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    AW: Haben es Furien leichter?

    Liebe Ritzy,

    wie heißt es so schön: zu jedem Topf gibt es den passenden Deckel.

    Dass Männer Furien bevorzugen, habe ich nicht feststellen können. Eher, dass Männer auf Theater aller Art sehr unglücklich reagieren.

    Und der Anschein kann auch heftig trügen.

    In der Ehe meiner Eltern wirkte es auch so, als ob meine Mutter die Hosen anhätte. Tatsächlich hat aber alle wirklich wichtigen Entscheidungen mein Vater durchgezogen, gegen die Interessen meiner Mutter.

    Nach zwei glücklichen Ehejahrzehnten fingen sie heftig zu zoffen an. Von Trennung wollten sie nie irgendetwas hören.

    Und rückblickend denke ich, dass sie "unser täglich Krach gib uns heute" irgendwie gebraucht haben.

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Hallo !

    Ich habe ein ähnlichens oder gleiches Thema unter 'Muss man ein Zicke sein' eingestellt. Weil mich eben deine Frage, liebe Ritzy, auch interessiert.

    Nach im Juli beendeter Beziehung bin ich auf dem Umweg dort hin gekommen: ich war immer so beziehungskonform, .... quardratisch (nein!), praktisch, gut. Und was hab ich davon gehabt??? NIX!

    Ich habe diverse Beziehungen im Blick, wo es genau so läuft: sie hält ihn in Schach, er spurt. Mutterersatz? Oder Topf und Deckel, .... dann sollen sie weiter gemeinsam nur gerade mal ansatzweise zufrieden sein oder auch unglücklich. Sie können es anscheinend nicht anders. .... In meinem Urlaubsquartier, ich kenne die 8 Paare. Diese 'glücklichen und beständigen Eheleute', seit 15 Jahren (!), sind zwei davon scheinbar in echter Harmonie verbandelt. Die anderen wickeln die Gemeinschaft ab, die zwei ältesten Paare haben endlich die Konsequenzen gezogen, nachdem die Kids flügge waren .... da kommen die Frauen heute allein.

    Mir könntet mir solche 'Partnerschaft' schenken, ich wollte sie nicht. In der Verarbeitung meiner letzten Beziehung kam ich auch auf den Punkt: warum hast du so oft 'gewechselt'. Beziehungsunfähig??? NEIN, qualitätsbewusst! Ich hatte ansatzweise diese Situationen mit Tendenz dominant, ich konnte sie auf Dauer nicht. Und auch auf Gegen-Schwenks, ich das nette Liebchen, wollte ich mich nie einlassen.

    Ich brauche den Partner, der Stärken hat und Schwächen zeigen kann. Und das möchte ich genau so können! Leider wird man als (scheinbar) starke Frau sehr schnell auch als 'Allheilmittel' von den Männern genutzt. Unter dem Motto: 'da bin ich gut aufgehoben.'

    Ihr könnt euch vorstellen .... ich suche noch :-) Aber fröhlich!

    Es grüßt euch die Sommerfrische aus dem Herbst
    Geändert von kukkuck (21.10.2008 um 03:07 Uhr)

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von ritzysparkle
    Ich war in meiner letzten Beziehung einsamer als jetzt. Aber ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, dass das tatsächlich so ist.
    Um dieses Alleinsein in der Beziehung zu erkennen, muss man schon genau hinschauen. Viele, so meine Erfahrung, sehen das gar nicht.
    Wirkt wohl oft nach außen so. In einer Beziehung ist meist einer dominanter als der andere, was durchaus normal ist. Man sollte aber dominant nicht mit Furie gleich setzen.
    Wie es bei den Leuten daheim abläuft, wissen nur wenige oft trügt der Schein. Viele verschliessen die Augen aber nicht alle sind so unglücklich, wie es nach außen hin wirkt.

    Ich bin ein Mensch der sehr wohl weiß, was er will. Passe mich aber auch manchesmal an. Was ich aber nicht leiden kann ist, wenn jemand probiert mich zu unterdrücken und zu manipulieren.

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von polilla
    Kennst Du solche Frauen näher...? Ich habe so eine Bekannte (gehabt ) und feststellen müssen, dass diejenige nicht nur in Sachen Beziehung genau Deinem Eingangsposting entspricht sondern auch mit Mitmenschen eine ganz seltsame gar unempathische und auch unsympathische Art und Weise hat, umzugehen.

    Vielleicht wäre es leichter für mich, wenn ich wüßte aus welcher Intention heraus Frauen so sind bzw. so werden ??

    Viele Grüße
    polilla
    Ja, ich kenn solche Frauen sogar richtig gut.
    Und alle 4 haben diese Art nicht nur an sich im Umgang mit ihren Ehemännern sondern auch im Umgang mit anderen Menschen.
    Sie wollen alles immer und ständig unter Kontrolle haben und geben einem auch zu verstehen, was passiert, wenn sie nicht kriegen was sie wollen.

    Ich meine, dass es wirklich daran liegt, dass diese Frauen panische Verlustängste haben und glauben, dass solange sie die Herrschaft über ihre Männer (und auch alles andere) haben, verlieren sie es nicht.
    Des weiteren glaube ich, dass es sehr schwache Menschen sind, mit wenig bis gar keinem Selbstbewusstsein. Sie ziehen sich dran hoch, dass sie wenigstens ihr Umfeld im Griff haben. Das gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit.

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von Ilse
    Wirkt wohl oft nach außen so. In einer Beziehung ist meist einer dominanter als der andere, was durchaus normal ist. Man sollte aber dominant nicht mit Furie gleich setzen.
    Wie es bei den Leuten daheim abläuft, wissen nur wenige oft trügt der Schein. Viele verschliessen die Augen aber nicht alle sind so unglücklich, wie es nach außen hin wirkt.

    Ich bin ein Mensch der sehr wohl weiß, was er will. Passe mich aber auch manchesmal an. Was ich aber nicht leiden kann ist, wenn jemand probiert mich zu unterdrücken und zu manipulieren.
    Also in den Fällen, die ich kenne, wirkt das nicht nur so.
    Das sind Frauen, die sich nicht zu schade sind ihren Göttergatten vor versammelter Mannschaft runterzuputzen, als wär er der letzte Depp. Die ihm Anweisungen geben wie wenn man auf dem Kasernenhof wäre, die Druck ausüben, manipulieren etc.
    Ich kenne krasse Fälle wo sie nach aussen hin die verständnisvolle, nette, grosszügige Partnerin gibt, die ihrem Mann alles "erlaubt". Sie möchte also von ihrem Umfeld als tolerant gesehen werden. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass sie zwar sagt "mach du nur", aber wenn er es wirklich macht schlägt sie zu - dann wird im viertelstunden Takt angerufen, wenn irgendwas schief geht kommt ein "ja, ich hab dir ja gleich gesagt mach das nicht, das hast du jetzt davon".
    Und allein dieses ständige "warum hast du das gemacht? warum hast du das nicht gemacht? machst du das noch? wann machst du das" etc. nervt schon wenn man nur daneben steht.
    Gleichzeitig steht sie da wie ein General und überwacht das Schlachtfeld.
    Vordergründig versucht sie die nette Ehefrau zu geben, aber ich weiss, dass sobald er nicht spurt, fliegen hinter verschlossenen Türen die Fetzen, dass einem schlecht wird. Manchmal ist sie allerdings zu wütend um zu warten bis die Luft rein ist und dann fliegen die Fetzen mit Publikum. Furchtbar.

    DAS verstehe ich unter Furie.
    Die "Hosen anhaben" ist dagegen doch was ganz anderes, wie ich meine.

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von Gegenrede

    Nicht ganz so seltene Ausnahmen sind wirklich gleichberechtigte Beziehungen, "auf gleicher Augenhöhe". Es mag sie wirklich geben, ich kenne keine und mir ist auch aus der Literatur keine bekannt. Ich glaube auch, dass solch eine Beziehung zu kompliziert für fast alle Menschen und daher nicht lebbar ist. Einer der Partner gibt immer den Ton an, oder die Richtung vor. In der Regel der Mann oder das männliche Pendant in der Beziehung. Wenn die Dominanz mit Fürsorge und Verantwortung gepaart ist, kann es doch kaum besser gehen. So bekommt jeder was er sucht.

    Fasse Mut! Du wirst sicher noch Deinen dominanten Mann finden.
    Also, einen dominanten Mann der mir sagt wo es lang geht will ich nicht. Aber einen Ja-Sager halt auch nicht. Irgendwas dazwischen darf es dann sein.
    Ich glaube schon, dass in einer Beziehung einer das ganze mehr in die Hand nimmt als der andere, aber sobald das in ein Gängeln hineingeht, finde ich es nicht gut.

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von ritzysparkle
    Also in den Fällen, die ich kenne, wirkt das nicht nur so.
    Das sind Frauen, die sich nicht zu schade sind ihren Göttergatten vor versammelter Mannschaft runterzuputzen, als wär er der letzte Depp. Die ihm Anweisungen geben wie wenn man auf dem Kasernenhof wäre, die Druck ausüben, manipulieren etc.
    Ich kenne krasse Fälle wo sie nach aussen hin die verständnisvolle, nette, grosszügige Partnerin gibt, die ihrem Mann alles "erlaubt". Sie möchte also von ihrem Umfeld als tolerant gesehen werden. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass sie zwar sagt "mach du nur", aber wenn er es wirklich macht schlägt sie zu - dann wird im viertelstunden Takt angerufen, wenn irgendwas schief geht kommt ein "ja, ich hab dir ja gleich gesagt mach das nicht, das hast du jetzt davon".
    Und allein dieses ständige "warum hast du das gemacht? warum hast du das nicht gemacht? machst du das noch? wann machst du das" etc. nervt schon wenn man nur daneben steht.
    Gleichzeitig steht sie da wie ein General und überwacht das Schlachtfeld.
    Vordergründig versucht sie die nette Ehefrau zu geben, aber ich weiss, dass sobald er nicht spurt, fliegen hinter verschlossenen Türen die Fetzen, dass einem schlecht wird. Manchmal ist sie allerdings zu wütend um zu warten bis die Luft rein ist und dann fliegen die Fetzen mit Publikum. Furchtbar.

    DAS verstehe ich unter Furie.
    Die "Hosen anhaben" ist dagegen doch was ganz anderes, wie ich meine.
    Mal ehrlich, sind diese Männer nicht selbst schuld, wenn sie sich so eine Behandlung gefallen lassen?

    Sorry, aber mir fehlt da das nötige Mitleid, denn diese Menschen könnten es ja ändern, wenn sie es wollen und wenn sich ein Mensch bei mir beschweren würde, weil er so behandelt wird würde ich ihm zur Antwort geben, "es liegt in deiner Hand etwas zu ändern, nur mit raunzen kommst du auch nicht weiter!"

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von ritzysparkle
    Also, einen dominanten Mann der mir sagt wo es lang geht will ich nicht. Aber einen Ja-Sager halt auch nicht. Irgendwas dazwischen darf es dann sein.
    Ich glaube schon, dass in einer Beziehung einer das ganze mehr in die Hand nimmt als der andere, aber sobald das in ein Gängeln hineingeht, finde ich es nicht gut.
    Betrachtet man eine Beziehung als eine sozio-ökonomische Gemeinschaft, dann gibt es zwei Regeln für "Effizienz": Hierarchie und Spezialisierung.
    Wenn beide alles gleich gut können und an allen Dingen gleich stark interessiert sind, verlieren sie den Vorteil der Spezialisierung, der zeigt, daß die Konzentration eines jeden auf eine Untermenge und das Überlassen der Komplementärmenge dem anderen effizienter ist.
    Und Hierarchien sind effizienter bei Entscheidungen. Das basisdemokratische Ausdiskutieren jeder Entscheidung lähmt in erster Linie.

    Allerdings ist Effizienz natürlich nur ein Aspekt unter vielen, der für eine gute Partnerschaft (wahrscheinlich) wichtig ist. Wie oben gesagt, gehört dazu in jedem Falle Respekt und Fürsorge dem anderen gegenüber. Dann stellt eine (durchaus auch partielle) Dominanz (mit wechselnden Rollen) etwas positives dar.

    Dominanz als Lebensprinzip aber sicher nicht.

    Gruß

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von ritzysparkle
    Ja, ich kenn solche Frauen sogar richtig gut.
    Und alle 4 haben diese Art nicht nur an sich im Umgang mit ihren Ehemännern sondern auch im Umgang mit anderen Menschen.
    Sie wollen alles immer und ständig unter Kontrolle haben und geben einem auch zu verstehen, was passiert, wenn sie nicht kriegen was sie wollen.
    Wobei ich aber der Meinung bin, dass "etwas unter Kontrolle zu haben" ( das hab ich auch gern) nicht immer unbedingt mit "ich muß meine Mitmenschen behandeln wie die letzten Deppen" zu tun hat.

    Auch ein Kontrollfreak kann Kritik ertragen, im Team arbeiten oder Gegenvorschläge annehmen.

    Ich glaube, die Art von Frauen die Du ( und auch ich ) meinst, sind Frauen, die auf Biegen und Brechen ( auch gern ohne Rücksicht auf Verluste: nämlich mit lautstarkem Streit) ihr Recht, ihre Meinung, ihre Einstellung zur Arbeit, Kindererziehung usw usw durchsetzen und alles bzw alle, die "anders geartet daher kommen" mit bestenfalls Argwohn und Skepsis betrachten.

    Allerdings sind das auch die Frauen, die sich ständig beschweren, dass die Männer nicht "so funktionieren", wie gewünscht.
    Weil sie eh nichts richtig machen können......
    Und die Männer haben, wie bereits richtig beschrieben, resigniert
    oder gar schon abgeschaltet.
    Räumen auch gar nicht erst auf, obwohl sie anfangs noch durchaus an geteilter Hausarbeit interessiert sind, weil sie den Staub eh in die falsche Richtung wischen....

    Die Bekannte von der ich sprach, fühlte sich in Gesprächsrunden nur dann wohl, wenn es um sie ging bzw. wenn man mit ihr einer Meinung war. Nach einiger Zeit wiederholten sich ihre Geschichten, die sie zum Besten gab und man erkannte einen gewissen Geltungsdrang.
    ECHTES Interesse am Gegenüber spürte man nicht.
    Verloren sich da Freundschaften, waren ständig "die anderen" schuld, schlecht und boshaft.

    Und deren Göttergatte hat nach gewissen respektvollem Versuch, die Ehe aufrecht zu erhalten, das Weite gesucht.

    Warum gelingt diesen Menschen so wenig Selbstreflektion oder Eingeständnis ?, das interessiert mich !

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    AW: Haben es Furien leichter?

    Zitat Zitat von Ilse
    Mal ehrlich, sind diese Männer nicht selbst schuld, wenn sie sich so eine Behandlung gefallen lassen?
    Denke ich auch. Allerdings verstehe ich auch, warum sie bleiben. Da sind teilweise Kinder, Häuser, Angst vor dem Schritt ins Ungewisse.
    Das Elend das man hat ist wenigstens eine bekannte Größe, das Elend in das man treten könnte dagegen die große Unbekannte - und wie weiter vorne jemand schrieb: die Grundbedürfnisse werden ja befriedigt, wenn einem das reicht, bleibt man halt,.
    Vermutlich ist diesen Männern nicht klar, wie eine Beziehung auch laufen könnte.

    Zitat Zitat von Ilse
    Sorry, aber mir fehlt da das nötige Mitleid, denn diese Menschen könnten es ja ändern, wenn sie es wollen und wenn sich ein Mensch bei mir beschweren würde, weil er so behandelt wird würde ich ihm zur Antwort geben, "es liegt in deiner Hand etwas zu ändern, nur mit raunzen kommst du auch nicht weiter!"
    Also jammern tun die Männer der Furien die ich kenne nicht wirklich.

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