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    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Hallo Flauschhase,

    als erstes möchte ich Dir zu dem schönen Namen gratulieren. Er klingt für mich so toll. Ich verbinde damit etwas weiches, kuscheliges "Etwas" mit einem doch etwas eigensinnigem Touch. Mag vielleicht für Dich nicht zutreffen, aber es ist eben so meine Vorstellung zu Deinem Namen. ;-)

    Siehst Du, auch das kann Small-Talk sein. Jetzt könntest Du zum Beispiel hier auch etwas über Deinen Namen schreiben: wie ist er entstanden, warum hast Du gerade diesen Nick gewählt, ....

    Ich glaube nicht, dass Du es nicht kannst. Denn in Deinem Statement wirkt es für mich so, dass ich gerne weiter gelesen habe, ohne dass ich mich gelangweilt habe. Im Gegenteil: ich war schon neugierig zu lesen, was Du als nächstes schreibst.

    Auch bin ich neugierig geworden, was Du beruflich machst. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Dein Job so langweilig ist, dass es nichts zu erzählen gibt. Es klang für mich spontan eher so, dass Du Dich beispielsweise genau in diesem Punkt abwertest oder gar schämst. Mag sein, dass ich hier schon wieder falsch liege - aber Du kannst mich ja gerne "aufklären".

    Der wesentliche Punkt beim Small-Talk ist meiner Meinung nach die Einstellung zu sich selbst und zu den anderen. Ich muß zu dem Stehen können, wer ich bin und was ich tue. Auch liegt viel daran, wie wir zu dem Anderen stehen. Wenn wir die andere Person auf gleicher Höhe betrachten und nicht davon ausgehen, dass die anderen etwas besseres sind, dann ist es schon einmal viel einfacher und die beste Voraussetzung zu gutem Small-Talk.

    Na, hast Du Lust zu ein bisschen Small-Talk? Was hat es mit Deinem Namen auf sich? Was machst Du beruflich?

    LG
    Wassertropfen

  2. Inaktiver User

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Liebe Sammy,
    Hallo Ihr,

    finde ich ein gutes Thema, was du da ansprichst !
    Früher fand ich small-talk soooo doof und habe mir darunter nur dämliches Geplapper vorgestellt...aber in Wirklichkeit kann small-talk in fremder Umgebung uU nun mal die einzige Brücke sein, um zur Aussenwelt Kontakt herzustellen- und das lohnt sich manches mal durchaus

    Ich stelle mir gerade die Frage, was ICH denn zu diesen Themen beizutragen hätte. Ehrlich gesagt, ich glaube, mein Leben ist in den letzten Jahren einfach zu langweilig geworden, um in der Lage zu sein, SELBST viel beitragen zu können.
    Bin schon seit einigen Jahren Single, habe nicht viele Hobbies, Interessen schon, aber die teilen nur selten Leute mit mir bzw. kann ich darüber nicht stundenlang lebendig darüber erzählen


    Hm- da liegt bestimmt ein Hund begraben.Du denkst dein Leben sei langweilig und du kannst nix beitragen ? Weil alle anderen Menschen um dich herum ja ein sooo viel aufregenderes und spannenderes Leben haben ? Glaubst du wirklich, das Frau Meier und Frau Müller und Herr Brandt tagtäglich ein action-geladenes Leben aus dem Drehbuch führen ?
    Was denkst du, macht zwischenmenschlichen Kontakt aus ?
    Nur dauerhaft einen Kracher nach dem nächstem erzählen können ? Ist doch quak...;-)
    Ich glaube, das genau solche Gedanken dazu führen, das eine echte Hemmschwelle entsteht ein bissi small-talk mit anderen zu führen...dabei sind die meisten Menschen letztlich in einem *normalem* Leben zu Hause und warum sollstest du dazu nicht irgendwas erzählen können ?
    Mach dich mal nicht so klein;-)
    Setz dich nicht so unter Druck ...und probiere es einfach aus.Irgendwas fällt dir schon ein- und wenn dein gegenüber nicht auf small-talk einsteigt..dann eben nicht.Auch da kann es eine unglaubliche Blockade auslösen, zu denken: hupps, was denkt der andere jetzt womöglich von mir und meinem unsinnigem Geplapper - quak.Viele denken dazu gar nix grossartig und der überwiegende Teil der Menschen ist eher froh angesprochen zu werden ( merkt man ihnen nur nicht immer gleich an ).

    Und wenn dir 'zu dir' mal so gar nix einfallen mag- warum auch, mach's halt so wie Wassertropfen - frag dein Gegenüber zb über Job ein bissi...und versuche dich da interessiert zu zeigen- die meisten Menschen erzählen ja eigentlich gern von sich und ihrem Leben- und sooo uninteressant ist das Leben von Frau Meier dann womöglich gar nicht...

    Nur Mut ! Liebe Grüsse Tory

  3. User Info Menu

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Hallo zusammen,

    Smalltalk ist wirklich ein interessantes Thema. Ich tue mich, je nach Situation mal leichter, mal schwerer damit.

    Ich glaube aber, dass man sich oft selbst im Weg steht mit überzogenen Anforderungen. Smalltalk heißt ja nicht zwingend, dass man stundenlang mit fremden Menschen angeregt plaudert. Und man darf sich auch nicht verunsichern lassen, wenn man vor eine Wand läuft. Zu einem gelungenen Smalltalk gehören letztlich zwei Personen.

    Zudem würde ich unterscheiden, wie gut ich die Personen kenne. Bei gänzlich fremden Menschen bietet sich die Situation (Örtlichkeit, Wetter, Outfit, Erwartungen, etc.) als guter Gesprächseinstieg ein. Nach all diesen Dingen kann man recht unkompliziert fragen:
    Haben Sie leicht hergefunden?
    Waren Sie schon mal hier?
    Woher kennen Sie den Gastgeber?
    Sie haben ein tolles Kleid an. Sowas suche ich schon ganz lange.

    Wenn man die Smalltalk-Partner ein wenig kennt, sollte man sich ins Gedächtnis rufen, was man über sie weiß. Danach kann man dann gut fragen. Z.B. der letzte Urlaub, Familie, Hausbau, Fortbildung, etc.
    Wichtig finde ich, dass man den anderen nicht nur ausfragt, sondern von Zeit zu Zeit auch eigene Informationen einstreut.
    Man merkt ja auch, ob der andere gerne erzählt oder der Redestrom nach einigen Fragen versiegt.

    Bei einer Stehparty kann man sich nach einigen Minuten elegant verabschieden, in dem man sagt: oh, ich sehe gerade, da ist auch Herr Meyer, den wollte ich ganz dringend noch sprechen.
    Bei einem Essen kann man sich auch dem Gespräch auf der rechten Seite zuwenden, wenn man merkt, man sich mit dem linken Sitznachbarn so gar nichts zu sagen hat.

    Es gibt einfach Menschen, die im Gespräch anstrengend sind und wo sich kein lockeres Geplauder ergibt. Mit denen muss man sich meines Erachtens nicht ewig rumquälen.

    Vor allem muss man sich von dem Gedanken lösen, dass man langweilig und uninteressant und das häßliche Entlein ist, mit dem niemand was zu tun haben will. Ich habe mich bei Betriebsfeiern auch schon mal dazu gezwungen, einfach mal eine Zeitlang alleine rumzustehen, nur um zu lernen, das Gefühl auszuhalten, ohne gleich zur Toilette zu rennen (der letzten Zuflucht für alle Smalltalk-Hasser ). Bei anderen finde ich das nämlich eher cool, wenn sie es schaffen, in Gesellschaft auch mal allein zu sein. Nur bei mir selbst denke ich immer, alle glauben, dass niemand mit mir reden will .

    Ich bewundere auch Menschen, die es schaffe, eine Runde mit lauter witzigen Geschichten zu unterhalten. Aber diesen Anspruch habe ich gar nicht erst an mich selbst. Und für den Hausgebrauch reicht ein kleiner Vorrat an gängigen Themen vollkommen aus.

    Außerdem gibt es keine wirklich langweiligen Berufe. Entscheidend ist doch viel eher, wie man sich selbst darstellt. Klar klingt Schauspieler im ersten Moment schicker als Buchhalter. Aber auch aus einem Buchhalter-Job kann man was machen: "Ich weiß, Buchhalter klingt furchtbar langweilig und trocken. Aber ich hatte schon immer ein Talent für Zahlen und finde es total spannend, wie viel man daraus ablesen kann. Ich kann mich da richtig reinvertiefen, das ist fast meditativ."

    Es gibt keine langweiligen Menschen, nur solche, die nicht von sich selbst überzeugt sind.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  4. Inaktiver User

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Malinas Gedanken sind ein gutes "Rezept", finde ich.


    Den Smalltalk-Einstieg mit gänzlich Unbekannten suche ich immer über die aktuelle Gemeinsamkeit: "Woher kennen Sie denn den Gastgeber?" "Wie finden Sie das Seminar/die Konferenz bis jetzt?"

    Der Trick mit den Komplimenten gegenüber gänzlich Unbekannten finde ich persönlich hingegen nicht sooo angebracht. Denn meine eigene Reaktion, wenn ich von einem gänzlich Unbekannten an einer Stehparty am Rande einer Veranstaltung ein Kompliment erhalte, ist eher zurückhaltend. Ich empfinde das schnell mal als Anbiederung und bringe den Trick deshalb anderen gegenüber auch nicht.

    Machen wir uns nichts vor - die Spielregeln beim Smalltalk sind doch immer die Gleichen: jeder will möglichst viel von sich selbst erzählen und interessiert sich keinen Deut für das, was der andere ihm über sich selbst erzählt.

    Dass man auf Firmenfeten nicht über Berufliches sprechen soll, seh ich nicht so eng. Nicht über konkret anstehende berufliche Fragen, das ist klar. Aber die amüsante Seite des Berufslebens bietet doch immer den allerbesten Smalltalk, über denjeder lachen kann, weil jeder davon betroffen ist. Also: die neuste technische Katastrophengeschichte rund um die Kaffeemaschine, Pleiten Pech und Pannen während der letzten gemeinsamen Konferenz ... Goldene Regel beim Firmen-Smalltalk ist allerdings: kein Geschimpfe über Drittpersonen, kein Schlechtmachen, kein Gerüchteverbreiten.

  5. User Info Menu

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Ihr begeistert mich!

    Vielen, vielen Dank für Eure rege Teilnahme.
    Hätte ich nicht mit gerechnet.

    Ich bin sogar begeistert zu lesen, dass Ihr das Thema interessant findet *stolz geschwellte Brust rausstreck*

    Vielleicht hätte ich beim letzten "Frauenabend" doch dabei sein sollen. Und wäre mir "zu mir" nichts eingefallen, hätte ich vielleicht eine Grundsatz-Diskussion über Small-talk beginnen können .

    Smalltalk ist wirklich ein interessantes Thema. Ich tue mich, je nach Situation mal leichter, mal schwerer damit.
    So ist es bei mir auch, aber ich merke mit der Zeit, dass es mir schwerer und schwerer fällt. Es stimmt wohl, dass gerade diese Gedanken mich blockieren, denn früher habe ich mir über solche Dinge eigentlich nie Gedanken gemacht/machen müssen. Und der Small-talk lief eigentlich von alleine.

    Vor allem muss man sich von dem Gedanken lösen, dass man langweilig und uninteressant und das häßliche Entlein ist, mit dem niemand was zu tun haben will.
    Das ist ein wichtiges Stichwort.
    Ich sehe nicht unbedingt nach einem hässlichen Entlein aus und wer mich "vom Sehen" kennt, wird sicher nicht denken, dass ich langweilig und uninteressant bin, aber stimmt, neuerdings fühle ich mich immer mehr so und habe wohl Angst, dass auffliegen könnte, dass ich in Wirklichkeit vielleicht doch langweiliger bin als man von mir erwarten würde.
    Schwer zu beschreiben, da andere Leute ja wahrscheinlich keine Erwartungshaltung an mich stellen, ich jedoch eine zu große an mich habe.

    Ich habe mich bei Betriebsfeiern auch schon mal dazu gezwungen, einfach mal eine Zeitlang alleine rumzustehen, nur um zu lernen, das Gefühl auszuhalten, ohne gleich zur Toilette zu rennen (der letzten Zuflucht für alle Smalltalk-Hasser ). Bei anderen finde ich das nämlich eher cool, wenn sie es schaffen, in Gesellschaft auch mal allein zu sein. Nur bei mir selbst denke ich immer, alle glauben, dass niemand mit mir reden will.
    Hut ab! Das beeindruckt mich!
    Und genau dass schaffe ich leider nicht!
    Denn gerade bei einer Betriebsfeier würde ich aufs Klo flüchten.
    Ich könnte es leider nicht aussitzen.
    Und ich glaube, das macht mir die meiste Angst!!!

    Wenn ich an die letzte Weihnachtsfeier denke: meine Notlösung (die auch genutzt wurde) war mein Handy. Ich habe eine Freundin angerufen, um mich kurzzeitig zu "beschäftigen".

    Die nächste Betriebsfeier steht übrigens am Freitag an. Ich wollte mir eigentlich einen Ruck geben, aber da ich nur mit einer einzigen Kollegin engeren Kontakt habe, die aber krankgeschrieben ist , werde ich es kaum über mich bringen können, herzukommen.
    Was mir fehlt ist, mich an jemanden "festhalten" zu können.
    Nicht mal für einen Moment alleine da stehen zu müssen .
    Ja sicher, dort gibt es noch viele andere Kollegen, aber ich fühle mich noch zu "ungeübt", um von "Blume zu Blume zu springen".
    Gern hätte ich sie als Rückendeckung gehabt, um mich vielleicht wirklich mal anderen Leuten zu öffnen, vielleicht auch mal ohne sie. Aber das werde auf nächstes Jahr vertagen müssen, ich Feigling . (Stimmt, ist nicht witzig )

    Ich bewundere auch Menschen, die es schaffe, eine Runde mit lauter witzigen Geschichten zu unterhalten.
    Den Anspruch habe ich an mich selber auch nicht. Eine geborene Entertainerin war ich noch nie. Ich beneide meinen Vater, der niemanden in einer Runde kennen muss, aber die ganze Aufmerksamkeit an sich reißt und die Leute gut unterhält.
    Tips konnte er mir auch nicht geben. Er "sei schon immer so gewesen, weil er sich nie darum gekümmert hätte, was andere Leute von ihm denken könnten."
    (Es fällt ihm aber auch ständig etwas Witziges ein. Ist schon klasse.)

    Manchmal ist mir sogar auch egal, was andere über mich könnten, aber trotzdem muss ich mich aklimatisieren und gebe nicht einen Witz nach dem anderen zum besten. Ich bin da eher stiller und schau mir alles erst mal genau an.

    Es gibt keine langweiligen Menschen, nur solche, die nicht von sich selbst überzeugt sind.
    Ich bin von Tag zu Tag weniger von mir überzeugt. Ich werde es jetzt grundlegend ändern müssen. Ich muss bald ins Kalte Wasser springen, aber bitte nicht bei dieser Betriebsfeier .

    Machen wir uns nichts vor - die Spielregeln beim Smalltalk sind doch immer die Gleichen: jeder will möglichst viel von sich selbst erzählen und interessiert sich keinen Deut für das, was der andere ihm über sich selbst erzählt.
    Das würde mir helfen, wenn es immer so wäre

    Dass man auf Firmenfeten nicht über Berufliches sprechen soll, seh ich nicht so eng. Nicht über konkret anstehende berufliche Fragen, das ist klar. Aber die amüsante Seite des Berufslebens bietet doch immer den allerbesten Smalltalk, über denjeder lachen kann, weil jeder davon betroffen ist. Also: die neuste technische Katastrophengeschichte rund um die Kaffeemaschine, Pleiten Pech und Pannen während der letzten gemeinsamen Konferenz ... Goldene Regel beim Firmen-Smalltalk ist allerdings: kein Geschimpfe über Drittpersonen, kein Schlechtmachen, kein Gerüchteverbreiten.
    Der Tip ist auch super. Ich denke mal drüber nach, was mir nicht schon alles für Schoten passiert sind. Da dürfte es wohl so einiges geben .

    Ich habe mich übrigens im Nachhinein darüber informiert, was "Tagesgespräch" beim Weiberabend war.
    Da ging es wohl fast nur um Männer und über Kinder.
    Kinder habe ich selber keine, also hätte ich kaum mitreden können.
    Was Männer angeht, so schleppe ich eher Liebeskummer vor mir her, als das ich begeistert von neuen Eroberungen hätte sprechen können.
    Ergo: Ich hätte mir vielleicht einen Ruck geben sollen, aber wirklich schlimm war es nicht, das verpasst zu haben.
    Beim nächsten Frauenabend, das habe ich mir versprochen, werde ich dabei sein und auch Aktuelles und Interessantes berichten können, da ich mir die Mühe geben werde, in Zukunft mehr zu erleben.
    Dann fühle ich mich auch nicht mehr so uninteressant, denk ich mal.
    Geändert von DieSammy (28.10.2008 um 14:38 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Hallo Sammy,

    bei privaten Feiern finde ich es immer entscheidend, ob die anderen Gäste sich untereinander kennen. Wenn nein, werden die Runden oft recht interessant. Wenn ja, kommt es schnell zur Dominanz einer Gruppe, und dann werden die Insiderwitze gerissen, und der Rest sitzt dum daneben.

    Bei einer größeren Gesprächsrunde habe ich auch nicht mehr den Anspruch an mich, unbedingt einen Gesprächsbeitrag leisten zu müssen. Da kommt es halt auch sehr auf die Themen an. Und ich hab dann auch kein Problem, mal eine Zeitlang oder sogar einen ganzen Abend nur zuzuhören. Das passiert wohl fast jedem mal, dass er in eine Runde gerät, die sich an Themen festbeißt, zu denen man nix sagen kann.

    Was die Betriebsfeiern angeht, kann ich schon verstehen, dass es schwierig ist, wenn man nur eine engere Kollegin hat. Ich arbeite in einem ziemlich offenen, projektbezogenen Umfeld, da kennt man nach einiger Zeit einfach Hinz und Kunz, was es einfach macht, immer jemanden zu finden, dem man sich anschließen kann. Das hat dann aber auch nix Small-Talk-Fähigkeit zu tun.

    Ich hab auf einer Betriebsfeier mal meinen zweitobersten Chef auch ziemlich verloren rumstehen sehen, obwohl er an sich ein sehr offener und unkomplizierter Mensch ist. Aber er mochte sich wohl nicht einfach zu einer Gruppe von Mitarbeitern dazugesellen, und andererseits wollte wohl auch niemand von den Mitarbeitern wie ein Schleimer wirken und ihn ansprechen. Das hat mir einfach gezeigt, dass praktisch jeder mal in so eine Situation kommen kann, und das kein Anlass für Selbstzweifel sein muss. Es kommt einfach immer auf die Rahmenbedingungen an.

    Nur wenn alle Rahmenbedingungen super sind (ich kenn die Leute, alle sind nett, ich hätte auch was beizutragen zum Gespräch), aber ich traum ich trotzdem nicht, mich einzubringen, dann würde ich mir Gedanken machen, was ich ändern kann.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  7. Inaktiver User

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es in einer Smalltalk-Runde meist nicht diejenigen sind, die am meisten und witzigsten oder wichtigsten reden, an die man sich anschliessend am besten erinnert, sondern diejenigen, die gar nicht so viel oder sogar fast nichts geredet haben - dafür das Richtige. Etwas, das sich einprägt.
    Mit der richtigen Ausstrahlung dazu.

    Wie Malina bin auch ich keine Vielrednerin. Viel reden und Witzchen reissen ist sehr oft nur eine Methode, die eigene Unsicherheit zu überspielen. Ich höre sehr oft nur zu, ohne mich unbehaglich zu fühlen, und sage dann was, wenn ich finde, dass es was bringt.

    Meistens behält man mich nach gesellschaftlichen Anlässen in Erinnerung.


    Und wenn mich ein Abend wirklich mal zu Tode langweilt, weil alle über Themen reden, die mich null interessieren, zu denen ich nichts beitragen kann und ich auch an den Anwesenden nicht sonderlich interessiert bin, dann habe ich keine Hemmungen, eine nette Notlüge zu erfinden und frühzeitig zu verschwinden.

  8. User Info Menu

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Danke Malina!

    Nur wenn alle Rahmenbedingungen super sind (ich kenn die Leute, alle sind nett, ich hätte auch was beizutragen zum Gespräch), aber ich trau mich trotzdem nicht, mich einzubringen, dann würde ich mir Gedanken machen, was ich ändern kann.
    Wenn alle Rahmenbedingungen super sind, dann stellen sich mir diese Probleme zum Glück nicht.
    Man kennt mich dann eher als eine, die gerne und auch lustig erzählt.
    Deshalb wundert es mich auch so, dass ich mich in anderen Situationen manchmal nicht mehr wiedererkenne. Es kippt von extravertiert auf introvertiert.
    Ich lasse euch aber gerne an meinen Erfolgen teilhaben, wenn sich welche einstellen .

  9. User Info Menu

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Am beliebtesten auf Partys sind die Zuhörer. Wenn man also kein guter Redner ist, sollte man üben, ein guter Zuhörer zu sein.
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

  10. Inaktiver User

    AW: 'Small-talk' oder: Worüber redet Ihr mit Fremden?

    Hallo!

    Ja, das mag wohl sein, dass man nicht immer den Entertainer geben muss, damit man in guter Erinnerung bleibt. Das mit dem Zuhören kann ich ziemlich gut. Habe allerdings dann meist ein schlechtes Gewissen und denke der andere muss sich doch wie bei der Stasi fühlen Ich halte mich dann mit dem Fragen schwer zurück, weil ich eben Angst habe, dass ich zu aufdringlich und neugierig wirke. Denn auch die größte Quasselstrippe erwartet irgendwann mal eine Zwischenfrage, damit sie beruhigt weiter erzählen kann. Naja und da ich dann oft meine Klappe halte aus besagter Angst vor Aufdringlichkeit, hat das Gespräch auch oft ein Ende. Gibt allerdings auch Quasselstrippen, die das nicht stört und die einfach reden und reden. Oft habe ich dann solche Leute am Hals. Die sind glaube ich dann ganz froh mit mir

    Allerdings ist es oft so, dass dann da jemand sitzt, mit dem ich eigentlich viel lieber reden würde. Derjenige aber selbst andere Personen kennen lernen und mit ihnen reden möchte und auch noch so begehrt ist, dass schon etliche andere ihn zutexten und er deshalb ständig "besetzt" ist. Dann sitze ich halt seufzend bei den Mitteilungsbedürftigen, die sich mich dann entsprechend ausgeguckt haben und schaue sehnsüchtig nach den anderen, die ihren Spaß mit meinem OdB haben

    Aber immerhin besser als alleine in einer Ecke zu sitzen. Jedenfalls denken die anderen dann, ich amüsiere mich prächtig Und manchmal ist es tatsächlich nicht sooo uninteressant, was mein Gegenüber zu erzählen hat. Außerdem gibt es einem ein ganz gutes Gefühl, jemanden glücklich gemacht zu haben, indem man ihm einfach zuhört

    Das Problem mit dem Small-Talk habe ich im Schriftlichen eher weniger. Wenn ich allerdings Aug in Aug mit den anderen reden soll, dann kriege ich Angst und mir fällt nix Gescheites ein. Es hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich immer denke, die anderen sind einfach sooo viel besser als ich und stehen über mir. Dann traut man sich einfach nicht, die anderen anzusprechen. Und die wissen mit mir nix anzufangen oder denken, ich will nix mit ihnen zu tun haben.

    Flauschhase deshalb, weil ich ganz viel Liebe und Wärme brauche und den Namen so schön kuschelig fand

    Liebe Grüße


    Flauschhase

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