Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 35
  1. User Info Menu

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Also, ich hatte auch immer das Gefühl, mich in Briefen besser erklären zu können, usw. Aber im Endeffekt bin ich damit nie gut gefahren. Aus den Gründen, die Tanguera schon nannte. Es gehört vielleicht mehr Mut dazu, aber es ist (für mich) besser, die Dinge persönlich anzusprechen. Seine Reaktion direkt zu sehen, nicht auf eine Antwort warten zu müssen...

    "Nicht das Gesicht verlieren" heißt für mich, dass ein Schritt in seine Richtung klar, aber zugleich unverfänglich sein muss. Damit ihr noch miteinander umgehen könnt, sollte er an einem näheren Kennenlernen kein Interesse haben.

    Halt und auf dem Laufenden, wenn du magst!

    Mache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
    für den du lediglich eine Option bist.


    Hat die Blume einen Knick,
    war der Schmetterling zu dick.

  2. User Info Menu

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Zitat Zitat von Feuerzeichen
    Also, ich hatte auch immer das Gefühl, mich in Briefen besser erklären zu können, usw. Aber im Endeffekt bin ich damit nie gut gefahren. Aus den Gründen, die Tanguera schon nannte. Es gehört vielleicht mehr Mut dazu, aber es ist (für mich) besser, die Dinge persönlich anzusprechen. Seine Reaktion direkt zu sehen, nicht auf eine Antwort warten zu müssen...
    Hallo Feuerzeichen,
    ich hab den Gedanken an den Brief jetzt völlig fallenlassen. Das würde ich bestenfalls tun, sollten wir uns mal schon näher gekommen sein und so ein Brief hilft zur Klärung. Andererseits habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass auch die vernünftigsten Einwände nicht immer richtig sein müssen, jedenfalls nicht, wenn jemand aus Intuition handelt. Ich habe mit Briefen nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings waren in diesen Fällen die Umstände so, dass die Verständigung darauf angewiesen war. Sie konnten auch recht intimen Inhalts sein. Zu dem Zeitpunkt gab es, historisch gesehen, noch keinen E-Mail-Verkehr und in der DDR hatten die wenigsten Menschen ein Telefon zu Hause.

    "Nicht das Gesicht verlieren" heißt für mich, dass ein Schritt in seine Richtung klar, aber zugleich unverfänglich sein muss. Damit ihr noch miteinander umgehen könnt, sollte er an einem näheren Kennenlernen kein Interesse haben.
    Was mir an Deiner Version gefällt, ist, dass Du indirekt vorschlägst Nägel mit Köpfen zu machen. Ich muss also nicht nur einen Schritt vorausdenken, sondern eigentlich drei. Ich glaube aber, dann ist mir hinterher in jedem Fall wohler. Eigentlich weiss ich bis jetzt immernoch nicht, wie ich das konkret anstellen soll. Ich muss mir im Detail noch überlegen, was ich ihm eigentlich sag.
    Ich hatte ihn schon einmal eingeladen, aber zu einem kurzen Tripp während seiner Arbeitszeit und dazu hatte er einfach keine Zeit. Er hat mir zu persönliche Fragen gestellt, was ich versehentlich aber selber provoziert hatte. Deswegen habe ich ihm vorgeschlagen, das woanders zu besprechen. Ich hatte mich verplappert, wollte das aber nicht. Er erfuhr auf diese Art, dass ich solo bin. Ich hatte ihm erzählt, dass ich morgends nicht aus dem Bett gekommen war, mich aber im nächsten Moment sofort darüber geärgert. (Er könnte ja denken, dass ich faul bin. ). Darauf er: "Wohnst du allein? Hast du keinen Freund?" Eine konkrete Verabredung kam aber nichtmehr zustande. Dafür wurde die Situation plötzlich brisant. Im Eifer des Gefechts haben wir uns freundlich voneinander getrennt. Danach war die lange Zeit, wo ich ihn nicht besucht und auch nicht gesehen hatte.

    Was ich mich plötzlich frag ist, warum entschwindet mir dauernd sein Gesicht? Die Gesichtszüge tauchen auf und verschwinden plötzlich. Es ist manchmal, als könnte ich mich garnicht an sie erinnern.

    Halt uns auf dem Laufenden, wenn du magst!

    Ich glaub, ja.

    Gruss
    N.F.
    Geändert von Nastasja.F (24.09.2008 um 19:51 Uhr)
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

  3. Inaktiver User

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Gesichtsverlust... hm. Wenn du mehr von dir erzählst, als in diesem Rahmen angemessen wäre - und der andere das nicht annehmen kann.
    Beispiel: bei meinem ersten Date mit dem Liebsten (den ich zwar lose, aber nicht näher kannte) ging's darum, dass es mir nicht gut ging in der Zeit davor. Hätte ich damals gleich gesagt "ach herrje, ja, ich hatte ne Depression, hab 3 Wochen nicht arbeiten können, in der Zeit 30 Flaschen Wein gesoffen und bin so froh, dass ich nach nem hammermäßigen Absturz wieder on track bin", wäre das grenzüberschreitend gewesen - für ihn wie für mich.
    Dass er mir gleich am ersten Date gesagt hat, dass er sich in mich verliebt hat (also, schon in der Zeit, als wir uns nur lose und in der Gruppe sahen), war das ganz klar auch: weil ich überhaupt nicht wusste, was ich damit anfangen sollte.

    so etwas würde ich mir selbst ersparen wollen - um meiner Entscheidungsfreiheit für später willen (vielleicht isser gar nciht so nett als Freund? Und du hast ihm Liebe gestanden, die sich dann letztlich doch nicht entwickelte in dir?) und auch für ihn.

  4. User Info Menu

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gesichtsverlust... hm. Wenn du mehr von dir erzählst, als in diesem Rahmen angemessen wäre - und der andere das nicht annehmen kann.
    Aha. ja, wenn ich gedankenlos drauflosquassele. Mach ich aber i.d.R. nicht (ausser in der Bricom vielleicht mal ausnahmsweise. )

    Beispiel: bei meinem ersten Date mit dem Liebsten (den ich zwar lose, aber nicht näher kannte) ging's darum, dass es mir nicht gut ging in der Zeit davor. Hätte ich damals gleich gesagt "ach herrje, ja, ich hatte ne Depression, hab 3 Wochen nicht arbeiten können, in der Zeit 30 Flaschen Wein gesoffen und bin so froh, dass ich nach nem hammermäßigen Absturz wieder on track bin", wäre das grenzüberschreitend gewesen - für ihn wie für mich.
    Um Gotte Willen. Nein, so dumm wäre ich auch nicht. Aber gut, dass Du's nicht erzählt hast.

    Dass er mir gleich am ersten Date gesagt hat, dass er sich in mich verliebt hat (also, schon in der Zeit, als wir uns nur lose und in der Gruppe sahen), war das ganz klar auch: weil ich überhaupt nicht wusste, was ich damit anfangen sollte.
    Dann wusstest Du wohl wirklich nichts davon. Wäre es vielleicht anders verlaufen, hättest Du es zumindest geahnt?

    so etwas würde ich mir selbst ersparen wollen - um meiner Entscheidungsfreiheit für später willen (vielleicht isser gar nciht so nett als Freund? Und du hast ihm Liebe gestanden, die sich dann letztlich doch nicht entwickelte in dir?) und auch für ihn.
    Mir geht es nicht darum, ihm jetzt Liebe zu gestehen. In dem Brief, den er nicht bekommen hat, stand eigentlich auch nicht gerade eine wörtliche Liebeserklärung, nur der Wunsch ihn direkter kennenzulernen.

    Es kann aber sein, dass er mich direkt fragt. Ich wäre ihm dann auch nicht böse. Ich habe eigentlich den Eindruck, dass er keineswegs ahnungslos ist und er ist ein Typ, der sehr geradezu ist. Aber nicht in verletzender Form. Sie verletzt zumindest mich nicht. Ich mag seine Art.

    Ich mach mir aus irgendeinem Grunde Sorgen, dass ich ihn nicht weg an irgendeinen Tisch krieg, wo wir privat plaudern können. Warum auch immer. Ich denke wirklich, es liegt an der Art der Ansprache. Ich habe mir schon verbal etwas überlegt, das Für-und-Wider abgewägt, weiss aber nicht, ob das reicht.

    Hätte längst vorbeigehen müssen. Er vermisst mich womöglich. Hab ihm letztends beim Abschied zärtlich die Hand gedrückt. Er hielt sie fest. Ich hätte mich vielleicht noch einmal nach ihm umdrehen sollen.

    Er kennt - verdammt noch mal glaube ich - meine Unsicherheit und hat sie längst bemerkt. Seine Taktik ist, mir ständig das Wort aus dem Mund zu nehmen. Ich kann seine Fragen garnicht so schnell beantworten, wie er sie stellt. Das passiert aus einer eigentlich gut gemeinten Absicht.

    Um den Rest mach ich mir weniger Sorgen. Ich weiss, dass ich nicht gleich eine Beziehung mit ihm gemeinsam beschliessen muss. Ich denke mal, er ist auch nicht gerade dumm.

    Ich bin heute richtig krank. Mit Kopfschmerzen aufgewacht und vielleicht mit Fieber. Ich muss den ganzen Tag anrufen (muss für meinen Nebenberuf was tun, hab heute abend noch 2 Termine) und erfahre heute oder morgen, wie es nächste Woche weitergeht, obwohl das eigentlich schon abgesegnet ist, nur über Inhalte muss noch verhandelt werden. Ab Dienstag ändert dann auch wieder mein Alltag evtl. sogar die Zielrichtung. Ich sitze jetzt zuhause mit der Strickmütze auf dem Kopf, hab wieder 5 kg abgenommen in den letzten Tagen und bin körperlich in einem völlig dessolatem Zustand. Meine Nase läuft zusätzlich. Und dann will ich derartige emotionale Situationen meistern ???? Weia! Kann das gutgehen?

    Lieben Gruss
    N.F.
    Geändert von Nastasja.F (25.09.2008 um 11:15 Uhr)
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

  5. Inaktiver User

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    schau mal, Hand nehmen udn festhalten, Vermissen äußern - das sind doch alles schon positive Zeichen. Wenn du drauf eingehen magst, dann klappt es sicher mit einer "Privatisierung" des Kontakts. Andererseits, wenn du dir unsicher bist: er kann ja auch den ersten Schritt machen. Allerdings kann's sein, dass du dann bissl warten musst.

    Ein Zwischenschritt wäre, deinen Weggang anzukündigen ("ich werde in nächster Zeit nicht mehr kommen können, da...") und zu warten, wie er reagiert. Meinst du, das klappt?

  6. User Info Menu

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    schau mal, Hand nehmen udn festhalten, Vermissen äußern - das sind doch alles schon positive Zeichen. Wenn du drauf eingehen magst, dann klappt es sicher mit einer "Privatisierung" des Kontakts. Andererseits, wenn du dir unsicher bist: er kann ja auch den ersten Schritt machen. Allerdings kann's sein, dass du dann bissl warten musst.
    Huuch. Das ging aber jetzt schnell.
    Was mir selber klar wird bei meinen Postings und den Reaktionen darauf ist, dass ich sehr darauf fixiert bin mein Ziel zu erreichen, wie ich mir das vorstelle und zwar jetzt und sofort. Der Gedanke, es muss ja nicht sofort klappen, macht Angst. Denn was ist, wenn ich 'ne zweite Chance nicht habe, weil ich die erste verpatzt habe?

    Es gibt einen Grund, an den Ihr sicher nicht denkt, warum er gehandicapt sein kann, seinerseits einen Schritt zu machen, selbst wenn er daran denkt, das zu tun. Den verschweige ich aber (um seine Persönlichkeit zu schützen - nee, nichts Kriminelles oder so).

    Ein Zwischenschritt wäre, deinen Weggang anzukündigen ("ich werde in nächster Zeit nicht mehr kommen können, da...") und zu warten, wie er reagiert. Meinst du, das klappt?
    Das muss ich ja schon aus Höflichkeit. Er wird auch reagieren, definitiv mit: "Wieso nicht?" Soweit kenne ich ihn schon. Danach ist er wahrscheinlich nicht fähig zu jedem weiteren Kommunikationsschritt, weil er aus seinem "Gefängniss" befreit werden muss und das geht nur, wenn er es freiwillig verlässt. Ich weiss nicht, wie ich ihn dazu bringe. Ich fürchte er hat trotz seiner offenherzigen Art kommunikative Scheuklappen auf.

    Vielen Dank für die Hilfe! So langsam kommen wir der Sache näher.

    Gruss
    N.F.
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

  7. Inaktiver User

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Zitat Zitat von Nastasja.F
    Es gibt einen Grund, an den Ihr sicher nicht denkt, warum er gehandicapt sein kann, seinerseits einen Schritt zu machen, selbst wenn er daran denkt, das zu tun. Den verschweige ich aber (um seine Persönlichkeit zu schützen - nee, nichts Kriminelles oder so).
    Das wäre aber u.U. auch eine Erklärung für sein wenig aktives Verhalten (er hätte ja z.B. dich schon lange einladen können), den du berücksichtigen solltest.
    Weiß er denn, dass dich dieser Grund nicht an einer Vertiefung der Freundschaft/Aufnahme einer Beziehung hindern würde?

  8. User Info Menu

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das wäre aber u.U. auch eine Erklärung für sein wenig aktives Verhalten (er hätte ja z.B. dich schon lange einladen können), den du berücksichtigen solltest.
    Manchmal habe ich mich regelrecht gewehrt, darüber überhaupt nachzudenken. Wir sind uns durch unsere beiderseitige Spontanität nähergekommen. Dabei war noch kein Wunschdenken und auch kein Hintergedanke im Spiel. Wir hatten kurz ein ähnliches Verhältniss wie zwei Kinder, die sich irgendwo zufällig kennenlernen (obwohl ich tausendmal an ihm vorbeigerannt war und wir das eine oder andermal miteinander ein paar zwangsläufige Worte gewechselt hatten). Ich habe das so empfunden und ich betrachte das seitdem als glückliche Fügung. (Wir haben uns also irgendetwas zu sagen. Meiner Empfindung nach können nur geschlagene Erwachsene so miteinander umgehen, die sich ihren Draht von früher bewahrt haben.)

    Weiß er denn, dass dich dieser Grund nicht an einer Vertiefung der Freundschaft/Aufnahme einer Beziehung hindern würde?
    Das ist eine sehr schwierige Frage. Die kann ich nicht definitiv mit "Ja" beantworten.

    Ich habe ihm einmal kurz meine Wohnsituation geschildert. Es gibt da ein Problem mit einer Nachbarin, die meine Freundin war und ist, aber die sozusagen nichtmehr Dieselbe ist. (Es geht hier in die pathologische Richtung. Eine ziemlich schlimme Geschichte. Wir sind als Mitbewohner eigentlich überfordert damit.)

    Er hat mir plötzlich etwas zu meinem Charakter gesagt: "Du könntest niemals Jemanden verraten. Du würdest überhaupt nicht mehr aufhören, darunter zu leiden. Und wohnen könntest Du dort schon garnicht mehr." Das sagt, dass er mich gut beobachtet
    hat.

    Als wir uns zuletzt gesehen haben, hatte er die Geschichte nicht vergessen. Ohne dass ich was äusserte, sagte er plötzlich: "Kannst du nicht aus dieser schlimmen Situation einfach herausgehen?" Er meinte wegziehen. Aber das ist im Moment schon aus finanziellen Gründen nicht möglich.
    Geändert von Nastasja.F (25.09.2008 um 14:57 Uhr)
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

  9. Inaktiver User

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    so ganz verstehe ich deine Antwort nicht, Nastasja - es geht also darum, dass er Angst haben könnte, du könntest ihn verraten? Ist das sein Hemmnis?

    Sorry für Begriffsstutzigkeit , T.

  10. User Info Menu

    AW: Was tun, wenn die Wände sich drehen.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    so ganz verstehe ich deine Antwort nicht, Nastasja - es geht also darum, dass er Angst haben könnte, du könntest ihn verraten? Ist das sein Hemmnis?

    Sorry für Begriffsstutzigkeit , T.
    Hallo Tanguera,

    ich glaube, das lag an mir, nicht an "Deiner" Begriffstutzigkeit. Es ging dabei um meine Freundin. Gegen sie lag eine Anzeige vor. Und ich sollte die mit meiner Zeugenaussage bestätigen. Das habe ich aber nicht gewollt. Vorher habe ich (ich nenne ihn mal der Einfachheit halber abgekürzt H.) also H. getroffen und ihm davon erzählt. Ich wollte wissen, was er dazu meint.

    Die Szenerie war übrigends seltsam. Er überlegte kurz, musterte mich und zischte: "Das ist Verrat!". Dann wurde er rot, blickte zur Seite, grübelte eine Weile und lächelte mich dann stumm an. Er hat mir genau das geantwortet, was ich hören wollte und wahrscheinlich deswegen. Das ist jetzt über einen Monat her, vielleicht schon zwei.

    Mittwoch vor einer Woche haben wir uns zum letztenmal gesehen und er griff das Thema wieder auf. Auf meine Worte: "Ich habe die Zeugenaussage nicht gemacht." reagierte er jetzt genau andersherum: "Wieso nicht?" Und das wieder empört, so als hätte ich sie doch machen sollen. Mich hat das ziemlich verblüfft. Ich war aber einfach glücklich, dass er die Geschichte nicht vergessen hatte. Aber ich konnte ihm leider nicht um den Hals fallen dafür. Hätte wir ein unkomplizierteres Verhältniss, hätte ich das vielleicht getan.

    Ich bin nur in meiner Schulzeit und kurz danach noch Männern gegenüber derartig schüchtern gewesen. Bei ihm ist es wieder so. Üblicherweise habe ich damit keine Probleme. Ich dachte schon, das hätte aufgehört.

    H. ist ein ca. Zwei-Meter-Mann und auch noch kräftig gebaut. Ich bin eine eher zerbrechlich wirkende Frau von 160 cm. So jemand wie er passte schon rein von der Optik (Abgesehen vom Gesicht und der Stimme) nie in mein sog. "Beuteschema". Ich hasse diesen Begriff. Ich hab jedesmal Orientierungsverluste, wenn ich mich auf diese Grössenordnung zubewege und suche nach einer imaginären Stütze im Rücken, die nicht da ist. Das macht schon den Dialog irgendwie lustig.

    Aber bei der Gefühlslage macht es das, glaube ich, nicht aus. Auch bei einem Mann von meiner Grössenordnung hätte ich jetzt Probleme. Bloss da hätte ich sein Gesicht nicht über mir sondern direkt vor meinem. So blickt er ständig schonmal weit auf mich herunter.

    Gruss
    N.F.
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •