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08.02.2009, 22:23Inaktiver User
AW: Radikal oder realistisch: Wohin sollen die Grünen gehen?
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08.02.2009, 22:37Inaktiver User
AW: Radikal oder realistisch: Wohin sollen die Grünen gehen?
Ich erinnere mich noch düster an die 10 "grünen" Bewerber bei der letzten (oder vorletzten) Gemeinderatswahl in Heilbronn : 9 von 10 waren Pädagogen (LehrerINNEN, StudienrätINNEN, Sozial-, Musik- und MuseumspädagogINNEN .... ).
In welche Wirklichkeit (Realität) SOLL eine solche Partei gehen ???
It 's their choice ...
In welche Realität KANN eine solche Partei gehen ?? In die "Wirklichkeit"
der deutschen Schule
und der deutschen Sozialämter...
.
Da die Grünen also bei den Pädagogen vermutlich überrepräsentiert sind, ziehen sie sich also ihren geistigen Nachwuchs in ausreichender Zahl und "mit staatlichen Subventionen gefördert" heran.
Sorry , aber hier kommt meine eigene Vergangenheit durch !
IM_Notar
P.S.: Gibt es irgendwo Statistiken zu der sozialen Zusammensetzung der Grünen (egal ob Basis oder Fraktion) ???Geändert von Inaktiver User (08.02.2009 um 22:59 Uhr)
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09.02.2009, 00:47
AW: Radikal oder realistisch: Wohin sollen die Grünen gehen?
Statistiken?
Keine Ahnung, aber guck doch mal hier:
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ? Abgeordnete
Das sind alle Abgeordneten und wenn Du auf das jeweilige Bild klickst, siehst Du, was sie für einen Beruf erlernt haben.
Als ich so durch die Ortsverbände meines Kreises klickte, wurde mir auch schlecht.
Obwohl wir eine Frauenquote haben, haben einige überhaupt keine Frauen dabei.
Aber woran liegt das?
Es sind einfach zuwenige aktive Frauen dabei.
Bei uns bin ich neben einer anderen Buchhalterin die einzige Fachfrau zum Thema Finanzen, wir haben eine Ärztin, einige Techniker und ne Hausfrau.
Wenn ich mir dann z.B. so ansehe, dass in den anderen Parteien gerade mal ein Steuerberater dabei ist, wundere ich mich nicht über unseren Haushalt und die ständig wachsende Steigerung des Fremdkapitals sprich Schulden.
Tja, warum bist Du kein Mitglied und hast Dich aufstellen lassen?
Motzen kann jeder, es besser machen das ist die Kunst.
Und ganz so viel Zeit ist es garnicht:
Einmal die Woche Fraktionssitzung von 2 Stunden und ansonsten 12 Ratssitzungen im Jahr.
Wenn man nicht noch in irgendwelchen Ausschüssen sitzt.
Liebe Grüße
Andrea
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16.02.2009, 20:54Inaktiver User
AW: Radikal oder realistisch: Wohin sollen die Grünen gehen?
Soweit ich diesen Link in der Eile durchforsten konnte, sind einige Berufe (und für mich damit auch einige soziale Gruppen) deutlich überrepräsentiert. Z.B. LehrerINNEN und StudienrätINNEN, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, solche ohne Berufsangabe in der Kopfzeile, Agraringenieure, akademische Betriebs- und VolkswirtschaftlerINNEN.
Ich halte diese eklatante Einseitigkeit der "Volksvertreter" auch für ein bemerkens-wertes Problem ANDERER Parteien, aber bei den Grünen fällt es (mir) besonders auf !
Vielleicht führt die grüne Fraktion ja mal eine Quote für Werkzeugmacher, Hotelfachfrauen, Steuerberater, Ärzte und Techniker ein ...
. Die wären wohl im allgemeinen weniger radikal und dafür realistischer.
Nun ja, plumpes Motzen war nicht meine Absicht. Sollte es so aufgefaßt worden sein, so möchte ich mich entschuldigen.
IM_Notar
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04.03.2009, 21:42
AW: Radikal oder realistisch: Wohin sollen die Grünen gehen?
Wohin sollen die Grünen gehen?
Sie haben es schwer zur Zeit - und erst recht werden sie es im BT-Wahlkampf haben. Die Optionen für eine Regierungsbildung aus ihrer Sicht sind sehr gering.
Am liebsten würden sie eine rot-grüne Regierung bilden, das scheitert aber schon an der SPD, die vermutlich nicht stark genug dafür sein wird.
Mit den Linken wollen sie nicht (also auch kein rot-rot-grün).
Mit der FDP und der CDU geht es meiner Meinung nach nicht (also keine Ampel, keine Jamaika-Koalition).
Was sollen sie tun? Sich von vorneherein auf eine Oppositionsrolle beschränken? Wählt sie dann jemand? Oder müssen sie auf Teufel komm raus eine Koalitionsaussage machen, damit sie ernst genommen und somit auch gewählt werden?************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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05.03.2009, 11:23Inaktiver User
AW: Radikal oder realistisch: Wohin sollen die Grünen gehen?
Es gibt durchaus Koalitionsaussagen. Wie die Zeitungen vor einigen Wochen gemeldet haben sehen mehrere Grüne (u.a. Özdemir und Kuhn) weitere Koalitionsalternativen als Rot-Grün durchaus im Bereich des Möglichen.
Aber Koalitionsaussagen sind keine Voraussetzung dafür ernst genommen zu werden. Was interessiert den Wähler, wer mit wem regieren will. Es geht doch wohl eher um inhaltliche Aussagen. Ideologische Grabenkämpfe finden sich eher anderswo als bei bei den Grünen und ihren Wählern.
Letztendlich finde ich Koalitionsaussagen sowieso überflüssig wie einen Kropf. Wir haben ja gesehen, was bei sowas herauskommen kann: politische Lähmung, wenn der Wähler nicht so wählt wie die Wahlforscher und die Koalitionsmauschler kalkulieren.
Erst müssen programmatische Aussagen her. Dann wird gewählt. Dann schaut man sich die Wählerstimmen an. Und erst dann führt man Koalitionsgespräche. - So zumindest sähe nach meiner Meinung eine vernünftige Reihenfolge aus.Geändert von Inaktiver User (05.03.2009 um 11:54 Uhr)



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