Und dieZitat von Inaktiver User
ist von mir.
Anima
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18.10.2008, 23:43Inaktiver User
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
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19.10.2008, 14:49
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
Hallo Maria,
Zitat von Inaktiver User
Ja genau. so ist es richtiger ausgedrückt. Aber ich meinte eben nicht nur liebevolles Benehmen
Keine Gegenliebe kann auf Dauer mehr schmerzen als unrespektierte Verhaltensweisen. Die Summe unserer Erfahrungen und die Konsequenzen, die wir daraus ziehen, sind unsere subjektiven Konsequenzen und nicht richtiger oder falscher als die anderer Menschen.
Ich danke Dir für Deine offene Selbstdarstellung................................................... ......................................
Ich war zur Selbsterkenntnis nicht in der Lage, da ich von fruehester Jugend in ein extremes Schema gepresst/gepruegelt wurde (mein Vater hat versucht, mich als Sohn aufzuziehen, und war extrem uebergriffig, meine Mutter war emotional in der Erziehung abwesend).
Das ist sehr aufschlussreich für mich.
Dazu muss ich schreiben, dass ich richtig entsetzt bin, immer wieder (nicht zufällig) in der Bricom auf parallele Biografien zu stossen. Obiges Statement trifft eigentlich auf meine Biografie etwas ähnlich zu. Dazu kam, dass ich das einzigste Mädchen unter drei Jungen war. Es macht einen richtig traurig immer wieder soetwas zu lesen. Vor ungefähr einem Jahr habe ich unter einem anderen Nick im Psychologieforum einen Strang zu dem thema aufgemacht. Sogar auf Dein Alter könnte ich in etwa schliessen. Die Nachkriegsgeneration als Eltern müssen demnach häufig so geprägt gewesen sein wie unsere Eltern. (Meine Mutter ist noch heute emotional in bezug auf mich abwesend. Sie kennt mich garnicht und sie will mich auch nicht kennen. Sie ist nur auf ihre Bestätigung aus. Mein Vater ist seit fast 3 Jahren tot und hat nie sehen, was er falsch machte. Er wollte es nicht. Klug genug hätte er sein können.)
Meinen Eltern gelang es trotz allem nicht, mir meine Identität wegzunehmen. Ich hatte gottlob schon von Geburt an eine.
Und ich habe mich schon früher einmal gekannt.
Mit elf.
Ich bin auch sehr ungeduldig. Z.Bsp. wenn ich beim Bäcker oder am Fahrkartenschalter anstehen muss und die Verkäuferin tut, als hätte sie einen Wettkampf in Langsamkeit zu gewinnen. Das macht mich ganz fiebrig. Ich fange jedesmal an leise zu fluchen, weil ich sowas nicht leiden kann.Ich sehe es nicht als Kampf, sondern als Entdeckungsreise. Es geht um Akzeptanz. Sobald ich dies erkannt hatte, ging es aufwaertz. Z.B. ich erkenne, dass ich ungeduldig bin, ich akzeptiere es. Dann aergert mich dies nicht mehr in anderen, nicht mehr in mir.
Die Wahrheit ist, dass man mir, als ich mal eine zeitlang ziemlich langatmig dahergekommen bin, familiär schwer zugesetzt hat. Meine Herrren Brüder sind heute noch der Meinung, die allgemeine Schikane, der ich ausgesetzt war, war gerechtfertigt. Möglicherweise brauchte sie aber diesen Vorwand. Ich werde bis heute wie Dreck behandelt und habe nur gelernt sie mir vom Halse zu halten ohne allzu sehr zu leiden.
Vielen Dank für diese Worte!Wenn ich mich liebe und akzeptiere, muss ich nicht mehr verzweifeln, wenn mich das OdB nicht auch liebt. Ich weiss, es wird jemanden geben, der es tut. Ich versuche nicht mehr (wie in meiner Ehe) meine mangelnde Selbstliebe durch das Erzwingen der Liebe meines Mannes zu vergroessern.
Ich sage nicht, dass es nicht wehtut, wenn man nicht zurueckgeliebt wird, aber diese absolute Verzweifelung faellt dann weg.
Liebe Gruesse
Maria
Noch zu unserem Schicksal: Wir sind nicht alle ähnlich dadurch geprägt. Das wurde mir auch durch meine Beziehungen klar, das der Umgang mit dieser Vergangenheit nicht allzu parallel verlaufen muss, gottlob. Ich war früher der Meinung, dass Menschen mit einem tragischen Lebenshintergrund nicht unbedingt zusammenkommen müssen. Es wäre vielleicht sogar tragisch für die Beziehung, wenn beide aus derselben Sosse kommen. Ich hatte u.a. zwei Beziehungen, bei denen das so war. Zum Glück habe ich von ihnen den Absprung getan.
Irgendwann lernte ich einen Mann kennen, den ich wegen seinem Umgang mit diesem ähnlichen Hintergrund lieben lernte. Wir sind nach ca. vier Jahren ein Paar geworden und harmonieren heute wunderbar. Ich möchte ihn nicht wieder missen. Nichteinmal wenn wir auseinandergehen würden, möchte ich vielleicht darauf verzichten, wenigstens seine Schwester zu bleiben. Ich bin gleichzeitig auch seine "Schwester".
LG
Nastasja.FGeändert von Nastasja.F (19.10.2008 um 15:07 Uhr)
Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
Konfuzius
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19.10.2008, 15:05
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
Ich finde diese Beschreibung auch sehr zutreffend.
Zitat von Inaktiver User
Ja, die Selbstliebe vor allem. Weil sie auch Ehrlichkeit zu sich selbst einfordert. Kampf, solange Du nicht Säbelrasselvorstellungen damit verbindest. Ich kämpfe ja nicht gegen jemand Anderes und mich selbst vernichte ich nicht.Kann Liebe Kampf sein?
Anima
Gruss
N.f.Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
Konfuzius
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20.10.2008, 11:56
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
@ Anima
Wenn man sich selbst liebt, kann man mit seiner Liebe zu anderen großzügiger umgehen, man verzweifelt nicht gleich an sich und der Welt, wenn sie nicht erwidert wird. Man erlebt eben Liebe nicht nur als knappes Gut, von dem man selbst immer zu wenig bekommt.
Zitat von Inaktiver User
Dennoch würde ich es für falsch halten, sich in Bezug auf eine Partnerschaft auf Männer festzulegen, die die eigene Liebe nicht erwidern. Das führt nicht zu einer erfüllten Liebe & Partnerschaft, sondern blockiert einen nur. Man sollte solche Menschen dann auch loslassen können.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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20.10.2008, 12:45Inaktiver User
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
Zitat von Latona
Entschuldige Latona - aber den Satz verstehe ich jetzt leider nicht.
Anima
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20.10.2008, 12:47Inaktiver User
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
Okay - das kann ich jetzt gut nachvollziehen!
Zitat von Nastasja.F
Anima
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20.10.2008, 12:49Inaktiver User
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
Zitat von Nastasja.F
Du hast eine wunderbare Einstellung zur Liebe.
Anima
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20.10.2008, 14:05Inaktiver User
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
[QUOTE]
Ich vergleiche das mit dem Schmetterling, der sich aus seinem cocoon frei'kaempft'. Durch das 'sich befreien' staerkt er seine Fluegel, ohne diesen notwendigen Prozess waere er nicht lebensfaehig.
Zitat von Inaktiver User
Liebe Gruesse
Maria
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20.10.2008, 15:15
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
@ Anima
Was verstehst Du denn daran nicht? Wenn ich eine erfüllte Partnerschaft möchte, wo ich nicht nur liebe, sondern auch wieder geliebt werde, dann kann ich mich nicht damit begnügen, ewig einem Mann mit all meiner Liebe hinterherzuschmachten, der meine Gefühle nicht erwidert. Denn so komme ich nie zu einer Partnerschaft, in der auch ich geliebt werde. Dann stehe ich mir nur selbst im Weg, wenn ich micht nicht von meiner emotionalen Verstrickung mit diesem Mann löse.
Zitat von Inaktiver User
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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20.10.2008, 16:23
AW: "Willst Du geliebt werden, so liebe"
Das bezweifle ich. Wenn ich einem Menschen nichts bedeute,
Zitat von Inaktiver User
dann bedeutet ihm auch meine Liebe nichts. Dann genießt er
vielleicht gerne die Annehmlichkeiten, die damit für ihn einhergehen,
aber mehr auch nicht.
Liebe muss auf Gegenliebe stoßen. Sie hat sonst keinen Wert.


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