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  1. Inaktiver User

    AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das kann nur stimmen, wenn deine Verwandten entweder karrieremäßig die Leiter hinaufgefallen sind oder aus dem Osten stammen oder selten ausgehen oder so grenznah wohnen, dass sie in Deutschland einkaufen können ...
    Glaub mir, ich bin ausreichend über die Verhältnisse in dem Land, in dem ich lebe, informiert und beherrsche außerdem die Grundrechenarten.


    Nochmal: was verstehst du unter Leistung - die Leistung des Investmentbankers oder die Leistung der Krankenschwester? Mir scheint, dein Leistungsbegriff ist rein monetär zu verorten und hat mit der tatsächlich erbrachten Leistung herzlich wenig zu tun.
    Außerdem habe ich dich auf die fehlende Familienorientierung Schweizer Politik verwiesen. Du bist auf keines der beiden Punkte eingegangen, sondern bleibst bei deinen Worthülsen.


    Lieber Frank, wenn es in diesem Politikforum um staatliche Überwachung, um CCTV, Nacktscanner, RFIDs (VeriChips) und Schäubles diverse Lieblingsprojekte geht, glänzt du im allgemeinen durch Abwesenheit. Aber du wachst auf, sobald von Steuernfahndern und Finanzamt die Rede ist. Das bringt jemanden wie mich schwer ins Grübeln und lässt deine Aussage als reine Schutzbehauptung oder jedenfalls bemerkenswert einseitig erscheinen.
    Stell dir mal vor, es gibt Menschen die klettern die Karriereleiter hinauf weil sie es einfach „drauf“ haben, sozusagen erfolgreich sind.
    Deren jährliche „Solidarbeiträge“ in D vermutlich dein gesamtes Jahresbudget überstiegen haben.
    Für die es einen Unterschied macht, ob sie über 40% Steuern oder unter 10% Steuern zahlen.
    Du siehst, es gibt auch Andere die sich in der Schweiz auskennen.

    Ich kann, wenn ich nicht direkt damit befasst bin, Leistung nun mal nur monetär messen.
    Man muss sich nicht gleich an den Extremen reiben.
    Und es soll sogar Menschen in D geben, die mehrer Hunderttausend sogar richtig verdienen und nicht nur bekommen aber das wollen die „Zukurzgekommenen“ nicht wahr haben, jeder, der aus ihrer Sichtweise zuviel Geld hat steht am Pranger und wird mit Neiddiskussionen überschüttet.

    Der Nacktscanner ist die eine Seite und schützt direkt, die Überwachung des Konten usw. und das Sammeln von Daten um diese dann irgendwann für irgendwen abrufbar zu machen ist die andere Seite.
    Ich mag aber nicht mit Leuten darüber diskutieren die nur schwarz weiß kennen und die Ossis für doof halten.
    Viele Ossis haben dir eine Erfahrung voraus, was man nämlich mit diesen vielen gesammelten Daten machen kann, vielleicht macht dein Mann mal einen Fehler und irgendwann wird ihm das unter die Nase gehalten verbunden mit der Aufforderung über DICH mal bisschen was raus zu lassen.
    Zu mir wurde damals gesagt, der Staat schaut jetzt mal großzügig über ihre Verfehlung hinweg, im Gegenzug sollten sie ihrem Vaterland im Kampf gegen …….. wir hätten da gern über einen Angestellten folgende Infos.
    Das Gespräch war recht kurz und wurde dann in der Behörde weitergeführt, war sehr unangenehm für mich.
    Aber soweit zu denken ist eben doch ein bisschen viel verlangt und das wissen Schäuble und Co.
    V.G.

  2. Inaktiver User

    AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stell dir mal vor, es gibt Menschen die klettern die Karriereleiter hinauf weil sie es einfach „drauf“ haben, sozusagen erfolgreich sind.
    Wer es "drauf" hat, wer "sozusagen erfolgreich" ist, der klettert auch in anderen Ländern die Karriereleiter hinauf - nicht nur in der Schweiz.
    Aber das hat nichts damit zu tun, in welchem Verhältnis die Lebenshaltungskosten und das Einkommen in der Schweiz beim vergleichbaren (!) Job stehen.


    Deren jährliche „Solidarbeiträge“ in D vermutlich dein gesamtes Jahresbudget überstiegen haben.
    Du hast nicht den blassesten Schimmer über unser Haushaltseinkommen, scheinst aber zu glauben, aus meinen Ansichten irgendwelche Schlüsse ziehen zu können. Weit gefehlt. Wer ein überdurchschnittliches Einkommen hat, muss nicht zwangsläufig ein unterentwickeltes Sozialempfinden haben. Die Welt ist nicht so simpel, wie du sie siehst.


    Für die es einen Unterschied macht, ob sie über 40% Steuern oder unter 10% Steuern zahlen.
    Was für eine Plattitüde! Ich kenne niemanden, für den es keinen Unterschied macht, ob er über 40% oder unter 10% Steuern zahlt.


    Du siehst, es gibt auch Andere die sich in der Schweiz auskennen.
    Ganz bestimmt. Du allerdings nicht, sonst würdest du hier nicht Märchen von 10% Steuern auftischen (bzw. dir einen dementsprechenden Bären aufbinden lassen).


    Und es soll sogar Menschen in D geben, die mehrer Hunderttausend sogar richtig verdienen und nicht nur bekommen aber das wollen die „Zukurzgekommenen“ nicht wahr haben, jeder, der aus ihrer Sichtweise zuviel Geld hat steht am Pranger und wird mit Neiddiskussionen überschüttet.
    Neid ist kein Privileg derer, die "zu kurz gekommen" sind. Neid findet sich in allen Gesellschaftsschichten.
    Wer nur Geld für ein Fahrrad hat, beneidet z.B. den, der ein Auto besitzt. Wer einen Golf hat, beneidet vielleicht den, der einen Mercedes oder BMW fährt. Wer einen großen BMW besitzt, beneidet denjenigen, der außerdem eine Yacht hat, und wer eine Yacht hat, beneidet den, der ein Privatflugzeug hat.
    Nur wer vollkommen blind und mit Scheuklappen herumläuft, glaubt, dass Neid irgend etwas mit dem Einkommen zu tun hat. Hat es nicht.

    Andererseits ist nicht jede Kritik an ungerechten Gesellschaftsverhältnissen gleichzusetzen mit Neid.
    Aber wozu erzähle ich dir das. Dein Weltbild ist derart simplifiziert, dass du das sowieso nicht kapierst.

  3. Inaktiver User

    AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer es "drauf" hat, wer "sozusagen erfolgreich" ist, der klettert auch in anderen Ländern die Karriereleiter hinauf - nicht nur in der Schweiz.
    Aber das hat nichts damit zu tun, in welchem Verhältnis die Lebenshaltungskosten und das Einkommen in der Schweiz beim vergleichbaren (!) Job stehen.


    Du hast nicht den blassesten Schimmer über unser Haushaltseinkommen, scheinst aber zu glauben, aus meinen Ansichten irgendwelche Schlüsse ziehen zu können. Weit gefehlt. Wer ein überdurchschnittliches Einkommen hat, muss nicht zwangsläufig ein unterentwickeltes Sozialempfinden haben. Die Welt ist nicht so simpel, wie du sie siehst.


    Was für eine Plattitüde! Ich kenne niemanden, für den es keinen Unterschied macht, ob er über 40% oder unter 10% Steuern zahlt.


    Ganz bestimmt. Du allerdings nicht, sonst würdest du hier nicht Märchen von 10% Steuern auftischen (bzw. dir einen dementsprechenden Bären aufbinden lassen).


    Neid ist kein Privileg derer, die "zu kurz gekommen" sind. Neid findet sich in allen Gesellschaftsschichten.
    Wer nur Geld für ein Fahrrad hat, beneidet z.B. den, der ein Auto besitzt. Wer einen Golf hat, beneidet vielleicht den, der einen Mercedes oder BMW fährt. Wer einen großen BMW besitzt, beneidet denjenigen, der außerdem eine Yacht hat, und wer eine Yacht hat, beneidet den, der ein Privatflugzeug hat.
    Nur wer vollkommen blind und mit Scheuklappen herumläuft, glaubt, dass Neid irgend etwas mit dem Einkommen zu tun hat. Hat es nicht.

    Andererseits ist nicht jede Kritik an ungerechten Gesellschaftsverhältnissen gleichzusetzen mit Neid.
    Aber wozu erzähle ich dir das. Dein Weltbild ist derart simplifiziert, dass du das sowieso nicht kapierst.
    Erzähl mal weiter, bin gerade so schön am lachen.
    V.G.

  4. Inaktiver User

    AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft

    Um zum Strangthema zurückzukommen ...
    Zitat Zitat von blaues-wunder Beitrag anzeigen
    Keidanren forderte deswegen seine rund 1600 Mitgliedsunternehmen zu "Familien-Wochen" auf, damit deren Mitarbeiter häufiger mit ihren Kindern spielen können und mehr Gelegenheiten bekommen, Kinder zu machen.

    Der Appell stieß bei Firmen wie dem Energieunternehmen Nippon Oil, dem Textilhersteller Toray und der Fluggesellschaft Ana im November auf offene Ohren: Bei Nippon Oil mussten die Mitarbeiter die Firma bereits um 19 Uhr verlassen. Wer länger bleiben wollte, brauchte dafür eine Genehmigung. Auch am Wochenende durfte niemand zur Arbeit kommen. "Bitte geht früher nach Hause", rief Shinji Nishio, Präsident von Nippon Oil, seine Angestellten zum Auftakt von zwei "Familien-Wochen" auf. "Die alternde Gesellschaft und sinkende Geburtenrate sind auch unser Problem. Wir erwarten Eure aktive Mitarbeit.""
    ...
    Wer weiß, was uns in Deutschland noch "blüht"?
    .
    Ja, was wohl - das Gegenteil, schätze ich ... denn in Deutschland ist die Zahl der Arbeitsstunden im internationalen Vergleich ziemlich niedrig.

    Wenn man Japan und Deutschland vergleichen will, sollte man wissen, dass Japaner ganz selbstverständlich ihr ganzes Leben, ihre ganze Energie und sogar einen großen Teil ihrer eigentlichen "Freizeit" dem Unternehmen widmen, in dem sie beschäftigt sind.
    Japaner arbeiten sehr viel (wenn auch nicht mehr so viel wie früher). Nach der Arbeit geht man mit Kollegen und dem Chef aus. Viele Japaner gehen frühmorgens weg und kommen regelmäßig nicht vor 21, 22 Uhr nach Hause. Sie lassen einen Teil ihrer Urlaubsansprüche verfallen und nehmen sich üblicherweise nicht mehr als 1 Woche pro Jahr Urlaub.

    Diese Details werfen doch ein sehr anderes Bild auf das Leben der Menschen in Japan und auf den Appell, oder?
    .

  5. Inaktiver User

    AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erzähl mal weiter
    Nö.
    Verdau erst mal das, was ich geschrieben habe. Sonst wird das hier ein Selbstgespräch.

  6. Inaktiver User

    AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, was wohl - das Gegenteil, schätze ich ... denn in Deutschland ist die Zahl der Arbeitsstunden im internationalen Vergleich ziemlich niedrig.
    Ah! Tja, auf die offiziellen Arbeitsstunden trifft das schon zu. Doch ein 10-12 Stunden Tag ist in meiner Firma normal, wenn man seine Arbeit behalten möchte. Überstunden und Urlaub lässt man auch gern verfallen. Es wird gearbeitet bis zum Umfallen. Aber gezahlt werden nur 35 Stunden ... Das sind übliche Bedingungen in der Industrie.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man Japan und Deutschland vergleichen will, sollte man wissen, dass Japaner ganz selbstverständlich ihr ganzes Leben, ihre ganze Energie und sogar einen großen Teil ihrer eigentlichen "Freizeit" dem Unternehmen widmen, in dem sie beschäftigt sind.
    Richtig! Japaner. Japanerinnen arbeiten im Vergleich verdammt wenig. Ist auch logisch. Wenn einer rund um die Uhr arbeitet, muss der andere ihm den Rücken freihalten. Anders geht's nicht.

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