Hallo liebe Userinnen,
ich hatte schon einmal vor einiger Zeit in der Bricom getextet. Damals ging es mir (ungefähr seit Weihnachten) richtig elend. Ich machte mein Elend daran fest, dass ich mich in der Partnerschaft absolut unwohl fühlte. Meine Konsequenz war die Trennung vom Partner und sein Auszug aus unserer Wohnung. Ich hatte richtige Depris und mein Focus richtete sich auf ihn. Nach seinem Auszug und der Trennung, dachte ich, ich könnte aufatmen und würde meine alte Lebensqualität wieder erreichen. Aber nichts dergleichen geschah. Es blieb - gefühlsmäßig - alles wie es war. Da ich seit 1,5 Jahren eine HET mache, bin ich dann zu meiner Frauenärztin. Die Dosierung wurde angepasst. Was mir sehr gut tat; ich musste jetzt nicht mehr ständig heulen. Mit der Trennung habe ich auch eine Gesprächstherapie angefangen.
Zur Zeit habe ich allerdings das Gefühl, es ist wirklich einiges in mir im Umbruch. Ich bin einfach nicht mehr die alte; die die immer optimistisch war, die viel Lebensfreude (auch in schwierigen Situationen) in sich hatte; in allem Schlechten auch Positives erkennen konnte.
Im Moment ist es einfach nicht mehr so. Ich habe das Gefühl, dass sich alles verändert. Ich bin so kritisch geworden. Das kenn ich nicht.
Mein privates Problem will ich hier gar nicht thematisieren. Meine Frage geht dahin, ob es anderen Frauen auch so geht. Am liebsten igel ich mich ein, will für mich sein. Mit meinem Ex treffe ich mich ab und an; da ist dann dieses große Vertrauen, welches ich nur bei ihm empfinde. Freunde und Verwandte - das ist mir im Moment alles zuviel.
Kennt Ihr diese Gefühle?
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21.09.2008, 17:28Inaktiver User
Ich bin so verändert - alles nervt
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21.09.2008, 17:37
AW: Ich bin so verändert - alles nervt
Ach Jojojo,
ich kann Dich sooo gut verstehen. Ich lebe in einer Ehe, in der ich mich nicht mehr wohl fühle. Die Gefühle für meinen Mann sind irgendwohin verschwunden, und es ging mir zwischenzeitlich auch mal so schlecht, daß ich dachte ich wäre lieber tot als so unglücklich. Eine Trennug habe ich bis heute nicht geschafft, mir fehlt einfach die Kraft dazu, aber es geht mir im Moment nicht mehr ganz so schlecht. In bin nicht glücklich, absolut nicht, aber aus ddem ganz tiefen Loch bin ich erstmal wieder raus.
Aber ich kenne dieses Gefühl, daß alles und jeder nervt nur allzugut. Ich grübele und grübele und alles ist mir zuviel Ich bin unzufrieden......mit mir, mit meine Ehe, mit meiner Situation aus der ich mich einfach nicht befreie........aus genau dem Grund den Du beschreibst. Ich habe Angst, daß es mir nach einer Trennung nicht besser gehen wird......weil die ganze Unzufriedenheit die ich spüre vielleicht nur mit mir selber zu tun hat??????????
Wie alt bist denn? Ich bin 48 und ich denke, da spielen auch bei mir die Hormone ein große Rolle. Ändert man sein Leben jetzt nochmal oder findet man sich ab wie es ist und lernt damit glücklich und zufrieden zu sein?????????
Dir wünsche ich auf jeden Fall, dáß Du deine Kriese überwindest und wieder glücklich wirst.
Ich_bins
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21.09.2008, 18:01Inaktiver User
AW: Ich bin so verändert - alles nervt
Hallo ich_bins,
also ich bin 50 und ich denke, dass hier einige Faktoren eine Rolle spielen:
a) die Wechseljahre
b) die Abnabelung der Kinder
c) grundsätzlich das Älterwerden, dazu gehört, sich mit den Veränderungen des Körpers auseinanderzusetzen
d) teilweise Überforderung, früher ging mir vieles leichter von der Hand
Was mich nur sehr stark iritiert, ist die Tatsache, dass ich die Menchen, die ich liebe, im Moment so gar nicht mehr annehmen kann. Die haben sich nicht geändert - ich hab mich geändert. Aber wo führt das hin? Ich habe manchmal Angst vor der Zukunft, wenn ich mich noch mehr einigel. Wie geht es weiter?
Trenn Dich nicht zu leichtfertig. Wichtig finde ich die Frage: Liebt Ihr Euch? Wenn ja, solltet Ihr den Weg zusammen gehn.
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21.09.2008, 19:45
AW: Ich bin so verändert - alles nervt
Liebe Jojojo,
nein, ich liebe meinen Mann schon lange nicht mehr, daum geht es mir ja auch so schlecht. Er tut alles für mich und ich kann es nicht annehmen. Ich sperre mich total gegen alles Körperliche, es geht nicht........aber eine Trennung schaffe ich auch nicht.
Das Vertraute, er ist mein Freund.....alleine zu sein erscheint mir schlimmer.
Aber ich habe genau wie Du das Problem mit dem Älterwerden, die Altererscheinungen des Körpers anzunehmen, das macht mir sehr zu schaffen. Ich fühle mich alt und unattraktiv.....das ist schwer auszhalten. Ich könnte manchmal vor lauter Selbstmitleid weinen, weil ich mich so häßlich finde.......dabei sollte man froh sein gesund zu sein.
Warum hast Du dich denn getrennt?????
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21.09.2008, 20:51Inaktiver User
AW: Ich bin so verändert - alles nervt
Hallo ich_bins,
also: Wir führen seit zig Jahren eine Auf und Ab-Beziehung. Ich habe immer alleine gelebt, jeder hatte seine eigene Wohnung. Im letzten Jahr beschlossen wir, nun endlich Nägeln mit Köpfen zu machen u. er zog zu mir. Ich stellte fest, dass dies die falsche Entscheidung war und machte mal wieder den Rundumschlag. Wie gesagt, danach ging es mir allerdings nicht besser. Die Gefühle für ihn sind allerdings immer noch da.
Wenn Du Deinen Mann nicht mehr liebst, verstehe ich nicht, warum Du Dich nicht trennst. Es muss ja keine endgültige Entscheidung sein. Vielleicht ist es möglich, Dir erstmal eine Wohnung zu suchen. Erst mit Abstand kannst Du die wahren Gefühle erkennen. Und wenn er Dir ein vertrauter Freund ist, wird er Dich vielleicht in diesem Vorhaben unterstützen. In einer Partnerschaft auszuharren, halte ich für den falschen Weg. Ich habe ja auch angenommen, dass es an der Partnerschaft liegt. Hätte ich mich nicht getrennt, hätte ich auch nicht erkennen können, dass es nicht daran lag - sondern in mir selbst. Wenn ich in dieser Partnerschaft ausgeharrt hätte, wäre er weiterhin für alles verantwortlich gewesen. So ist es doch zu einfach. Um etwas zu erfahren, muss man vielleicht auch mal unbequeme Wege gehen. Und ich stelle es mir schrecklich vor, in einer Partnerschaft zu leben mit dem Wissen, dass ich das nicht will. Ich bin wohl teilweise in meinen Entscheidungen zu impulsiv; aber wenn ich Deine Sorgen höre, finde ich es besser als gar keine Entscheidungen zu treffen. Bitte sprich mit Deinem Mann und sucht nach gemeinsamen Lösungen.
Bezüglich meines Aussehens muss ich sagen, dass ich nach wie vor damit zufrieden bin. Die Veränderungen nehme ich zur Kenntnis, ich beschäftige mich damit. Fühle mich aber nicht alt und unattraktiv - es ist die Veränderung als solches, die mir die Endlichkeit bewußt macht. In Selbstmitleid zerfließen will ich auch nicht, dagegen wehre ich mich. Weil das bringt mich nicht weiter. Aber ich bin - ich sag es jetzt mal so wie es ist - so trotzig geworden, bin nicht mehr umgänglich. Ja, das ist es! Und die Gedanken, finanziell geht es einigermaßen und ich bin ja gesund, nerven mich - wenn sie von anderen kommen. Na klar, so ist es. Aber was passiert mit mir? Ich kann es einfach nicht mehr einordnen. Das ist mein Problem.
Liebe ich_bins, versuch Dein Selbstmitleid in den Griff zu bekommen, bewege Dich! Das holt Dich aus Deiner desolaten Situation. Du hast einen lieben Mann an Deiner Seite; vielleicht unterstützt er Dich und Du findest zu ihm zurück. Gehe kleine Schritte. Jeder Schritt wird Dir gut tun. Ich habe micht übrigens zu 2 VHS-Kursen angemeldet. Einer entspricht genau meinen Vorstellungen und belebt micht; der andere ist nicht so mein Ding. Aber hätte ich mich nicht angemeldet, hätte ich diese schöne Erfahrung in dem einen Kurs nicht gemacht. Also bitte bitte, tu etwas. Ich wünsche Dir viel Kraft!!!!!!!!!!!!!!!!


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