkerung nie (bzw. überhaupt oder erst lange Zeit später) erfährt, unterliegt naturgemäß politischen, militärischen und propagandistischen Interessen. Somit kann man sich denken, wie weit es damit her ist. Zumal es in Staaten wie den USA und D nicht üblich ist, brutale und unangenehme Informationen oder Bilder den allpräsenten, unkritischen Jubelmedien zugänglich zu machen, geschweige denn, zu verbreiten. Alles soll wie ein "sauberer", fast antiseptisch geführter "humanitärer Einsatz" aussehen.
Daß "unangenehme" Dinge mehr und mehr aufgedeckt werden Blackwater in Afghanistan - Söldner an der Bombe - Barack Obama: US-Präsident - sueddeutsche.de oder Nach Sex-Skandal: Kabuler US-Botschaft feuert Wachpersonal - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik sowie die schmutzigen Details des Irakkrieges hingegen machen deutlich, wie diese "Befreier" tatsächlich ticken. Und "wir" haben natürlich nichts Besseres zu tun, als uns an den Rockschoß der USA zu hängen. Fürchterlich.
Mein Schwager in spe (Sani im CH53) kam letzte Woche aus der Gegend um Kunduz zurück und er erzählte wie vermutet von dilettantischen Befehlsstrukturen -besonders an den Schnittstellen zwischen den Achsenmächten
-, dilettantischer Logistik und diversen Schlampereien, die man von Militärs gewohnt ist. Wie Menschen mit Bauchschuß, schweren Verbrennungen oder zerschmetterten, zersplitterten Beckenknochen die ganze Geschichte "beurteilen" und wie Leichen stinken, wenn sie mehrere Tage nicht geborgen werden können.
Die Motivation besonders vieler junger deutscher Soldaten scheint zu sein, ganz besonders realistisches Counterstrike, Abenteuer und derlei zu erhoffen - wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er auf`s Eis. Die Besöldnerung sei auch nicht zu verachten. Zum Teil werden die auch derart indoktriniert (von jenen, die weit weg vom Schuß sind - im wahrsten Sinne), daß es schon nicht mehr verantwortbar ist.
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05.09.2009, 14:54
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
Eine seltsame Logik.
Die eine Propagandalüge wird dadurch legitimiert, dass man eine andere propagandistische Behauptung dazustellt - alles nach dem Motto "verlogene islamische Terroristen".
Makaber wird die ganze Logik, wenn man sich vor Augen führt, dass in beiden Fällen die einheimische Bevölkerung von fremden Armeen beschossen wurde.
Im einen Fall mit Treibstoff gelockt, im anderen Fall an den Ohren gezogen.
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05.09.2009, 16:24Inaktiver User
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
@foo-foo
Mein Gott, Walter!
Was soll frau auf dein posting anworten?
Was hat meine Anführung von Verbrechen gegen ZivilistInnen mit dem Islam zu tun? Gar nichts!
Oder soll ich zwecks Ausgewogenheit über das verendete Apartheid-Regime in Südafrika, über Nordkorea oder Tschetschenien schreiben?
Es geht rein um die Anwendung aller Mittel, um an die Macht zu kommen, Macht zu erhalten, Macht auszuüben.
Das hat mit Glauben und Weltanschauung nichts zu tun.
Nur handelt es sich in diesem Strang um Afghanistan, es wäre also eher absurd, die Elfenbeinküste ins Spiel zu bringen.
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05.09.2009, 18:13
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
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05.09.2009, 18:43Inaktiver User
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
Fraglich ist nur, wie die Zivilisten zu von den Taliban geklauten Tankwagen hingehen konnten.
In einem kriegführenden Land, in dem naturgemäss Treibstoff Mangelware ist, müssten normalerweise die, die sich im Besitz desselben befinden, darauf achten und mögliche Diebe fernhalten.
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05.09.2009, 18:58
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
In welchen Augen ist Afghanistan ein kriegführendes Land?
Die Bundeswehr bestreitet vehement, Krieg zu führen.
Vielleicht haben die, die du im Militaristen-Deutsch "Zivilisten" nennst, einfach da gewohnt?
Vielleicht haben sie sich gefreut, dass den Besatzern Treibstoff geklaut wurde?
Ist das ein Grund, 225-Kg-Bomben auf Menschen zu werfen?
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05.09.2009, 19:21
AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?
Die Bundeswehr bestreitet das nicht, sondern deutsche (Regierungs-)Politiker.
Aus militärischer Sicht sind zwei vollgefüllte Tanklastzüge in den Händen des Feindes natürlich ein Grund, diese auszuschalten. Selbst Verteidigungsminister Jung hält diese Aktion nachträglich noch für richtig.
Wer dem Militär die Aufgabe erteilt, die Taliban zu bekämpfen, muß mit solchen Ereignissen einfach leben. Dies an die Adresse der Politiker.


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