Gelesen und für gut befundenZitat von Sprachlos
![]()
Insbesondere der zweite Link beschäftigt sich sehr genau mit der Problematik hochbegabter Mädchen/Frauen und ist sehr lesenswert. Könnte u.U. auch für den ein oder anderen AHA-Effekt sorgen.
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 90
Thema: Dümmer als vermutet!
-
23.10.2008, 21:41Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
-
23.10.2008, 21:50
AW: Dümmer als vermutet!
Secari, vielleicht hätte ich in aller Deutlichkeit im ersten Satz schreiben sollen, dass ich von IQ-Tests nichts halte. Ein IQ beschreibt lediglich ein Potential - mehr nicht.
Deshalb habe ich geschrieben, dass mit Elfiedelfie alles stimmt und sie sich nicht durch irgendwelche Ergebnisse verunsichern lassen soll.
Aber selbst, wenn man davon ausgeht, dass ein IQ eine hohe Aussagekraft hat, bleibt dennoch die Frage: Was hindert sie, ihr Potential zu nutzen?
-
23.10.2008, 21:53Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Dito - es ist schon fast erschreckend, wie sehr ich mich darin wiedererkenne
Zitat von Inaktiver User

Elfiedelfie, ich wollte Dich mit meinem Posting weiter oben sicher nicht zum Heulen bringen
Ich hoffe, es geht Dir wieder besser. Eines würde ich Dich aber gerne noch fragen: was wäre eigentlich schlimmer für Dich - ein positives oder ein negatives Testergebnis?
Gute Nacht
Barbapapa
-
23.10.2008, 22:07Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Es gibt viele Menschen die davon nichts halten
Zitat von Messerwerferin
Tatsächlich sollte man sich aber fragen: wie soll ein Mensch mit hohem Potential ein hohes Ergebnis erzielen, wenn er dieses Potential nicht nutzt
In einigen Tests wird nicht mal eine Antwort als richtig oder falsch bewertet, sondern lediglich der Lösungsweg dient zur Beurteilung.
Fakt ist auch, wenn ein Mensch großes Potential besitzt, aber nicht nutzt, dann ist das durchaus auch ein Ansatzpunkt für eine Therapie oder um genau hinzuschauen-welche Faktoren beeinflussen den Menschen so stark, das es zu dieser oder jener Reaktion kommt.
Es gibt bessere und wenig gute Umstände, gute oder schlechte Förderung, richtige oder falsche Einschätzung, es spielen soviele Faktoren eine Rolle, dass es einfach falsch wäre einen "Underachiever" als notwendigen Verlust zu großer gesellschaftlicher Intoleranz anzusehen.
Das Ergebnis eines Online-IQ-Test kann man immer getrost in die Tonne kloppenDeshalb habe ich geschrieben, dass mit Elfiedelfie alles stimmt und sie sich nicht durch irgendwelche Ergebnisse verunsichern lassen soll.
Dafür kann es sehr viele Gründe geben. 20 mögliche Gründe wurden oben verlinkt...Lies ruhig mal, sehr interessant.Aber selbst, wenn man davon ausgeht, dass ein IQ eine hohe Aussagekraft hat, bleibt dennoch die Frage: Was hindert sie, ihr Potential zu nutzen?
-
23.10.2008, 22:48
AW: Dümmer als vermutet!
Dieser Satz läuft auf den kuriosen Schluss hinaus, dass jemand, der einen hohen IQ hat, begabt ist, wohingegen jemand mit einem niedrigen IQ derart begabt ist, dass er solche Hemmnisse entwickelt, dass sein Potential unterdrückt wird und sein IQ sinkt.
Zitat von Inaktiver User
Ich hab es gelesen und halte es für Blödsinn. Gefühle wie Isolation, sich nicht verstanden fühlen, Langeweile, erhöhte Sensibilität etc. treten auch bei Menschen auf, die einen niedrigen IQ haben. Was soll die Verknüpfung mit der Hochbegabung?
Zitat von Inaktiver User
-
23.10.2008, 23:20Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Auch das gibt es, Stichwort Regression, habe ich leider auch bei meinem Sohn miterleben müssen. Solche Problematiken können durch mehrere ungünstige Faktoren zustande kommen, dennoch sind sie natürlich nicht die Regel. Aber Hemmnisse entwickeln sich nicht aus einer Begabung heraus, sondern aus hemmenden Faktoren, die auf jemanden einwirken.
Zitat von Messerwerferin
Wie du das aber aus meinem Satz
Tatsächlich sollte man sich aber fragen: wie soll ein Mensch mit hohem Potential ein hohes Ergebnis erzielen, wenn er dieses Potential nicht nutzt
schlußfolgerst, ist für mich nicht nachvollziehbar
Fakt ist, ein Potential das ich nicht besitze kann ich auch nicht nutzen. Wissen das ich nicht habe kann ich nicht anwenden, Intelligenz die ich nicht besitze, kann ich nicht vortäuschen. Wer in einem IQ-Test ein hohes Ergebnis erzielt ist der Definition nach hochbegabt, weil er somit in mehreren Bereichen über eine überdurchschnittliche geistige Disposition, im Vergleich zu Testprobanden seiner Altersgruppe, verfügt die in ihrer Gesamtheit einen Wert von 130+ ergibt.
Gefühle werden durch verschiedene Situationen ausgelöst. Unterschiedliche Situationen können zur selben Reaktion führen (ich freue mich auf die Hochzeit meines Bruders/ ich freue mich über dieses Geschenk; ich bin traurig, weil mein Partner mich belogen hat/ Ich bin traurig weil ich meinen Ring verloren habe...)Ich hab es gelesen und halte es für Blödsinn. Gefühle wie Isolation, sich nicht verstanden fühlen, Langeweile, erhöhte Sensibilität etc. treten auch bei Menschen auf, die einen niedrigen IQ haben. Was soll die Verknüpfung mit der Hochbegabung?
Genauso können aber auch gleiche Situationen zu unterschiedlichen Gefühlen führen, was man mitunter mit der Persönlichkeit, dem Umfeld, den Erfahrungen eines Individuums begründen kann, ich verzichte an dieser Stelle wenns recht ist auf ein Beispiel.
Was du gelesen hast ist der Versuch die Problematik hochbegabter Frauen transparent zu machen. Das du diese Gefühlslage nicht anerkennst, weil ähnliche Gefühle auch durch andere Situationen entstehen können, empfinde ich als befremdlich und nicht nachvollziehbar. Die Tatsache, dass sich offensichtlich schon mal minimum drei hochbegabte Frauen dieses Forums damit (zumindest teilweise) identifzieren können, sollte dich zumindest zur Überlegung veranlassen, ob nicht doch etwas dran sein könnte
-
24.10.2008, 07:55Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Hm. Darf ich fragen, du kommst aus "Westdeutschland" oder?
Zitat von Inaktiver User
Habe mir den Link mal durchgelesen und ich glaube sagen zu können, dass viele im 2. Link dargestellten Probleme für Hochbegabte aus dem Osten nicht zu treffen.
In der DDR gabe es eine Hochbegabtenförderung, wie ich sie mir auch für das heutige Deutschland wünschte. Mein Bruder vollkommen und ich zum Teil (bei mir kam die "Wende" dazwischen), waren in diesem Schul-Programm.
Nach den ersten beiden Schuljahren wurden die begabtesten Kinder eines Landkreises eingeladen in eine Spezialklasse zu wechseln. Die Klassenstärke war klein (10-max. 15 Schüler), die Lehrer entsprechend ausgebildet für Begabtenförderung. Die erste Fremdsprache ab Klasse 3. Der Unterricht war einiges anspruchsvoller und es wurde erwartet, dass man an mind. einem Nachmittag in der Woche in einem "Zirkel" also z.B. Mathematik aktiv war. Die nächste Selektion erfolgte für die 9. Klasse, wo die begabtesten Schüler des Bezirks (vergleichbar mit Bundesland, nur kleiner) eingeladen wurden in eine Spezialschule mit Internat zu wechseln und dort das Abitur zu machen. Mein Bruder war an dieser Schule: http://www.gauss-gymnasium-ffo.de/ an die ich ohne Wende auch gegangen wäre.
(Das normale Schulsystem im Osten war: 1-10. Klasse alle zusammen und dann evtl. noch 2 Jahre zum Abitur ranhängen).
Da die hochbegabten Kinder in der DDR sozusagen relativ früh zusammengebracht wurden und auch Studium und Beruf in entsprechenden Kreisen angesiedelt war, kann man den o.g. Link ganz sicher nicht auf Hochbegabte aus dem Osten übertragen, da die Kinder dort niemals ernsthaft mit Ausgrenzungsproblemen oder Unterforderung oder Nicht-Anerkennung usw. usf. konfrontiert waren. Und auch für die Eltern dieser Kinder, war dieser Schulweg erleichternd.
Nun ja, ist Vergangenheit.
-
24.10.2008, 16:05Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Messerwerferin, du ziehst hier einen Umkehrschluß, den sonst keiner gezogen hat: was unter dem Link beschrieben war, KANN die Folge einer Hochbegabung sein. Allerdings gilt das nicht notwendigerweise in die andere Richtung: Nicht jeder, der die genannten Phänomene kennt und mitunter drunter leidet, ist deshalb gleich hochbegabt.
Zitat von Messerwerferin
Ich bezweifle allerdings, daß diese Diskussion der Strangeröffnerin helfen kann. Wenn Du selbst hochbegabt bist, kannst Du ja vielleicht berichten, was Deine persönliche Erfahrung mit den 20 Punkten ist? Solltest Du nicht hochbegabt sein, solltest Du vielleicht nicht urteilen, ob das nun "Blödsinn" ist oder nicht...
@ Ras64: ich bin gar nicht im deutschen Schulsystem aufgewachsen, weder Ost noch West. Aber das hätte wohl auch kaum einen Unterschied gemacht, getestet wurde ich als Kind nicht und da ich "nur" in Sprachen und Sozialwissenschaften gut war, wäre ich wohl eh durch's Raster gefallen. In Mathe war ich nur guter Durchschnitt (auch wenn ich heute weiß, daß mehr drin gewesen wäre)...
-
24.10.2008, 16:58
AW: Dümmer als vermutet!
Ok, hab nun ein paar Sachen mal fett markiert. Hab den Thread mehr oder weniger quer gelesen und weiss nicht, ob jemand das schon geschrieben hat.
Zitat von elfiedelfie
Du wehrst dich gegen diese Diagnose. Vielleicht ja auch zurecht...kann ich nachvollziehen.
Da ich mich selber gerade sehr mit der Thematik beschäftigte, werfe ich einfach mal den Begriff ADS, bzw. ADHS in den Raum.
Vielleicht könnte das der Schlüssel zur Lösung sein...mir scheint es fast so.
-
24.10.2008, 17:30Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
OT: herzlichen Dank für die Links!
Nicht nur selbst für interessant befunden, sondern auch schon zweimal weitergegeben!


Zitieren
Gut, meine Ausbildung habe ich gewechselt, weil ich im ersten Bereich derartig unterfordert war, dass ich dachte, ich muss sterben… Mein Job jetzt ist schon so, wie er mir gefällt: Ständig etwas Neues, seltenst Routinarbeit, ständiger „Zwang“ (im positiven Sinne), sich fachlich weiterzubilden.
Meinem Freund (der wirklich hochbegabt ist und die 130 weit hinter sich lässt), sag ich auch immer wieder „Teile Deine Denkgeschwindigkeit durch zwei und ziehe davon nochmal 20% zur Sicherheit ab, dann weißt Du, wie schnell andere denken…“
)


