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    AW: Über das Begehren

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn du mit deinem letzten Beitrag ( ) meinen solltest, dass sich Triebbefriedigung (negativ) auf das Begehren auswirken kann: kann schon passieren!

    Ich habe wiederum gerade in einem anderen Strang gelernt, dass Männer Frauen dauerhaft begehren können, die sich ihnen gegenüber sexuell indifferent oder gar ablehnend verhalten. Wußte ich echt nicht, dass Männer so ticken können! Liebe, ja klar - aber sexuelles Verlangen nach einer Frau, die einen selbst nicht begehrt, und das über Jahre... ich staune noch immer, Hut ab!

    Begehren - hat hier nicht jeder eine eigene Definition? Begehren ist für mich ein ganzheitliches Verlangen nach einer Person, was nicht nur, aber sicher auch sexuelles Verlangen bedeutet. Dieses Begehren erlischt aber nicht, wenn es durch "Triebabfuhr" entladen wird.

    Es gibt bestimmt auch Begehren, welches sich ausschliesslich auf sexueller Ebene abspielt. Das sind vermutlich eher so instabile Geschichten, wie du sie geschildert hast....
    Ein sehr guter Beitrag.

    Ich möchte sogar noch weiter gehen und Begehren als einen unstillbaren Zustand beschreiben.
    Also auch die Sehnsucht nach Etwas oder Jemanden, der nicht jederzeit und immer für mich erreichbar ist, den ich nur für diesen einen kostbaren Moment echt berühre.
    Aber davon hat when_a_man offensichtlich keine Ahnung.

    So genießen eben manche Menschen Erotik, andere haben einfach (nur) Sex.

    LG Chiffon
    Von dir aus gesehen bin ich du

    (Ernst Ferstl)

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    AW: Über das Begehren

    Link

    Nur so, zur Erhellung.

    chiffon
    Von dir aus gesehen bin ich du

    (Ernst Ferstl)

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    AW: Über das Begehren

    interessanter Link!
    Neinnein,da gilts nicht mich zu kritisieren, nichtmal zu bemitleiden.
    Ich werd das deutlicher machen in nächsten Beiträgen.

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    AW: Über das Begehren

    Der Gegenpol zum Begehren wäre für mich die Hingabe . Hingabe braucht vom Wesen her m.E. auch die Liebe. Warum sonst sollte ich freiwillig mehr geben als ich erwarte?

    Wenn mein Begehren also auf Hingabe trifft, besteht eine größere Chance, daß so etwas wie Sattheit eintritt.
    Eine Begegnung, die alle Fasern meines Seins berührt, bringt Erfüllung mit sich.
    Und dieser Mensch wird mich immer wieder aufs Neue anziehen.
    Begegnungen, die diese Qualität nicht haben, hinterlassen nach einem Gefühl der Befriedigung erneut nur Leere im Menschen.

    Und so macht man sich wieder auf die Suche.

    Promiskuität entsteht ja eher dadurch, daß man keine Erfüllung findet - rastlos auf der Suche ist.


    chiffon
    Von dir aus gesehen bin ich du

    (Ernst Ferstl)

  5. Inaktiver User

    AW: Über das Begehren

    Ich hole jetzt mal den alten Tröt hoch, der zwar ziemlich müllig its, aber ich weil ich mich gerade mit dem Thema befasse, möchte ich noch anmerken, was hier falsch lief.

    Entgegen einer Verlinkung hier oben zur Begriffserklärung gibt es sehr wohl einen großen Unterschied zwischen Begierde (um die es dem TE ging) und dem Begehren, von dem hier auch einige sprachen.

    Die sachliche betrachtungsweise, die sich auf reine Messbarkeiten reduziert ist genau das, was Begehren nicht ausmacht. Begehren ist eine Entwicklung in einen neuen Raum hinein, ein Zustand, der zum denkbar Unmöglichen hinstrebt und dieses möglich machen will.

    Wer den Menschen zur Maschine reduzieren will, hat nichts vom Leben begriffen. Oder versteckt sich davor, weil es ihm so unheimlich ist, daß er etwas braucht, um sich schlichtweg festhalten zu können. Eigentlich zeitg das die Unfähigkeit, sich dem Leben hinzuwenden.

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