Na ja, da hast du aber Glück, dass du zu denjenigen zählst die erschwingliche Beiträge zahlen, wenn die Beiträge für alle „erschwinglich“ wären dann wäre die Leistung der Kassen wesentlich überschaubarer. Eben Solidargemeinschaft.Zitat von Inaktiver User
Ich erwarte nicht viel von dem Staat, es würde mir schon ausreichen, wenn er mich in Ruhe arbeiten lassen würde, das macht mir nämlich, wenn mir nicht gerade der Staat auf die Nerven geht, Spaß.
Die persönlichen Steuern, die ich in diesem Jahr gezahlt habe sind nicht gering. Also darf ich auch mal meckern.
V.G.
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01.12.2008, 18:21Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
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01.12.2008, 19:12Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
@ Frank62
Hast du eigentlich eine Vorstellung, was man woanders - und üblicherweise allei, ohne Arbeitgeberbeitrag! - für die Krankenversicherung zahlen muss ???
Ich lese hier immer wieder die übliche deutsche Meckerei - auf höchstem Niveau!
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01.12.2008, 19:56Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Bevor man über die Verhältnisse in Deutschland herummeckert, sollte man mal einen Blick über den Tellerrand (=Landesgrenze) werfen.
Beispiel Schweiz:
- Krankenkassenbeiträge sind unabhängig vom Einkommen
- auch eine nicht berufstätige Ehefrau zahlt eigene KK-Beiträge
- für jedes Kind ist ebenfalls ein separater KK-Beitrag zu zahlen
- ausgedehnte Selbstbeteiligung
- keine Übernahme von Zahnarzt-Kosten, Kieferorthopäden etc. im Rahmen der normalen Grundversicherung
Die Höhe der monatlichen KK-Beiträge ist abhängig von der frei gewählten Höhe der Selbstbeteiligung. Nachfolgend Beispiele mit geringen Monatsgebühren und hoher Selbstbeteiligung.
Beispiel Erwachsener - KK-Beitrag mit 1.600 Euro Selbstbeteiligung/Jahr:
kostet rund 100 Euro/Monat
Arztrechnungen, Impfungen und Medikamente sind bis ca. 1.600 Euro /Jahr und Person selber zu berappen;
danach gilt 10% Selbstbeteiligung für den Versicherten.
Diese Zahlen verstehen sich pro Person (Erwachsener)
Zahnbehandlungen werden grundsätzlich nicht von der Kasse übernommen, auch nicht anteilig.
Ausnahme: Unfall oder schwere Allgemeinerkrankung als Ursache für Zahnprobleme.
Beispiel Kinder - KK-Beitrag mit Selbstbeteiligung von 350 Euro / Jahr:
kostet ca. 50 Euro/Monat
Arztrechnungen, Impfungen und Medikamente müssen bis 350 Euro pro Jahr selbst bezahlt werden;
danach gilt 10% Selbstbeteiligung für den Versicherten.
Diese Zahlen verstehen sich pro Person (Kind).
Auch für Kinder und Jugendliche werden keine Zahnbehandlungen übernommen, auch nicht anteilig. Ausnahme wie oben.
Nun kann sich jeder ausrechnen, was es für ihn und seine Familie bedeuten würde, z.B. in der Schweiz statt im schröcklich teuren Deutschland versichert zu sein.
.Geändert von Inaktiver User (01.12.2008 um 20:37 Uhr)
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02.12.2008, 05:42Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Moin,
Zitat von Inaktiver User
ich habe eine Vorstellung,
. Ein Teil meiner Familie ist bereits ins Ausland ausgewandert und kommt sehr gut zurecht.
Mag sein, dt. Meckerei auf höchstem Niveau.
„Arbeitgeberbeitrag“ ist Volksverdummung auf höchstem Niveau. Was glaubst du, wer diesen „Beitrag“ erarbeitet und wem er letztlich gehört, bevor er in dem nimmersatten Schlund der KK verschwindet? Schon vor Jahren wurde festgestellt, dass die Geldflüsse in den KK nicht mehr nachvollziehbar sind. Anstatt diesen Sumpf auszutrocknen wird dieses System weiter mit Geld gespeist.
Oder gehörst du zu denen die glauben, dass der Arbeitgeber den „Arbeitgeberbeitrag“ erwirtschaftet? (Er geht nachts heimlich Zeitungen austragen)
Arbeitgeberbeiträge sind Bestandteil der Lohnkalkulation und somit Lohnkosten. Dieser Beitrag wird vom AN voll erwirtschaftet.
Rechne doch mal den „Arbeitgeberbeitrag“ zum Brutto hinzu dann wirst du sehr schnell feststellen, wie hoch dein wirklicher Beitrag zur Solidargemeinschaft ist.
V.G.
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02.12.2008, 05:55Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
In der Schweiz ist das Einkommen höher wie hierzulande, sicher die Lebenshaltungskosten sind auch nicht gerade preiswert.
Das Schweizer System honoriert Leistung während man sich hierzulande in Gleichmacherei übt und jeden verteufelt der mehr als der andere hat.
Dabei ist es doch genau das, was die Vorzüge der sozialen Marktwirtschaft ausmacht, Leistung belohnen und somit motivieren. Wettbewerb ist doch das, was die Menschen antreibt. Wettbewerb ist ein Bedürfnis.
Stattdessen werden in D regelmäßig Neiddebatten losgetreten, die Leistungsträger werden mit Steuerprüfungen und Pauschalverurteilungen überzogen. Kontenschnüffelei ist an der Tagesordnung.
An der Grenze werden Hunde eingesetzt die Bargeld erschnüffeln sollen, die Stasi hätte ihre wahre Freude daran gehabt. Frei Marktwirtschaft in seiner perversesten Ausprägung, man muss sich für sein Geld rechtfertigen.
Mich wundert nur, warum keine Schweizer nach D auswandern sonder umgekehrt der Fall ist. Noch niemals sind in der Geschichte Deutschlands so viele Menschen ausgewandert wie 2007 und 2008 wird es nicht anders aussehen.
Vielleicht mal darüber nachdenken.
V.G.
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02.12.2008, 06:50Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Die Forderung "f.... für die Rente" kommt doch nur daher, dass unser Rentensystem nach dem "Generationenprinzip" funktioniert, sprich die Jungen zahlen für die Alten: gibt es keine Jungen mehr, hocken die alten auf dem Trockenen..... oder die Beiträge der Jungen steigen ins Unermessliche. Das birgt gesellschaftlichen Zündstoff, Stichwort "Generationenkonflikt".
Dieser Generationenvertrag geht auf Konrad Adenauer zurück und der wurde bereits in den 50er Jahren (aus den eigenen Reihen !) vor dem Scheitern dieses Prinzips gewarnt. Seine Argumente damals: Kinder kriegen die Leute immer und "ich muss eine Wahl gewinnen".
Dieses System ist praktisch nicht rückgängig zu machen, denn dann müsste eine Generation ja doppelt bezahlen: die jungen müssten die Alten einer Generation weiter bedienen und für sich selbst sparen.....
Das mit dem Arbeitgeberanteil zur Renten-/Krankenversicherung ist in der Tat vielen nicht klar: auch den zahlen sie selbst, der Arbeitgeber zahlt den nicht "aus eigener Tasche". Von demher isses mir wurscht, ob ich 0,7 Prozentpunkte mehr zur Krankenkasse zahle als der Arbeitgeber. Allerdings verbucht der Arbeitgeber seinen Anteil als Aufwand, sprich, er wirkt sich gewinn- und damit steuermindernd aus, ich kann meine Beiträge nur teilweise steuermindernd geltend machen.
Gruss, ElliGeändert von Inaktiver User (02.12.2008 um 06:59 Uhr)
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02.12.2008, 08:57Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Das ist eine faktenfreie Behauptung, die Wahrheit ist:
Zitat von Inaktiver User
Ein- und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung müssen regelmäßig nach gesetzlichen Rahmen detailliert berichtet werden und werden vom BMGS veröffentlicht:
http://www.bmg.bund.de/cln_117/nn_11...sicherung.html
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02.12.2008, 09:12Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Das etwas höhere Einkommen in der Schweiz wird von den höheren Lebenshaltungskosten komplett aufgefressen.
Zitat von Inaktiver User
Was ist an einem Verzicht auf die Familienmitversicherung bittesehr "leistungsgerecht"?Das Schweizer System honoriert Leistung während man sich hierzulande in Gleichmacherei übt und jeden verteufelt der mehr als der andere hat. Dabei ist es doch genau das, was die Vorzüge der sozialen Marktwirtschaft ausmacht, Leistung belohnen und somit motivieren.
Und von welcher Leistung sprichst du? Meinst du die Leistung der Krankenschwester oder die Leistung des Investmentbankers?
Es klingt ganz danach, als wärst du in die grausamen Fänge des Finanzamtes und der Schwarzgeld-Schnüffler geraten.die Leistungsträger werden mit Steuerprüfungen und Pauschalverurteilungen überzogen. Kontenschnüffelei ist an der Tagesordnung.
An der Grenze werden Hunde eingesetzt die Bargeld erschnüffeln sollen, die Stasi hätte ihre wahre Freude daran gehabt. Frei Marktwirtschaft in seiner perversesten Ausprägung, man muss sich für sein Geld rechtfertigen.
Wir wurden an der Grenze noch nie von Hunden beschnüffelt und fühlten uns in Deutschland auch bezüglich der Bankkonten und Finanzämter nicht stasi-mäßig verfolgt.
Das könnte allerdings daran gelegen haben, dass wir keine Steuerhinterziehung betrieben haben und dem Finanzamt auch keine Veranlassung gaben uns dessen zu verdächtigen.
Das wundert dich? Du hast offenbar keine Ahnung.Mich wundert nur, warum keine Schweizer nach D auswandern sonder umgekehrt der Fall ist.
In der Schweiz gibt es ca. 3 % Arbeitslose (in Worten: DREI). Vergleich das mal mit den deutschen Zahlen. Vielleicht wunderst du dich dann nicht mehr ganz so sehr.
Wir sind jedenfalls rein aus Arbeitsmarktgründen in die Schweiz gegangen, und nicht, weil wir das solidarische System in Deutschland so unerträglich gefunden hätten.
Wir haben auch gar nicht die Absicht für immer in der Schweiz zu bleiben, denn die Lebenshaltungskosten und Gesundheitskosten in der Schweiz machen aus jedem Euro/Franken des Ruheständlers einen halben.
.Geändert von Inaktiver User (02.12.2008 um 09:29 Uhr)
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04.12.2008, 06:18Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Das Mehreinkommen in der Schweiz bzw. das Mehr an Netto, um das geht ja letztendlich, wird bei meinen Verwandten eben nicht komplett von den höheren Lebenshaltungskosten aufgefressen.
Es geht um die Leistung jedes einzelnen. Für die die mehr einzahlen solle es auch spürbar mehr Leistung geben. Für denjenigen der weniger leistet oder leisten kann muss es weniger geben, mit einer Grenze an unten. Der Unterschied sollte aber schon spürbar sein.
Allein die Erklärung, dass man nichts dafür könne und es nicht zu vertreten hat, dass man weniger leistet darf nicht als Rechtfertigung für Gleichmacherei sein.
Sicher ist moralisch hoch zu bewerten, wenn man Medizin auf höchstem Niveau für ALLE fordert, egal welche Leistung er erbringt oder erbracht hat.
Sieht auch schick aus, wenn der Leistungsträger sich gleichberechtigt hinter dem H4 Empfänger anzustellen hat und keine Rechte auf Sonderbehandlung hat.
Nur muss man sich dann nicht wundern, wenn man den H4 Empfänger danach befragt, warum er keine Initiative ergreift und er nur mit den Schultern zuckt und fragt, wofür?
Nicht schon wieder. Nur weil ich unser Überwachungs- und Bespitzelungssystem kritisiere ist es nicht gleichzusetzen damit, dass ich mit dem Staat Probleme hätte.
Nicht jeder der beschnüffelt und ausgeschnüffelt wird hinterzieht Steuern. Vor 89 wusste man wenigstens, warum die einem etwas anhängen wollten.
Die Frage nach den Auswanderern war ironisch gemeint. Mir ist schon klar, dass die Vorzüge für die Schweiz überwiegen.
Es geht nicht mehr darum nur wegzulaufen und einen bequemeren Weg für sich zu suchen, es ist die überwiegende Ohnmacht in unserm System für Veränderungen.
Es geht nicht darum das solidarische System unerträglich zu finden, es ist ungerecht und es wird noch ungerechter, Veränderungen…… Fehlanzeige.
Der Jugend wird die Perspektive genommen.
V.G.
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04.12.2008, 10:10Inaktiver User
AW: Sinneswandel einer Leistungsgesellschaft
Das kann nur stimmen, wenn deine Verwandten entweder karrieremäßig die Leiter hinaufgefallen sind oder aus dem Osten stammen oder selten ausgehen oder so grenznah wohnen, dass sie in Deutschland einkaufen können ...
Glaub mir, ich bin ausreichend über die Verhältnisse in dem Land, in dem ich lebe, informiert und beherrsche außerdem die Grundrechenarten.
Nochmal: was verstehst du unter Leistung - die Leistung des Investmentbankers oder die Leistung der Krankenschwester? Mir scheint, dein Leistungsbegriff ist rein monetär zu verorten und hat mit der tatsächlich erbrachten Leistung herzlich wenig zu tun.Es geht um die Leistung jedes einzelnen. Für die die mehr einzahlen solle es auch spürbar mehr Leistung geben. Für denjenigen der weniger leistet oder leisten kann muss es weniger geben, mit einer Grenze an unten. Der Unterschied sollte aber schon spürbar sein. Allein die Erklärung, dass man nichts dafür könne und es nicht zu vertreten hat, dass man weniger leistet darf nicht als Rechtfertigung für Gleichmacherei sein.
Außerdem habe ich dich auf die fehlende Familienorientierung Schweizer Politik verwiesen. Du bist auf keines der beiden Punkte eingegangen, sondern bleibst bei deinen Worthülsen.
Lieber Frank, wenn es in diesem Politikforum um staatliche Überwachung, um CCTV, Nacktscanner, RFIDs (VeriChips) und Schäubles diverse Lieblingsprojekte geht, glänzt du im allgemeinen durch Abwesenheit. Aber du wachst auf, sobald von Steuernfahndern und Finanzamt die Rede ist. Das bringt jemanden wie mich schwer ins Grübeln und lässt deine Aussage als reine Schutzbehauptung oder jedenfalls bemerkenswert einseitig erscheinen.Nicht schon wieder. Nur weil ich unser Überwachungs- und Bespitzelungssystem kritisiere ist es nicht gleichzusetzen damit, dass ich mit dem Staat Probleme hätte.
Nicht jeder der beschnüffelt und ausgeschnüffelt wird hinterzieht Steuern. Vor 89 wusste man wenigstens, warum die einem etwas anhängen wollten.
Geändert von Inaktiver User (04.12.2008 um 10:20 Uhr)


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