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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ob wir uns (Deutschland) im Kriege befinden, entscheidet aber nicht der Bundeswehrverband. Dazu müsste eine förmlicher Beschluß des Parlamentes vorliegen und irgendwem der Krieg erklärt worden sein.
    Gut, jetzt bin ich aufgeklärt: Wir können so viele Kriege führen wir wir wollen, solange es keinen förmlichen Beschluss des Parlaments gibt, werden diese Kriege als nicht existent angesehen und sind somit gerechtfertigt. Und dann müssen wir aufpassen, wenn wir ein Land angreifen, diesem nicht offiziell den Krieg zu erklären. Dann ist es erlaubt.
    Klar, klingt logisch.
    Geändert von Wolfgang60 (11.09.2009 um 16:27 Uhr)
    Ich bin, also denke ich

  2. Inaktiver User

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Gut, jetzt bin ich aufgeklärt: Wir können so viele Kriege führen wir wir wollen, solange es keinen förmlichen Beschluss des Parlaments gibt, werden diese Kriege als nicht existent angesehen und sind somit gerechtfertigt. Und dann müssen wir aufpassen, wenn wir ein Land angreifen, diesem nicht offiziell den Krieg zu erklären. Dann ist es erlaubt.
    Klar, klingt logisch.
    Damit, dass Jung hat den Bundeswehreinsatz noch nie als Krieg bezeichnet hat, liegt er völkerrechtlich richtig. Denn das deutsche Isaf-Kontingent ist mit Zustimmung der afghanischen Übergangsregierung im Land - von einem Krieg zwischen zwei Staaten kann deshalb nicht die Rede sein.

    Und die Taliban sind keine Einheimischen - ideologisch und kulturell schon mal gar nicht, und auch die Leute selbst sind größtenteils "Ausländer".

  3. Inaktiver User

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Dazu müsste eine förmlicher Beschluß des Parlamentes vorliegen und irgendwem der Krieg erklärt worden sein.
    Falls also kein Krieg erklärt wurde bzw. keine kriegerischen Vorgänge im Sinne eines Angriffes statt fanden (wovon ich ausgehe), stelle ich erneut die Frage: Weshalb wird der "Nato-Beistands-Bündnisfall" ausgerufen?

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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Leute, ich weiß schon, dass dieser Krieg offiziell nicht als Krieg angesehen wird, und alle rechtlichen Schritte bis zum Gehtnichtmehr ausgeschöpft sind. Ich weiß auch, dass das Verfassungsgericht das auch so sieht und und und.... Aber für mich! ist es Krieg. Wahrscheinlich auch für die Soldaten vor Ort.

    Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose (ich glaub, das war Gertrude Stein)
    Ich bin, also denke ich

  5. Inaktiver User

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Falls also kein Krieg erklärt wurde bzw. keine kriegerischen Vorgänge im Sinne eines Angriffes statt fanden (wovon ich ausgehe), stelle ich erneut die Frage: Weshalb wird der "Nato-Beistands-Bündnisfall" ausgerufen?


    Die Erklärung der Nato vom 13. September 2001:

    Das nordatlantische Bündnis hat förmlich festgestellt, durch den Terroranschlag sei der kollektive Verteidigungsfall eingetreten. Hier die Erklärung des Nato-Generalsekretärs George Robertson in einer dpa-Übersetzung.

    "Am 12. September ist der Nordatlantikrat erneut zusammengetroffen, um auf die entsetzlichen Angriffe, die gestern auf die Vereinigten Staaten von Amerika verübt wurden, zu reagieren.

    Der Rat stimmte überein, dass - falls ermittelt wird, dass dieser Angriff von außerhalb der Vereinigten Staaten gesteuert wurde - er als eine Aktion angesehen wird, die unter Artikel 5 des Washingtoner Vertrages fällt; dieser stellt fest, dass ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere der Bündnispartner in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen alle angesehen wird.

    Die im Washingtoner Vertrag enthaltene Verpflichtung zur gemeinsamen Selbstverteidigung wurde eingegangen unter Umständen, die sich sehr von den heutigen unterscheiden; aber sie bleibt heute nicht weniger gültig und nicht weniger wichtig, in einer Welt, die der Geißel des internationalen Terrorismus ausgesetzt ist.

    Als sich die Staats- und Regierungschefs der Nato1999 in Washington trafen, würdigten sie den Erfolg des Bündnisses, das die Freiheit seiner Mitglieder während des Kalten Krieges sicher gestellt und ein einiges und freies Europa ermöglicht hat. Aber sie erkannten auch die Existenz einer großen Bandbreite von Gefahren für die Sicherheit, von denen sich einige deutlich unterscheiden von jenen, die zur Gründung der Nato geführt hatten. Deutlicher gesagt, sie (die Staats- und Regierungschefs) verurteilten Terrorismus als eine ernste Bedrohung für Frieden und Stabilität und bekräftigten ihre Entschlossenheit, ihn gemäß ihrer gegenseitigen und internationalen Verpflichtungen sowie nach ihren nationalen Gesetzen zu bekämpfen.

    Artikel 5 des Washingtoner Vertrages verlangt, dass im Fall von Angriffen, die in seinen Rahmen fallen, jeder Bündnisstaat dem angegriffenen Land mit den Mitteln hilft, die er für notwendig hält. Entsprechend stehen die Verbündeten der USA in der Nato bereit, die Hilfe zu leisten, die in der Folge dieser Barbarei angefordert werden könnte."
    Quelle

  6. Inaktiver User

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Artikel 5 des Washingtoner Vertrages verlangt, dass im Fall von Angriffen, die in seinen Rahmen fallen, jeder Bündnisstaat dem angegriffenen Land mit den Mitteln hilft, die er für notwendig hält. Entsprechend stehen die Verbündeten der USA in der Nato bereit, die Hilfe zu leisten, die in der Folge dieser Barbarei angefordert werden könnte."
    Sehr geehter Herr Alinghi,

    beinhaltet der letzte Satz, auch in fernerer Zukunft "Hilfe leisten" zu müssen, sobald die USA zwar keinem "erneuten Angriff??" -sofern man den "Angriff" 9/11 als solchen betrachten kann- unterliegen, aber jedwedes Land, von dessen Territorium ausgehend Unterstützung "gefolgert werden kann" oder jedwede Organisation, die "identifiziert" und selbst in Nicht-Angriffe führenden Territorien "ausgemacht" werden kann, eine erneuten "Bündnisfall" hervorruft bzw. diesen Status erst gar nicht aufzuheben "gestattet"?

    Der Artikel 5 sagt aus:
    "Die Maßnahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten."

    Finden Sie nicht, daß gerade die Besatzung und das Vorgehen mit Waffengewalt in einem Land, von dem keine kriegerische Handlung gegen einen der Nato-Partner ausging und ausgeht, in seinem Verstoß und dem Zuwiderhandeln gegen den internationalen Frieden und Sicherheit mindestens -und den zu bedenkenden Folgen daraus- weitaus klarer zu beurteilen ist, als die in mehreren Belangen konstruierte "Legitimation 9/11" für die Herbeiführung eine Bündnisfalles, dessen territorialer und zeitlicher Ausdehnung offenbar gewollt keine Grenzen gesetzt sind - laut Robertson?

  7. gesperrt

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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    noch mal Tanklastwagen:

    Zivilisten sind selber Schuld.
    Alle Zivilisten die an dem geklauten Benzin/Diesel Tanker Sprit abgezapft hatten wussten das dieser von den deutschen gekaut war. Jeder weiß das sich eine Armee diese Dinge nicht einfach klauen lässt. Jeder Zivilist in einem Kriegsbiet weiß auch das die Gefahr sehr hoch ist
    an einem geklauten Tanker Sprit zu entnehmen. Die beklaute Armee wird mit Sicherheit versuchen seine Fahrzeuge sich zurück zu holen. Deshalb verstehen ich die ganze Aufregung überhaupt nicht. Wenn jemand im Krieg etwas kaut muß er damit rechnen. Pech gehabt. Das ist nun mal Krieg.
    Die Engländer/Amerikaner hätten mit Sicherheit das gleiche gemacht.
    Gruss, Jack London

  8. Inaktiver User

    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Wenn jemand im Krieg etwas kaut muß er damit rechnen. Pech gehabt. Das ist nun mal Krieg.
    Die Engländer/Amerikaner hätten mit Sicherheit das gleiche gemacht.
    Gruss, Jack London
    Dachte wir haben keinen Krieg?

  9. gesperrt

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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose (ich glaub, das war Gertrude Stein)
    Das war wohl Ernst Jandl, der Erfinder der konkreten Poesie.
    Geändert von schnarchstop (14.09.2009 um 19:56 Uhr) Grund: n eingefügt

  10. gesperrt

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    AW: Sollen deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dachte wir haben keinen Krieg?

    genau !


    In folgendem Strang wurde vor 12 Monaten schon über die Gefährlichkeit eines Aufenthalts in Afghanistan diskutiert.

    Er will nach Afghanistan...trotz Kind

    Zum Beispiel in #131 unten von mir:

    "Ich war nicht dabei, aber es scheint gewisse Dynamik bei der Gewaltspirale zu geben und dass dabei unsere deutschen Soldaten, die mit Spezialflugzeugen Aufklärung für die Angriffe amerikanischer Soldaten betreiben, bloss im Lager rumhocken, scheint mir mehr als fragwürdig.

    Vor ein paar Wochen war es noch ruhig, jetzt nicht mehr."

    dazu die Antwort in #132

    "du vermischst hier dinge. was soll der einsatz der tornados mit dem vorfall in kunduz zu tun haben? und was beides damit, dass dreiviertel der soldaten da sind, ohne das lager je zu verlassen?

    und zu:
    Vor ein paar Wochen war es noch ruhig, jetzt nicht mehr.

    "auch das ist falsch. "


    Es ist mir damals nicht leicht gefallen, das stehen zulassen. Aber manchmal muss man die Leute klugscheissen lassen.

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