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  1. User Info Menu

    AW: Wie kannst Du glauben, das Du deiner Selbst nicht wuerdig bist?

    Zitat Zitat von Latona
    Was Du über Dich selbst glaubst, ist wesentlich für Dein Wohlbefinden, und es ist nicht nötig, dass jeder um Dich rum diesen Glauben teilt. Ein paar Leute sollten jedoch schon mit Deinem Glauben an Dich übereinstimmen, sonst hast Du ein Problem mit einer zu großen Differenz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung.
    Vor allem den letzten Satz unterstreich ich dick und fett !!!

    Ich glaube durchaus, dass man aktiv an seinem Selbstwertgefühl arbeiten kann. Aber ich habe auch immer und immer wieder in meinem Leben festgestellt, dass mein Selbstwertgefühl am meisten durch andere Menschen gepusht wurde, die einfach an mich geglaubt und mich geschätzt haben, auch ohne dass ich mich dafür besonders angestrengt hätte. Und jedem einzelnen bin ich zutiefst dankbar dafür.

    Eine zweite wichtige Quelle für die Stärkung des Selbstwertgefühls sind in meinen Augen Erfolgserlebnisse. Jedesmal, wenn wir unsere eigene Komfortzone verlassen, ein Wagnis eingehen und erleben, dass wir etwas schaffen können, steigt auch das Selbstvertrauen ein wenig an.

    Diese beiden Dinge zusammen haben mir sehr viel mehr geholfen, als jedes Kreisen um mich selbst und jede Selbstreflexion, auch wenn ich davon sicherlich auch eine gehörige Portion hatte.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Wie kannst Du glauben, das Du deiner Selbst nicht wuerdig bist?

    @ Malina

    Wenn es sich nur um eine vorübergehende Selbstwertschwäche handelt, dann würde ich Dir zustimmen: Dann sind Bestätigung durch andere, die einen mögen und bewundern, sowie Erfolgserlebnisse sicher gute Heilmittel.

    Es gibt aber Selbstwertprobleme, wo das nicht ausreicht oder nur vorübergehend was taugt, weil das Selbstwertproblem zu tief sitzt, als dass es sich davon wirklich beeindrucken lassen würde.

    Solche Menschen neigen dazu, die Erfolgserlebnisse wieder zu vergessen, sobald sich die nächste Ego-Niederlage am Horizont abzeichnet, und die Bestätigung der lieben Mitmenschen sind nicht mehr viel wert, wenn die Zurückweisung von einer Seite kommt, die einem sehr wichtig ist. Dann fällt man wieder erneut in ein Loch, weil man eigentlich ja die ganze Zeit schon gewusst hat, dass man letztlich ein Pechvogel ist, von dem keiner was wissen will. Bei solchen Problemen muss meiner Meinung nach ein Fachmann ran, das kriegen die wenigsten allein auf die Reihe.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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    AW: Wie kannst Du glauben, das Du deiner Selbst nicht wuerdig bist?

    Hallo Latona,

    da hast Du sicherlich recht. Bei tiefsitzendem Mangel an Selbstwertgefühl nutzt auch Bestätigung von außen nichts, da muss der Fachmann ran.

    Aber mir ging es auch eher um den Vergleich, eigene versus fremde Stärkung des Selbstwertgefühls. Und da glaube ich nach wie vor, dass eine Stärkung von außen mehr bringt als jede Form von Autosuggestion, wobei die sicherlich auch sinnvoll ist.

    Viele Grüße,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

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    AW: Wie kannst Du glauben, das Du deiner Selbst nicht wuerdig bist?

    @ Malina
    Zitat Zitat von Malina70
    Aber mir ging es auch eher um den Vergleich, eigene versus fremde Stärkung des Selbstwertgefühls. Und da glaube ich nach wie vor, dass eine Stärkung von außen mehr bringt als jede Form von Autosuggestion, wobei die sicherlich auch sinnvoll ist.
    Das dachte ich früher auch immer, als ich anderen den Job aufgehalst habe, mir die Bestätigung meines eigenen Werts permanent zu geben, und die immer wieder einforderte. Das war für meine enge Umgebung ziemlich nervig, die hatten das Gefühl, positives Feedback in ein Schwarzes Loch zu stopfen. Genug war nie genug.

    Erst als ich im Rahmen einer Psychoanalyse langsam selbst zu der Erkenntnis gekommen bin, dass ich einen gewissen Wert habe, und zwar völlig unabhängig von dem, was andere von mir denken, geht es mir wesentlich besser. Ich stecke Ego-Niederlagen besser weg und falle meiner Umgebung nicht mehr ständig mit "Bitte bestätigt mir, dass ich toll bin"-Anliegen auf die Nerven. Und diese Umgebung lohnt es mir, indem sie mehr auf mich zukommt als früher.

    Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Autosuggestion, in dem Sinne, dass ich mir etwas einreden muss, was ein Teil von mir doch nicht glauben kann, sondern um eine tatsächliche, dauerhafte Erkenntnis. Diese Erkenntnis ist ein der wertvollsten in meinem ganzen Leben, und ich bin sehr dankbar, dass ich sie nach langem Leiden doch noch haben durfte. Manche Menschen haben sie leider nie und leiden deswegen ihr Leben lang.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  5. Inaktiver User

    AW: Wie kannst Du glauben, das Du deiner Selbst nicht wuerdig bist?

    Mein Aha-Erlebnis hatte ich irgendwann nachdem ich mich schon oft sehr über Tiere gefreut habe.

    Katzen sind wunderschön - und perfekt wie sie sind - an Kühen kann ich mich z.B. nicht satt sehen und Hunden habe ich schon oft gesagt wie schön sie sind. Was mich auch fasziniert, das ist das einfache und gelassene Sein der Tiere. Es geht nichts über ein Tier, das stressfrei im gleichen Raum ist. Sie sind alle perfekt. Und sie haben kein behinderndes Selbst-Bewusstsein.

    Vor allem aber kommen sie dort her, wo auch wir Menschen herkommen .... und deshalb habe ich keinen Zweifel mehr daran, dass wir so wie wir sind, genau so schön und "perfekt" sind.
    - Nur eben manchmal ein bisschen be- / ver-hindert durch uns selbst und das was wir über uns "glauben zu wissen". Das sind aber subjektive Wirklichkeiten - es ist nicht "die Realität". Kein Grund also, an uns selbst grundsätzlich zu (ver-)zweifeln. Höchstens ein Grund, an unserem Bewusstsein und unserer Wahrnehmung zu arbeiten.
    Geändert von Inaktiver User (18.11.2008 um 13:25 Uhr)

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    AW: Wie kannst Du glauben, das Du deiner Selbst nicht wuerdig bist?

    @ Leda
    Schönes Bild!

    Ich merke an mir selbst, wie unterschiedlich ich Dinge wahrnehme und bewerte, jenachdem, ob ich die schwarze oder die rosa Brille trage.

    Im ersten Fall kann man mir den Himmel auf Erden bieten, ich würde es kurz zur Kenntnis nehmen. Wie Latona sagte, aus der falschen (?) Perspektive betrachtet, kann es noch so viel Bestärkung geben, es kommt nicht richtig an.

    Statt mich über ein Kompliment zu freuen, denke ich schlimmstenfalls: Will der/die mich auf den Arm nehmen? Oder es rauscht einfach vorbei und zurück zur Tagesordnung. Positives hat dann auch eine viel kürzere Halbwertzeit.

    Das andere Extrem empfindet man wohl, wenn man verliebt ist - absolut Nichts kann einen erschüttern.

    Deswegen gefällt mir das Tierbeispiel so gut.
    (Obwohl Katzen auch ziemlich schlechte Laune haben können...)

    Gruß
    bblume
    flying is the art of falling to the ground without touching

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