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  1. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Die Leute werden schon merken, dass das Konjunkturpaket, also die Lösungen der jetzigen Regierung, den weiteren Wirtschafts-Zusammenbruch höchstens ein klein wenig hinauszögern kann - falls überhaupt.
    Dass also alle jetzige Politik dem Bundesbürger nicht viel nützen wird.
    Und der dann mal stärker nach politischen Alternativen schauen wird.

  2. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Taoline Beitrag anzeigen
    Die Linke im Osten ist auch eine andere Partei als die im Westen. Im Osten ist es eine mehr oder weniger "gewachsene" Partei, die aus der SED hervorgegangen ist. Im Westen dagegen ist es ein Sammelsurium aus verschiedenen linken Gruppierungen, die teilweise doch sehr abenteuerliche Ansichten hatten. Ich glaube, dass die Linke dauerhaft auch im Westen eine stärkere Rolle spielen wird, allerdings wird sie diese -wie Frau Wagenknecht es nennt - "Kinderkrankheiten" los wird. Wie lange hat es gedauert, bis die Grünen aus eine reinen Protestbewegung zu einer mehr oder weniger seriösen Partei wurde.
    Volle Zustimmung!
    Wobei ich hinzufügen möchte, dass ich für die Linkspartei sehr gute Aussichten sehe in einem überschaubaren Zeitrahmen in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft als ernst zu nehmender Partner anzukommen - siehe gut funktionierende rot-rote Koalition in Berlin und siehe einige wirklich erfreuliche und erfreulich einflussreiche ostdeutsche Politiker der Linkspartei.


    P.S.: Sahra Wagenknecht gehört als Trotzkistin? Stalinistin? zwar zu der Linksaußen-Gruppe, aber auch sie ist eine wertvolle Bereicherung der bundesdeutschen Politiklandschaft. Wer sie auch nur einmal in einer Politik-Talkshow erlebt hat - mit ihrer Eloquenz, geistigen Klarheit, Sachlichkeit, Disziplin, und nicht zuletzt mit ihren sozialverträglichen Umgangsformen - der empfindet sie als wohltuende Abwechslung zu den polemischen Blödmännern, von denen sie sich immer wieder beleidigen lassen muss.
    Geändert von Inaktiver User (20.01.2009 um 10:15 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Taoline Beitrag anzeigen
    Gehirnwäsche. Ich liebe solche Schlagwörter. Alle die etwas Kritisches sagen über die Linke, sind einer Gehirnwäsche von den bösen bösen Westmedien unterzogen.
    Ich habe lediglich Frau Wagenknecht zitiert. Und auch du kannst nicht bestreiten, dass es zumindest bei den Linken in Hessen teilweise chaotisch zuging und noch geht. Und wenn du aufmerksamer gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich gar nicht so schlecht über die Linke geredet habe. Aber Tatsache ist, dass die Linke vor allem für von den anderen Parteien Enttäuschte und - und das bitte nicht wieder falsch verstehen - für die "Sozialverlierer" des jetztigen Systems Anlaufstelle ist. Ich finde dieses Wort selbst furchtbar, mir fällt nur grade nichts besseres ein. Und da finden sich nunmal auch "Wirrköpfe". Diese werden - wenn sich die Partei im Westen etabliert und über kurz oder lang in die Regierung möchte - aus der Partei verschwinden. Ähnliches ist bei den Grünen passiert.
    Bitte entschuldige, wenn ich den Eindruck erweckt habe, der Ausdruck "Gehirnwäsche" gelte dir.

    Ich meinte damit, dass permanent von den Medien eine ganz bestimmte, sehr negative Sicht auf die LINKE verbreitet wird.
    Etwa, sie sei eben nur ein Sammelsurium von Wirrköpfen, oder, in Hessen in den letzten Monaten, die Mitglieder würden reihenweise austreten.

    Die Fakten sind aber:

    „Von einem Mitgliederschwund kann keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, wir hatten am 1.1.2008 1.913 Mitglieder, am 31.12.2008 waren es 2.645, das macht einen Zuwachs von 732 Mitgliedern. Allein in den letzten drei Monaten sind 230 neue Mitglieder in DIE LINKE. Hessen eingetreten, darunter viele aktive Gewerkschafter und ehemalige Sozialdemokraten wie die Frankfurter Stadtverordnete Silke Seitz, der ehemalige SPD-Kreistagsabgeordnete im Rheingau-Taunus-Kreis Benno Pörtner, der langjährige Geschäftsführer der Gewerkschaft Textil-Bekleidung Hans-Jürgen Trühe und der Frankfurter Ortsbeirat Max Schmidt.

    (03.01.2009 Pressemeldung Landesvorstand Die Linke)

  4. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wann ist für dich eine Partei seriös?
    Wenn sie - wie die Grünen - bereit ist, den Machterhalt über ihre politischen Grundsätze zu stellen, und so mit den anderen Parteien gleichzuziehen?
    Wann man eine politische Partei als seriös empfindet, hängt nicht zuletzt vom eigenen Politikbegriff ab. Ich empfehle hierzu die interessanten Einträge auf Wikipedia.
    Den meisten Politikdefinitionen ist zu eigen, dass sie als notwendiges (wenn auch nicht hinreichendes) Kriterium das bewusste Streben nach Einfluss und Macht beinhalten.

  5. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wann man eine politische Partei als seriös empfindet, hängt nicht zuletzt vom eigenen Politikbegriff ab. Ich empfehle hierzu die interessanten Einträge auf Wikipedia.
    Den meisten Politikdefinitionen ist zu eigen, dass sie als notwendiges (wenn auch nicht hinreichendes) Kriterium das bewusste Streben nach Einfluss und Macht beinhalten.
    Die LINKE hat immer betont, dass ihr Ziel ist, Einfluss und Macht zu erringen - aber nicht für sich, sondern für die Masse der Arbeiter, Angestellten, Rentner, Arbeitslosen deren Interessen von der aktuellen Politik nicht verteten werden.

  6. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die LINKE hat immer betont, dass ihr Ziel ist, Einfluss und Macht zu erringen - aber nicht für sich, sondern für [das Land / die Bevölkerung].
    Das sagt jede Partei. Die Frage ist, wem man es abnimmt dabei tatsächlich sachgerecht und überzeugend zu sein. Da werden die Wähler naturgemäß nicht unbedingt einer Meinung sein.

    Mein Posting bezog sich aber eigentlich auf etwas anderes, nämlich auf den Vorwurf, den du den Grünen machst, Macht anzustreben. Einer politischen Partei Machtstreben vorzuwerfen ist ungefähr so sinnvoll wie einem Fisch die Vorliebe fürs Wasser vorzuwerfen. Macht lässt sich aber nur erringen, wenn man ideologische Grundsätze nicht bedingungslos über die Machbarkeit stellt.
    Geändert von Inaktiver User (20.01.2009 um 11:10 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    ....

    Meine Idealvorstellung wäre, dass irgendwann die Linken in der SPD aufgehen. das kann aber noch viele viele Jahre dauern.

    ...
    ich bin froh, dass die linken betonköpfe aus der SPD raus zu den linken sind. seither ist die SPD ja auch wieder wählbar geworden (na ja nicht in hessen aber bundesweit).

  8. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich bin froh, dass die linken betonköpfe aus der SPD raus zu den linken sind. seither ist die SPD ja auch wieder wählbar geworden (na ja nicht in hessen aber bundesweit).
    Das Problem ist dabei, dass die SPD nicht von der Zustimmung der CDU-Wähler bzw. CDU-orientierten Wechselwähler "leben" kann.
    Ich stimme Baselitz zu, der schrieb, dass niemand eine zweite CDU brauche.

  9. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    ...

    Was denkt der Wähler: Die FDP ist derzeit progammatisc h so weit von der SPD entfernt wie noch nie. Also wird es nicht zu SPD - FDP -Grüne kommen.
    ...
    die FDP ist aber beweglich. trotz der schwarz gelben koalition schließt westerwelle nichts mehr aus. er hat einen enormen druck, denn er ist einer der wenigen parteivorsitzenden, der keine regierungsbeteiligung hat. die FDP war 45 jahre an der macht, sie braucht dringend wieder ein paar minister. insofern würde ich die ampel nicht ausschließen.

    zumal ich mehr übereinstimmung mit den liberalen sehe als mit den linken.

  10. Inaktiver User

    AW: Landtagswahl in Hessen 2009

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Problem ist dabei, dass die SPD nicht von der Zustimmung der CDU-Wähler bzw. CDU-orientierten Wechselwähler "leben" kann.
    Ich stimme Baselitz zu, der schrieb, dass niemand eine zweite CDU brauche.
    na ja einige wähler sind am sonntag von der SPD zur FDP gegangen. die meisten zu den grünen. NICHT zu den linken.

    inhaltliche übereinstimmungen zwischen CDU und SPD sehe ich kaum welche. noch nicht mal bei der außenpolitik.

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