Oh, ich suche und suche und finden den Fehler nicht. Magste mich nicht aufklären? Ich lasse mich gerne belehren, Deutsch ist nämlich nicht meine MutterspracheZitat von Hamster
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Thema: Dümmer als vermutet!
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22.10.2008, 13:29Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
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22.10.2008, 14:00
AW: Dümmer als vermutet!
Ich habe getestet einen IQ von 133, ich habe mich nicht weiter damit auseinandergesetzt, weil es mich bisher nicht weiter interessiert hat.
Da ich ein erhöhtes Zahlenverständnis habe, bin ich beruflich in den Bereich gegangen.
Das reicht mir, ich bin zufrieden und glücklich damit. Ich habe den Test auch nur gemacht, weil ich wissen wollte woher meine schulischen Probleme kommen. Nun weiß ich es.
In meinem realen Leben bekomme ich die Bestätigung und bin hier im Forum nicht darauf aus.
Und wie gesagt ich finde meine Beiträge hier eigentlich ganz eindeutig und verständlich.
Hochbegabte sind nunmal keine Überflieger in allen Bereichen. Es gibt niemanden der alles kann.
Ich möchte ja nur wissen was für Verhaltensweisen sie noch hat um vielleicht doch den Hinweis auf andere Probelme geben zu können.
Ich klinke mich aber jetzt aus dieser Diskussion aus. Bring für mich nichts.Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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22.10.2008, 14:21Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Finde ich klasse
Zitat von Hamster
Hochbegabte sind nunmal keine Überflieger in allen Bereichen. Es gibt niemanden der alles kann.
Wahre Worte
Schade, ich hatte auf einige Antworten gehofft. Kann man nix machen...Ich klinke mich aber jetzt aus dieser Diskussion aus. Bring für mich nichts.
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22.10.2008, 19:47
AW: Dümmer als vermutet!
quellen?
Zitat von Inaktiver User
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22.10.2008, 20:14Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Hallo elfiedelfie,
hat deine Therapeutin schon mal gesagt, was dir die Diagnose "Hochbegabte" bringen würde im Zusammenhang mit deinem akuten Problem bei der Arbeit? Würde das dein Selbstbewusstsein stärken, weil du Probleme hättest aufgrund einer "höheren" Begabung? Da steckt ja auch eine Wertung mit drin. Meinst du, das würde dir auf Dauer was bringen, als Kompensation?
Vielleicht lohnt auch noch der Blick aus einer anderen Perspektive: ich bin z.B. auch keine "Schnelle". War ich nie, hat mir auch schon Probleme eingebracht, auch im Job (war dann halt gestresst und schnell ausgepowert, obwohl ich mein Pensum erfüllt, oft aus Panik sogar übererfüllt habe).
Was hab ich gemacht? Mir einen Job gesucht, der zu mir passt - der eben auch Routineaufgaben enthält (nicht ausschliesslich, das wär mir zu langweilig), aber jetzt geht es mir besser damit. Und meine "nachhaltige" Art wird von den Kollegen geschätzt.
Leider ist unsere Arbeitswelt oft nicht so, dass individuelle Begabungen oder persönliche Anlagen gut genutzt und eingesetzt werden können. Aber seine "Eigenart" zu kennen und zu akzeptieren macht es bestimmt leichter, sich seinen Platz zu suchen, der zu einem passt.
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22.10.2008, 20:50
AW: Dümmer als vermutet!
Hallo Ihr Lieben,
ich bin sehr überrascht und freue mich, dass hier so viele geschrieben haben! Vielen Dank!
Der Einfachheit halber schreibe ich zu Euren Anregungen einfach der Reihe nach, auch, wenn ich dann manche von Euch "doppelt anspreche". Ich hoffe, das stört nicht. Aber anders wäre es schwierig für mich, den Überblick zu behalten.
(Achtung: Extreeeeeeeeeeem lange Antwort von mir!!! Entschuldigt bitte! Wer sich nicht durch alles durchwurschteln will, kann direkt lesen, was ich zu seinem Beitrag geschrieben habe. Reicht ja vielleicht auch.)
@Lizzie: Eigentlich möchte ich gar keinen IQ-Test mehr machen. Der hier im Internet hat mir gereicht… Ich glaube, dass selbst der „valideste“ Test bei mir keine Hochbegabung feststellen könnte.
@secari13: Ja, eine Sicherheit hätte ich, wenn ich noch einen Test machen würde. Diese Sicherheit wäre dann aber die Sicherheit, dass ich tatsächlich ziemlich dämlich bin. Und wer will das noch schwarz auf weiss bestätigt haben? Also ich nicht.
@NatalieThor: Also wenn ich mich an die Vorgaben der Kollegen halte, dann geht auch ’was schief, ja.
Und das blöde dabei ist noch, dass wir meinen, uns vollkommen verstanden zu haben und nachher stellt sich heraus, dass wir z.B. von unterschiedlichen Begriffen ausgegangen sind (die beide nicht „falsch an sich“ waren, aber etwas anderes meinten).
In „Sicherheit wiegen“ möchte ich mich nicht, ich möchte nur meine Arbeit so gut wie möglich machen. Natürlich kommt es auch vor, dass mein Gegenüber die Sache selber nicht richtig verstanden hat und deswegen nur verschwommene Antworten gibt. Und bis ich das gerafft habe, dass beim anderen da schon eine Lücke klafft und ich ihn gar nicht weiter bedrängen sollte, dauert’s bei mir auch immer eine ganze Weile (wenn ich’s überhaupt merke…
)
Stimmt, ich bin echt „’ne gute Doofe“.
In Anfällen von Verzweiflung ist mir auf der Arbeit schon sowas rausgerutscht wie „Da bin ich nicht intelligent genug, um das zu verstehen.“
Um genau zu sein, ist es so ziemlich jedem lästig, wenn Fragen gestellt werden. Es heisst zwar immer „Leute, stellt fragen, sonst versteht ihr’s nicht!“, aber wenn man das dann wörtlich nimmt (so wie ich bisher), dann kommt das gar nicht gut an.
Wenn ich Ruhe (und Zeit) habe (was selten ist), dann kann sich mein Gehirn nach so einem Zwischenfall (d.h. wenn mein Gehirn sich in den wichtigsten Momenten einfach von selber „ausknipst“) wieder erholen und irgendwann kann ich dann auch wieder klar denken. Wenn nicht, dann sitze ich zeitweilig wirklich „ohne Gehirn“ da...
Eine Beziehung zu meinen Aufgaben habe ich eigentlich immer, weil mir die Arbeit an sich riesen Spass macht und weil man ständig lernen kann.
@Barbapapa: Mir ist schon klar, dass man nicht erst mit einem bestimmten IQ „Mensch“ ist, aber diese Idee meiner Therapeutin (mit der sich bei ihr wohl auch die Erwartung verknüpft, dass sich ihre Vermutung bestätigt) setzt mich unter Druck, tatsächlich so intelligent zu sein. Ich komme mir vor wie ein Elefant, der sich in ein Tutu zwängen und tanzen soll…
Weißt Du, ich würde lieber eine „einfachere“ Erklärung für meine „Leiden“ haben, eine, die sich sozusagen „aus der Welt schaffen lässt“. Hochbegabung lässt sich aber kaum abtrainieren… Und ausserdem reicht mir dieser sueddeutsche-Test vollständig für meine Zwecke. Ausserdem denke ich, dass man für diese Macken, auch ohne den Hintergrund „Hochbegabung“ zu haben, Strategien finden kann. Hoffe ich zumindest.
Das Schlimme bei mir ist ja, dass es nicht MICH in den Wahnsinn treibt, sondern meine Kollegen… Aber ich verkneife mir jetzt schon häufiger Fragen, auch wenn es nicht vollständig geht, weil man eben schon eine Ahnung haben sollte, was man da gerade macht.
Also WENN ich eine Stärke habe, dann kenne ich die schon. Ich kann ganz gut „quatschen“. Präsentieren und reden fällt mir leicht. Aber das war’s dann schon.
@Tanguera: So wie Dir ging es mir nie. Ich hab’ höchstens geschummelt, um ’ne bessere Note zu bekommen, aber bestimmt nicht, um schlechter zu werden.
Gut, meine Ausbildung habe ich gewechselt, weil ich im ersten Bereich derartig unterfordert war, dass ich dachte, ich muss sterben… Mein Job jetzt ist schon so, wie er mir gefällt: Ständig etwas Neues, seltenst Routinarbeit, ständiger „Zwang“ (im positiven Sinne), sich fachlich weiterzubilden.
Wenn ich auf Leute wie Dich treffen sollte, dann bin ich beruhigt, dass sie wissen, dass meine langsame Denke keine Provokation sein soll.
Meinem Freund (der wirklich hochbegabt ist und die 130 weit hinter sich lässt), sag ich auch immer wieder „Teile Deine Denkgeschwindigkeit durch zwei und ziehe davon nochmal 20% zur Sicherheit ab, dann weißt Du, wie schnell andere denken…“
@Ultra.violet: Wie ich geschrieben habe, das „quatschen“ und (in ganzen Sätzen) schreiben fällt mir nicht so schwer… Eher der „Rest“ ist mein Problem…
@100pro: Also abgesehen von dieser Idee meiner Therapeutin bin ich sehr, sehr zufrieden, wie die Therapie läuft. Und Bedenken habe ich sonst überhaupt keine. Nur nicht den Mumm, dieses Thema überhaupt anzusprechen. (Und ich hoffe ehrlich gesagt auch, dass sie’s nicht tut…) Alleine das Wort „hochbegabt“ in Verbindung mit dem Wort „ich“ finde ich absolut unpassend.
@SupaWetta: Danke für die Links! Ich werde sie mir mal speichern, obwohl ich nicht glaube, dass ich mich nochmal wage, mir so ein „Unter-Hundert-Ergebnis“ abzuholen…
@Hamster: Ja, das weiss ich, dass man sich als Hochbegabter nicht unbedingt wie ein „Trottel“ aufführen muss. (So wie ich.) Sehe ich ja bei meinem Freund. Der findet seinen IQ (und das ganze Thema Intelligenz) völlig wurscht und kommt mit den Leuten super aus.
Da ich ansonsten mit meiner Therapeutin sehr zufrieden bin, würde ich ungern nur deswegen wechseln wollen.
Ich sehe schon, dass die Meinungen hier eindeutig in Richtung „Problem ansprechen“ gehen. Und vielleicht traue ich mich irgendwann, falls das Thema zufällig auftaucht. Ich selber kann es von mir aus nicht ansprechen. Ich krieg’ nicht mal das Wort „Hochbegabung“ laut über die Lippen…
Das ursprüngliche Problem, weshalb ich die Therapie angefangen habe, war tatsächlich, dass ich mir durch meine Art meinen Traumjob (den ich jetzt habe) versaue… Mit meiner Konzentration habe ich eigentlich keine Probleme, solange die äusseren Umstände (umgängliche Kollegen, nur mässiger Stress) und mein Gehirn „in Ordnung“ sind. Sobald ich aber in so eine Panik gerate (was immer passiert, wenn ich befürchte, der andere hält mich für einen Idioten bzw. wenn ich das selber befürchte, weil ich etwas nicht weiss, wovon ich denke, das ich es eigentlich wissen müsste), dann setzt mein Gehirn komplett aus.
Bei der Ablenkung sieht es schon wieder etwas anders aus. Wenn wir in einem grossen Team arbeiten (das fängt bei mir schon ab 4 Personen an) und häufig gesprochen wird, dann kann ich mich nicht mehr – konzentrieren… Ok, ich habe dann doch ein Konzentrationsproblem…
Mit den wechselnden Emotionen habe ich auch ein Problem. Es ist so, dass ich extrem schnell die Stimmung um mich herum „aufsauge“. So, wie meine Umgebung ist, so bin auch ich. Als hätte ich keine eigene Stimmung. Wenn ich z.B. in einen Raum komme, in dem gute Stimmung ist, dann überträgt sich das sofort auf mich und ich bin entspannt (auch wenn ich direkt davor noch Stress hatte). Komme ich aber in einen Raum, in dem „dicke Luft“ ist, dann reagiere ich schon darauf, noch bevor ich überhaupt WEISS, dass es da gerade kriselt. Mir fällt immer erst im Nachhinein auf, dass meine Stimmung deswegen umgeschlagen ist.
Hektisch bin ich (zumindest äusserlich) gar nicht. Selbst in Momenten, in denen ich Panik habe, bin ich nach aussen hin gelassen. (Und verschwinde dann mal kurz auf dem Klo, um diskret zu heulen.
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@Flutura67: Ehrlich gesagt würde ich es vorziehen, dieses „Kind“ mit dem Namen „Macke“ anzusprechen und (so schnell) keinen Test zu machen.
@secari13: Ich muss mal überlegen, wie meine Therapeutin ihre Idee begründet hat… Hmmm…
Ich glaube, weil ich schnell rede, mich gut ausdrücken kann (meint sie zumindest), weil ich ganz am Anfang meiner Schulzeit sehr gut war (und dann von meinen Lehrern und meiner Mutter „zurechtgebügelt“ wurde und die Noten nur noch mittelmässig waren), weil ich sehr schnell lese (mein Freund sagt sogar, dass er auch so schnell lesen können will, wie ich es tue und das will bei ihm was heissen) und auch sehr viel. Dann, dass ich alles hinterfrage (und wenn man mich lässt, stelle ich die Welt aus Neugier gerne einfach mal kurz auf den Kopf, um zu sehen, was passiert). Mich interessiert so ziemlich alles, von Mathematik über Wirtschaft, Recht, Kunst, Musik, Psychologie bis Geschichte. (Aber alles nicht sehr tiefgehend, bis auf das, was ich in meinem Job mache.) Und ich bin extrem neugierig, will ständig was Lernen und ich bin permanent dabei, über irgendwas nachzudenken. Es gibt so viel, was mich interessiert und man kann die verrücktesten Querverbindungen zwischen Bereichen finden, die man auf den ersten Blick gar nicht vermutet hätte. (Aber auf die Idee, danach mal zu suchen, bin ich erst durch meinen Freund gekommen.)
@Hamster: Also eigentlich ist es gar nicht so schwer zu wissen, warum ich so bin, wie ich bin. Wenn ich auf meine Vergangenheit schaue, dann gibt’s da ausreichend „Material“, mit dem man zwei Menschen komfortabel mit Macken „versorgen“ könnte…
@secari13: Das ist wirklich ein guter Ansatzpunkt, das mit den durchschnittlich „2 besonderen Begabungen“, die jeder Mensch hat!
Ich kann halt gut reden und auch einigermassen verständlich schreiben (hoffe ich). Das würde in der Summe 2 machen und damit könnte man die „Hochbegabung“ ad acta legen. Ich glaube, ich werde meiner Therapeutin sagen, dass sie es einfach überschätzt, wie ich rede!
@lalunax: Also es war nicht so, dass mir meine Therapeutin gesagt hat, ich WÄRE hochbegabt. Sie hat vielmehr gesagt, sie GLAUBE, es wäre so. Und da ich für diese Idee auch nicht „empfänglich“ war, haben wir das nie richtig vertieft. Mein Selbstbewusstsein stärken könnte diese (oder irgendeine andere) Diagnose nur dann, wenn ich davon etwas hätte, d.h. wenn ich nachher wüsste, dass ich eben nicht „verrückt“ bin, sondern dass es noch andere Menschen gibt, die so sind. Vielleicht würde es ja wirklich einfach ausreichen, „seine Eigenart zu akzeptieren“. Nur ist das bei mir halt schwer möglich, weil ich dadurch auch berufliche Probleme bekomme. Und mein Job ist – wie gesagt – mein Traumjob.
Elfiedelfie
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22.10.2008, 20:52Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
James T.Webb: "Hochbegabte Kinder, ihre Eltern, ihre Lehrer"
Zitat von Lizzie64
(ich weiß gerade nicht wo ich das Buch hingelegt habe, suche aber gerne noch die Seitennummer raus, wenn nötig)
und
Hochbegabung
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22.10.2008, 21:00Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
elfiedelfie,
so wie du dich in deiner Antwort an secari selbst beschreibst, scheinst du eine Generalistin zu sein. Deine Begabung liegt u.U. weniger darin, Spezialwissen zu erlangen, zu vertiefen und anzuwenden, sondern einen Überblick zu haben, Koordination von Prozessen, Synergien aufspüren... könnte evt. auch im Traumjob nützlich sein?
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22.10.2008, 21:31Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Ich kann diesen Gedanken sehr wohl nachvollziehen. Ich hielt mich Jahre lang für strohdumm weil ich in vielen Bereichen, einfach "anders" dachte. Wenn mir jemand etwas erklärte, raffte ich gar nichts mehr, weil ich schneller, andersrum oder gar in eine andere Richtung dachte. Ich habe mich mit einem immer gleichbleibenden 2,3 er Schnitt durch die Schule katapultiert, eine Hauptschule besucht (später habe ich via Erwachsenenbildung weitergemacht, aber mein regulärer Schulweg endete erstmal nach der 10. Klasse) und am Ende mit demselben Schnitt irgendwann mein Abi gemacht. Gelernt habe ich dafür nicht. Als besondere Leistung sah ich das aber nicht an. Dafür hatte ich keine Zeit weil ich mich einfach ekzessiv anderweitig beschäftigte.
Zitat von elfiedelfie
"Nichts kann ich besonders gut" war lange Jahre Bestandteil meines Selbstbildes. Meine Stärke, die Vielseitigkeit, gewann erst mit zunehmendem Alter an Bedeutung.
Ich hatte sehr große Angst vor der Entäuschung eines Tests. Aber ich ließ mich testen, weil es mir nach dem Test meines Sohnes einfach auf der Seele brannte.
Das Ergebnis war für mich sehr überraschend, ein sehr gleichmäßiges Profil, dass meine subjektiv empfundenen Schwächen in den Status von Stärken hob.
Kenne ich, war jahrelang ein festgefahrenes Muster von mir. In dem Moment in dem ich mit einem wenig förderlichen Umfeld konfrontiert wurde, keine Anerkennung mehr fand, sondern eher Ablehnung. Ich paßte mich unmerklich an, obwohl ich darauf geschworen hätte mich wirklich darum zu bemühen.Stimmt, ich bin echt „’ne gute Doofe“.
In Anfällen von Verzweiflung ist mir auf der Arbeit schon sowas rausgerutscht wie „Da bin ich nicht intelligent genug, um das zu verstehen.“
Ich würde dir gerne sagen, was bei mir die Änderung bewirkte, aber ich weiß es wirklich nicht...
Das kenne ich auchUm genau zu sein, ist es so ziemlich jedem lästig, wenn Fragen gestellt werden. Es heisst zwar immer „Leute, stellt fragen, sonst versteht ihr’s nicht!“, aber wenn man das dann wörtlich nimmt (so wie ich bisher), dann kommt das gar nicht gut an.
Fettgedrucktes wäre z.b. ein klassisches HB-Merkmal.Eine Beziehung zu meinen Aufgaben habe ich eigentlich immer, weil mir die Arbeit an sich riesen Spass macht und weil man ständig lernen kann.
Was glaubst du denn warum du dich selbst für so doof hältst? Ich meine, ein IQ von 109 ist beinahe schon überdurchschnittlich. Wenn man deine Angaben berücksichtigt zu den Bedingungen und (zugegebener Maßen etwas idealisiertMir ist schon klar, dass man nicht erst mit einem bestimmten IQ „Mensch“ ist, aber diese Idee meiner Therapeutin (mit der sich bei ihr wohl auch die Erwartung verknüpft, dass sich ihre Vermutung bestätigt) setzt mich unter Druck, tatsächlich so intelligent zu sein. Ich komme mir vor wie ein Elefant, der sich in ein Tutu zwängen und tanzen soll…
) davon ausgeht, dass der Onlinetest genauso realistisch war wie meiner, dann könntest du rein theoretisch mindestens beim IQ 120-125 anzusiedeln sein, was einer überdurchschnittlichen Intelligenz entspricht. Lass mich raten, das hörst du gerade gerne
Ich sage dir nun, nicht wegen deiner Psychologin, sondern weil dich dieser 109er IQ ein wenig runtergerissen hat. Ein IQ von 109 ist nicht doof, sondern guter Durchschnitt. Wenn er dir als doof erscheint, dann hast du unterbewusst vielleicht doch mit einem höheren Ergebnis gerechnet.
Es wurde schon erwähnt, Tests sind in der Tat trainierbar, ich habe glaube ich mal gelesen, dass eine Standardabweichung von +5 erzielt werden kann, interessant fand ich das. Wer täglich 5 Sudokus macht wird einfach erfahrener damit umgehen als jemand der sowas noch nie getan hat.
Sie läßt sich aber nutzenWeißt Du, ich würde lieber eine „einfachere“ Erklärung für meine „Leiden“ haben, eine, die sich sozusagen „aus der Welt schaffen lässt“. Hochbegabung lässt sich aber kaum abtrainieren…
Du hast außerdem einen guten sprachlichen Ausdruck in deinen Texten und kannst prägnante und aussagekraftige Texte verfassen. Du bist in der Lage deine Situation selbstreflektierend wahrzunehmen und Schlüsse zu mutmaßen. Du zeigst anhand deiner Schilderungen Empathie und Verständnis für zwischenmenschliche Zusammenhänge. Das alles könnte in seiner Gesamtheit eine Hochbegabung wahrscheinlich machen, deutet aber wohl mindestens auf eine überdurchschnittliche geistige Disposition hin. Außerdem bist du ein Meister im VerdrängenDas Schlimme bei mir ist ja, dass es nicht MICH in den Wahnsinn treibt, sondern meine Kollegen… Aber ich verkneife mir jetzt schon häufiger Fragen, auch wenn es nicht vollständig geht, weil man eben schon eine Ahnung haben sollte, was man da gerade macht.
Also WENN ich eine Stärke habe, dann kenne ich die schon. Ich kann ganz gut „quatschen“. Präsentieren und reden fällt mir leicht. Aber das war’s dann schon.
Übrigens: Mein Mann ist auch hb und ich kenne kaum jemanden der so langsam ist wie er
HB-MerkmaleMein Job jetzt ist schon so, wie er mir gefällt: Ständig etwas Neues, seltenst Routinarbeit, ständiger „Zwang“ (im positiven Sinne), sich fachlich weiterzubilden.
Wenn ich auf Leute wie Dich treffen sollte, dann bin ich beruhigt, dass sie wissen, dass meine langsame Denke keine Provokation sein soll.
Meinem Freund (der wirklich hochbegabt ist und die 130 weit hinter sich lässt), sag ich auch immer wieder „Teile Deine Denkgeschwindigkeit durch zwei und ziehe davon nochmal 20% zur Sicherheit ab, dann weißt Du, wie schnell andere denken…“
Sehr empfindsam für negative Erwartungshaltungen anderer, laß dich mal drücken. Hat mein Sohn auch so schlimmDas ursprüngliche Problem, weshalb ich die Therapie angefangen habe, war tatsächlich, dass ich mir durch meine Art meinen Traumjob (den ich jetzt habe) versaue… Mit meiner Konzentration habe ich eigentlich keine Probleme, solange die äusseren Umstände (umgängliche Kollegen, nur mässiger Stress) und mein Gehirn „in Ordnung“ sind. Sobald ich aber in so eine Panik gerate (was immer passiert, wenn ich befürchte, der andere hält mich für einen Idioten bzw. wenn ich das selber befürchte, weil ich etwas nicht weiss, wovon ich denke, das ich es eigentlich wissen müsste), dann setzt mein Gehirn komplett aus.
Er "funktioniert" dann auch nicht mehr.
Oder eine Wahrnehmungsstörung. Haste dich mal testen lassen?Bei der Ablenkung sieht es schon wieder etwas anders aus. Wenn wir in einem grossen Team arbeiten (das fängt bei mir schon ab 4 Personen an) und häufig gesprochen wird, dann kann ich mich nicht mehr – konzentrieren… Ok, ich habe dann doch ein Konzentrationsproblem…
Hochbegabt und hochsensibel, paßt hier...Mit den wechselnden Emotionen habe ich auch ein Problem. Es ist so, dass ich extrem schnell die Stimmung um mich herum „aufsauge“. So, wie meine Umgebung ist, so bin auch ich. Als hätte ich keine eigene Stimmung. Wenn ich z.B. in einen Raum komme, in dem gute Stimmung ist, dann überträgt sich das sofort auf mich und ich bin entspannt (auch wenn ich direkt davor noch Stress hatte). Komme ich aber in einen Raum, in dem „dicke Luft“ ist, dann reagiere ich schon darauf, noch bevor ich überhaupt WEISS, dass es da gerade kriselt. Mir fällt immer erst im Nachhinein auf, dass meine Stimmung deswegen umgeschlagen ist.
Dann halte ich die Anmerkung der Therapeutin für durchaus berechtigtIch glaube, weil ich schnell rede, mich gut ausdrücken kann (meint sie zumindest), weil ich ganz am Anfang meiner Schulzeit sehr gut war (und dann von meinen Lehrern und meiner Mutter „zurechtgebügelt“ wurde und die Noten nur noch mittelmässig waren), weil ich sehr schnell lese (mein Freund sagt sogar, dass er auch so schnell lesen können will, wie ich es tue und das will bei ihm was heissen) und auch sehr viel. Dann, dass ich alles hinterfrage (und wenn man mich lässt, stelle ich die Welt aus Neugier gerne einfach mal kurz auf den Kopf, um zu sehen, was passiert). Mich interessiert so ziemlich alles, von Mathematik über Wirtschaft, Recht, Kunst, Musik, Psychologie bis Geschichte. (Aber alles nicht sehr tiefgehend, bis auf das, was ich in meinem Job mache.) Und ich bin extrem neugierig, will ständig was Lernen und ich bin permanent dabei, über irgendwas nachzudenken. Es gibt so viel, was mich interessiert und man kann die verrücktesten Querverbindungen zwischen Bereichen finden, die man auf den ersten Blick gar nicht vermutet hätte.
@secari13: Das ist wirklich ein guter Ansatzpunkt, das mit den durchschnittlich „2 besonderen Begabungen“, die jeder Mensch hat!
Ich kann halt gut reden und auch einigermassen verständlich schreiben (hoffe ich). Das würde in der Summe 2 machen und damit könnte man die „Hochbegabung“ ad acta legen. Ich glaube, ich werde meiner Therapeutin sagen, dass sie es einfach überschätzt, wie ich rede!
Sehr geil
Und was ist mit all den Dingen da oben im rotmarkierten Absatz?
Ich denke du solltest dich nochmal testen lassen (dann erst, wenn du dich wirklich damit angefreundet hast) und auch nicht bei Mensa, sondern einem Psychologen. Ich denke, dass dir eine ausführliche Beratung und ein ausführliches Gutachten besser tun würde und dir helfen könnte gewisse Dinge besser nachzuvollziehen, mal unabhängig davon, ob nun hb oder nicht.
Alles Gute für dich
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22.10.2008, 23:30Inaktiver User
AW: Dümmer als vermutet!
Liebe Elfiedelfie,
ich bin nicht sicher, ob es mir zusteht, Dir so etwas zu schreiben und hoffe, Du nimmst es mir nicht übel. Aber da Du hier um Rat gebeten hast, möchte ich Dich einfach fragen: mir scheint, in Dir sträubt sich alles dagegen, daß Du möglicherweise hochbegabt sein könntest. Warum? Hast Du Angst davor, daß das etwas "elitäres" sein könnte? Daß Du, falls Du eine positive Diagnose bekommen solltest, doch viel "besser" sein müßtest, als Du bist?
Oder hast Du Angst vor dem Test, weil Du fürchtest, das Ergebnis könnte negativ sein? Anders gesagt, weil es Dir an Selbstbewußtsein fehlt, Dich auch dann für intelligent zu halten, wenn "nur" 120 Punkte herauskommen? Oder aber, weil es Dir schon hochstaplerisch vorkäme, überhaupt ernsthaft einen Gedanken an Hochbegabung zu verschwenden (wo Du doch "offensichtlich so doof bist")?
Vielleicht wären das die Fragen, die Du am dringensten mit Deiner Therapeutin besprechen solltest.
Mein Rat dazu wäre (ich weiß, danach hast Du gar nicht gefragt
), trotzdem einen Test zu machen. Was, außer Gewißheit, kann Dir denn langfristig Seelenfrieden geben?
Was Du schreibst, da stimme ich meiner Vorschreiberin in allen Punkten zu, klingt übrigens wirklich nach "typisch hochbegabt". Und Du schreibst unglaublich gut - wenn nur ein Bruchteil meiner Studenten sich so ausdrücken könnte wie Du, wäre ich sehr froh! Wenn ich mir aufgrund Deiner postings ein Urteil über Deine Intelligenz erlauben darf: Dein Problem ist sicher nicht, daß Du zu doof bist! Sieh es mal so: wenn man überdurchschnittlich intelligent ist, sieht man eben in der gleichen Zeit wie die anderen mehr. Mehr Möglichkeiten, mehr potentielle Probleme, und das auch noch aus mehreren Blickwinkeln. Das ist für mich "typisch hochbegabt" - und nicht, daß man sofort alles "richtig" sieht. Aber: wenn man die vielen Facetten sieht, wo andere nur das vermeintlich Offensichtliche sehen, muß man fragen, verwirrt und verunsichert sein, wenn man merkt, daß andere die Komplexität nicht sehen. Früher dachte ich, ich spinne, würde nichts verstehen und wäre schlicht zu doof. Seitdem ich um meine Hochbegabung weiß, lerne ich, damit unzugehen. Diese Chance könnte Dir ein Test auch eröffnen.
Ein Test bei einer Psychologin (für Mensa gilt das meines Wissens nicht) könnte übrigens auch eine sogenannte Teilhochbegabung feststellen. Vielleicht würde Dir das auch helfen?
Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute auf Deinem Weg, und vor allem wünsche ich Dir - meiner eigenen Erfahrungen wegen - den Mut zu einem Test,
Barbapapa


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